II.Mannschaft | Vergangene Saisons

Landesliga 1 | Saison 2011/2012

Datum: 18.9.2011

Traktorist Nr. Punktspiele/Tore
Billy 1 1
Schildkröte (C) 9 3/1
Fabiano 21 1/0
Presi - 1/0
Rapha 2 1/0
Kun Ali 15 3/3
Garrincha 12 2/0
Günni 6 3/4
Omario 16 1/0
Prinz 11 2/3
Zonk 3 3/0
Cuba Libro 5 1/0
DettaPupetta 1 1
Achim 11 1/0
Linde 20 1/0
Tevez 10 1/0
Sphinx 3 1/2
Grosser 7 2/1

 

18.9.2011 Zwoote vs. SC Capri 3:14 (1:8)
Die Wahlhelferin im Wahllokal 512 lächelte gar freundlich drein, und das war dann eigentlich ein guter Tag-Start. Obgleich die getroffene Wahl, wie alle Jahre, immer ein Hupen im Hinterkopf erzeugt, welches von großen Zweifeln spricht. Aber Demokratie ist Demokratie. Wir haben es ja nicht anders gewollt. Anderes gewollt hatte sicherlich die Zwoote von Traktor, war aber nicht gewillt genug und hatte dann keine andere Wahl als massig zu schlucken. Und hier war der Tag dann wieder vorüber. Nach gerade einmal 90 Minuten!
Furioser Beginn in der Hauff-Arena – nämlich von den Gästen. Capri kombinierte gleich wild drauf los, machte keinen Hehl aus seinen Ambitionen an diesem Tage, führte schnell 0:2. Wobei Traktor nicht in der Lage war die schnellen Vorstöße und Dribblings zu unterbinden. Gewähren – so die Devise zum Teil. Aber: nach feinstem Presi-Zuspiel in den Lauf von Kun Ali, wusste der souverän zu vollenden. Da kam Hoffnung auf. Diese starb nach drei schnellen Toren der Gäste ebenso fix wie ein Karnickel allein in einem Fuchsbau voller Löwen und Alligatoren – ohne Chance, urplötzlich und irgendwie tragisch. Capri spielte groß auf, körperlich immer präsent und mit dem Willen für die Treffer. Weinrote hatten da wenig hingegen zu werfen. Der Zweikampf wurde nicht in dem Maße ausgeübt wie es der Partie bedurft hätte. Zudem stand der Abwehrverbund des öfteren allein gegen eine Überzahl. Die Treffer viele fielen wie sie wollten, einige beeindruckende auch, doch der Gastgeber lud ein zu dick bestücktem Buffet. Und Raubtiere sind bekanntlich sehr hungrig. Natürlich bedienten die sich wie sie wollten, ob mit oder ohne Essmanieren. Die wenigen Möglichkeiten in Traktor Hand entfleuchten sogleich, weil die Anspiele zu ungenau und der Abschluss nicht zwingend genug war. Haben Sie schon einmal ein Karnickel ein Tor schießen sehen? Genau! Kurzum: 1:8 – vollkommen verdient. Für beide Seiten.
Das Spiel war längst gelaufen. Die mit Rückkehrern halb neu formierte Boxhagener Truppe nun einzig mit Ordnung finden und Einspielen beschäftigt. Außerdem war die Erprobung von körperlicher Ertüchtigung im Mittelpunkt, d.h. ‚Wie wird ein Zweikampf bestritten?‘. Die zu findende Antwort auf eine dringliche Frage. Der georderte Schiri (der so anständig war tatsächlich zu erscheinen) war Gold wert, machte seine Sache gut und souverän. Günni verabschiedete sich in der Halbzeit auf Grund einer Verletzung und ist hoffentlich bald wieder fit.
3:14. So das Endergebnis. Traktor zeigte sich leicht verbessert und Capri nicht minder hungrig. Erstere hatten es mit Hunger dennoch nicht so und verwarfen beste Chancen. Zu späte Abspiele, zu frühe Abspiele, falsche Abspiele: Weinrot ließ es beim Passen an Konzentration und Genauigkeit vermissen, wie die Grünen an einem Wahlprogramm. Aber gekämpft wurde aufopferungsvoll (Im Gegensatz zu Grün…), wenngleich klar die Sache ab gespult längst war (Genau wie bei Grün! Die Parallelen wollen so gar nicht mehr enden. Fuck!). Beide Mannschaften versuchten es mit langen Abstößen. Gastgeber-Abstöße waren unerforschlich, weil wenig Bewegung im Offensivraum. Capris lange Bälle waren nur bedingt erfolgreich, weil die Zwoote in ihrem Capitano auf der Innenverteidigerposition zumindest eine Bastion auf bieten konnte. Schildkröte mit Abstand bester Weinroter; zudem Strafstoßtreffer später noch. Auch Fabi und Rapha und Presi auf den Außen köpften die langen Bälle away. Aber im Mittelfeldbereich war insgesamt zu wenig Defensivtreiben vonstatten gegangen. Und die Mannen hinten hatten die Füße voll. Nämlich mit dort platzierten Gegenspielern. Capri war eine Wucht und rannte an wie ein mit Indern überfüllter Zug, die Gehirn akrobatisch schnell deren Laufwege, Geschwindigkeiten und Wahrscheinlichkeiten berechneten. Offensiv mehr als ausgereifte Vorstellung, insgesamt vollendete Tagesform. Da Traktor nach vorne nur bedingt Druck zu machen in der Lage war, konnte Capri seine Defensivschwächen weitestgehend verbergen. Aber nicht ganz, der zweite Treffer von Kun Ali war ein schönes Mitteldistanzschüsschen inklusive Abfälschers. Zudem, wenn der Gastgeber wirklich wollte, bestand die Möglichkeit immer wieder mal durch zu gehen. Aber die Abschlüsse: mies! Mieses Gebaren auch kurz vor Schluss. Traktor-Keeper und Capri-Stürmer bekamen sich nach Attacken in die Haare. Yellow all! Und Capris Stürmer musste wegen seines zweiten Handspiels mit Gelb-rot runter. Hmm.
„Kann ich mit meiner Stimme zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses den Hundekot von der Straße weg direkt in den Senat wählen?“ „Nun, nichts anderes tun Sie!“ Die etwas unkonkrete Berichterstattung ist der Zeit und der Gehirnrekonstruktion des Tastenklimperers geschuldet. Den Gästen sei zu dem überaus deutlichen Erfolg gratuliert. In allen Belangen die weit bessere Mannschaft. Die Wiederankömmlinge in Reihen von Weinrot hätten sich sicherlich einen schöneren Einstand gewünscht. Aber dieses Jahr geht’s Schlag auf Schlag. Ein Spiel wie heute dann aber hoffentlich nicht mehr. Und falls Sie Ihren Demokratie-Nimbus nicht verspielt haben, wie die am Ende aufgezählten Personen, dann gehen Sie da verdammt nochma hin. Und wenn nur des Lächelns einer Wahlhelferin wegen. Nicht-Wahlberechtigte: Billy / Schildkröte (1) / Fabiano / Rapha / Presi / Garrincha / Kun Ali (2) / Cuba Libro / Günni / Zonk.

11.9.2011 BSG Umbau Berlin vs. Zwoote 2:2 (1:1)
Wat is denn da los? Die paar Zuschauer aus den Reihen der sich Duellierenden mögen sich bezüglich der Geschehnisse diese Frage sicher gestellt haben. Aber ebenso die Protagonisten, die ja inmitten des gesamten Prozederes für den Aufruhr höchst selbst verantwortlich waren, waren den Umständen gegenüber fragwürdig eingestellt. Nicht im Geringsten ungewöhnlich für diese Spielpaarung die Intensität des Balltreibens zwar, jedoch, das teils ausufernde Gebaren der Akteure, allem voran der Schlussabschnitt, war in der Vergangenheit auf keinem so niedrigen Niveau angesiedelt. Pfui Deibel! Ebenso folgende Tatsache: der im Kleinfeldfußballzirkus ja nicht gerade unbedeutende BSG Umbau orderte beim VFF standesgemäß ’nen Pfeifenmann – und der sagt einfach mal ab!?! Die Partie war damit im Stich gelassen. Sicher keine Entschuldigung für die teils wüste Wortwahl und unzumutbare Entgleisung einiger Spieler, aber dat geht ja nu auch nicht! Stellen sie sich doch bitte einen Spielstand von 2:2 vor, so kurz vor Schluss in etwa; dazu zwei gewillte Mannschaften denen der Gedanke an das Remis nur so stinkt. Natürlich, die kämpfen bis ins Detail! Selbst, wenn es sich dabei um die Anständigsten der Anständigen handelt – was definitiv nicht der Fall war – aber dennoch, selbst da geht es um nichts weniger als alles. Zumindest ist das der Eindruck, den ein Spieler, in einer solchen Angelegenheit sich befindend, nun einmal hat.
Beschreibungsversuche:
Das anfängliche Balltreiben war von folgendem beseelt: Abtasten! Zuerst trieb die Pille durch weinrote Reihen in sorgsamer Achtsamkeit. Dann durfte Umbau sich mit dem schönen Spielgerät vertraut machen. Diese Phase sich auferlegter Disziplin währte einige absehbare Minuten, bis die Partie nun in ihr gewöhnliches Muster mündete, dem zweikampflastigem Treiben – auch mal mit Ball. Traktor arbeitete hier nicht schlecht, doch noch wurde nicht jeder Zweikampf so aufgenommen, wie es der Paarung gebührte. Daher war einer der Hauptprotagonisten, der Partie überhaupt, der Boxenwächter der Gäste: DettaPupetta kristallisierte sich schon früh als der Garant für den Erfolg, wenn seine Mannen ihn denn wollten, sich nur noch ebenso in Schale zu werfen bräuchten. Und sie wollten. Alle. Wirklich alle auf dem Spielberichtsbogen erwähnten. Umbau nicht minder – wie immer. Auch die riskierten viel und das taktische Gehabe der Anfangsminuten verschwand geschwind. Spielten druckvoll auf und waren balde mit 1:0 in Führung, weil deren Stürmer gelegt worden war. Oder? Was denn nun? Neuner? Vorteil? Kein Foul? Auf der Wiese insgesamt drei Antworten auf eine Frage, zu beantworten eigentlich nur der Unparteiische in der Lage – ach so, der war ja gar nicht da… Sorry, mein Fehler. Also weiter: Umbau wach, drückt aus dem Chaos heraus die Murmel ins Gehäuse. Geht in Ordnung, das Foul zuvor war als solches von den meisten so gesehen worden. Einzig die Ratlosigkeit hinsichtlich der Bewertung der Situation drückt den Schuh hie und da. Verdiente Umbau-Führung. Basta! Allein verantwortlicher für das Boxhagener Comeback war der sehr sehenswerte Treffer von Kun Ali. Der befand sich vor der Vollendung in Schuss-unmöglicher- ,wenn auch Schlagdistanz und ignorierte den Rückraum vollkommen, weil sein Huf ihm das so gesagt hat. Wer trifft hat recht. Und ist manchmal wahnsinnig. Wahnsinnstreffer! Dem Keeper war der Halbzeitstand zu verdanken, denn die Umbau-Boys vergaben beste Gelegenheiten gegen die weinrote Eins. Die Halbzeitsilben beschäftigten sich maßgeblich mit dem Zweikampfverhalten, denn da war der Hebel anzusetzen.
Die zweite Halbe begann wie die erste, mit einer Ausnahme: Umbau wartete diesmal nicht mit ab, sondern zog aus der Halbdistanz ungedeckt beeindruckend ab und katapultierte sich auf die 2:1-Führung. Der Traktor stotterte zu Beginn des Parts gewaltig und gewährte dabei aller freundlichst. Weniger freundlich die darauf folgenden Zweikampftiraden, die sich ohne den Mann mit dem Regelbüchlein zu Gackereien entwickelten. Ohne jeglichen Anflug von Grips taten beide Seiten in gewissen Momenten Schaden an der Zivilisation. Gekämpft wurde jetzt aber wirklich aller Orten. Und hier brachte Traktor dann endlich öfter den Körper vor den Mann und mit dem in den hinein und damit auch mal jemanden zum Schreien. Keine verbale Antwort darauf ist die beste, aber das will gelernt sein und da besteht umso mehr Nachholbedarf. Fußballerisch gab es auch einiges zu sehen, denn beide Mannschaften erwirtschafteten sich die Möglichkeiten mit großem Aufwand. Der Gastgeber trat des Öfteren gefährlich in Erscheinung und war nur mit ganz viel Mühe zu bezwingen. Dabei war der starke Capitano Schildkröte in der Mitte ein Garant für Strukturiertheit und von Wichtigkeit nicht minder. Stargast Linde machte nach hinten wie vorne was wohl sonst keiner neben ihm kann und harmonierte mit Günni doch recht ansehnlich. Zudem feierte Omario ein bemerkenswertes Debüt und wusste mit guten Anspielen und Körpereinsatz zu gefallen. Und bereits angesprochener Kasten-Bär bügelte aus was andere zerknitterten, fing die Bälle wie eben Bären Lachse. Chancen für Traktor beispielsweise nach Flanke auf Großer vor den Kasten, Kun Ali Ecke auf Schildkröten-Birne oder auch Steilpass des Tevez auf den Prinzen. Die Pressingphase der Gäste inszenierte wieder einmal einen bedeutsamen Treffer, den Ausgleich wie Endsand zum 2:2. Der Prinz forcierte hierbei den Fehler beim Gegenspieler, belohnte sich selbst mit der Ernte und rettete Traktor zudem einen wichtigen Auswärtspunkt bei einem starken Mitkonkurrenten. Trotz einiger guter Offensivszenen, der Hauptpart des Spiels lag in der Zweikampfführung, diese recht hart und auch mal Diskussion würdig. Da ein schmutziges Wort, hier sogar ein Schlag ins Gesicht, Rempler, Stolperer, Greifer – die ganze Palette. Ohne all die Unanständigkeiten und mit einem das Spiel regulierenden Schiedsrichter, wäre das einzig und allein eine spannende und intensive Partie gewesen.
Traktoristen der Partie: DettaPupetta / Schildkröte / Linde / Omario / Zonk / Kun Ali (1) / Günni / Prinz (1) / Tevez / Grosser.

3.9.2011 Cosmos United I vs. Zwoote 7:9 (6:3)
Höhere Mächte geleiteten Traktors Zwoote in eine Spielklasse drüber, die vom Potential her jedoch gefühlte zwei Klassen stärker ist als die Bezirksliga I der vergangenen Spielzeit. Ein Blick auf die Teilnehmer dieser Sektion spricht für sich. Zwoote – Klasse übersprungen! Das wird eine harte aber auch wunderbare Saison.
Verzögerter Startschuss bei den Vereinten des Kosmos im schmucken Stadion Lichterfelde. Ein Spiel gegen die aus der Vergangenheit hätte ebenso obiges Ergebnis sein können – wenn Sie sich daran noch erinnern – wäre da nicht das Gebälk gewesen… Sie sehen jedoch, dieses Gebälk spielte heute nicht die geringste Rolle. Es hagelte Netbreaker!
Was macht eine Mannschaft die ohne potentiellen Keeper in ein Auswärtsspiel geht? Sie stellt den besten Feldspieler des Vereins zwischen die Bretter! Die Sphinx opferte sich fast die gesamte erste Halbzeit für diese „leidliche“ Aufgabe. Das Halbzeitresultat von 6:3 zeigte den Weinroten jedoch – sie waren damit dabei den Sieg zu opfern. Achim sprang für den Verein in die Handschuhe und sorgte später noch für den Erfolg… Die erste Halbe in Kürze: Traktor ging durch Günnis abgeklärten Treffer (Assist Achim) 0:1 in Führung. Und das nachdem Cosmos die etwas bestimmendere Mannschaft war. Dank Zuordnungsproblemen und Kratern im Mittelfeld gelang es den Gastgebern eine verdiente 3:1-Führung raus zu holen. Schnell und wendig agierten die durch weinrote Reihen, die bei den Gegentreffern den Schritt langsamer waren als der Gegenpart. Auch die anderen drei Törchen resultierten in der Regel aus dieser Unart der Spielgestaltung. Der Mann der für Weinrot die Wende brachte, war die bereits erwähnte Sphinx. Ein steiles Ding Richtung Sause ließ der Grosse passieren und den dritten Boxhagener brachte der Prinz nach Cosmos-Irritation und anschließender hellwacher Birne und noch aufgeweckteren Haxen. Cosmos verdient auf der Siegesstraße, Traktor einfach noch zu ungut, mit der Tendenz auf gut. Dem Gast fiel zum Ende des ersten Abschnittes auf, dass Cosmos, dem Klima geschuldet, an Spritzigkeit verlor. Mit dieser und bisherigen Erkenntnissen im Kopf, stellte der Garrincha zu Beginn von Part zwei auf Pressing um. Die Methode zeigte Wirkung, denn diese Spielform scheint den Boxhagenern besser zu liegen.
Innerhalb lichter Momente kamen weinrote Malocher auf 6:6 heran. Querbalkangesänge und Grosser mit dem Einnicker. Dann noch Sphinx nach Superkombo mit seinem Grossen und der goldene Fuß von Günni, der alles versenkte. Die Sphinx auf der Innenverteidigerposition war der Schlüssel zum Sieg. Mit der Schildkröte und dem Zonk auf den hinteren Außen, vor allem aber mit einem Achim im Katzenmodus in der Reuse, gesellte sich dem Schlüssel ein Teil des Bundes zu. Garrincha und Kun Ali waren heute auf allen Außenbahn-Positionen in der Lage auszuhelfen. Letzterer auch mit Gelegenheit zu Treffern. Rest des Bundes: Die Stürmer Grosser, Prinz und Günni vollendeten gekonnt. Letzterer hatte sich mit der Schablone seinen Platz in der Offensive zurecht gekritzelt und nahm von dort Fahrt auf, Gegenspieler umrundend, mit links sowie mit rechts abschließend, offensiv komplette Vorstellung. Gute Vorstellung zu diesem Zeitpunkt auch von der gesamten Truppe. Inklusive Führungstreffer. Traktor konnte sein Pressing jedoch nicht bis zum Schluss durch ziehen. Bereits erwähntes Klima ermattete aber auch nach Wechseln verlor man wieder die Ordnung. Kein Wunder, dass Cosmos wieder traf. Aber die hatten sich auch die Chancen erarbeitet und ließen Achim im Kasten die Möglichkeit zum Chillen nicht. Der hatte richtig viel zu tun und der machte verdammt viel gut, zeigte ungeahnte Reflexe auf der Linie. Der Verein scheint wie der deutsche Fußball an einem “Torwartproblem” zu leiden. Trotzdem – Traktors Defensivtreiben ließ dem Gastgeber einfach zu viel durchgehen. Nicht eng genug am Mann, auch konnten die des öfteren aus den hinteren Reihen Flanken, zeitweise Unkonzentriertheiten beim Abspiel. Sauber: Diskussionen untereinander überließ man weitestgehend dem Gegner, die nicht damit klar kamen eine gute Führung hergegeben zu haben. Aber wer kommt schon damit klar? Traktor um eine positivere Kommunikation bemüht. Cosmos verzweifelte am Boxenwächter und an ihren eigenen Abschlüssen. Zudem zeigte der Gast jetzt wieder die bessere Leistung und belohnte sich ganz kurz vor Schluss mit dem Spiel entscheidenden 7:8 durch den guten Prinzen. Auf dem Weg dorthin ließ Weinrot aber auch aller Hand gute Möglichkeiten liegen. Günni machte mit dem 7:9 dann alles klar.
Die drei Punkte dank geschlossener Mannschaftsleistung sind soweit verdient. Traktor wollte den Sieg mehr. Herausragend Günnis vier Treffer, Sphinx‘ Präsenz und Achims Vielseitigkeit. Die Leistung vergisst Dir keiner! Überhaupt erst möglich, weil Cosmos offensiv vor allem in der ersten Halben für reges Treiben auf weinroter Seite sorgte. Die Verletzung ihres 4ers wirkte sich dann vielleicht doch aus. Gute Besserung an dieser Stelle. Muchachos der Partie: Schildkröte / Kun Ali / Garrincha / Günni (4) / Prinz (2) / Zonk / Achim / Sphinx (2) / Grosser (1).

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Saison 2010/211

15.6.2011 SpVgg Spandau 78 II vs. Zwoote 1:8 (0:2)
“Dein Energielevel ist hoch und du wirst unaufhaltsam sein. Das ist nach all Deiner Arbeit der vergangenen Monate nur fair.” Ein ungewöhnlich spektakuläres, auch in der Formulierung, veröffentlichtes Horoskop, bescheinigt einem 2,13 Meter großen Würzburger während seiner Finalserie den Erwerb von Legendenstatus. Gesalbt mit Worten, von vergleichsweise minder gesegneten Hirnarealen, wurde über diesen Mann bereits alles gesagt. Acht Weinrote fanden in Ihrem Nachtisch dieselben Worte vor wie eben dieses blond-blaue Fabelwesen (bis auf einer, bei dem stand: “Dein durchaus begrenztes Talent wird dir heute nicht im Wege stehen, du wirst vier Tore erzielen…”) . Gleich dieser Erscheinung gab es auch unter Ihnen einige mit dem Prädikat “Meister 2011”. Vollendet.
Geschehnisse: Dem Gastgeber wurde nicht vorenthalten, dass ihre Gäste sich auf dem körnigen Platze mittlerweile bestens auskennen. Unzählige Male schon Besucher der Stätte, nahmen die das Spiel sogleich auf ihre Schultern. Erste Möglichkeiten ergaben sich für Lorenzo beinahe sofort, da der wunderbar über Dortmunder und Kun Ali in Szene gesetzt werden konnte. Auf der Gegenseite versuchte auch die Zwoote der 78er für Unstimmigkeiten in Gegners Defensive zu sorgen. Gelang die erste Zeit sogar gut, weil Traktor ungemeine Abstimmungsschwierigkeiten im Defensivtreiben offenbarte und beinahe Gegentreffer verschuldet wurden. Mit meisterlichem Keeper (Spieler des Jahres 2010! Hat 2011 ungemein Konkurrenz auf den Titel bekommen.) gab es aber für Spandau die gesamte erste Halbe nichts zu verkünden, wenngleich der Gefahr zeitweise Repräsentant. Andere Hälfte des Platzes: 0:2. Dortmunder und Grosser sorgten in kurzen Abständen ansehnlich für die verdiente Führung. Schildkröte noch mit krassem Kopfball nach Kun Ali Ecke, Lorenzo und Grosser scheiterten. Diesem Part ist soweit nichts mehr hinzuzufügen – Traktor vergibt Chancen, Spandau wuselt ein bisschen, Ergebnis irritierend und ausbaufähig. Nun denn, beinahe schon traditionell ereignisreicher geleiten wir die Beschreibung in Halbe Zwoo.
Voilá! Tristesse. Die Anmoderation war für’n Arsch! So sehen Anlaufschwierigkeiten aus: Boxhagen schaltete auf Auto-Pilot, welcher wiederum auf “Sachte” eingestellt war, was bedeutete, dass Tempo und Intensität einem ersten Kennenlernen glichen – immer lächeln und nicken. In eben diese Kennenlernphase pumpte der 5er der Schwarz-gelben den Anschlusstreffer an den weinroten Sahnestücken vorbei. 1:2. Klick. Jetzt waren alle wieder wach. Kurze Zeit danach gab der Grosse den Bomber der Nation. Schön mit Bällchen um die eigene Achse, linker platzierter Schuss, Pfosten: 1:3. Lecker! Den Torschützen bekam die Spandau-Verteidigung zu keinem Zeitpunkt in den Griff und der 7er (Baumfäller und Slalomläufer von Beruf) fällte den innerhalb der Markierung. Kun Alis saftig und souverän ausgeführter Strafstoß besiegelte das für den Gastgeber unausweichliche. Der Rest war Schaulaufen. Jeder Spieler durfte sich im Chancen vergeben versuchen. Heute wieder starke Schildkröte mit fulminantem Kopfball. Der flinke Garrincha unter anderem mit Hitzlsperger-Nachahmung in Richtung Dreieck – “schau” auch die anschließende Parade. Achim aus der Mitteldistanz, Keeper hält. Lorenzo. Immer wieder Lorenzo, der den Strafraum misshandelte wie Rick James mit dreckigen Cowboy-Stiefeln die weiße Couch von Eddie Murphy. Glücklos heute der Mann. Doch seine zweistellige Torausbeute in der Debüt-Saison und der imposante Bartwuchs (Halb Ungar?) zeigen, den Bären hat der diese Spielzeit gefressen. Spandau hingegen war nun etwas müder als in Part One, wo sie durchaus hätten Treffen können, mit deren 10er aber noch nicht müde genug für Offensivszenen zu sorgen, wobei Traktors Wand (Schildkröte, krasser Dortmunder, Achim) wenig zuließ. Auflegen wollten alle dem Captain, der Tags zuvor die 25 erreicht hatte. Es gab Menschen, die hätten das nicht für möglich gehalten. Die Dich tatsächlich unterschätzt haben. Deine Talente ignoriert haben. Aber Du hast sie wie immer eines Besseren belehrt und sie unangekündigt und vollkommen überraschend von hinten weggegrätscht. Du bist Der Mann! Danke für die Tropfen. Allet Jute im Nachfassen – die Dritte! Der Vollständigkeit halber Treffer fünf bis acht fehlen hier noch: Der in Halbzeit Zwoo starke Kun Ali nach Gross-Vorlage ins lange halbhohe Eck; 2mal Grosser im Vorbeigehen (insgesamt 38 Saisontore hier und da und überall!) nach Lorenzo und Kun Ali Vorlagen und der Treffer der Partie (auch Top 3 der Saison!) durch Achim. Minuten vorher stand der noch draußen an der Linie und erkundigte sich bezüglich der Restspielzeit. Zehn Minuten etwa. “Oah, dann will ich nochmal rauf und ein Tor machen.” Verdammter Angeber! Seitlich, beinahe mit dem Rücken zum Tor sich befindend, vollbringt der die Vollendung via Hacke, halb hoch aus der Luft nehmend (!) – und mit Tempo der Ball, meine Herren! Mit seinem Tore der Ästhetik bedeutendster Vertreter. Ich verbeug mich mal bei allen für die schönen Treffer der Partie, aber bei “Ihmchen” – den fahr ick nach Hause! 1:8. Danke. Auch an die Spandauer, die ein munteres Spielchen ihrer Leistung und ihrem Antrieb wegen mit verantworteten.
Just beschriebene Geschehnisse bedeuten zugleich den Saisonabschluss von Traktors Zwooten. ‚Erfolgreich‘ bis ‚unter dem Radar‘ verlief das Ganze für die bunt geschüttelte Gemeinde, die sich schon jetzt wie wahnsinnig auf die kommende Spielzeit freut. Und diese wird deutlich anspruchsvoller, wenn man dem Unken aufmerksamer Verfolger ist. Im Übrigen: Eine ausstehende letzte Partie war den Weinroten nicht möglich gemacht worden, auch, weil die Wasserballer aus dem seichten Umland, der Jahreszeit entsprechend, auf dem Trockenen verweilend, nicht vom Fleck zu bekommen sind. ‚Fleckma‘ diagnostiziert hier der Fachmann. Die Praxis ist jetzt aber erstma‘ dicht – Behandlungen dann wieder in nahen Monaten. Zucker der Partie: DettaPupetta / Schildkröte / Dortmunder (1) / Achim (1) / Kun Ali (2) / Lorenzo / Grosser (4) / Garrincha.
Insgesamt 33 Traktoristen kamen 2010/2011 in der Zwooten zum Einsatz. Ein jedem im Einzelnen und Ganzen seien in vollstem Umfang Danksagungen zu Teil. Farbreich, welche derjenigen frohen und grimmigen auch, ging es dahin und mit facettenreichen Charakteren kam es daher, von dem Punkt aus, kommt zu dem Schluss, dass alle, und, dass auch die, die nicht regelmäßig oder bis zum Ende oder vielleicht schon lange oder gar nimmer mehr nicht anbei waren, jederzeit willkommen sind und waren.
23.5.2011 SV Süden 09 vs. Zwoote 5:4 (1:1)
Etwa 30 Stunden liegen zwischen Süden und Ginga. Neues Spiel. Anderes Kaliber. Erneute Konzentration. Und haufenweise Arbeit. Zur Unterstützung des Vereins; zwei Traktor „Urgesteine“ als Ehrengäste – wertvolle Feierabendzeit opfernd. Hurricane und Knaua bekamen dafür Unterhaltung und Spannung, inklusive eines dramatischen Schlussakkords. Lights on.
Protagonisten wurde schnell klar: harte Geschehnisse stehen bevor. Beide Mannschaften offensiv gefährlich, etwas zwingender, Traktor. Ein erster Treffer: Matti mit Gassenpass von Weltformat. Tevez unwiderstehlich zur Führung. 0:1. Kurze Zeit später der Ausgleich. Südens 16er tanzt die Mitte aus, zieht aus der Distanz ab, Weinrot kann nicht entscheidend stören. 1:1. Eigentlich sollte Traktor jetzt wieder führen. Deren Defensive nun zunehmend stärker. Und deren Eins sowieso. Fünf-Minuten-Halbzeitplausch: Gewillte Weinrote versichern sich ihrer Entschlussfreudigkeit. Es zählt der Sieg allein. Beleg: Fabianos Ecke; Mattis Bogenlampen-Vollendung tropft vom Querbalken hinter die Linie. 1:2. Süden kommt abermals zurück. 2:2. Der Gast antwortet ohne Umschweife. Sich stetig steigernder Fabiano mit einer Flanke von Höherem geführt. Superb! Grosser mit unnachahmlichem Direktabschluss. Umwerfend! 2:3. Süden noch immer stark, doch Boxhagen bestimmt das Prozedere. Defensiv weiter eine Bank. Dortmunder lässt nach Zweikämpfen Gegenspieler wie Schafe auf der Wiese aussehend zurück – unbeteiligte Grünknabberer. Schildkröte, Fabiano, Doc (starkes Debüt) dergleichen wie die Hirten. Allumfassend. Vordere Reihe glänzt durch Arbeit in beide Richtungen. Gäste erspielen sich Souveränität; von Minute zu Minute besser. Zur Entkräftung von Missverständnissen: Es handelte sich um eine ausgeglichene Partie. Süden weiterhin druckvoll und mit Möglichkeiten. Boxhagener aber etwas geballter, umtriebiger und mit weitestgehender Kontrolle. Kombos durch Matti inszeniert mit Abschluss Prinz – gefährlich. Grosser und Tevez bereiteten dem Gegner qualmende Knöchel, forderten der Anatomie widersinniges ab. Kun Ali und Zonk beackerten sämtliche Mittelfeldregionen. Dem Spiel erwächst eine zum Handeln auffordernde Ruppigkeit. Pfiff um Pfiff erhellt die dämmernde und dunkelnde Szenerie. Freistöße. Strafräume scheint der Platz nicht zu besitzen. Weiter im Vormarsch. Kun Alis gute Ecke, flach ausgeführt auf den kurzen Pfosten, findet den weinroten Spielführer; Schildkröte abgezockt. 2:4. Einzig den Sieg vor Augen. Zehn Minuten vor Schluss, Traktor taktisch im Wahn. Warum? Abstelle der Errichtung eines Bollwerks nun Unordnung. Zuordnungsprobleme, Intensitätsverlust und ein Gastgeber der weiter im Glauben stand. Kurioser Anschlusstreffer: Pink Pong im Strafraum, Ball trottet vom Gegner abklatschend hinter die Markierung. 3:4. Unangebrachtes Defensivverhalten innerhalb der gesamten Einheit. Dadurch begünstigt: zwei Süden-Treffer ins lange Eck. 5:4. Der Abend kollabierte. Traktors Schicksal besiegelt – so schien es. Weite Distanzen überwindender Ball entpuppt sich als Überforderung für Südens Keeper. Die Pille landet dem Grossen vor die Füße. 5:5. Aber nicht doch. Der Schiedsrichter mit scheinbar weitreichenderen Sinnen ausgestattet entsagt dem Treffer die Anerkennung. Eine unparteiische Entscheidung. Deren Akzeptanz von Gesetzmäßigkeit. Mehr jedoch keinesfalls. Unabhängig von subjektiven Eindrücken bleibt eine bleierne objektive Erkenntnis. Die Zwoote schrieb sich diese Niederlage selbst zurecht. Die vielleicht bessere Mannschaft. Nicht in der Lage sich für geleisteten Arbeitsaufwand zu belohnen. Zwei Mannschaften mit ausnahmslos starken Akteuren innerhalb dieser Partie. Glückwünsche an Süden. Traktor II trotz bitterer Pleite ein Licht seit langem. Bravo, Jungs!
(Nicht nur) Randnotizen: Billy und Fabiano werden immer besser – viel Vergnügen bei Barca… Knauas letzter Bericht: „Überschlug sich in mir bis zum Beinahe-Kollaps! Zur Beruhigung erforderlicher Griff zur Ritter Sport kam in letzter Sekunde.“… Defensivkonstrukt auf dem Wege der Heilung – weiter so und noch mehr und bis zum Schluss… Rosinen finden breite Akzeptanz… Zweikampf: Körper sind zum Einsetzen da, Arme zum Austarieren… Monster-Darm-Virus unterwegs: „Ick ess nur noch Fleisch!“… Peinlich: C&A braucht scheinbar zu Frauen heranwachsende die es mit Surfbrettern treiben um 4-Euro-Bikinis zu verkaufen. Erweckter Eindruck: „unseriöse kleine geile sachen“. Proklamation zu solchen Gegebenheiten inna Bahn: „SEXISTISCHE KACKSCHEIßE!“…
Anständige der Partie: Billy / Schildkröte (1) / Dortmunder / Fabiano / Doc / Zonk / Kun Ali / Prinz / Tevez (1) / Matti (1) / Grosser (1).
22.5.2011 Zwoote vs. FC Ginga 10:2 (2:1)
Ungewöhnlich ruhig die ersten Minuten; sowohl in als auch um die Hauff-Arena, die Vergangenes wohl erst noch verdauen musste… Innerhalb dieser sonderbaren Stille war die Zwoote um einen konzentrierten und geordneten Aufbau bemüht, agierte zu Beginn jedoch etwas mutlos und wenig zwingend. Gegen die Gäste vom FC Ginga konnten sich dennoch Chancen erarbeitet werden: Unter anderem Schildkröte mit Karamell-Flanke auf Zonks Platte – schöne Kombo! Knapp verfehlt. Prinz aus spitzem Winkel. Ebenso. Wieder der Captain als Flankengeber im Fokus: von rechter Verteidigerposition abgeschickter langer Ball über das Zentrum, diagonal gespielt auf heran wetzenden Linde, setzte zuvor auf, ließ eine verwirrte Verteidigung zurück und musste durch die angesprochene Koreaner-Lunge nur noch eingenickt werden (Das Ganze erinnerte an eine unterhaltsame Trainings-Session von vor Wochen: Drei Schritte, Pässe mit der Hand, Kopfballtor als Ziel. Auch damals, Linde der Hauptprotagonist, mit gänzlich anderem Ausgang… Trainingseffekt!). Der Gastgeber leistete sich im defensiven Mittelfeld in der Folge dann eine Unachtsamkeit und Ginga kreierte daraus einen souverän abgeschlossenen Konter. 1:1 bis hierher. Auch im weiteren Verlauf zeigte der Gast sich nun gefährlich, vorzugsweise durch seinen Spielführer. Deren 10er mit Gardemaß brachte Traktors Defensive oftmals ins Schwitzen. Von dem einige famose Schüsse gen Billy-Reuse, doch der hatte seine Reifeprüfung vor den Augen und bestand diese mit Bravour. Sein bisher wohl bestes Spiel. Permanenter Rückhalt der Mannschaft! Offensive in Zugzwang: U.a. Prinz, Tevez, Garrincha in erwähnenswerten Situationen. Erstma Nix! Kurz vor der Halben nahm sich Linde dieser Aufgabe an und vollendete mit linkem Mitteldistanzkracher zur knappen Führung – 2:1.
Gute Möglichkeiten bisher auf beiden Seiten, doch noch fehlte es der Partie an Tempo und Entschlussfreudigkeit. Garrinchas Halbzeitsilben forderten eben dies und von da an endlich mehr Leben in der Begegnung.
Die Zwoote fabrizierte einige schnelle Treffer und erarbeitete sich zusehends Souveränität und Selbstvertrauen. Ginga auf der anderen Seite hatte nun mit Kräfteverschleiß zu kämpfen, das Klima tat dabei sein Werk ganz ordentlich. Kompensiert wurde dies auf Gastgeberseite mit zahlreichen Wechslern. Dadurch konnte bereits die vordere Reihe mit mehr Druck agieren, was Lorenzo, Kun Ali, Prinz und Tevez erfolgreich vollführten. Dank der Nutzung des Gaspedals gute Situationen. Drüben: Gingas 14er, im ersten Abschnitt manches mal am Wirbeln, wurde von den starken Terhoor Huntelaar und der Schildkröte kalt gestellt. Der Gast agierte taktisch einseitig und überschaubar mit wenig ertragreichen langen Bällen über die Mitte auf deren Capitano. In Strafraumnähe hatte der es jedoch mit Fabiano zu tun, der ein Riesenspiel machte und einer der besten war. Seine Teamkameraden unterstützten in diesen Situationen zumeist auch ordentlich, um die 10 abzudrängen und am Schuss zu hindern. Angetrieben von Linde aus der Defensive heraus und Traktors Finest Spielmacher Tevez (beide sammelten Scorer-Punkte wie Mädchen Haarspangen), kamen die Treffer in schöner Regelmäßigkeit. Auffälligstes Törchen: Prinz mit Lattenschocker, Linde im Nachsetzen abermals Alu, dann Ginga-Weinrot-Strafraum-Wirrwarr – Eigentor. Resultat geleisteter Knochenarbeit. Bereits erwähnter Tevez servierte im Endspurt dem halben Kader die Klammer mit der Zahl drin. Darunter Fabianos Einschieber, nach der über den ganzen Platz geflogen kam. Auch der Gast erzielte noch ein sehenswertes Tor: 10er wie Tupac gegen den Rest der Welt. Aufsehen erregend in der Summe jedoch bedeutungslos. Der letzte Spielabschnitt präsentierte sich als Zerfetzer anfänglicher Stille. Schiri da (Half in der Halbzeitpause beim Bällchen suchen. Nobel.). Schiri gut. Alles im Rahmen. Dank an den Gegner.
Linde als Ehrengast mit Einsatz für die Zwoote: an der Hälfte aller Treffer beteiligt! Verbeugung. Tevez, Fabiano, Billy – brillierten. Klima resistente der Partie: Billy / Schildkröte / Fabiano (1) / Linde (3) / Terhoor Huntelaar / Zonk (1) / Garrincha / Kun Ali (1) / Lorenzo (1) / Prinz (1) / Tevez (1).
15.5.2011 SC Eichkamp vs. Zwoote 2:5 (1:3)
Die Auswärtsspiele der Zwooten Boxhagens finden zumeist im tiefen Westen statt. Nicht allzu fern spielt die alte Lady Hertha. Um etwa halb elf Sonntags in der Frühe findet sich also allerhand blau weiß gestreiftes Fan-Getier in den Schnellbahnen ein um eben deren großer Liebe das Patsche-Händchen zu halten. Gesegnet ist der Mensch in der Regel mit zwei Händen, so hat er gütiger weise noch die eine frei um seiner anderen Liebe zu fröhnen, dem Braugut. Die erste Herausforderung eines Traktoristen auf Nicht-Heimspiel-Reise besteht also darin, unappetitlichen Rülpsern und Hirn erweichenden Konversationen aus dem Weg zu gehen. Das heißt aber nicht, dass man dem Klub nicht die Daumen drückt. Im Gegenteil – ich tue das sehr gerne und freue mich über deren Aufstieg, nicht zuletzt deshalb, weil die nun wieder zu Erst-Liga-Anstoßzeiten aufmarschieren, was für die eigenen Auswärtstrips bedeutet: Inna Bahn herrscht mehr Ruhe, dank zwei vollendeter Wochenendnächte aber leider nicht weniger Kotzegestank…
Zum Wesentlichen. SC Eichkamp, der Gastgeber für hungrige Gäste, die bunt bestückt, dem Treiben ihren Stempel aufzwingen wollten… Der Garrincha hatte sich vor der Partie (beim Aufwärmen) auf Grund der Personalkonstellation nochmals taktisch wat schönet einfallen lassen, nämlich ’ne Art vierköpfiger Verteidiger. Neben der Schildkröte rechts und dem schöner weise wieder spielenden Terhoor Huntelaar links (Auf dem Gelände hat der schon mal Capri exekutiert! Oh, das Wort darf man ja im Moment nicht benutzen… ähm… hingerichtet. Verdammt! Das Ganze funktioniert einfach nicht ohne!), übernahmen Fabiano und Zonk die Mittelachse. Fabiano in der hinteren Dreierkette übrigens sehr erwähnenswert heute. Auf den Stürmerpositionen sollten Prinz und Kun Ali Unruhe stiften, wie Prä-Pubertierende in Weiterbildungsmaßnahmen. Der Grosse war auch zur Unterstützung angereist und der Garrincha himself war Mädchen für alles. Der Beginn der Partie frohlockte der Kompaktheit der Weinroten wegen und die Marine-blauen knabberten zunächst hart an dem Gerüst. Lustigerweise gingen die Gerüst-Rüttler nach einer kuriosen Ecke in Führung. Nach dem ein weinroter Kopf das Ding klären wollte, rutschte der durch auf den kurzen Pfosten, um an der Schulter eines Ein-Meter-Fuffzich-Verteidijers im Netz zu lachen. Der musste erstmal verdaut werden, denn die 1:0-Führung ergab keinen Sinn, genauso wie der krasse Gegensatz eines gewissen Hans Werner zu seinem Nachnamen, der eben so lautet. Traktor machte unbeirrt weiter und die Belohnung nach vergebenen Chancen (auch drüben schmissen die die wech) war ein schöner Treffer des Prinzen, dem seine Schusstechnik das gewisse Etwas gibt. Verdientes 1:1. Der Prinz war jetzt besonders hungrig und geierte auf die Zuspiele. Eines des Garrincha (nach eigenen Aussagen, so recht ist das aber nicht belegbar…) fand eben den angesprochenen Bomber und der vollführte damit sein Tänzchen, um ein unfassbar sehenswertes Tor zu schießen! Brust, Oberschenkel, Schlappen, irgendwie so, dann traumwandlerisch aus Halbdistanz abgezogen – Zucker, mit Sahne und noch mehr Zucker! 1:2. Der eingewechselte Grosse wirbelte auch aller Hand Staub auf. Die drei Alexe in der Strumreihe beackerten des Gegners Hälfte. Der jedoch wusste selbst auch um seine Möglichkeiten und tauchte vor dem Traktor-Kasten öfters auf als es den Weinroten lieb hätte sein können. Glücklicherweise vertendelten die ihre Bälle des öfteren oder eben die starke Defensive klaute wie… ach, den heb ich mir für später auf. In jedem Fall fiel noch der dritte Treffer vor der Halben, dieser durch Kun Ali, der nach Vorlage des Grossen cool einschob. 1:3. Die Pausenführung so, verdient.
Halbzeitansprache fand unter schönster Wolkenpracht statt, interessanter jedoch die Anekdote des Spiels bezüglich der Anwesenheit des Grossen. Durch einen Kniff brachte der es fertig seine Frau und Kinder zu einem Grunewald-Ausflug zu bewegen, im Hintersinn hatte der jedoch die Partie der Zwooten. Dem Zonk vorher noch mitgeteilt, dass er spielen könne, weil er eh ’nen Familienausflug ins Wäldchen geplant habe. So ging sein perfider Plan auf, was zuletzt gut für alle Anwesenden war. Seine Frau wird ihm die Durchtriebenheit sicherlich verzeihen. Die Kinder hatten ihren Spaß. Den Spielern wurden Fratzen geschnitten, sie wurden von der Seitenlinie angepöbelt und bekamen zu guter Letzt ’ne Ladung (eiskaltes!) Wasser in die Rippen geschossen und ekelerregende Suppe zum Essen. Der Grosse – ein Fuchs. In alle Richtungen verantwortungsvoll denkend (Im Gegensatz zur Menschenrechtspolitik der EU. Die denken gar nicht.).
Die zweite Halbe begann mit Blitzkombinationen der Bananen-Bande: Grosser, Kun-Ali und Zonk. Letztere scheiterten äußerst knapp und verpassten es so, die Entscheidung herbei zu führen. Auch Schildkröte und Prinz semmelten drüber. Nach ca. einer Stunde gönnte sich Traktor eine Auszeit vom konsequent sein und schwamm so dahin. Die schwach aufgepumpten Schwimmreifen fielen den Eichkämpern auf und so entschlossen die sich die Pumpe zu verstecken (im Übrigen auch für den Spielball) und ließen weinrote Badefreunde taumeln. Deren Sturm konnten Traktor eine ganze Zeit etwas entgegen setzen, doch nach Zuordnungsproblemen besiegelte ein strammer Schuss den Anschlusstreffer. 2:3 und jetzt war wieder alles möglich. Traktor haderte mit der Situation und brauchte eine Zeit sich zu berappeln. Am Seitenrand der Zonk zu seinem Kapitän: „Wir schießen noch zwei Tore.“ Nun denn: Als die Luftpumpe wieder gefunden war (die für den Ball war noch immer verschollen) übernahmen die wieder die Kontrolle. Ansonsten hätte sich hier ein Desaster ereignen können, wie Chilli-Chees-Burger vor dem Sex… Dem Garrincha entglitt eine Großchance (zu viele Burger?), doch dem Grossen fiel kurze Zeit später die Pille noch in den Schoß und der trug sie behutsam auf zählbare Seite, um am Keeper vorbei, den vorentscheidenden vierten Treffer zu betten. Als das erledigt war gab es nochmal die Hattrick-Möglichkeit für den starken Prinzen, welche er sich keinesfalls nehmen ließ. 2:5. Die Partie war gefuttert.
Erwähnenswert die Leistung der gesamten hinteren Reihe (Zweikampftiere) inklusive eines gut aufgelegten Keepers (Zweiarmtier). Auch Garrincha lief wie Italiener zu Mama – permanent. Der Prinz aus allen Lagen stark. Kennt sich im Strafraum aus, wie Heli Lichtstral im Kiez. Insgesamt ein Sieg dank geschlossener Leistung. Zu verbergen ist die maue Chancenverwertung jedoch nicht. Auch nicht die bisher zu wenig erwähnten Monster-Gelegenheiten für Eichkamp. Doch denen gingen die Bälle oftmals flöten wie… Achtung, jetzt: Politikern Doktortitel. Volksvertreter sind lustige Menschen. Zumindest derjenigen suspekte. Der Gastgeber zeigte sich angenehm, spielerisch ein wenig im Pech, fair und anständig über neunzig Minuten. Dank für eine tolle Partie. Dank auch an Familie Gross/ Bunte für das Erscheinen. Familienausflugbetreiber der Partie: Billy / Schildkröte / Fabiano / Terhoor Huntelaar / Zonk / Garrincha / Kun Ali (1) / Prinz (3) / Grosser (1).
8.5.2011 Zwoote vs. Kiez 44 6:3 (2:1)
Nach vier Niederlagen am Stück kamen sich die Traktor-Kicker schon vor wie die Lakers in der Serie gegen die Mavericks. Doch im Gegensatz zu den Gold Violetten geht deren Saison weiter. Die Chance also aus dem Löchlein zu kriechen und verbogenes Rückgrat ein wenig zu glätten. Der Partie standen so zwei gut aufgestellte Teams zur Verfügung, beide auf Augenhöhe und beide mit dem Willen drei Punkte zu hamstern. Dabei ging es auch darum dem Temperament Herr zu werden und es in Sieg bringende Bahnen zu leiten. Am besten gelang dies dem weinroten Tross.
Ein von Beginn an intensives Spiel fand sein erstes Nylon flattern nach einer Hereingabe in den Gäste-Strafraum, wobei Holzi dem Prinzen zu zustecken gedachte, dieser tänzelnderweis gewitzt passieren ließ und dem Keeper die Sinne kollabierten. Beide Teams waren bis hier hin an einem geordneten Spielaufbau interessiert, dem Sonntag jedoch war das egal. 1:0. In der Folge ging es weiter von hier nach da zu dort und zurück. Davon mehr hatten die Traktoristen. Es bahnte sich schon an, nach dem gute Möglichkeiten liegen gelassen worden waren: Nach formidabler Solo-Performance vor dem Strafraum ließ der Grosse einen Gegenspieler im Boden versinken und versenkte anschließend auch die Pille. 2:0. Spätestens ab dem Zeitpunkt wurde auch Kiez 44 zusehends gefährlich und spielte sich Hochchancen heraus (z.B. Lattenkracher und Kopfball). Deren 10er hatte genug und ließ, dabei beinahe ungedeckt, ein Brummen in der Reuse der Gastgeber zurück. Aus der Distanz unhaltbar: 2:1-Anschlusstreffer. Den sollte man so aber nicht schießen lassen. Dennoch verdiente Pausenführung für Boxhagen. Das Wetter machte den Spielern zwar zu schaffen, gewechselt werden konnte jedoch zu Hauf. Knappe Kiste in jedem Fall.
Nach kurzem Kabinen-Stelldichein zog die Partie munter hin fort. Die Gäste im Inter-Kleid waren weiterhin bissig und hungrig, hatten aber auch zu viel mit sich selbst zu schaffen. Diese Situation wusste Traktor clever zu nutzen und kombinierte vor des Gegners Kasten wie Sherlock Holmes. Dabei sprang das 3:1 heraus. Bis zum 5:1 war Traktor nun the master of the Grün (Treffer: Lorenzo mit Stelzen, Prinz mit Wucht und Grosser mit Bodenhaftung). Was die Vorderen verwerteten, ließen die Hinteren oftmals nicht zu. Der Dortmunder dabei recht auffallend alles weg knabbernd, sehr zur Verzweiflung der Boys aus der Hood. Puuh, ist der gut… Rechts (Schildkröte, Holzi) und links (Lönneberga, KastenMicha) wurde ebenfalls gearbeitet wie auf Beelitzer Feldern. Fabiano als Keeper der Begegnung zeigte eine souveräne Leistung und gefiel dem Publikum hörbar. Altbekannte Lücken jedoch machten es der Konkurrenz dennoch möglich ihr Offensivrepertoire auszuleben. Dabei schafften die noch zwei Buden (zweimal Stellungsspiel und Absprache verpennt), dazwischen aber auch noch nen Traktor-Treffer. Der Prinz mit dem Doppelpack. Schokolade dazwischen und die leckere Rolle ist fertig…
Fertig war nun der Spieltag und der obsiegenden Zwooten war ein Stein aus dem Kopf gefallen. Dabei hätten es die Gäste auf Grund ihrer tollen Tormöglichkeiten spannender gestalten können. Doch auch Traktor ließ aller Hand liegen. Der Sieger geht so in Ordnung. Auch, weil es die Jungs fertig brachten ihre Unschicklichkeiten in den Griff zu bekommen, nachdem der Presi höchst persönlich vor dem Spielchen der Kabine seine Aufwartung gemacht hatte um Leviten zu verlesen. Mavericks der Partie: Fabiano / Schildkröte / Dortmunder / Holzi (1) / Lönneberga / KastenMicha / Kun Ali / Lorenzo (1) / Lenny / Tevez / Prinz (2) / Grosser (2).
17.4.2011 RFA II vs. Zwoote 14:1 (9:1)
Zwoote vs. Zwoote. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Zebra-Partie im ehemaligen Lokomotivbau-Mekka. Der Gastgeber stellte weinroten Tunichtguten eine vollzählige Armada entgegen, denen dünkte nun nach Prügel. Vom Ergebnis her bezogen sie die auch, doch den sieben (teilweise sechs) Traktoristen fiel nicht ein diese einfach nur wegzustecken. Christlich hielten sie alles hin, versuchten ihrerseits dem Spiele etwas zu geben. Eindrücke:
Bekanntermaßen faire Amateure ermöglichten es den Gästen zehn Minuten später mit der Partie zu beginnen, da diese sich einer Vollzähligkeit außer Stande sahen. Irgendwann musste dann aber gekickt werden und so ging es für Weinrot erstmal mit Pyramiden-Taktik ohne Deckel los. Deren Ansinnen bezüglich des Folgenden war die ganze Sache über Zeiten so offen wie möglich zu halten. 2:0. Sie sehen, das klappte nicht ganz so gut. Deren Kombis und Schüsschen waren zu viel. Was macht man da? Wenige Meter hinter der Mittellinie parallel zu des Gegners Kiste zieht man einfach ab. 2:1. Mit leichter Unterstützung des Keepers segelte eine Schildkröten-Distanz-Dreistigkeit hinter deren Linie. Guess whos back? Niemand! 3:1. Wichtiger aber, der siebte Mann wohnte der Partie nun bei. Dadurch etwas mehr Kompaktheit im Boxhagener Spiel. Die Gegentreffer konnten dennoch nicht verhindert werden. RFA unheimlich schnell auf den Beinen und immer ein Problem für Traktors Team-Defensive. Deren Kombinationen waren von der fixen Sorte, was ganz nett anzuschauen ist, aber waren auch in der Lage diese erfolgreich abzuschließen. Beinahe jeder Schuss saß. 9:1 zur Halben. Weinrot offensiv technisch bemüht, der Hauptpart jedoch lag in der Verrichtung von Defensivarbeit und dann fehlte vorne oftmals die Kraft. Der Grosse war da manches mal auf sich allein gestellt, weil die Anspielstationen fehlten, und rieb sich gegen zwei, drei Gegenspieler auf wie Käse über Pizza. Und das bis zum Ende.
Mitgereiste Angeschlagene, Fabiano und Florinho, analysierten den Verlauf für nach Luft ringende, weinrote Singvögel. Schneller zurück, näher am Mann – laufen, laufen, laufen. Uff!
Gleich nach Wiederanpfiff kassierten die Gäste die Zweistelligkeit. 10:1. Der Gastgeber machte da weiter wo er aufgehört hatte. Und auch Traktors Hartgesottene malochten bis zur Schmerzgrenze dem Unausweichlichen ausgesetzt. Nach Strafraum-Action – jawohl, weinroter Strafraum – krachte es im Rücken einiger Spieler. Dem Lärm nun zugewandt, erkennbar zwei Weiße auf einem Weinroten, heilloses Farben-Wirrwarr und eine dahin fließende Nase, die einen Konträr-Farbton verantwortete. KastenMicha war der Stier der da umgehalst wurde und auf Anraten seiner Kameraden dem Platz erstmal fern blieb. Sein erstes Spiel seit der Wende kam der tatsächlich noch mal wieder und brachte sein Game bis hinter die Ziellinie. Groß. Der Coach schuldet dem was, aber das machen die unter sich aus. Das Spiel ging nach kurzer Unterbrechung weiter und dessen Zeit war froh im Endstadium nicht nachgereicht werden zu müssen. Bisher nicht erwähnte Gäste-Chancen waren teils hochkarätige. Die Aussichtsreichsten – einige Alu-Treffer: Zweimal Grosser mit Kling Klong, dann noch Lönneberga mit Gebälk-Wahnsinn und der dreiste Holzi mit einem Außenrist-Schlänker am Kreuz vorbei. Zudem gab es einige schöne Kombis, vornehmlich mit Grosser und KastenMicha. Zwei verheißungsvolle Schildkröten-Bomben zerbersten leider oberhalb der Gebälk-Anlage. Ertragreicher die Angriffe der Startruppe aus dem Norden. Ein 14:1 holten die da noch heraus. Einer Leistungssteigerung von Billy in der zweiten Halbzeit sei Dank wurde es nicht mehr. Der weinrote Haufen war trotz der Ermüdung gewillt bis in die 90. zuackern; alle Mann rannten sich die Schuhe faul. Aus und vorbei. Dem Herrn sei Dank!
Traktors höchste Saisonniederlage durch den wohl talentiertesten Trupp der Liga nach den wohl längsten 90 Minuten in der Fußballhistorie. Dem hatten die ohne Wechsler angetretenen Gäste nichts entgegen zu setzen. RFAs Zwooter sei zu der Leistung gratuliert. Unheimlich stark drückten die mit ihrem Stempel die Partie kaputt. Quetsch! Team-Traktor zeigte sich heute als solches und schloss trotz der Packung eine Partie wieder mit Anstand ab. Kämpferisch und läuferisch bis zum Erbrechen, die Zwoote hier insgesamt erwähnenswert. Angesprochene Tugenden zeigten sich in Sieben sich übergebenden. Bravo Jungs! Zum Grossen speziell: Mit vollem Wochenend-Programm für den Verein unterwegs! Muss hier Erwähnung finden. Kenianer der Begegnung: Billy / Schildkröte (1) / Lönneberga / Holzi / KastenMicha / Zonk / Grosser.

10.04.2011 Gartenstadt Staaken vs. Zwoote 10:4 (4:1)
Die Fahrt unter Tage geht weiter. Die weinrote Zwoote fand gegen sich in Spiellaune befindende Staakener kein Mittel und zementiert sich ins dunkle Mittelfeld der Bezirksliga I. Bergbau untypischerweise malocht wurde indes kaum. Ganz eigen. Geschehnisse:
In Halbzeit eins machte sich so etwas wie ein Klassenunterschied bemerkbar, zwischen zwei Teams, die in der Hinrunde wie die wilden Hunde auf des Gegners Kasten ein droschen. Wild waren diesmal nur die Gartenstädter – im positiven Sinne. Die Gäste wirkten zu Beginn lethargisch und wenig engagiert; fingen sich dem entsprechendes 1:0. Tevez brachte mit einem Knaller den Spielbeginn zurück – 1:1. Einzig der Gastgeber jedoch vermochte mit viel Bewegung dem Spiel zu imponieren. Deren Dribblings und ein eigenwilliger Bodenbezug brachten Traktors Defensive oftmals in arge Bedrängnis. Aluminium, Der-Schritt-zu-spät und Traktors Eins verhinderten zunächst ein Zahlenspektakel. Traktor ebenfalls mit guten Möglichkeiten, das Spiel gehörte ohne weitere Umschweife eindeutig dem Gastgeber. Staaken betrieb einen gepflegten Spielaufbau und bezog immer wieder auch die Außenbahn mit ein. Kein Wunder also, dass gegen indisponierte Boxhagener die weiteren Treffer nur eine Frage der Zeit waren. In aller Kürze: 4:1. In selbem Maße noch etwas zu Traktor: Charakter in der ersten Halben mehr als dürftig, daher desgleichen deren Leistung.
Hitzige Debatten auf Sonnen belichtetem Grün; der weinrote Clan ersuchte eines Zusammenwachsen. Und siehe da, die ersten Aktionen gehörten eben deren Zusammenarbeit. Die Tore kamen trotzdem von des Gegners Hälfte. Ungemein sehenswerter Kopfball des starken 20ers und weiter Zählbares ließen die Tafel ein dickes 6:1 ausleuchten. Das Spiel war längst gegessen, es galt dem Tage ein wenig Freude zu entbehren. Traktor tat dies nun etwas engagierter, zumindest im Angriffsspiel. Und Staaken sowieso die ganze Zeit stürmisch. Hätten die Teams in dieser Phase ihre Vorarbeiten konsequenter bis zum Ende geführt, dann wäre hier ein dickes Ergebnis bei raus gekommen, denn eine Abwehr gab es auf beiden Seiten nur noch pro forma. Die Torhüter überragten (Billy teils wie der Wahnsinn!), ebenso verantwortlich für verzweifelte Schützen. Nach deren Paraden kam man als Spieler schwerlich aus dem Staunen heraus, um sich nach Sekundenschlaf zu besehen, Teil der Partie zu sein und dem Runden wieder Aufmerksamkeit zu widmen. Das Endergebnis von 10:4 spricht eine über deutliche Sprache und ist verdienter als hohe Militärs. Um an der Erwähnung nicht zu geizen – Staakener Treffer zeichneten sich durch Power Play aus. Immer wieder schafften die eine Überzahlsituation und brachten das Ding nach Hereingaben von überall her im Kasten unter. Und auch Mitteldistanzschüsse der ausgereiften Art wurden dorthin gebracht. Traktor-Treffer durch den Grossen (Keeper-Blackout), Schildkröte (Neuner!?) und Tevez. Auch auf Gästeseite ein Keeper-Blackout. Klares Rückspiel – zur Strafe, wider aller Regeln zwar, vielleicht dennoch zu Recht, gab es den Neuner. Wurde pariert. Einzig dem Protokoll.
Sportlich fairen Gartenstadt-Bewohnern sei zu dem Erfolg gratuliert. Den Gästen sind folgende Themen angedacht: Disziplin und Einstellung. Weinrote Balltreter sollten sich ihrer Freizeitbeschäftigung nochmal besinnen, nicht jedem liegt die freudvolle Begegnung mit dem Tage, der der Pille mehr Bedeutung zu kommen lässt, als es für Nicht-Liebhaber verständlich wäre. Positives aus der zweiten Halben unbedingt übers Bettchen hängen, denn nur so geht es. Dir Grosser sei gedankt für die Entbehrung Deiner Zeit. Holzi – vorbildlich und mit Abstand bester Traktorist! Keine zwei Meinungen. Allen Rekonvaleszenten des Vereins der Wunsch nach stetiger Genesung. Halbstarke der Partie: Billy, Schildkröte (1), Holzi (Vollstark!), Zonk, Kun Ali, Prinz, Tevez (2), Grosser (1).
Highlight des Tages: In der kleinen Jägerstraße am Hausvogteiplatz schwebt ein schwarzes Vanilleeis aus den Träumen eines jeden Verehrers eisiger Zuckerkunst über den sonnigen Dächern umher, dass vertilgt, noch heute im Bereich des Zwischenhirns des Genießers wie eingebrannt nachwirkt und ungewöhnlicherweise noch immer eine bedeutsame Position inne hat. Mmh… Thalamus…
27.3.2011 Eleven Friends Schmargendorf vs. Zwoote 4:3 (2:1)
Anstoß. 1:0. -???- Gerade erst wenige Sekündchen alt die Partie und Schmargendorf führte dank verschlafener Traktoristen. Die waren scheinbar mit der Besichtigung der Nachbarpartie beschäftigt, dort fand nämlich das Topspiel der Liga statt – Capri vs. RFA II. Wahrlich ein Topspiel…
Weinrot brauchte einiges an Zeit um sich davon zu erholen. Wenngleich der Gastgeber in der Lage war einige Chancen heraus zu spielen, so war es dennoch dem Gast vorbehalten das Spiel zu machen. Ballbesitz zu meist auf weinroter Seite, aber die Taten sich schwer. Der Spielaufbau in der Offensive gestaltete sich als etwas kompliziert, Chancen sprangen dabei dennoch heraus. Doch der Clan scheiterte ein ums andere Mal. Knackpunkt der Begegnung war heute die Mitte der Boxhagener, die offener war als Dreiecksbeziehungen. Der Gegner brach immer wieder gefährlich da durch, weshalb sich die Verteidiger mit schier unmöglichen Aufgaben konfrontiert sahen. Dem Garrincha sei Dank, schaffte Traktor den längst fälligen Ausgleichstreffer. Links den Gegenspieler düpiert, das halbe Feld runter gewetzt, von Außen musste er sich nur noch einen Spieler aussuchen. Er fand Lenny und der netzte perfekt ein. 1:1. Insgesamt schwache erste Halbzeit. Beide Mannschaften spielten auf gemäßigtem Niveau. 2:1-Führungstreffer gelang den Orangenen dennoch. Mehr als unglücklich für Weinrot.
Part 2. Immer wieder war Traktor hier bemüht ein gepflegtes Aufbauspiel zu fabrizieren. Gelingen wollte es Ihnen nicht. Die Möglichkeiten die sich ergaben warf man weg wie Parteien Quittungen für Wahlkampfspenden. Auf der anderen Seite auch ein unattraktives fußballerisches Bild, aber zumindest zwei Treffer. 4:1. Aufgeben wollten sich die Mannen um Capitano Schildkröte indes nicht und kamen kurz vor Schluss zu zwei Toren. Starke Einzelleistung von Lenny (auch sonst sehr stark!) und eine Knipserware des Knipsers Lorenzo waren die besagten Buden. Noch fünf Minuten länger die Partie und das Ding wär komplett gekippt. Nichtsdestotrotz, die Friends haben den Sieg verdient. Spielten sich gute Chancen heraus und blieben bis zum Schluss gefährlich. Traktor fing spät an mit dem Fußball spielen. Zumindest gekämpft haben die in der zweiten Halbzeit durchgängig.
Pillen der Partie: Billy / Schildkröte / Florinho / Fabiano / Holzi / Lorenzo (1) / Lenny (2) / Kun Ali / Garrincha / Zonk.

13.3.2011 Zwoote vs. SC Capri Blues 5:8 (3:2)
Bei schönster Naturkulisse im Holy Hauffgrund die Partie zweier Aufsteigsaspiranten. Der Gastgeber darf nun, dem Resultat geschuldet, seine Ambitionen auf eine höhere Spielklasse begraben; dieses tat er im Übrigen mit der Schippe in der Hand ganz höchst persönlich.
Der Gast flanierte zu Beginn der Partie mit einem Mann weniger in die Begegnung. Einer halben Stunde in Unterzahl stand eine volle weinrote Kapelle gegenüber. Mit den Unterstützern Sphinx und Hurricane. Trotz der spielerischen Klasse der Blues – Boxhagen musste nur noch wollen. So nahm man das Spiel in seine Hände und versuchte sich im Offensivbewegen. Verdienterweise ging Weinrot 2:0 in Führung. Nach schöner Tevez-Flanke jumpte Fabiano (und kein anderer!!!) im Mister Miagi-Stil der Pille entgegen und präsentierte ein spektakuläres Debüttor. Superstar Sphinx baute drauf auf, mit Einsatz und Souveränität. Ansage klar: Offensiv weiter so. Doch Traktor wirkte trotz der Feldüberlegenheit ein wenig behäbig. Vorgetragene Angriffe teilweise hochkarätig, aber noch einen Tick zu langsam und nicht konsequent genug. Dann ein dummer Fehler in der Abwehr und der Anschlusstreffer war denen beschert. 2:1. Capri auf Grund der personellen Lage bis hierhin abwartend, bei Gelegenheit jedoch mit kleinen Nadelstichen. Tevez trat auf den Plan und fabrizierte mal wieder einen Distanzschuss der unhaltbaren Sorte. Sehenswert zum 3:1. Und immer wieder Traktor, mit riesigen Möglichkeiten; Prinz, Tevez, Kun Ali, Zonk gegen Capri-Keeper, Alu und vor allem sich selbst – verdaddelt! Capris Vollzähligkeit kam und so begann dann auch ein intensiv geführteres Offensivspiel vom Gast. 3:2. Die gesamte Hintermannschaft mit einem Tip-Pass drüber ausgehebelt. Für Billy nichts mehr zu machen. Weinrot mit der Führung in die Kabine, aber das Ergebnis machte einem den Kopf matschig. Chance vertan das Spiel längst zu klären.
Garrincha. Kabinen-Häuptling und Hauptdarsteller dieses Moments fand klare Worte. Nochmal drücken und hinten keine Fehler mehr machen und so einiges mehr. Capri setzte das im Folgenden auch gut um…
3:3. Ausgleich. Unfassbar! Auch die Läufe einiger Spieler. Einzig die Sphinx konnte den Heimklub noch einmal aus dem Dilemma holen. Starke Einzelaktion zum 4:3. Doch nun zerfiel Traktor. Der Gästekeeper hielt alles. Die gesamte Offensivreihe verzweifelte. Und defensiv ging man Baden ohne Schwimmflossen. 4:5, 6, 7, 8. Gegentore allesamt zum Schämen. Unglücklicherweise auch zwei Eigentore dabei. Die Zwoote machte zwar das Spiel, aber ließ es an Tempo vermissen. Oftmals der falsche Pass an den ungeeigneter postierten Mitspieler. Das Spiel wurde konsequent durch die Mitte geführt, die Außen wenig eingesetzt. Dieselben Fehler wie immer und der verschlafene Ausbau der Führung, auch wie immer, war für Capri ein gefundenes Futter. Dazu defensiv ein Schatten. Spielerisch 1A, bestrafen die so etwas ohne Umschweife. Ergebniskorrektur durch einen fulminanten Kun Ali-Kracher in den Winkel. 5:8. Bitter.
Zu Beginn erwähnte Ambitionen sind tot. Capri wird das mit Rang zwei wohl machen. Im Hinspiel waren die am Drücker und verloren unglücklich. Nun Traktor dagegen tragisch. Schiri an der Stelle war überaus wertvoll. Mit der beste Mann auf dem Platz. Denn gewohnte Capri-Kapriolen wurden auf ein Mindestmaß reduziert. Der gelbe Karton ziert den Spielberichtsbogen beider Mannschaften. Recht so. Lenz im Übrigen mit einem tollen Debüt und das in so einer Partie. Welcome! Und Holzi endlich back. Den zwei Supportern sei auch hier tausendfach gedankt. Anwesende Traktor-Günstlinge (Cuba Libro, Cindy, Sheila, Maynard und Engel, Linde, ArgentumSechser und der fesche Luzi, TrosinaStäff auch?); da kann man sich nur noch für entschuldigen. Gleichzeitig aber auch der Vorwurf an die: Habta ächt nix besseret zu tun…? Dennoch der Versuch sich vom Tage trösten zu lassen. Aber raten Sie mal was der Abend bescherte – Lasagne und italienischen Rotwein. Ohne Witz! Schlaflos in die Nacht.
Totengräber der Partie: Billy / Dortmunder / Florinho / Fabiano (1) / Hurricane / Zonk / Kun Ali (1) / Lenny / Holzi / Prinz / Tevez (1) / Sphinx (2).
5.3.2011 Hertie Internationale vs. Zwoote 4:5 (2:4)
Die in der Hinrunde absolvierte Begegnung gegen den heutigen Gastgeber war eine der puren Spielfreude gewesen. Im Gegensatz dazu diese Partie, bei der glücklicherweise wenige Zuschauer zu gegen waren, denn ein schönes Spiel war es wirklich nicht. Traktor Zwoo nahm mit viel Glück und einem souveränen Keeper die drei Punkte mit nach Boxhagen. Hätte auch ganz anders laufen können. Ein Einblick in vergangene Geschehnisse:
Dem Spiel war von Beginn an anzusehen, dass es sich um eines mit gemäßigtem Tempo handeln würde. Eventuell das Resultat dünn besetzter Auswechselbanken und leicht angeschlagener Akteure. Vor allem Traktor vermisste einige starke Persönlichkeiten. Chancenarm war die erste Halbzeit dennoch nicht. Beide Teams zeigten sich hierfür verantwortlich. Der erste Treffer der Begegnung war jedoch kein heraus gespielter, denn Kun Ali zog aus halb rechter Distanzposition einfach mal ab und einen hinterlassenen Streifschuss bei einem der Gegenspieler später, ward ungläubige Freude geboren. Angestachelt vom Treffer des Argentiniers machte der zweite Argentinier es ihm in der Folge dann nach. Aus der Distanz mit sagenhafter Schusstechnik ausgefertigtes Schüsschen rotierte dermaßen schnell ins obere Eck, dass den Teilnehmenden die Augen sprangen. Tevez mit dem schönen 0:2. Komfortabel und verdient bis hierher. Hertie aber zeigte sich Kampf gewillt und rannte an. Die Gäste brachten sich mit unnötigen Ballverlusten jedoch auch selbst in die Bredouille und Hertie zurück ins Spiel. 1:2. Der Gastgeber war von nun an das gesamte Spiel über gefährlich und spielte sich gute Chancen heraus. Dank Billy im Kasten und einer guten Abwehrreihe (Schildkröte, Florinho, Fabiano) jedoch, blieb der Gast stets in Führung. Das wichtige 1:3 markierte der starke Prinz. Makedoniens Finest attackierte einen internationalen Defender, nahm ihm die Pille, spitzelte diese smart am Keeper vorbei ins Lange und war sichtlich erfreut… Ganz starke Aktion! Traktor benahm sich jetzt untereinander aber ein wenig merkwürdig und die Internationelen kamen wieder, denn der Gast bewegte sich jetzt deutlich zu wenig. Die Halbe lag nach Torwartfehler mit Zonk-Abstauber und Hertie-Treffer bei 2:4.
Offene Worte fand die Truppe in der Kabine. Das musste sie auch! Denn bisherige Äußerungen waren rüde und der Mannschaft unwürdig. Taktische Umstellung in der Verteidigung. Captain Außen, Florinho Innen.
In der zweiten Halbzeit war der Gast bemüht um ein anständiges Stellungsspiel und Hertie darum, den Anschlusstreffer zu erzielen. Gästebemühungen waren gar nicht so schlecht, dennoch schafften die Internationalen ihr 3:4, weil einer durch alle durch zu gehen im Stande war, mit anschließendem Unhaltbaren. Und es ging weiter. Hertie jetzt mit mehr Chancen als in Halbzeit eins. Der Pfosten einmal und Billy ein halbes Dutzend mal verhinderten den Ausgleich. Traktor wusste um die Situation und erarbeitete sich den fünften Treffer, erzielt vom Captain, der Schildkröte. Aus der Sicht der Weinroten beste Aktion war zuvor ein Abwehrmartyrium sondergleichen: Hertie hatte beinahe die gesamte Mannschaft im gegnerischen Strafraum und der Treffer wartete nur noch darauf erzielt zu werden. Traktor verteidigte mit allem. Billy hält, Abwehrer dazwischen, weinrotes Getue, malochen für ein Scheitern der Gäste, der Prinz klärt sensationell ins Aus. Herausragende Szene! Nie vergessen! Nachdem das Spiel dem Ende zuging, fasste es nochmal den Entschluss unschön zu werden. Den Gastgeber störte nun die Zeitabnahme. Im Gegensatz zur vorherigen Halben. Diese lag nämlich alle Zeit in Gästehand und war eindeutig, während Inter nun selbst auch am Zeitnehmen beteiligt war, jedoch eine andere Berechnungsgrundlage hierfür legte. In Zukunft besser Absprechen. Unnötig. Kurz vor Schluss der Schrei nach dem Strafstoß: Ein Stürmer verhedderte sich in Gästeverteidigerbeine und fiel. Zwei subjektive Sichtweisen. Eine für den Gastgeber unbefriedigende Lösung. Kein Neuner! Der Anschlusstreffer fiel dennoch, weil Billy auf Spannung steht… Macht nix. Denn den Sieg hielt er fest.
Dem Berichte liegen einige hochkarätige Möglichkeiten nicht zu Grunde, auch einige schöne aus Traktorsicht (makedonischer Prinz war im Strafraum der Gastgeber allgegenwärtig), das wichtigste jedoch sei gesagt. Wichtig war der Sieg, obgleich kein schöner und auch keiner, wie andere, über die man sich noch Tage freut. Die Spieler von Traktor wissen einfach um die Tatsache ihre Möglichkeiten nicht ausgeschöpft und sich unter Wert verkauft zu haben. Die Internationalen zeigten sich vor allem in der zweiten Halbzeit engagiert und gingen verständlicherweise unzufrieden von dannen. Unverständlich ausgebrochene Diskussionen zwischen beiden Teams, die ansonsten einen fairen Charakter beherbergen. Weiter geht’s – auf ein besseres Gekicke in der nächsten Saison. TRAKTORISTEN der Partie: Billy / Captain Schildkröte (1) / Florinho / Fabiano / Kun Ali (1) / Prinz (1) / Tevez (1) / Zonk (1).
13.2.2011 Zwoote vs. SpVgg Spandau 78 II 11:0 (4:0)
Vor dem Spiel gab es nur ein Thema: Wayne Rooney und sein Tor des Jahrhunderts! Fett grinsende Kätzchenfressen in der Kabine, während der Beschreibung dieser Szene der Boxerfresse, um sich rechtzeitig auf gegenwärtig wesentliches zu besinnen: Im letzten Spiel der Hinrunde war die Devise gegen den Tabellen zehnten der Liga klar. 3 Punkte. Und so viel an Toren raus kitzeln wie nur geht. Denn der Gast war personell mit nur einem Wechsler bestückt und spielerisch auf Grund fehlender Alternativen heute etwas dezimiert. Der Devise folgend ging die Zwoote nach ca. 15 Minuten mit 4:0 in Führung. Das erste brachte Zonk, der auf der linken offensiven Außenbahn dem Gegenspieler das Leder ab knappste und auf den Torwart zuging, mit der Spekulation um des kurzen Ecks. Die nächsten Minuten gehörten weiterhin der linken Seite, jedoch dem defensiven Part. Fabiano, mit sehr starker Leistung insgesamt, rannte da die Bahn ein ums andere Mal runter und servierte von Außen die Treffer zwei und drei. Profiteure: Lorenzo und Kun Ali. Das vierte Ding brachte Tevez mit einem Traumschuss aus ca. 20 Metern. Was folgte war ein scheinbares Sättigungsgefühl. Anstatt weiterhin die Spandauer in deren Hälfte zu nerven, begnügten sich die jungen Traktoristen mit Nordic Walking. Den Stock nicht in der Hand, sondern im… Spandau nutzte zudem die Lücke in der Mitte um ihren „Fünfer“ an zuspielen, der den Ball gut hielt und in der Lage war abzuschließen. Die wirklichen Chancen hatte jedoch der Boxhagener Club. Pech für den starken Fabiano, der in der 25. Minute einen Lattenkracher fab(r)izirte. Auch der Große mehrmals mit Aluminium. Und Lorenzo aus aussichtsreicher Position drüber. Das Außenbahnspiel versiegte, und die Versuche durch die Mitte fruchteten so gar nicht, weil zu wenig Bewegung und zu viel Dribbeldrang.
Der zweite Part gestaltete sich leicht verbessert. Wieder netzten die Weinroten frühzeitig ein paar Teile ein. Dem Großen gelangen dabei die Treffer fünf (Vorlage Kun Ali) und sechs. Endlich die Belohnung für bisherige Anstrengungen. Nach schnellem Spiel stach Tevez mit zwei Treffern nach jeweiligen Zonk-Vorlagen. Einmal sehr schön eingeleitet durch eine Zuckerflanke des Dortmunders aus dem Rückraum. Die Lücke aus der ersten Halbzeit wurde durch Kun Ali indes nun etwas geschlossen, dessen Comeback auf der Schweini-Position, die ihm gänzlich gut steht. Spandau jedoch kam noch zu Möglichkeiten. Deren beste Gelegenheit war ein Aluminiumtreffer, der dem Boxhagener Clan zu denken geben sollte. Ansonsten war die weinrote Defensive kaum zu überwinden. Die vier da hinten machten allesamt einen guten Job. Offensiv jedoch machte Zwoote viel zu wenig aus ihren guten Möglichkeiten. Auf tragikomische Weise scheiterten Lorenzo und Dortmunder beim Einschieben. Auch der Große hatte Pech und küsste mal wieder das Gebälk. Genauso wie Kun Ali mit seinem Gebälk-Kreuz-Schmankerl. Oft mit gelaufene Schildkröte wurde zu selten mitgenommen, weshalb das Spiel an Breite verlor und ziemlich berechenbar wurde. Ein anderer Außen hielt von rechts außen drauf und düpierte dabei deren ansonsten starken Keeper. Treffer Nummer neun und Premierentor für Florinho. Distanzgeschosse landeten ansonsten aus Traktor-Sicht zumeist im (!) Kopf von Spandauer Gegenspielern. So hart getroffen, blieben die dennoch stehen wie Iren nach 32 Runden Faustkampf. Tevez erkämpfte im Alleingang die Zweistelligkeit und den folgenden elften Treffer staubte Zonk ab, nachdem Lorenzo die Latte bediente (…?).
Trotz des deutlichen Sieges blieb dem Heimklub-Anhang (Prinz, Candy, Schenk, Bauhaus) nicht verborgen, dass hier deutlich mehr drin war. Abnehmende Torhungrigkeit ist schwer zu begreifen, wenn die Möglichkeiten dazu so zahlreich. Selbst das zu Null geriet in Gefahr, doch Billy holte ein gefährliches Ding raus und verhinderte zählbares für die Gäste. Die zeigten sich couragiert und kämpften und gaben bis zum Schluss was sie hatten. Der Zwooten fehlten teilweise Souveränität und ein ausgereifteres Zusammenspiel. Dennoch ein schöner, erfolgreicher Abschluss der Hinrunde. In zwei Wochen beginnt die heiße Phase! Rooney-Jünger der Partie: Billy / Captain Schildkröte / Dortmunder / Florinho (1) / Fabiano / Kun Ali (1) / Lorenzo (1) / Tevez (4) / Großer (2) / Zonk (2).
13.01.2011 Wasserstadt Spandau I vs. Traktor Boxhagen II 1:5 (0:2)
So etwas wie der „el clasico“ der Bezirksliga I. Die Vorgeschichte der Partie aus Boxhagener Sicht eine Dunkle. Noch nie konnte man den Kontrahenten aus dem tiefen Westen bezwingen. Zweimal ging man als Gast baden und zu Hause ereigneten sich nach jeweils packendem Schlagabtausch kleine Tragödien. Die in dieser Saison toll formierte weinrote Mannschaft war gewillt sich der Vergangenheit zu entledigen und mit alten Mustern zu brechen. Der Regen tat dabei sein übriges und spülte graue Vorzeiten hin fort, um es einzig bei Luft der frischen Art und siegesgewissen Traktoristen zu belassen. Und die hatten Lunge für zwei Partien!
Der gastgebende Tabellenzweite ist bekannt für seine Kompaktheit und Kampfstärke. Noch zu Beginn der Partie war davon auch einiges erkennbar. Doch die junge Garde aus dem Kiez zeigte nicht minder angesprochene Eigenschaften und kristallisierte sich schnell als die Spiel bestimmende Mannschaft heraus. Es dauerte demnach nicht lange bis der All-Star stach. Der beinahe schon legendäre сто грамм servierte dem Keeper ein unverdauliches aus übertriebenem Winkel. 0:1 dank satter linker Klebe. Was folgte war ein abgeklärtes Gastspiel, das den Wasserstädtern in dieser ersten Halbzeit wenige Möglichkeiten gewährte. Die vordere Reihe verteidigte gut und die Abwehr fing ab was mal kam. Stark die gesamte Partie über, the man in the middle, Dortmunder! Im Zusammenspiel mit Lorenzo Lamas erwies sich die Star-Offensive mit Großer und сто граммfür die Spandauer nerviger als Obstfliegen. Überall schwirrten die herum und brachten deren Abwehr in die Bredouille wie geschwätzige Kleinkriminelle ihre Mitstreiter. In vielen Situationen setzte sich auch ein Abwehrer in die Szenerie mit ein und es wurde gefährlich. Dabei hatte beispielsweise der bärenstarke Captain Schildkröte ein schönes Ding auf dem Stiefel, was ihm entglitt. Doch ganz ohne Chancen war der Heimclub nicht. Deren Schüsse jedoch waren zunächst keine große Gefahr. Der Mann der das zweite der Zwooten besorgte war der coole Lorenzo. Nach schöner Kombi (Assist Grosser) bettete der die Pille in ein Netz aus Nylon, dass ihr die Tropfen nichts anhaben konnten. Verdientes 0:2. Auch sonst hatte der gute Offensivaktionen und zeigte sich permanent gefährlich. Highlight der Halben: Seitfallzieher-Versuch durch сто грамм nach weiter Flanke vom Grossen. Uiuiuiuiui!
In der Kabine (Käfig!) angekommen, vertrat die Schildkröte den Garrincha nicht minder grazil, brachte auf den Punkt was jedem klar sein sollte, nämlich, dass das Wassereis noch längst nicht gefuttert ist! Im Laufe der ersten Halbzeit übrigens noch der makedonische Prinz und The Real Tevez hinzu gestoßen. Sollte noch wertvoll werden.
Den Spandauern stank das Ergebnis sichtlich und die fingen direkt stark an und rannten gen Billy-Tor. Wenige Momente gespielt und ein Monster-Schuss zappelte im Gehäuse. Zwei Weinrote zu spät und der Anschluss war denen beschert. Unnötiges 1:2. Billy hier ohne Schuld, der im Übrigen ein sehr gutes Debüt ablieferte. Wasserstadt nun mit seiner stärksten Phase, getragen vom Momentum und beseelt von der Angekotztheit, kamen die immer gefährlicher. Unterstützend wirkte da zeitweilige Traktor-Unstrukturiertheit, es taten sich Lücken auf, die die Weißen zu nutzen im Stande waren. All zu lange sollte deren Drangperiode nicht andauern, denn die Weinroten fingen sich und erlangten ihre Souveränität wieder. Der nächste Treffer fühlte sich wie der Spiel entscheidende an und brachte Nike, Göttin des Sieges, auf weinrote Seite. Schön durch gesteckt sah sich Tevez allein zu Haus und ging seiner Wege bis hinein in den Strafraum, wo er keinerlei Probleme hatte und links vorbei flach ein schob. Das überlegene 1:3 vom Berserker-Zweikämpfer. Nicht lange ließ der Folgetreffer auf sich warten. Deutlich im Strafraum wurde der Große gelegt und der Captain himself, die Kröte des Schildes, erledigte das abgeklärt flach ins rechte Eck. Das endgültig vorentscheidende 1:4. Die vorhergehenden ungenutztenWasserstädter Chancen ergaben sich kaum noch aufs Neue, denn jetzt immer wieder der Gast. Holzi (als wäre er nie weg gewesen) griff eine Vielzahl von Bällen im Mittelfeld ab und brachte seine Kumpanen in aussichtsreiche Position. Der starke Sun Goku kam von links hinten und feuerte ein Ding knapp am Kreuz vorbei ab. Der makedonsiche Prinz zerriss sich in den Zweikämpfen und brachte dem Gegner Frust, den eigenen Mannen Pässe wie Zucker vom Zuckerhut – world-elite. Zonk mit der Hochkarätigen am Keeper gescheitert. Schildkröte und Lorenzo ebenfalls höchst knapp. Überdies zeigte sich der Grosse in entfesselter Spiellaune und nahm einen Gastgeber nach dem anderen auseinander, wie Bären Pfadfinderinnen. Zusammen mit homie сто грамм, die beiden Besten im Traktor-Universum, gaben die der Zwooten viel Selbstvertrauen. Den Endstand von 1:5 (Assist Grosser) brachte der Prinz, der nun auf diesem Wege zu antworten weiß. Der geht straight auf die 20-Tore-Marke zu, ebenso Tevez und Lorenzo. Highlight des Spiels: Fallrückzieher mit Ansage des Grossen! Nicht ungefährliches Schmankerl!!!
Mit diesem Ergebnis ist die Historie von Traktor nun ein wenig entgraut. Viel wichtiger ist dieser Sieg jedoch gegenwärtig, im Hinblick auf die laufende Saison, die allerhand in sich birgt und eine immens spannende ist, mit allen nur denkbaren Geschehnissen. Tausend Dank an die mitgereisten Monsta-Player! Gewonnene Zweikämpfe gaben heute den Ausschlag. Weinrote Dortmunder (!) der Partie: Billy / Schildkröte (1) / Dortmunder / Sun Goku / Zonk / Lorenzo Lamas (1) / Holzi / Prinz (1) / Tevez (1) / Grosser / сто грамм (1).

28.11.2010 Traktor II vs. SV Süden 09 1:3 (0:1)
Der in Richtung Schnee spielende Gastgeber, hatte noch vor der Partie die reine Ambitioniertheit mit sich getragen, um jäh seiner Vorhaben beraubt zu werden. Als spitzbübischer, unmaskierter Raubritter entpuppte sich dabei der Gast, der sich die gastgebenden Ambitionen zu eigen machte und just dadurch in der Lage war, all das umzusetzen, was Ambitioniertheit so in sich birgt. Süden vollzog einen überlegten und unaufgeregten Ballvortrag, Souveränität anbei und ein Kommunikationstrainingscamp scheinen die auch vor der Begegnung absolviert zu haben. ABC-Fußball aus Ghanas Fußball-Schulen (Stark bis vor den 16er.). Weinrot hingegen versuchte die Dickschädel-Taktik – mit reiner Verzweiflung um der eigenen Leistungsfähigkeit wissend, neben dem Pfad, unbeabsichtigt gegen die Wand, weil da durch wollend. Die Folge: ungewollter Anti-Fußball. Bewegung in der Offensive dank Schneegestöber stotternd, viele Fehlpässe, teils desaströses Zweikampfverhalten und Kommunikation fand wenig statt. Das klingt zwar hart, doch das Auge lügt nicht und das Procedere zog einem bisweilen Teile der Netzhaut ab. Bezüglich ihres Offensivrepertoires beharrten beide Mannschaften darauf im Fernschuss-Modus zu verweilen. Einzig die Mangelhaftigkeit dieser Schneebälle wird den Zuguckern in verbitterter Erinnerung bleiben. Torchancen gab es daher wenig, ebenso betraf dies den ansonsten starken Gast. Deren verdienter Führungstreffer musste also ein Kuriosum bringen – Der Partie erster Streich.
Kaum Veränderung in Part zwei. Süden NullNeun mit Fußball bis zur Keeper-Zone, Traktor Boxhagen mit Ein- und Ausatmen beschäftigt. Zugunsten der Gäste zählbares fand sich in einem Kuriositäten-Doppelpack. Das Spiel hielt an seinem merkwürdigen und gewöhnungsbedürftigen Humor fest und bescherte ein 0:3 von der frustrierenden Sorte. Die Gegentreffer waren für die Hausherren wie kalte Hände auf nackte Ärsche – erschreckend mit ungläubig erstauntem Nachhall. Etwa zehn Minuten vor Beendigung der Partie zog der Gastgeber an, erwacht durch verkühlte Hinterbacken, und kam dann auf einmal zum Anschlusstreffer. Da stimmte die Einstellung mal und das Resultat aus Zusammenspiel und coolem Einschieben ließ was auf flackern. Zu Spät.
Mit den recht unbequemen Platzbedingungen kam Weinrot zu Beginn nicht klar und nahm das unbehagliche Gefühl fruchtloser Erstaktionen mit in die gesamte Partie. Wenig Freude im eigenen Heim. SV Süden fühlte sich hier hier jedoch pudelwohl und machte ein gutes Spiel. Für die Zwoote gilt: The Entwicklung must go on. Schneemänner der Partie: Om / Schildkröte / Dortmunder / Florinho / Fabiano / Joker / Lönneberga / KastenMicha / Sun Goku (1) / Lorenzo / Tevez / Prinz.
Als eventuell anregendes Beispiel, abschließend eine kleine, unter Umständen, aufmunternde Geschichte. „DE MÄNDI STORI“
‚Hallo, ich bin de Mändi.‘ Dem erprobten Untergrundfahrer wird die süße Wonne-Proppen-Stimme dieser umfassenden Gestalt keine unbekannte sein. Noch zu Beginn ihrer „Karriere“ war sie geprägt von Unsicherheit, begleitet von schüchternem Sing Sang. Und nun seht her! Souverän führt und fährt sie durch das Berliner Schienenprogramm, auf der Suche nach Klimperndem, wie auch Essbarem. Letzteres fortwährend erfolgreich… Stets den Unannehmlichkeiten trotzend, dem spöttischen Blick ein Schirm, verweilend im ewigen Tage, der beleuchteten Dunkelheit trostlose Herrin und Gebieterin; zieht sie aus kaum Wahrnehmbarem das Positive und bündelt eine, für nicht möglich gehaltene, innere Stärke. Ihr Erfolg: Mess- und wiegbar! Im Schlepptau neuerdings ein „Azubi“, ein gar treuer, erkennbar noch in seinen Anfängen und sichtlich dankbar, um des ausgeprägten Generationengedankens dieser wuchtigen, wunderbaren Frau. Welcher Verwandtschaftsgrad die beiden einigt, kann nur vermutet werden, als solcher ist er jedoch unverkennbar, wie auch ihre offenkundige Devise – family goes first! So lacht nur ihr Spötter! Doch dem Blick in den Spiegel muss sie weder weichen noch ihn scheuen, wenn sie am Ende eines langen, ermattenden Tages, ihre Mäuler zu stopfen gedenkt. Wenn ihr dieser modernen Heldin – denn die der Vergangenheit sind schon lange tot – begegnet, so reichet ihr ein Stück eures Brotes. Ihres Dankes und ihrer Anerkennung seid euch gewiss. Doch Obacht um eurer Finger! In ihrer unkontrollierbaren Freude und ihrem enthusiastischen Drang und Treiben ist schon der ein oder andere Verlust gegangen.

21.11.10 POKAL: SG Raddatz – Zwoote 7:0 (3:0)
Kurz vor Beginn der Partie verabschiedete sich die Wade der „Matrix“, womit klar war, die Show würde heute fehlen. Zumindest auf Seite der weinroten Gäste. Zehn halb ausgewachsene Traktoristen wollten zumindest nicht komplett glanzlos auftreten. Der Show des favorisierten Gastgebers wohnten bedeutsame Friedrichshainer Anhänger inne, unter anderem einige hart Gesottene der zuvor ab gespulten Partie, bei der sie ob siegten. Was sonst? Deren Farmteam hingegen erlag einer Klatsche wie Fliegen.
Erfahrungsbericht:
Der Spielsonntag ist wahrlich ein geheiligter. Unter der Woche zwingt der Himmel zu Umbrellas, zur Notlandung Propellers und macht auch so sauber Teller von Mozzarella, allgemein also nervt der wie Marco Streller. Etwas Sonne und sich Frei nehmende Wolken. An Licht, jedoch nicht an Schatten, fehlte es dem Spiel der Traktor-Bubis. Nach spätestens zehn Minuten war klar, dass hier heute nichts zu holen sein würde, außer Flugmeilen und Reimzeilen (!). Spätestens! Zwei recht ansehnlicher Kombinationen der defensiven Vorderreihe (Tevez, Lorenzo Lamas, Zonk) folgte in dem Bereich des Feldes weniger als Geschmack in fett reduziertem Käse. Mit dem Wissen um die Qualitäten des Gegners, war das Zweikampfverhalten von zunächst zögerlichem Charakter. Vor allem vorne wurde wenig souverän verteidigt. War aber auch schwer! Raddatz machte das sehr stark. Der Siebener bezog sich ins hintere Aufbauspiel mit ein, so dass dort stets vier Kontrahenten schalten konnten. Und da begann dann deren Party. Vorglühen im defensiven Mittelfeld, um dann im Club (gegnerischer 16er) ausgelassen zu partyzieren (Nachschlagen vergebens). Und das war dann beeindruckend, denn die hatten so viele Chancen wie Pankow Deutsche und machten den Gast nass wie Wasserhähne. Der weinrote Tross befand sich 90 Minuten über in Alarmbereitschaft wie Synagogen (Und neuerdings auch Moscheen. Alles pfui!). Dem laschen Zweikampfverhalten und dem Potential des Gegners geschuldet, machten die drei Buden. Unnötig davon zweierlei, wie für Barca Affelay. Der Schildkröte, dem Captain, war das hörbar zu wenig und recht hatte der allemal. Ein Aufbauspiel war bei den Gästen nicht vorhanden, weil nicht möglich, denn Raddatz störte früh wie Wecker und so besann man sich auf lange Abstöße, die in der Regel wenig Ertrag bringen, zumindest aber Entlastung wie Regierungspläne für Konzerne. Zudem, Raddatz und der Schiri versperrten clever die Zuspielwege. Letzterem hätte man sehr gut in den Lauf spielen können. Oder Doppelpass. Auch wirksam. Dem Om im Tor sei es jedenfalls gedankt, dass der Spielstand sich human zeigte.
Kabine. Eine recht schöne bei den Füchsen aus dem Norden. Mit Bau hat das wenig zu tun. Im Gegensatz zum Spiel, denn auf dem Feld musste wahrlich gearbeitet werden, dieses in gezeichneten Antlitzen zu erfassen, deren Züge von zügig fortschreitendem Älter werden geprägt. Spielen die nicht erst am Montag? So sieht’s aus. Also Besinnung auf derzeitige Geschehnisse und mit freiem Kopf, straffer Haut und gegeben Mitteln dem Grün ein Würdenträger.
Die zweite Halbe zeigte sich wenig verändert. Weiterhin klar, die Zwoote schafft kein Comeback. Stellt sich die Frage nach dem Endergebnis. Raddatz machte weiter Druck und die Boxhagener versuchten nun mit, im ersten Durchgang noch fehlendem, Körpereinsatz, sich nicht zu viel bieten zu lassen. Bei all den Bemühungen, die Raddatz-Bratzen hatten keine großen Probleme, daher Blasiertheit bei Einzelnen Einzug hielt. Vor 8 1/2 Wochen kannte man die noch ganz anders. Wie dem auch sei. Die wenigen „Chancen“ die sich für Traktor ergaben, waren Verlegenheitsschüsse aus der Distanz, die vorbei fegten oder am Hintern des Gegners kleben blieben. Weiterhin bestimmte ein mangelhaftes Aufbauspiel das Bild der Gäste. Wenn einer mal abging wie vietnamesisches Essen im Verdauungstrakt (Tevez zu oft allein im Divertikel-Konstrukt versunken, weil keine Anspielstationen), ging keiner mit ab, wie bei ballaststoffarmer Ernährung. Die Antworteten mit Lehrbuch-Ballvorträgen und brachten sich ständig in aussichtsreiche Position, wie Damen mit Freizügigkeit an der Bar. Dem etwas entgegen zu setzen fiel den Weinroten ein ums andere Mal sehr schwer. So blieben weitere Gegentreffer nicht aus. Die spazierten durch den weinroten Raum wie schwule Roller-Blade-Fahrer durch den Central Park. Eng am Ball! Immer wieder der Siebener und sehr stark bei denen, der Elfer auf der hinteren rechten Seiten. Ansonsten auch komplett gut besetzt, gaben die sich keine Blöße und spulten ihr Programm runter. Gelbe Karten gaben dem Spiel Farbe. Eine stecken gelassene Rote auf Grund des KastenM.-Martyriums (Neuester Titel von Dan Brown!) gab dem Spiel Farce. Der Schildkröte reichte es und die versuchte nach vorne hin für Panzer-Präsenz zu sorgen. Engagiert und vorbildlich seine Leistung, wahrlich der Captain. Herausragender Traktor-Darsteller jedoch, auf Grund des Spielstandes etwas schmeichelhaft die Erwähnung, aber eine mit Muss: Om – der gerahmte Mann! Der hielt vor allem in der zweiten Halbzeit einige unglaubliche Bälle und fast einen Strafstoß. Seine Leistung groß wie Nowitzki. Sein Image glatt wie Fliesen. Sein Wert für die Mannschaft gleich dem Dollar in den Neunzigern. Hui! Raddatz brachte das Ding wie erwartet über die Bühne. Endstand 7:0.
Verdient. Glückwunsch dazu.
Der Zwooten stehen die Liga internen bedeutsameren Spiele bevor. Nur eine Woche später im eigenen Halbfeldareal hat man die Chance den stetig steigenden Entwicklungsstand zu begutachten. Der Fokus ist da. Die Ergebnisse werden kommen. Heute? War gestern. Om-Jünger der Partie: Om (Himself!) / Schildkröte © / Florinho /
Fabiano / Lönneberga / Sun Goku / KastenMicha / Lorenzo Lamas / Tevez / Zonk.

13.11.2010 FC Ginga – Zwoote 0:5 (0:2)
Back to Britz! Zwei Wochen nach dem Spiel gegen die 44er sind die Weinroten diesmal juter Dinge die 3 Punkte aus dem Süden Berlins gegen den FC Ginga einzusacken. Traktor pünktlich und vollzählig sieht einen entspannten Gegner noch mit Fluppe inna Hand auf den Platz latschen. Halbe Miete! Direkt nach Anpfiff macht Traktor das Spiel, kombiniert sich immer wieder geschmeidig in beste Schußpositionen, allein nix zählbares kommt an die Tafel. Ginga recht einfallslos, Kick and Rush auf ihren 10er, der von der Dortmunder Südwand abperlt wie Schnitzel inna Teflonpfanne. Da brennt nix an! Nach 17 Minuten dann endlich das erste Tor für Traktor, die viel Platz für schnelle Pässe haben. Lorenzo mischt die Verteidigung jut durch, Son Goku zieht die Karte Der Taifun von Nong Pra-du, spielt diese direkt aus und zieht die Pille von halb links oben flach in Winkel. Weiter so! Ginga sucht immer noch den 10er, den Aschenbecher und seine Form, allein die Streuung Pässe is beachtlich. Sieht man sonst nur bei Abschlägen von Drobny. Kurz vor der Halbzeit sind dann fast alle Spieler auf dem Platz am 0:2 beteiligt. Eine Rakete von Ball des Prinzen trifft den Torwart, der aber nicht sofort k.o. geht. Die Pille genauso orientierungslos wie der Keeper irrlichtert vor dem Tor umher, alles was geradeaus laufen kann macht sich auf die Reise zu klären oder einzunetzen. Der Showdown zwischen The Matrix vs. SixFeetUnder bietet dann genug Stoff für einen Relaunch der Trilogie. „Schieß du mich nicht an, dann schieß ich dich auch nicht an!“ Knochen splittern, Fontänen aus Blut, Schweiß und Wasser verdunkeln den Himmel, der Ball vor Ehrfurcht entscheidet sich für die 4. Dimension und verschwindet im feinen Geflecht aus Nylon. Jut jemacht! Möge die Matrix mit Dir sein! Keine Verletzten!
Halbzeit. Kabinenansprache. Moment, nicht der Garrincha spricht, sondern die Mannschaft! Selbsterkenntnis und Reflexion, die der Trainer zusammenfasst. „Jungs, ihr seid knorke, wenn´a so weiter macht dürfta och uffsteijen!“ Danke.
Nach der Pause Traktor wie gehabt. Zielstrebig uff die Zwölf. Ginga versucht´s mit neuer Taktik. Gepflegtes Paßspiel. Der 10er jetzt aus´m Mittelfeld. Schau an. Hilft aber gegen eine Abwehr (Fabiano, Lönneberga und Dortmunder alle hinter´m Krötenschild) die alles abräumt und ein gut gestaffeltes Mittelfeld immer zwischen Angriff und Verteidigung auch nicht weiter. Und wenn mal ein Schuss Richtung Torraum fliegt ist da noch Om, der mit seinen Knien! alles abräumt. Großartig wie der springen und fliegen kann. Nachdem sich die Weinroten die neue Taktik von Ginga kurz angesehen und für nichtig befunden haben folgt nach einem flotten Konter über links das dritte Tor. Der Lönneberga nimmt geschickt 50m Anlauf schnitzt sich Gebälk und Ball und versenkt selben darin. Schön wie Astrid. Nach einigen ansehnlichen Angriffen über Lorenzo und den Dortmunder dann Ecke Traktor. Die Schildkröte nimmt brüllend Anlauf, die Verteidigung von Ginga versammelt sich ehrfürchtig um ihn, bildet einen Steinkreis aka Stonehenge und lässt The Matrix am langen Pfosten sträflich frei. Der hämmert das Leder trocken unter die Latte. Auch wieder geil. Traktor bleibt bis zum Ende seiner Philosophie treu, lässt sich trotz erhobenen Fäusten nicht provozieren oder aus dem Konzept bringen und kann einen letzten Konter über Son Goku erfolgreich abschließen. Ginga scheitert zuerst an den eigenen Ansprüchen Spiele ohne Schiri bestreiten zu können und danach an einer taktisch diszipliniert spielenden Traktor Mannschaft. Und wenn SixFeetUnder fleißig weiter die Blutgrätsche ansetzt trifft er irgendwann auch mal einen Knöchel. Versprochen!
Credits: Om / Fabiano / Dortmunder / Schildkröte / Lönneberga (1) / Lorenzo Lamas / Son Goku (2) / The Matrix (2) / Makedonischer Prinz / KastenMicha

07.11.10 Traktor II – SC Eichkamp 11:1 (8:1)
Die aktuelle Bilanz von zuletzt drei Niederlagen in Serie zu beenden war oberstes Gebot für den Gastgeber, der mit voller und starker Kapelle auftrat. Der Garrincha in seiner Funktion wusste den Weinroten Freude und Struktur zu implantieren, die in der Verantwortung standen, Erdachtes aufs Feld zu importieren. Potenziert führte dies zu einer starken ersten Halbzeit.
Wenige Momente alt die Partie und der offensive Rang der Boxhagener forcierte in Gegners Hintermannschaft sogleich die erste Unsicherheit. In persona, der makedonische Prinz, der biss und bellte und das Ding rein taumeln ließ. Auch als DMX Background würde der eine gute Figur abgeben: „Let’s get It On!“ Ein defensiver Lappsus sorgte für den Ausgleich der wachen Eichkämper, die ihren Konter ab schlossen. 1:1 bis dato. Traktor in der Folge bemüht dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Die gesamte ein gewechselte vordere Reihe holte den Führungstreffer: KastenMicha auf Captain Schildkröte, dieser auf Lorenzo Lamas, der auf den Pfosten und KastenMicha gleich mit dem ersten Treffer im ersten Spiel. Letzterer zeigte das gesamte Spiel über eine beeindruckende Leistung, lief viel und war an vielen Möglichkeiten beteiligt. Wertvolles Comeback. Spätestens jetzt hatte Traktor das Spiel unter Kontrolle gebracht.
Der Libero Dortmunder brach immer wieder gefährlich in gegnerische Sphären aus, um die Marine blauen zu ärgern. Sechs Treffer brachte der Clan bis zur 45. Minute noch zu Stande. Allein Lorenzo Lamas fabrizierte einen Hattrick der Marke „Noch-zwei-Mal-aufs-blaue-Auge-druff“. Lässig wie der die Teile ein schob. Ein Mann wie Bajramaj! Das darf als Kompliment gewertet werden, die ist der Wahnsinn! Lässig auch Spielmacher Tevez, der selber stach und der einen Assist-Wert auf NBA-Höchst-Niveau vorweisen kann. Angesprochener Lorenzo Lamas und Zonk profitierten davon. Vom Raum den Traktor in der Offensive hatte, profitierte man dank dem wendigen Prinzen. Der strahlt Taliban-gleiche Gefahr aus und musste vom Gegner in Ein- oder Zweimann-Deckung genommen werden. Muy útil y inestimable! Wertschätzung gegenüber dem weinroten Defensivblock kam bisher gar nicht vor. Keine Sorge, im Laufe der Zeilen wird sich noch einiges davon finden. Halbzeitstand 8:1. Angemessen in jedem Fall. Nach ambitionierter Kabinenandacht des Garrinchas betraten die Akteure ihr Grün und The Real Tevez besorgte gleich mal den nächsten Treffer. Mit dem zweistelligen Ergebnis vor Augen, taten sich die Boxhagener Bubis dann irgendwie schwer. Bewegungsabnahme in der Offensive brachte den SCE ein wenig ins Spiel und die versuchten es mal mit Kontern. Aber selbst mit Fünf gegen Drei war für die heute nichts mehr zu holen. Die Abwehr der Gastgeber zeigte sich unüberwindbar.
Regie führte dort der souveräne Dortmunder und die beiden Außen Florinho und Fabiano steigern ihren Marktwert stetig. Ein Maicon für links und für rechts – purer Luxus! Deren Flanken sind übrigens Zucker und ihre Saccharose süchtigen Junkie Kollegen in der Offensive kloppen sich um die Zuspiele. Als Maicon-Backups bestachen heute der weiße Snoop Dogg (Gewann alle seine Zweikämpfe!) und Sun Goku. Bei dem müssen sie im Übrigen Mal auf die feine Technik achten. Wetter unabhängig! Nichtsdestotrotz – Lethargie im Boxhagener Spiel und das eine ganze Zeit lang. Kurz vor Ende besannen die sich ihres Potentials und versuchten wieder mehr. Die Schildkröte ging voran und ersuchte das defizitäre Außenbahnspiel an zu heizen, wie Streichhölzer Gasherde. Mit nun zwei Abwehrern und vier Offensiven erprobte man die stürmende Variante. Zwei Treffer fielen da noch. Tevez und der makedonische Prinz aus mathematisch fragwürdigem Winkel (Das Fachgebiet auseinander geschossen!), erzielten den Endstand zum 11:1. Frei von Unzurechnungsfähigkeit – da war etwas mehr drin. Den undankbarsten Job musste Om über sich ergehen lassen. Der langweilte sich in der Reuse dermaßen, daß er noch Zeit hatte, an seiner Dissertation zu arbeiten.
Bis auf den Hänger in der zweiten Halben und der vielen ungenauen letzten Pässe, ansprechende Partie. Neben der bereits erwähnten Monster-Verteidiger herausragend, das Offensivtrio a la AC Milan: Tevez, Prinz, Lorenzo (Robi, Pato, Ibra)! Treffer Nummer elf geht an Holzi (1): Anordnung des Coaches!
Come back soon! Rossoneri der heutigen Partie: Om / Dortmunder / Florinho /Fabiano / Snoop / Sun Goku / Schildkröte / KastenMicha (1) / Lorenzo Lamas (3) / makedonischer Prinz (2) / Tevez (3) / Zonk (1).
31.10.10 Kiez44 – Zwoote 4:1 (1:0)
Um ca. 01.30 Uhr des Folgetages in den Kiez zurück gekehrt, um obiges Ergebnis der Herzensangelegenheit Traktor festzustellen. Kopenhagen ist recht schön, doch anstelle mit Schnupfen und schweren Knochen der Reise wegen in die Kiste zu plumpsen, wären übermüdete Beine der Partie wegen, ein erträglicher zu tragendes Paket gewesen. Folgende Berichterstattung dank der Schildkröte.
In der Partie Kiez gegen Kiez begann der Gast etwas überlegener. Zu Buche standen zunächst mal zwei Pfostentreffer. Spiel bestimmender jedoch war das kompakte Auftreten der Weinroten, die dank ihrer Defensivstruktur die Kontrolle an sich zu binden in der Lage gewesen waren. Die Deutschlehrerin indes war stets ohne jene welche… Der Gastgeber erwähnte sich in abwartender Position. Alles in allem kam es dadurch zu wenigen Offensivaktionen, ein typisches Doppel-Null-Gekicke. Wenn Offensiv was ins Laufen kam, lief es in die gegnerische Verteidigung und verpuffte dort oder es lief zum Aluminium und die machten ein Date aus. Auf typisches hatten die Doppel-Vierer scheinbar aber keinen Bock und brachten sich praktisch mit der letzten Aktion der Halbzeit in Führung. Ein Un-/ Zuordnungsproblem im ansonsten gefestigten Defensivkonstrukt half dabei wie gute Servicekräfte. Die MäcDoof-Mitarbeiter am Ostbahnhof hätten sich davon eine deutliche Scheibe abschneiden können. Obwohl… Selbst, wenn sie es getan hätten, sie wären gar nicht in der Lage gewesen diese ordentlich durch zu braten. Wie dem auch sei. 1:0 für den Gastgeber.
Im Gegensatz zur ersten Halbzeit machten die Kiezkicker aus dem seichten Süden jetzt deutlich mehr. In der Offensive nun stärker, gestärkt durch ihre drei Unterstützer, Tick, Trick und Track, die im Grunde deren Spiel machten, wurden die Boxhagener Gäste zu Fehlern gezwungen. So kam es also kurz nach der Pause zur 2:0-Führung für FourtyFour. Weinrot hatte in der Phase an Spannung verloren und betrieb Druckabbau wie gekaufte Opposition. Einem Querpass vor den 44er Kasten und dem anschließendem coolen Einschieben des makedonischen Prinzen war es zu danken, dass Traktor nochmals Anschluss fand. 2:1. Chancen ergaben sich dennoch nicht viele. Das was da war vergab Captain Schildkröte knapp mit der Mähne und im Zusammenspiel mit dem makedonischen Prinzen aus spitzem Winkel. Zudem scheiterte man am eigenen Passspiel und war nicht in der Lage, den vielen Raum für satte Distanzschüsse zu nutzen, die gen Himmel strebten. Der Gegner ließ Keeper Om derweil keine Möglichkeit und spielte sich die nächsten beiden Treffer heraus – Drittes und anschließendes zum Endstand von 4:1. Laut den Aussagen teilnehmender Weinroter insgesamt kein schönes Spiel. Weder fußballerisch noch charakterlich, bis auf das taktische in der ersten Halben wohl. Negativer Höhepunkt die Nicklichkeiten zweier Weinroter, die diesmal deutlich über das Ziel hinaus schossen. Sehr schade. Die Tagesform tat ihr übriges und zog viele auf ein unterdurchschnittliches Niveau. Formel des Tages: Tagesform + Stimmung (Miesmacherei) = 4:1 (Kontraproduktivresultat).

17.10.10 Traktor Boxhagen II – Spocht SV 8:5 (2:2) POKAL
Gummibärchen oder Liebesperlen? Der besondere Alles-oder-nichts-Charakter eines Pokalspiels schreit förmlich nach Kampf bis zum bitteren Ende. Dabei spielt die Wahl der Waffen eine entscheidende Rolle. Die Zwoote hatte es da in den letzten beiden Begegnungen nach hinten heraus an einiges vermissen lassen. Sowohl an Gummibärchen, als auch an Liebesperlen. Mal offensiv gut, mal defensiv gut. Aber irgendwie so selten zusammen. Diesmal bediente man sich ein bisschen von Beidem und fand eine gute Mischung. Zumindest eine Gewinn bringende und leckere. Erneut mit zwölf Mann im Kader, war die weinrote Zwoote gewillt, ihre Heimspielmisere zu beenden. Der Beginn dieses Unterfanges war viel versprechend. Die hintere Reihe begann als solche und die vordere schloss sich dem Defensivbeispiel an und kämpfte mit nach hinten. Sobald jedoch die Möglichkeit sich ergab, wilderten die drei Amigos in gegnerischer Hälfte herum, wie Aufsichtsratsmitglieder in Bordellen. Holzi und Lorenzo Lamas spielten einiges heraus und Zonk vergab die guten Tormöglichkeiten. Mist! Stark präsentierten sich auch die Außen, Florinho und Fabiano, letzterer mit feinen Flanken aus dem Rückraum. Der Mann, der die verdiente 1:0 Führung brachte, war der bärenstarke Innenverteidiger Dortmunder. Am Freitag noch Köln abgeschossen, gab der sich die Ehre und tanzte 300 aus, um zu ob siegen. Der Gast indes, zeigte sich ein wenig unstrukturiert und brauchte eine Zeit um ins Spiel zu finden. Passierte dann aber auch noch, denn im Laufe der Halben gingen die 1:2 in Führung. Die angesprochene gute Traktor-Teamverteidigung laborierte phasenweise an Gedächtnisverlust und ließ den Gegner gewähren, unter anderem nach Eckball. Meine Jüte… Für Keeper Om nix zu halten. Ordnung ins Spiel brachten, im Verbund mit dem Zweikampf starken Dortmunder, die ein gewechselten Schildkröte und Tevez. Den 2:2 Ausgleichstreffer erzielte abermals der gelbe Weinrote. Nach Einwurf, aus seinem hinteren Reich abgefeuert, lange unterwegs, tippt der vor dem gegnerischen Keeper auf, da drüber und in die Maschen. Der Ball natürlich. Staunende und ungläubige Freude beim Gastgeber. Der Dortmunder? Wollte er bestimmt so… Im Übrigen der beste Mann der ersten Halbzeit. Kuriosum des Parts: Jokers Lauf hinterm Großfeldtor – Gegner mit der Welt völlig im Unreinen.Auf der Tribüne fanden sich Anhang und einige Traktor-Helden ein, auch die vom Wahnsinns-Pokalspiel der Ersten von vor zwei Tagen. Lindemann aka The Real P. Lahm, Matze “The Glatze Polierer” und Schenk, mit Luzi, dem Unbarmherzigen. Zudem Olli, Maynard in süßer Begleitung, Tevez‘ Dame und Capitano Cuba Libro mit seiner Grazie, die sich tatsächlich etwas ihrer knapp bemessenen Zeit nahmen. Schön. Allein dafür musste die zweite Runde unbedingt her. Also dann, Action please!
Zehn Minuten gespielt und Traktor führte 5:2! Da habt er eure Action! Toll, wie Weinrot sich in dieser Phase präsentierte. Hinten mit geballtem Willen für den Ballgewinn und vorne mit energischem Zug zum Tor. Darunter eines der aufgedrehten Schildkröte. Ballmitnahme in vollem Lauf formidable, am Gegenspieler vorbei und aus der Distanz mit seinem rechten Hammer drauf gehalten. Traumtor inklusive kollektivem Ausrasten abzüglich der Kollektiv-Ausrast-Steuer. Der Verein schuldet dem Fiskus jetzt einiges. Spocht hingegen zeigte sich Charakter stark und war in der Lage, dem Boxhagener-Übergewicht etwas entgegen zu setzen. Der Heimtrupp agierte nun etwas unkonzentrierter, auch wieder in der Rückwärtsbewegung und die erarbeiteten sich zwei Treffer. 5:4 nur noch und die kamen jetzt mehr und mehr. Glück für Traktor, denn die vergaben zudem beste Möglichkeiten. Die Zügel in die Hand nahmen Tevez und die Schildkröte.Erstgenannter drehte jetzt ebenfalls auf und hatte einige unbändige Läufe im Repertoire. Insgesamt an der Hälfte aller erzielten Treffer beteiligt. Monsta! Endlich wieder Traktor-Chancen: Kun Ali aus der Distanz mit Latten-Kracher, Schildkröte knapp am Pfosten vorbei und Sun Goku brachte zudem Kampfkraft und Bewegung en masse. Sehr stark. Oms Abstöße sorgten für viel Bewegung vorne.
Der Heimclub wollte den Gegner jetzt unbedingt in der Griff bekommen, wie Klitschkos Fäuste Briggs‘ Gesicht. Und das schafften Sie auch. Endstand 8:5. Die bisher nicht erwähnten Traktor-Treffer: Zweimal noch Schildkröte, einmal im Zusammensiel mit gegnerischem Verteidiger; Holzi und Tevez, inklusive Küsschen gen Tribüne, nach starken Läufen und der stürmende Verteidiger Joker. Neben dem Überall-auf-dem-Platz-Dortmunder herausragend, der Comebacker Schildkröte und The Real Tevez. In der zweiten Runde wartet wohl ein Kracher. So oder so, da hilft nur Unbekümmertheit und Freude. Tipps für dieses Spiel dann bei Candy einholen. Ansonsten Lehrgeld aus der Mannschaftskasse? Wir bitten darum. Während des Spiels gab es ein paar Diskussionen, mit dem Gegner und auch mit den eigenen Kollegen. Spocht zeigte sich sportlich angenehm und unkompliziert. Die interne, unproduktive Gesprächsführung auf dem Platze jedoch, kann man sich getrost schenken. Bringt nur unnötig Unruhe. Apropos. Konversation des Tages aus der Fischerstraße: “Der Schiri war heut blind, hat nix jesehen, nix jehört und war taub. Wie war dat nochma, wenn man nix hört?” “Stumm.” “Ja jenau, dat meinte ick!” … Insgesamt stark verbesserte Leistung der Zwooten, mit einigen Schwächephasen zwar, aber Einstellung und Freude waren da. Gummibärchen und Liebesperlen sei Dank. Der Geschmack des Sieges ist ein süßer. Hot Shots des Tages: Om / Dortmunder (2) / Fabiano / Florinho / Schildkröte (3) / Joker (1) / Lorenzo Lamas / Holzi (1) / Tevez (1) / Kun Ali / Sun Goku / Zonk.
10.10.10 (!) Zwoote – RFA II 0:4 (0:1)
Der Amateur par Definition betreibt seinen Sport auf Grund einer Liebhaberei, ohne der gleichsamen Begierde eines Entgeltes. Seine Gage erwirbt er sich in Form von Ehre und Respekt. Sein Verdienst ist die Aufrechterhaltung des Gedanken an das Wesentliche des Sports. Trotz all der Ehrerbietung bleibt der Sieg sein oberstes Ziel. Darum gibt er um so einiges. Alles, gaben zwei Mannschaften. Wobei die eine etwas mehr und etwas ausdauernder, daher der Sieg ein verdienter. Spektakel-Spiel im Hauff Garden, der schönen weinroten Stätte. Talentierte Gäste fanden sich in den FA aus R – eben deren Zwoote. Daher gleich rein ins Geschehen. Die Gastgeber begannen etwas nervös und ließen in den ersten Minuten gleich drei Möglichkeiten zu. Darunter ein böser Ballverlust in Minute eins. Im Gegensatz dazu Det The Threat sofort konzentriert, zwei Mal glänzend pariert (2.). Traktor tastete sich so langsam ran ans Offensivspiel und kam durch Holzi mit dem makedonischen Prinzen (5.) und Lorenzo Lamas (12.) zu ersten Möglichkeiten. Daran schloss sich eine kleine Drangperiode an. Die ein gewechselten Kun Ali und Tevez, Argentinas Finest, brachten Action mit aufs Parkett, wie Brote zu Picknick. Passend. Unpassend – der Führungstreffer der Amateure, platzen die da rein wie Yogi Bär und Boo Boo. Unstimmigkeiten während eines Reinickendorfer Einrollers, der Pass in die Mitte mit anschließender Einschieberei ließ dem Keeper keine Chance (16.). Null eins. Das Positive daran – Traktor steckte nicht auf. Im Gegenzug zwei Distanzschüsse (17., 18.) durch die Argentina Combo. Letzterer erwischte nur Martins Bude und wollte den unbedingt anerkannt haben. Trotz großer Proteste blieb es bei der Gästeführung… Flott ging es from coast to coast, gutes Kleinfeldniveau zu diesem Zeitpunkt. Muchos Unterhaltung! RFA mit dicken Möglichkeiten (21., 24., 34., 41.). Die der Gastgeber etwas weniger dick, dennoch gefährlich (31., 36., 37., 45.). Traktors Numero Uno zeigte sich in bestechender Form und holte einige Dinger raus wie Rettungskapseln Chilenen. Der makedonische Prinz mit einem Sammelsurium an Torgelegenheiten. Kopf, Fuß, Nippel – da wollte nichts rein. Derweil die Traktor-Defensive in sehr guter Form, kämpften die Boys hinten bis zum Letzten. Auch die vordere Reihe machte da noch gut mit. Die Anwesenheit des Garrinchas tat den Akteuren sichtlich gut, denn der brachte Know How und so mit. Auch ein Coach verdient mal Anerkennung. Pfiff zur Halben. Präventiv Cola und Banane einschieben. Deja Vu zu Beginn der zweiten Halbzeit. Wie die Woche zuvor begann Traktor unkonzentriert und fabrizierte Ballverluste der unnötigen Sorte. Dank Keeper Det und etwas Glück blieb es erstmal bei dem Ein-Tore-Rückstand. Doch deren Gelegenheiten mehrten sich und fünf große hatten die innerhalb von 15 Minuten. Entlastung durch Zuspiele vor den gegnerischen Kasten von Falle und dem starken Dortmunder. Holzi und Falle knapp gescheitert (6., 7.). Dazu der starke Auftritt von Sun Goku der zwei Genkidamas aus der hintersten Reihe abgab (21., 22.), ohne jedoch für Verwüstung zu sorgen. Weinrot wirkte nun kraftlos und der nicht vorhandene Unterschied in der ersten Halbzeit schwand, denn RFA II merklich die bessere Mannschaft. Deren stärkste Phase jetzt, ging es Schlag auf Schlag – Null zwei, Null drei, Null vier! Entstehungsgeschichten: Ballverlust in Vorwärtsbewegung plus Lupfer (24.), Strafraumaction plus Einschieber (26.) und Weinrot mit grüner Brille im Strafraum, lässt sich aus tanzen und fällt wie Ikarus. Ah so; Einschieber (33.). Bis hier hatte die Boxhagener Arbeitsmoral deutlich gelitten. Deichkindsche Einstellung: “Geh du da ma lieber für mich. Arbeit nervt! Yeah, yeah, yeah (…)”! Der Heimtrupp kam dann doch noch mal zu Gelegenheiten. Der makedonische Prinz des öfteren nach Flanken/ Pässen von Kun Ali, Dortmunder, Holzi mit guten Gelegenheiten (34., 35., 36., 38.), doch Part 2 war wie Part 1. Die Reinickendorfer Defensive war zu stark und die Offensive sorgte dafür, dass Det The Threat zweimal Weltklasse sein musste. Aus und vorbei. Insgesamt ansehnliches Spiel in dem Traktor nur eine Halbzeit zu überzeugen wusste. Die vielen Ballverluste und gewillte Gäste taten ihr Übriges. RFA hat neben der fast legendären Ersten auch eine sehr starke zweite Garde. Glückwunsch an den Sieger. Die Zwoote von Traktor trotz der zweiten Niederlage mit fortschreitender Entwicklung. “Hi. Ich nehme einen Apfelsaft.” “Wir haben keinen Apfelsaft, Sir.” “Oh, okay. Dann nehme ich einen Wodka Tonic.” Recht so! Picknicker auf Hauffgrün: Det The Threat, Florinho, Fabiano, Dortmunder, Om, Lorenzo Lamas, Holzi, makedonischer Prinz, Tevez, Kun Ali, Sun Goku, Falle.
03.10.10 Zwoote – Gartenstadt Staaken 7:11
Objektivität ist ein Segen. Ähnlich wie Unwissenheit, nur ohne das Potenzial böser Überraschungen. Denn als objektiver Beobachter des Dargebotenen hätte man eventuell Freude verspüren können, zumindest, wenn man kein Fußball-Feingeist ist, sondern eher ein Freund von Bang Boom Bang. Eine aus Traktor-Sicht subjektive Betrachtungsweise hinterlässt statt wärmender Freude, so ein “tockendes” Unverständnis, irgendwo in dem Bereich des Gehirns, wo einem Dinge bewusst werden sollen. Denn auch rückblickend wird einem das Geschehene nur etwas weniger undeutlich und man fängt an sich vor zu gaukeln, man wisse. Ihr verehrter Erich Ribbeck. Der Gastgeber fand gegen starke Staakener (sagt man das so?) eigentlich gut ins Spiel. Die Vorderen erarbeiteten sich einiges an Chancen. Kun Ali, stellvertretender Capitano, brachte kurz nach Anpfiff ein gefährliches Ding Richtung Tor, was nicht von Erfolg gekrönt war. Richtungweisend, wohin das ganze führen sollte – zu Verzweiflung nämlich. Denn die Zwoote war die Spiel bestimmende Mannschaft, diktierte Tempo und Geschehen. Bis dann nach individuellem Schnitzer der Gast überraschend in Führung ging. Im Grunde noch nichts passiert, machte man überlegt weiter. Gartenstadt erwies sich als abgezockte Truppe, defensiv wie offensiv, und machte es den jungen Wilden nicht leicht. Der makedonische Prinz indes hatte richtig Stress mit dem gegnerischen Aluminium. Was das Gebälk auch gesagt haben muss, es schien etwas von der derben Sorte gewesen zu sein, denn es ging dem Goalgetter nicht mehr aus dem Kopf, dass dieser sich veranlasst sah auf das Teil einzudreschen. Pfosten, Lattenkreuz etc., das anatomische Alu-ABC durch geklopft. Schönes „Klong“ so, aber leider nichts zählbares. Leistung war dennoch von gehobenerem Niveau, was ihn nicht so recht trösten mochte. Auch alle anderen zeigten eine großartige Leistung, doch waren sie leider nicht in der Lage sich selbst zu belohnen. Im Übrigen wäre es ein mühsames all die vergebenen aufzuzählen, das nur zur Kenntnis des Lesers, der um die bescheidene Aufnahmekapazität seines Schreibers weiß. Zu allem Unglück kamen kleine individuelle Fehler hinzu und ein Gast der traf, wenn er schoss. Das Ding lag zur Halben bei 2:3. Ein erzwungenes Eigentor, nach zweimal Pfosten (!), und ein Tevez-Treffer mit irgendeinem Stumpen seines Körpers waren die Traktor-Treffer. Zuversicht und zufriedene Gesichter in der Pause. Warum auch nicht? Alle glaubten an den Sieg, denn die Leistung bis dato, eine der ansprechendsten der Saison. Offensives Feuerwerk – der Spielstand recht irritierend. Dennoch alle locker und gewillt. Kann noch, kann noch. Der Verlauf des Folgenden zeigte sich im Übrigen für das Kopfgef**** verantwortlich. Denn es wurde konfus. Das Spiel litt im zweiten Abschnitt unter unregelmäßigen, wild ausufernden Herz-Rhythmus-Störungen. Die Gäste nahmen für diesen Abschnitt derweil die Rolle des Beta-Blockers ein. Boxhagener begannen unnötig nervös, gaben viele leichte Bälle ab und fingen sich den nächsten Treffer. Der Schlagabtausch zum zwischenzeitlichen 7:7 war beeindruckend. Gartenstadt trabte vorweg und die Gäste im Wahnsinn hinter denen her, immer mit dem Wissen vorangegangene Fehler aus bügeln zu müssen. The Real Tevez, jüngster Mann auf dem Platz, übernahm Verantwortung und trieb seine Mitstreiter lautstark an. Der makedonische Prinz indes zündete endlich. Der nächste Treffer würde, könnte, müsste, dürfte die Entscheidung bringen. Die Weinroten agierten dann nicht überlegt genug und stürmten unentwegt weiter. Machten die gesamte Mitte auf und rannten in die Konter der Gäste, wie Marlon Brando in die Schwerfälligkeit. Und die hatten ein halbes Dutzend Cleaner in der Mannschaft und trafen einfach alles. Endstand 7:11. Das Spiel hatte man leichtfertig her geschenkt. Offensiv präsentierte man sich als Monster, in der Rückwärtsbewegung hingegen zeigte man sich zahnlos wie Junkies. Umso schwieriger die Analyse des Ganzen. Der Gast zeigte eine beeindruckende zweite Halbzeit und warum er in den oberen Tabellenregionen mit wirbelt. Auf das Rückspiel darf man gespannt sein. Sehr sogar. So sollte die Zwoote nicht verzagen. Die Kollektiv-Leistung in Part zwei dermaßen ausbaufähig, dennoch stellt man fest, diese Mannschaft bekommt mehr und mehr ein Gesicht. Dazu gehört eben auch mal eine herbe Niederlage. Seht euch Rihanna an – sieht schon nicht schlecht aus. Hat aber auch ordentlich einstecken müssen. So ist das eben. Mexikaner der Partie: Presi (Dank Dir fürs Einspringen!), Florinho, Fabiano, Holzi, Joker, Om, Capitano Kun Ali, Makedonischer Prinz (2), Lorenzo Lamas (1), Tevez (2), Falle.
25.09.10 BSC Humania 09 – Zwoote 0:3 (0:2)
Viel Bewegung diese Woche im Verein. Muss an der Jahreszeit liegen – wenn Sonne und Grün an Aktivität ab- und Herzschrittmacher an Aktivität zunehmen. Aus eigener Erfahrung: Alpecin führt zu höchst Fragwürdigem. Alles wuchert, außer das Haar (O-Ton Experte: „Inn dea Taat.“). Informationswert etwa RTL zwei. Apropos zwei – Traktors Zwoote endlich wieder mit Spielbetriebeinsatz, denn einer verbrauchten Redensart zur Folge liegt die Wahrheit irgendwo auf dem Platz („Lattek, Du Sack! Nimm Deine Dosenbiergriffel von meinen drei Euros, ey!“). Wird wohl so sein. Viel schlimmer: Meine verkackten Kontaktlinsen liegen da auch noch irgendwo. Egal.
AUch ohnE§ wSehvertmlögen schrReibts siXch dre BerRich5t wIE v]on sSÄlbtzT ;( Nach abgebranntem Gag-Feuerwerk zu etwas weniger unterhaltsamerem – das Gastspiel bei den Humanen. Nach vier beeindruckenden Siegen in Folge hatte der Gast Mühe, sein Potential frei zu machen und seine spielerischen Möglichkeiten zu präsentieren. Die derzeitige Tabellensituation spiegelte sich nicht annähernd im Spielverlauf wieder. Gut, weil raus aus den Köpfen damit! Der Boxhagener Club mit seinen neuen Perlen noch im Erkenntnisprozess, ging es darum, innerhalb eines schwierigen Spiels -möglichst nach den Vorgaben des engagierten Garrinchas- zu obsiegen.
Zielvorgabe: Die Null muss blütenweiß erstrahlen wie Saphirs TT (Beim Marathon aber zu Fuß unterwegs. Cool!). Das neu formierte Abwehrkonstrukt um Libero Florinho und seine Außen Sven The Man „Joker“ und Om, war motiviert as hell die Vorgaben umzusetzen. Der Spielaufbau war etwas holprig, was vor allem daran lag, dass die Bewegung innerhalb des Feldes nicht die sinnvollste war. Der Gastgeber zeigte sich in der Abwehr allerdings auch stark und stand tief und teils Beton gleich gegen die Gast-Offensive. Im Gegenzug waren zwei Mann von denen in weinroter Hälfte ab und an gefährlich, insgesamt waren Offensivaktionen auf beiden Seiten aber sehr überschaubar. Kun Ali scheiterte an seiner sonst brillanten Schusstechnik. Lorenzo Lamas und Holzi ein wenig mit den sonst tollen Kombinationen. Für mehr Bewegung in Durchgang eins zeigte sich der eingewechselte Nilsen (The Real Tevez) verantwortlich, brachte die Gästewand mit Fat Caps am Start immer wieder in Bedrängnis. Bullen gleiche Verteidigung jedoch hinderte ihn noch an der Vollendung seines Werks. Die weinrote Garde ging dennoch verdient durch Holzi in Führung. Die Holzwurm-Chargen des Gegners bissen sich an diesem Zug zum Tor die Zähne aus. Mit Hilfe seines Körper eigenen (!?) Chlorophyll und in Kombination mit vom Gegner abgegeben Kohlendioxid und von der Industrie bereit gestellten Bonaqa, setzt der zu seiner Photosynthese-Attacke an. Mit exorbitantem Energieaufbau und ’ner Lokalrunde Sauerstoff tut der was für seinen Verein und auch für die Umwelt. Moment mal! In diesem Konstrukt wird die so wichtige Lichtenergie vollkommen außer Acht gelassen, denn Sonne war mal gar nicht am Start. Wie bitte wollen Sie uns das erklären Herr Ranga Yogeshwar!? WIE? Ach? Ah ha! So, so. Sie wissen doch aber sonst immer alles! Nun denn, das Null zwei entsprang ebenfalls einer Einzelaktion. Die Nacht zuvor noch mit seinen Kollegen diese unsicher gemacht („Den Boxenstopp sah man Deiner Lady übrigens nicht an, hi hi.“), kam der Capitano Cuba Libro vollkommen ausgeschlafen freizeitfußballrechtzeitig zum Spiel und machte seinem Namen alle Ehre. Vor dem Spiel hatte der sich noch vorgenommen ‚Ein Tor pro Promille!‘. Diese Ankündigung wurde zwar nicht wahr gemacht, denn das hätte für Humania ein zweistelliges Ergebnis bedeutet und für ihn der Umzug nach Fuldeath, zumindest aber eines war drin. Unvergleichlich seine Art den Ball zu nehmen und damit zu machen was er will. Bemerkenswert seine Leistung, bedenkt man den Zustand seiner Blutbahn, die nicht nur mit dem Transport von Sauerstoff beschäftigt war. Insgesamt dennoch dürftige Partie, mit dem Wunsch auf mehr Spielkultur und Struktur. Kultur auf jeden Fall im Bereich des Anhangs: Beinahe vier Generationen als Fangemeinschaft unter einer Wolkendecke (Pisswetter! Warme Cervisia auf nackter Haut.). Knaua und der Held der Raddatz-Partie, Candy, am Start. Zonk und der angeschlagene makedonische Prinz brachten ein bisschen Style an die Seitenlinie. Letzterer kann seinen Eroberungsfeldzug demnächst hoffentlich bald wieder fortführen. Nett auch von den Gastgebern, dem Anhang ihren Ball in der Pause zu überlassen. Wichtigster Mann dieser Phase der Coach. Garrincha hatte in der Kabine einiges an Arbeit, aber fleißig und schlau wie der ist, weiß der um die Wahrheit.
Halbzeit zwei ist relativ kurz erzählt. Für den Gast blieb es eine schwierige Partie, wobei es in der Offensive nach geraumer Zeit besser wurde. Doch die Versuche toller Kombinationen scheiterten noch zu oft auf Grund technischer Ungereimtheiten. Möglichkeiten: Kun Ali einmal mit großer Gelegenheit vorm Tor drüber. Scharfe Ecke auch an der alle vorbei segelten. Humania hingegen wurde offensiv mutiger und kam zu guten Gelegenheiten. Det The Threat parierte aber wieder wie ein Berserker. Vor allem in der Schlussphase bewahrte er seine Mannschaft vor dem Anschlusstreffer. Und wieder seine Winner-Faust! Da war dann fast schon klar, dass da nichts mehr in die Reuse kommt. Auch groß in dieser Phase: Om. Dessen oberster Staatschef plant derzeit seine Nachfolge. Anstelle seines jüngsten Sohnes hat sich nun ein Traktor-Spieler ins Gespräch gebracht… Der bereits angesprochene; auf der rechten Verteidigerposition mit Abstand bester Feldspieler der zweiten Halben. Knipste den auf blühenden BSC-Offensiven alles ab, stand und lief defensiv intelligent und spielte unheimlich abgezockt. Szenenapplaus in kurzer Abfolge des öfteren vom Publikum. Sehr beeindruckend! Den Endstand besorgte dann doch Weinrot. Nach schöner Kombi (Assist Holzi) schob Tevez gekonnt ein. Jetzt hatte er es doch noch fertig gebracht – klicke- di-klick-klack, tssssss. Bringt sowohl gegen Chelsea als auch gegen die Null Neuner die Entscheidung. Stark! Trotz deutlich ausbaufähiger Leistung gewann Traktor letztlich verdient, auch mit dem Ergebnis. Die Null indes ist das bemerkenswerteste, kam in dieser Saison in BL I ganz selten vor, schauen Sie da mal nach.
Abschließend wird festgehalten: Die weinrote Zwoote agierte ein wenig wie Raupen. Etwas langsamer, unkoordinierter und unausgereifter. Aber schon die ganz Kleinen wissen, aus jeder Raupe wird eines Tages ein Schmetterling. Bleibt zu hoffen, dass sich auch die Großen dessen bewusst werden und der Natur ihren Lauf lassen und im besten Falle förderlich einwirken. Dann wird man nämlich sehen: einige Schmetterlinge können ziemlich hoch fliegen. Raupen der Begegnung: Det The Threat (Schmetterling!), Florinho, Sven The Man „Joker“, Om, Capitano Cuba Libro, Lorenzo Lamas, Holzi, Kun Ali, Tevez.
19.09.10 Traktor Boxhagen II – Eleven Friends Schmargendorf 15:1 (10:1)
Cinema-Sonntag im Hauff-Stadion. Wenn die Matrix und die wilden Kerle aufeinander treffen, geschehen recht spektakuläre Dinge. Die gebotene Vorstellung teils wuselig, von hohem Unterhaltungswert jedoch, was den besonderen Charakteren beider Mannschaften geschuldet war. Wann erlebt man während eines Freizeitliga-Gekickes schon mal den herzlichsten Applaus des kritischen Publikums, da ein Orangener und ein Weinroter sich ein Schauspiel von Zweikampf an der Eckfahne liefern, dabei mit lächelndem Antlitz und gackernder Kehle, den Zuschauern Freude schenkend. In Zukunft dann Eintrittspreise. Zwei Drinks Minimum.
Abermals zwölf Akteure im Kader der Heimmannschaft, abermals gewillt den Sieg davon zu tragen, zeigten alle Traktoristen eine große Leistung. Insgesamt sieben Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein (den Umständen entsprechend am Ende des Berichts). Das Spiel nahm zunächst einen gewöhnlichen Verlauf, um nach der Einwechslung von сто грамм und des Großen zu explodieren. Innerhalb von fünf Minuten fielen fünf Treffer. Famos! Es machte Krach, Boom, Bang und irgendwo saß bestimmt auch ein Scout von Arsenal (Umsonst da gewesen. Lil‘ Max und der Mann im Gips spielten nicht…hüstl!). Zu diesem Zeitpunkt wirklich viel Bewegung in der Offensive. Den beiden bereits genannten standen auch der makedonische Prinz und Lorenzo Lamas zur Seite und natürlich auch ‚The Matrix‘, der seinen Hauptauftritt im zweiten Part hatte. Noch hinzu gestoßene Schmargendorf-Anhänger, die gerade einen weinroten Treffer begafften, waren noch nicht unterrichtet und liebäugelten mit einem 1:0. Dann aber im Bilde. Volles Haus. Und Eindruck bei denen machte einer der All-Stars – Matti, сто грамм. Der Boxhagener Club schraubte seine Torausbeute auf zehn hoch. Die Treffer von unterschiedlichem Charakter. Mal mit Kombinationsfußball, die Pille über die Linie gebracht. Auch durch gewonnene Stocher-Kampftiraden im Strafraum, Sololäufe (Holzi stark!) und Long Line Kracher (Achim, uiuiuiuiui!). Der Defensivblock hingegen unterstützte den Reigen durch seine Arbeit im Zweikampfbereich. Der sehr starke Fabiano spitzelte so einiges weg, auch Rapha, Om und Neu-Libero 23 auf der Höhe des Geschehens. Doch die Defensivleistung ließ etwas nach, damit gemeint die gesamte Mannschaft. Aus dem Nichts erzielten die sympathischen Friends, einen für Traktor unnötigen Treffer. Da ging keiner richtig drauf und der mit der Spitze ins Eck. Agierten hier wie eine Gruppe von Frauen, die ihre Verteidigung schleifen lässt, weil, sich in einer Schwulen-Bar befindend. Kleiner Tipp am Rande. Scoooore (mit hohem C gesungen)! An der Ordnung wird noch zu arbeiten sein, das System noch nicht gänzlich verinnerlicht. Part zwei, mit Sturmlauf in Richtung Publikum. Sehr schön für die, weil Augen endlich mit Geltungsbereich. Der Heimtrupp spielte weiterhin offensiv. Die Chancen die dabei heraus sprangen waren hochkarätig, wurden zum Teil aber viel zu leichtfertig vergeben. Dabei muss man aber auch sagen, dass der Gästekeeper so einiges an Vermögen im Repertoire hatte und sich oftmals auszeichnete. Det The Threat hingegen bekam nicht viel zu tun, wenn doch, dann immer aufm Posten. Die Zwoote erzielte noch fünf Treffer. Einige beeindruckende dabei, wobei der Prinz und der Große heiß liefen und alles zerlegten. Was in Erinnerung bleiben wird sind vor allem die Kuriositäten und Kabinettsstückchen die einige vollführten. Der Capitano der Schmargendorfer in Weltklasse-Kopfabwehr-Manier die Pille an den Querbalken gelenkt und damit eine Nicht-Chance in eine verwandelt und diese verhindert. Der Franz hingegen hat die immer rein gemacht (‚Mmh, schmeggt primaah!‘). Prima. Wirklich großes Kino. Wunderbar auch ein späterer Fallrückzieher der ‚Matrix‘ an den Pfosten. Unfassbar! Die One-Man-Show des Auserwählten ging noch weiter. In der Einleitung angesprochener Zweikampf zerriss den Anwesenden Zwerchfell und Blase. Er selbst war am meisten davon begeistert. Herrlich! High Five an der Stelle bro! Gilt auch dem Garrincha, der ein gutes Händchen für die Zusammenstellung bewies.
Insgesamt ein wirklich beherzter Auftritt beider Mannschaften, denen hier, für den unterhaltsamen Sonntag gedankt werden soll. Weinrot muss noch an seiner Ordnung und Aufgabenverteilung feilen; oftmals auch zu offensiv stehend. Doch wirklich jeder Teilnehmer der geendeten Partie darf sich erstmal auf die Schulter klopfen lassen. Schöne Leistung Traktoristen, Bravo! Das gilt der gesamten Mannschaft. Der Anhang indes hofft die Woche über auf eine Zugabe. Protagonisten der Show: Det The Threat, Rapha, Fabiano, Libero 23, Om, Holzi (1), Lorenzo (2), Achim (1), Prinz (3), The Matrix (1), Großer (3), сто грамм (4).
12.09.2010 SC Capri Blues vs. Traktor Boxhagen II 2:3 (0:1)
„Ein Dürüm-Huntelaar bitte.“ / „Salat komplett?“ / „Ja, bitte. Und mit extra viel hohe Torchancenverwertung.“ / „Das macht dann 14 Millionen Euro.“ Schlafmangel zeigt sich in der Regel für so etwas verantwortlich – aufgeweichtes Hirn. Vielleicht auch ein Argument für die Geschehnisse dieser Partie.
Auswärtsspiel in einer anderen Welt. Traktor hatte eine überwiegend neue Spielergarnitur am Start, ein Zusammenspiel in dieser Form hatte bisher nie statt gefunden. Selten auch der dort aufgebotene vollständige Kader von zwölf Mann. Kapitän der Abenteuer-Truppe der Keeper, Det The Threat, dessen Leistung meinerseits als Promotionsthema in Erwägung gezogen wird. Sichere Bank! Das Spiel an sich war erwarteter weise nicht gänzlich von Ordnung bestimmt, nicht schlimm, denn, wie auch der Captain stets betonte, heute ausschließlich über Kampf. Die Gastgeber sahen das auch so, mit einer extra Prise Vendetta – wofür auch immer. Capri versuchte vor allem durch Alleingänge zum Torerfolg zu kommen. War zwar gefährlich, aber die Defensive stand gut und der Boxenwächter war erstmal gar nicht zu überwinden. Vor allem Rapha zeigte sich auf ungewohnter Libero-Position hervorragend. Der Mann macht immer seinen Job, dabei den Mund angenehm oft geschlossen. “Ich dräsch die Dinger doch nur raus.” – sympathisches understatement. Der Anhang indes weiß es besser. Traktors Offensive versuchte es da eher mit Zusammenspiel, was bis auf den letzten Pass, ansehnlich war. Die Führung durch Lorenzo Lamas, auch sonst große Leistung, war die Folge einer Kombi. Mit Sonnenbrille und Ofen unterm Arsch, nice eingeschoben. 0:1 – verdient! Schien dem Blues Club nicht sonderlich zu gefallen und die fingen dann an zu stänkern. Immer wieder Zweikämpfe der unschönen Art, erinnernd an Trakt vier. Das Spiel fahrig und unruhig, hässlich wie Gianfranco Zola – sein unvergleichlicher Esprit fehlte jedoch leider aller orten. Unfassbarer negativer Höhepunkt die Zidane-Attacke gen Sun Goku-Nase! Der zwar kein Kind von Traurigkeit, die Rechtfertigung einer solchen Aktion indes nicht gegeben. Beide (!+?) mit rot vom Platz. Boxhagen nun mit zwei Mann weniger im Aufgebot, zusätzlich leider Neu-Einkauf Falle früh raus. Gute Besserung beiden. Zur Halbzeitandacht in die Kabine, schworen sich die Mannen um Det The Threat ein, der etatmäßige Capitano Cuba Libro, fand sich nach Gastspiel bei der Ersten auch noch ein. Vorbildlich! Die zweite Halbzeit begann furios. Ein Sturmlauf der Gäste, war gewillt die Entscheidung frühzeitig herbei zu führen. Läufe von Holzi und Terhaar in Unterstützung des Spielmachers Lorenzo Lamas, zeichneten ein unterhaltsames Bild. Kun Ali und Om komplettierten die Angriffsbemühungen. Tragischer weise kamen die letzten Zuspiele nicht an und potentiell große Chancen (das waren so einige) verpufften wie Krach im All. Das tragische daran?
Ausgleichstreffer. Ein Capri-Schuss der krassen Art, krachte ins Netz. Die Partie jetzt wirklich unterhaltsam, zwar nicht für Taktik-Liebhaber, denn die gab es eigentlich gar nicht, doch Action Fans kamen auf ihre Kosten. Das wahnsinnige 1:2 vom noch wahnsinnigeren Terhaar Huntelaar als direkte Antwort! Sein Name bedeutet Terror, zumindest für den gegnerischen Keeper. Capri bekam immer öfter die Chance zum Abschluss. Im Mittelfeld wurde nicht besonders gut verteidigt, es kam zu gelegentlichen Distanzschüssen. Zudem zogen Capri-Spieler durch individuelle Aktionen des öfteren in die gefährlichen Regionen. Durch einen kuriosen Bogenlampen-Treffer schafften die abermals den Ausgleich. Terror in da house! Prompt die Antwort zum 2:3. Wieder der Wahnsinnige, wieder auf Terror-Art. Unberechenbar! Der Endstand war hergestellt. Einige Male musste noch gezittert werden, doch den Sieg hielt der Tower of Power im Kasten fest. Zu dem fällt einem nichts mehr ein. Capri hatte die unfehlbarsten Chancen, rein auf Grund dieser hätten sie das Spiel für sich entscheiden müssen. Die Verzweiflung, die Numero Uno im Kasten beim Gast hinterließ, war famos. Seine Paraden von höherem geführt. Seine anschließende Winner-Faust Becker gleich. Ausnahmslos bester Mann auf dem Platz, trifft er die Entscheidung über Sieg und Niederlage.
Trotz flotter Halbzeit zwei fehlte es dem Spiel an Klasse. Das Verhalten einiger Spieler war ätzend und kaum zu ertragen. Klischees wurden ekelhaft bedient. Kein Schiri in Sicht, dafür dann im Rückspiel. Die Leistung der Zwooten trotz der chaotischen Zustände war eine mehr als respektable. Kämpferisch war alles da, spielerisch zumindest ein Ansatz, der auf mehr hoffen lässt. Der Kiez-Club freut sich über seine Neuen. Welcome to the jungle! Ein schöner, weil hart umkämpfter Sieg. Zudem auch ein wahrer, denn alles andere hätte das Universum in ein Ungleichgewicht gestürzt. Helden der Arbeit: Det The Threat / Rapha / Fabiano / Presi / Cuba Libro / Falle / Lorenzo Lamas / Holzi / Terhaar Huntelaar / Kun Ali / Sun Goku / Om
5.9. Zwoote – Hertie Inter 10:1 (5:1)
Niveau. Zwischen „gehoben“ und „weit abgeschlagen“ liegt ein Gefälle vielseitiger Stufung. Beispiele für von ganz oben bis nach ganz unten: Rafael Nadals linker Arm → Dimitrios Diamantidis vs. Spanien → Rafael Nadals rechter Arm → Physis der deutschen Basketball Nationalmannschaft → Prostituiertenverschleiß englischer und französischer Nationalspieler. Da wären wir dann schon ganz unten angekommen. Ekelhaft! Bezüglich der heute abgegeben Leistung der Zwooten wurde ein deutliches Niveaugefälle zwischen spielerischem Vermögen und Chancenverwertung verzeichnet. Letzteres pendelte sich etwa bei Stufe ‚DBB-Physis‘ ein – nicht unerheblich ausbaufähig. Ein wunderschöner Sonntag war es beileibe, denn die im Holy Hauffgrund eingetroffenen Zuschauer frohlockten – hinsichtlich des Spieles und des blühenden Himmels. Ein wahrliches Familienambiente, gezeichnet von einem Walt Disney ‚on drugs‘, FBIs best friend; den Soundtrack lieferte zum Glück ein, mehr oder weniger ausgewachsenes, neunköpfiges Boxhagener Orchester.
Die Partie -wenige Sekunden jung- und der Große mit zwei Monster-Möglichkeiten, welche er per Lupfer einzustreuen gedachte, nix zählbares darin. Die hoch gewachsenen Internationalen des Hertie-Clans zeigten sich in der Defensive zunächst auch sehr gut organisiert und machten es angreifenden Weinroten schwer. Offensivtechnisch einiges an Potential, Torchancen waren in dieser Halbzeit auch da, denn der Traktor-Clan zeigte sich dort ab und an anfällig, was dem Capitano Cuba Libro gar nicht schmeckte, denn der stand ein ums andere Mal allein gegen die Offensive. Das Abwehrverhalten wurde auf weinroter Seite mit Spielzunahme wesentlich besser – Prunkstück heute aber war der Angriff. Typischerweise wurde der Reigen mit einem klassischen сто грамм 1:0 eingeläutet. Aus der Distanz die Rakete gezündet, flattert das Teil unorthodox ins Netz. Keeper und Anwesende völlig perplex. Who the ****!? Matti eben! Wenn schon gut drauf, dann gleich mal die nächsten beiden Treffer durch den Großen und den Potsdamer vorbereiten! Ansehnlich auch, was die darboten. 3:0 bis hier her. Das 4:0 ließ nicht lange auf sich warten, Kun Ali mit seiner feinen Schussfertigkeit sorgte nach Vorlage des Großen für einen weiteren Jubler. Für die „Null“ zeichneten die Hinterleute verantwortlich: Capitano Cuba Libro mit Luise Fabiano („Sorry, der musste sein…“) und Rapha, die beide ein großes Spiel machten. Der Anschlusstreffer fiel durch individuelle Schnitzer unnötigerweise dennoch. Das Halbzeitresultat von 5:1 besorgte dann der bärenstarke Potsdamer, zur Freude seiner anwesenden family, diese, wahrscheinlich zur ‚Freude‘ der Mutter, auf Traktor gestimmt. Abermals sah sich der Traktor-Anhang, wie auch an Spieltag eins, wütenden Luftgiraffen-Angriffen ausgesetzt. Ausgestattet mit Stachel, summ-summ und farbenprächtiger BVB-Tarntracht machten diese Mistviecher Jagd auf prickelndes, goldgelbes Trinkgut, was der Boxhagener an sich schützt wie seine eigene Mutter („Sachste wat üba mein Mama oda wat!?“). Also im Kopfnicker-Modus den Schwarm der ADHS-Brummen auf Abstand halten, um grölend und mit freudiger Aufgeregtheit dem Folgenden ein aufmerksamer Beobachter zu sein.
Das spielerische Potential entfaltete sich in Halbzeit zwei fast vollends. Die Internationalen begannen hier gut, waren sicher gewillt und kamen auch zu Chancen. Diese hielt Det The Threat fest wie Elmyra Tiny-Toons, dass den Chancen die Luft weg blieb und sie sich fort wünschten. Der ersehnte sechste Treffer für den Gastgeber fiel nach geraumer Zeit und vergebenen Großchancen dann doch noch: Kun Ali mit dem Doppelpack – 6:1! Die Heimstätter schafften es anschließend, auch auf 9:1 zu erhöhen. Treffer durch den Großen (most outstanding player!), den Potsdamer und сто грамм brachten das Fass zum Überlaufen. So wunderbare Tore waren dabei, als Beispiel nur Mattis Kunstschüsschen ins lange Eck, der zudem an 60 % der Treffer beteiligt war. Die Gäste schienen nach couragierter Leistung nun ein wenig müde und die Traktoristen waren hungrig auf Tore wie eingebildete Mädchen auf Aufmerksamkeit. So ganz groß schien der Appetit dann doch nicht zu sein, denn unfassbare Möglichkeiten ließ man liegen wie deutsche Basketballer Hanteln… Deutlich zu verspielt die jungen Pferde, nahmen die insolvente und dann aufgelöste Hertie-Defensive als Möglichkeit nicht wahr und verdaddelten, gelinde gesagt, so einiges, obgleich ihre Spielzüge oftmals von kunstvoll ausgereiftem Charakter waren. Der Anhang verzweifelte gar, philosophierte über mögliche Ergebnisse, um sich in Utopisches zu verstricken. Einen zehnten Treffer wollten aber alle noch sehen. Der Mann der ihnen den gefallen tat war Tien „The Matrix“ („Anfang dreißig!? Erzähl uns doch keinen Scheiß.“) Gegenspieler wurde ausgenommen wie Touristen in der U-Bahn, dann crazy Doppelpassspiel und der Assist zum Großen. Wahnsinnsspielzug! Die Matrix hatte gewirkt. Versetzt in andere Sphären, ging der gaffenden Meute einer ab wie Milchzähne. Kritik an der Chancenverwertung bleibt wohl zurück, aber auch ein Dank an alle Spieler, die diesen Sonntag zu einem sinnvollen machten. Nämlich zu einem mit gehobenem Niveau und das ganze auch noch halbwegs Familien tauglich. Traktor Mitwirkende: Det The Threat, Capitano Cuba Libro, Rapha, Fabiano, Tien „The Matrix“, Kun Ali (2), Großer (3), Potsdamer (3), Matti сто грамм (2).

28.08.2010 Rot-Weiss Hellersdorf vs. Traktor Boxhagen II 4:6 (2:2)
Die völlig neu gestaltete Bezirksliga 1 im Kleinfeld-Kult-Zirkus, bietet der Zwooten des Kiez-Clubs in dieser Saison ein Erlebnis der Marke ‚Abenteuer‘, und die in den letzten zwei Jahren erworbenen Erfahrungen, bezüglich der Liga, sind fast ganz dahin. Die Hinrunde wird spannend, führt man sich die vielen noch unbekannten Vereine vor Augen, auf die man im Laufe des Geschehens so treffen wird. Wo man derzeit also steht, weiß so ganz genau kaum eine Mannschaft.
Das Eröffnungsspiel durfte man gegen den Traditionsklub aus Hellersdorf, den Rot-Weißen, bestreiten, gegen den man bisher noch nicht die Ehre hatte; es darf aber vorweg genommen werden – es wurde dank beider Mannschaften ein sehr unterhaltsames Spiel. Mit bewährtem Personal, nahmen sich die weinroten Kumpanen vor, ein bewährtes Spielsystem aufs Parkett zu bringen. So ganz zu Beginn der Saison war das scheinbar aber noch nicht möglich. Denn was auffiel, war die zeitweise Zerstreutheit der Agierenden auf dem Platze und so musste in dieser Halbzeit, unnötig viel Laufarbeit verrichtet werden. Dennoch ging man dank zweier ansehnlicher Treffer in Führung. Die vordere Reihe mit den Außen Kun Ali und dem makedonischen Prinzen zeigte sich quirlig, Regie in der Mitte führte Bohr 2010 – Nobelpreisträger in der dritten Generation. Die hintere Reihe wurde durch den Capitano Cuba Libro und seine Außen Achim und Bremer geschlossen. Alles in allem eine recht offensive Ausrichtung. Die guten Hellersdorfer machten es der Truppe trotz der Führung sehr schwer und erreichten verdientermaßen den 2:2 Ausgleich.
Komplett offen die Begegnung, wie die Deckung der deutschen Basketball-Nationalmannschaft gegen Angola… (Dieses Spiel war eine einzige Peinlichkeit – wie dem auch sei.) Der Garrincha in seiner Funktion als sportlicher Leiter machte sich Notizen en masse, diese in der Predigt, seinen Schützlingen um die Ohren zu pfeffern. Der mitgereiste Anhang hatte seine helle Freude an dem Spiel, diskutierte lebhaft die Aussichten für Halbzeit zwei, wurde selbst auch geil bezüglich des Leder-Liebkosens und war gespannt auf mehr. Umher schwirrendes Getier flatterte betrunken durch das Gemälde, nervte ein wenig umher schwirrende Weißweinschorle-Freunde. Die Boxhagener begannen nun taktisch wertvoller, ihre Reihen präsentierten sich auch als solche und dank der Anwesenheit des Präsidenten, hatte man nun endlich auch einen Wechsler. Für schöne Paraden zeigte sich Rubbel verantwortlich – zerlegte Chancen wie Wiederkäuer-Flatulenzen das Klima. Nach tollem Gekicke stand es 3:5 und die Traktoristen schienen sich ein wenig zu sicher zu sein, was den Anschlusstreffer zum 4:5 zur Folge hatte. Kurzzeitig wirkende Müdigkeit auf beiden Seiten verflog schnell und Traktor begann nochmals eine Offensive zur endgültigen Klärung der Verhältnisse. Der Gegenwehr der Gastgeber konnte man sich sicher sein, die zeigten des öfteren ihr spielerisches Potential. Doch die defensiven Außen der Weinroten schalteten sich wunderbar ins Offensivtreiben mit ein und machten den Unterschied zugunsten der Gäste. Bester Mann in dieser Halbzeit Achim, das darf gesagt werden, der um des Timings von Ruhe und Action wusste und intelligent agierte (Sein Kopfball war das Highlight!). Zudem stellten die Beobachter fest, dass es sich bei der Traktor-Offensive um eine exquisite mit Potential handelt. Das Zusammenspiel von Bohr und dem makedonischen Prinzen war graziös – zumindest sowas in der Art. Unfassbare Chancen sprangen dabei heraus wie Jack aus der Box. Boing! Kun Ali in den nächsten Spielen noch besser mitgenommen und das DreamTeam ist perfekt. Wie so oft schon, nahm der Capitano das Heft in die Hand und markierte mit geballter Willenskraft, roher Gewalt und abgeschaltetem Gehirn den Endstand. Der hat so einen Anund Aus-Knopf, voll geil! Für die Tore zeigten sich folgende Herren verantwortlich: Bohr (2), der makedonische Prinz

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Saison 2009/2010

Mein ganzer scheiß Fuß ist blau geworden. / Was? / Mein Fuß. / Wer? / Bei mir! / Ja? / Ja, mein Fuß! / Bei dir? / Jaaa, Mann!!!
Diese merkwürdig sinnfreie Form der Interaktion ist nicht etwa Resultat des geschehenen Spieles. Auf so etwas trifft man bei der Nutzung des öffentlichen Personen Nahverkehrs unserer fragwürdigen Stadt. Sie brauchen nicht extra zu fragen weshalb eine solche Banalität hier Erwähnung findet, es handelt sich um nichts weiter als einen schlechten Ohrwurm im Hirn des Schreibertrottels der diesen als peinigenden Begleiter hatte. Eine Art – WAKA, WAKA. Sie verstehen…

Kommen wir zu Wesentlicherem. Letztes Saisonspiel der Zwooten gegen die Dritte der Ü Hunderter. Vor genau zehn Tagen fand die Hinspiel-Begegnung noch ein sehr knappes
und glückliches Ende für die grupo vinosos, die die Sache diesmal deutlicher
gestalteten. Vor dem Spiel tat der Garrincha alles um den ein oder anderen Spieler zu
mobilisieren, dass dieses Ding vernünftig geführt werden könne. Die Ehre gaben sich
zwei alt bekannte Helden – Rubbel & Matti! Zudem endlich mal ein Auswärtsspiel zu
abendlicher Stund. Dat musste wat werden.
Boxhagen begann mit gewohnter Taktik, diszipliniert defensiv prima aufgestellt, alles
dingfest machen und auf Möglichkeiten warten. Ein Spezialist des Forcierens von
Drucksituationen für den Gegner ist der All Star. Matti – сто грамм! Ein Hunderter
verdaddelte da den Ball und der wahre Hunderter, der Schelm, riss ihn an sich wie
Garfield Lasagne und fegte das Geschenk ins Eck. 0:1. Der Torschütze nun als
Vorbereiter, schickt die Pille in die Gasse, wo Achim über links kommend die Aufnahme
anstrebte und mit links (2. Saisontreffer mit dem Standbein. Aber wie bitte kann man
auf Südafrika setzen?) trocken folgendes Resultat erwirkte – 0:2. Die Gastgeber
versuchten ihr Doppelpassspiel aus dem Hinspiel auf zu ziehen, doch im Mittelfeld (Kun
Ali, сто грамм, Nooby Kid) wurde gut verteidigt und die hintere Reihe (Achim, Capitano
Cuba Libro, Schildkröte) zeigten sowieso eine äußerst starke Leistung. Das 0:3 erzielte
der Top-Torjäger der Zwooten, Kun Ali, gestern noch im Einzel und Doppel erfolgreich
(BlauWeiß uffjestiegen!). Kurz vorher jedoch gackernd die Eier auf dem Platz verteilend,
rieten ihm seine Kumpanen zu Geduld und prompt fiel es. Beide Eier jetzt in der Hand
wuchtet der die Pille an den Pfosten, von dort an Keepers Rücken und gut ist. Doch
Ü 100 sah für sich noch Möglichkeiten, zum Beispiel auf der traktorschen rechten
Offensivseite, wo einer pennt und seinen Verteidiger dadurch in unangenehme Lage
bringt – Gegner bricht durch und trifft überlegt ins kurze Eck. 1:3. Ansonsten kam von
denen nicht viel, wie bereits erwähnt, das meiste wurde verspeist. Unschöne Szene
derweil, denn ein Heimspieler lässt sich über motiviert am Knie von Rubbel aus. Das tat
ganz gewiss weh. Aber der, ganz Eisbär, tapfer mit der Einstellung „muss ja“ machte das
restliche Spiel selbst humpelnd noch einen starken Eindruck. War ganz wichtig der
Mann! сто грамм sah sich dann genötigt die Lichter aus zu knipsen. Im Dunkeln trinkts
sich besser! Aus beachtlicher Distanz schlägt der einen Ball diagonal über den Keeper in
die Maschen. Wie der sich noch senkt… Traumtor! 1:4. Der gegnerische Torhüter schien
nicht immer souverän. Scheint sie wohl nicht gesehen zu haben… Zum Ende der ersten
Halbzeit wurde es in den weinroten Reihen unnötig unruhig, denn man haderte mit
einigen Entscheidungen und dem eigenen Ball treiben. Irgendwie schien bei einigen die
Kraft am schwinden. Daher kam ein Pfiff ganz recht.
Lebhafte Diskussionen in der Phase solcher Wettkampfveranstaltungen hatten in der
Vergangenheit oftmals für ein verbessertes Auftreten in Hälfte Zwei gesorgt. Der
Capitano schwor seine Mannen ein und da kam auch was schönes bei raus. сто грамм
legte gleich ma los, machte wieder sein Gassenspielchen und der über links kommende
und nun zentral hinfort schwebende Piwi Da Nooby Kid lochte ein. 1:5. Der Mann machte
heute eines seiner besten Spiele und zeigte sich in der Lage seinen Gegenspieler zu
überlaufen, obgleich der drei Tage Vorsprung hatte (Bachirou Salou vs. Matthäus. Sie
erinnern sich noch?). Auch die Heimmannschaft war scheinbar noch gewillt und in der
Lage und fabrizierte eine ansehnliche Kombination über mehrere Stationen bis hinein in
den weinroten Strafraum, wo einer gekonnt einnetzte. 2:5. Ansonsten waren Chancen
bei denen Mangelware wie Klopapier und Hygiene in Jugendherbergen. Wenn etwas kam
bereinigte dieses der Cleaner im Kasten, die Eins. Das von сто грамм eingeführte
Gassen Schicken, bekannt aus dem Eröffnungsspiel der WM 2006, wurde zum Renner
und fand Verwendung, weil der Gast zumeist schneller war. Eingewechselter Zonk
schickte den schnittigen Kun Ali los. Große Chance, der Surfer Boy aber im Wellen-
Laufstil. Dahin. Chancen auch noch für сто грамм, Nooby Kid und Zonk. Verschwendet.
Honks! Das unwahrscheinlichste aber auch unfassbarste Teil kam von der wahnsinnigen
Schildkröte – mit herausragender Schusstechnik aus dem Mittelfeld direkt abgezogen,
der Ball wie der geilste Tänzer auf den Brettern unterwegs, lässt den Keeper mal die
Möglichkeit ein wenig Leistungspotential zu zeigen. Aba what a rush!? Die Ü-Boys waren
trotz vierer Wechsler jetzt doch müde und die nachfolgenden zwei Treffer fusionierten
offiziell zu einem, beide von Matti. сто грамм einmal links, dann noch zentral das Runde
platziert. Eins plus eins macht eins – 2:6. Belassen wir es dabei, zumindest aber hier die
Erwähnung. Den Endstand brachte Achim, nachdem sich Cuba Libro, der Capitano, nach
vorne eingeschaltet hatte. Querpass vors Eckige und der Schütze in lässiger Maradona-
Pressekonferenz-Manier. 2: ääh…7!
Starke Mannschaftsleistung vom Traktor-Club und großteils auch spielerisch äußerst
ansehnlich. Man mag so recht niemanden hervor heben, dennoch geht der obligatorisch
besondere Gruß an die Supporter. Rubbel & сто грамм. Spiel entscheidend zeigte sich
in jeden Fall der Defensivverbund, Capitano und Außen. Hätten se mal sehn sollen, wat
die allet abknapsten. Vortrefflich! Die beiden Kontrahenten machten ihre Ansage von
vor zehn Tagen wahr und es wurde eine anständige Partie. Sehr schöner Abschluss der
Saison.
Zuletzt noch ein Tipp für die Heimfahrt. Lesen Sie, hören Sie (sinnvolle) Musik oder
gehen Sie einem Bewertungssystem (Skala 1-10) bezüglich eines Sexy-Ass-Studiums
nach, wenn Sie vermeiden wollen, durch die Konversationen anderer einem
Hirnmartyrium in Endlosschleife zu erlegen. Die Folgen aufgeweichter Hirne durch
Ohrwurm-Vergewaltigung ersehen Sie bitte beispielsweise in den Veröffentlichungen
diesjährigen WM-Liedgutes. Grausam.

11.06.2010 Traktor Boxhagen II vs. Ü 100 III 3:2 (2:0)

Elfter/ Sechster. WM-Auftakt (im Maynard-Stübchen, wo sonst?). Letztes Heimspiel
der Saison (1,8 km weiter). Dreiundzwanzigster Geburtstag des Schlaflosen.
GuyPack (wen willst Du mit dem Namen eigentlich beeindrucken!?), Deine Homies
grüßen und gratulieren recht herzlich. Ein Parlament als kleine Geste, am selben
Abend noch aufgelöst und damit zur Konfusion beigetragen. Du bist schon sehr
speziell…
Anstoßzeit 19:45 Uhr. Pünktlich. Das ist hier so. Fehlpass-Parade zu Beginn. Eklig!
Ohne Freude schlichen die Spieler über ihr Grün, kein Bewusstsein dafür, dass
heute Fußball-Feiertag war. Zusätzlich kamen interne verbale Aussetzer dazu, die
die Weinroten daran hinderten, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Die Gäste
dem Spiel gegenüber zunächst aufgeschlossener, traten erstmal wirkungsvoller
auf. Traktor brauchte einige Zeit um sich in den Griff zu bekommen. Im ersten
Abschnitt die nun weitest gehend bessere Mannschaft. Auslöser war die
Einwechslung des Fassmachers auf die Außenverteidiger-Position. Kam rein, war
gewillt, brachte Bewegung und Ruhe mit, und ist wieder in einer beeindruckenden
Form (Der hat immer an sich geglaubt!). KastenMicha auf links nun sicher,
Capitano Cuba Libro und dann auch Schildkröte schlossen die Reihen. Die vordere
schloss sich an (Siebzehner, Candy, KunAli, NoobyKid), bewegte sich intensiver
(Hurricanes Batterien scheinen immer voll!) und aus starker Defensive heraus, mit
anschließender beweglicher Offensive fiel der Führungstreffer. Der eingewechselte
Zonk mit links, hoher Ball auf rechte Sturmseite. KunAli, wie ein Tevez, rannte um
sein verdammtes Leben, deutlich schneller als sein Gegenspieler, rammt der das
Teil mit rechts ins Netz. FU-SI-ON!!! Die beiden in der Kombi – da geht für die
Zukunft noch was… 2:0-Führung besorgte der jetzt gute KastenMicha.
Saccharidepass von Candy (Sugar-Daddy!) in die Gasse des Läufigen (Immer mit
geladenem Revolver unterwegs…). Der schießwütige vollendet mit Gegenspieler
am Hacken souverän, Keeper no chance, schön über die Linie geschoben.
Verdiente Halbzeitführung, aber die hatten ihre Möglichkeiten und ohne die
Numero Uno, hätte ein anderes vorläufiges Ergebnis gestanden.
Im zweiten Abschnitt war sich Weinrot nun sicher das Spiel im Griff zu haben. Die
Ü 100-Boys schienen müde und Traktor war dank den Treffern endlich wach. Und
es herrschte eine Zeit lang endlich Ruhe. Das Gequatsche verflüchtigte sich jetzt
auf Gegners Seite, die waren mit sich selbst beschäftigt. Doch merkwürdiger Weise
entglitten Weinroten Konzentration, Wille und Gewissheit, zogen hinüber zu den
Hunnies und schlossen sich diesen an (Gequatsche wurde zu gleichen Hälften
aufgeteilt). Die, meistens mit dem Versuch durch Doppelpässe die Defensive
aufzuweichen, desöfteren erfolgreich, weil der Puffer zum direkten Gegenspieler zu
groß. Und spätestens jetzt war Det The Threat der alles überragende Mann auf
dem Platz. Skandierte immer wieder „Wir wollen hier gewinnen!“, strahlte Ruhe
aus und hielt unfassbare Bälle (auf der Tastatur finden sich keine Buchstaben die
seine Leistung zu beschreiben in der Lage wären, deshalb bleibt es zunächst
dabei). Den 2:2-Ausgleich jedoch konnte auch dieser Typ nicht verhindern, denn
dieser ging auf die Kappe von seinen Vordermännern, beide Male
Zweikampfverlust. Der erste Treffer ereignete sich nach einem verlorenen
Kopfball-Duell in der Zone. 2:1. Zweiter Treffer durch One-on-One-Lost und
anschließendem Sololauf. Antworten auf Traktor-Seiten waren wenige, bisweilen
nur stammelndes. NoobyKid, KunAli und Hurricane mit den Möglichkeiten, aber
auch ihnen fehlte die Konsequenz. Und immer wieder die Gäste. Die verzweifelten
am gegnerischen Keeper. Der hielt bestimmt ein halbes Dutzend
hundertprozentige, strahlte noch immer Siegeswillen aus und sechs Minuten vor
Schluss übertrug sich dieser auf den Capitano. Cuba Libro! Der Mann brachte jetzt
einen seiner gefürchteten Vorstöße, auf der rechten Seite unterwegs, aus vollem
Lauf mit rechts abgezogen, Ziel – das lange linke Eck. Und tatsächlich drin!
Inmitten unbändiger Freude behält der den kühlen Kopf und appelliert an seine
Untertanen, „Weiter, weiter!“.
Irgendwann war dann auch Schluss. Mehr als glücklicher Sieg, den die andere Seite
verdient hatte. Ein unschönes und hitziges Spiel ging endlich zu Ende. Negativ-
Höhepunkt die vielen Diskussionen zwischen den Akteuren beider Truppen, bedingt
durch ein Spiel auf Messers Schneide. Nach Abpfiff und Schweißvertreibung
beruhigte Gemüter. Kurze, klare Aussprachen. Handshakes. Und die Ankündigung
für das baldige Rückspiel sportlicher miteinander umzugehen. Dem Charakter
beider Mannschaften entsprechender.
Capitano, Fassmacher und vor allem Det The Threat (Jahrhundert-Rückrunde!)
erwähnenswert. Dickes Sorry von Zonk an Hurricane, weil, schlechte Entscheidung.
Aber Zonk mit besten WM-Tipps greift nach der Kohle, dann is n Burga für Dich
fällig!

06.06.2010 FF Friedenau 02 vs. Traktor Boxhagen II 1:4 (1:0)

Die in den vergangenen Tagen abgegebenen Leistungen im Bereich der Sportwelt

waren zum Teil unwahrscheinlich große und unterhaltsame und als Zuschauer und
Liebhaber solcher Ereignisse kommt man nicht umhin, mit erfüllter Gesichtsmaskerade
rückblickend darüber zu sinnieren, dabei am Hintern kratzend, auch mal laut vor sich
hin ein „Hah – Wahnsinn!“ fallen zu lassen, das es unbeteiligt umher schwirrende die
Verwunderung auf die Stirn zeichnet: Francesca Schiavone kämpft sich auf
beeindruckende Art und Weise zum French-Open-Sieg. Ray Allen kloppt acht (!) Dreier
im zweiten Spiel der NBA-Finals in die Eimer der favorisierten Lakers. Yatzy- und Uno-
Gott Zonk setzt ein Zeichen und zerlegt alles („Glück, kann man sich also erarbeiten…“).
Hah – Wahnsinn!
Jetzt stellen Sie sich doch bitte vor, Sie hätten das alles nicht an der Mattscheibe
miterlebt. Was für Gründe könnten Sie vor bringen? Job? Familie? Augenlicht nicht?
Nein. Einzig das Wetter treibt den Stubenbuben aus seiner Gesäßlagune. Im heutigen
Fall jedoch auch ein angesetztes Kleinfeld-Fußball-Match im bekannten und beliebten
Vorarlberger Damm, beinahe Heimplatz der Gäste. Angesprochenes Wetter zeigte sich
(vermutlich) jedoch auch dafür verantwortlich, dass ein Spiel der Marke groß und
unterhaltsam nicht zustande kommen wollte. Es war heiß. Unfassbar sogar. Manch einer
spricht lieber von „ungewohnt“. Ein ewiger Winter berechtigt zu dieser Aussage.
Die Friedenauer hatten gerade mal einen Wechsler am Start, während die Zwoote
schöner Weise beinahe komplett anwesend war. Drei taufrische auf der langen. Zudem
zauberte der Garrincha eine Überraschung aus dem Hut: Capitano am heutigen Tage
Kun Ali. Es sei vorab erwähnt, der machte seine Sache prima und die Verantwortung
stand ihm gut.
Kommen wir zu den identischen Taktikvorstellungen beider Mannschaften: Schön
verhalten und defensiv gut gestanden beginnen, um die Schwachköppe gegenüber aus
zu kontern. Können wirklich beide Teams so auftreten wollen? Denkste! Im Verlauf der
ersten Halbzeit zeichnete sich recht bald ab, dass es wohl die Weinroten treffen würde
das Spiel weitest gehend zu gestalten, wenn gleich dieses Unterfangen ein schwieriges
war. Friedenau stand ganz gut, beschränkte sich offensiv jedoch darauf hohe Bälle in
den Strafraum zu bringen, mit denen der Keeper (Det The Threat) und seine Vorderleute
(Candy, сто грамм, Rapha, Wuppertaler) keine große Mühe hatten. Erwähnte
Spielgestaltung: Die Boys vorne (Kun Ali, Weddinger, Siebzehner, NoobyKid, Vater)
versuchten vieles, doch die Abspiele nahmen ungenaue Züge an. Ein misslungenes
dieser Art in der Abwehr-Mitte leitete eine Möglichkeit der Gastgeber ein. Nach
abgefangenem Ball, in Richtung Numero Uno sausen, langes Eck erspähen und
erwählen und den Führungstreffer erzielen. 1:0 leicht gemacht. Doch ein wenig
überraschende Führung nach ca. einer halben Stunde. Aber das scheinen die Jungs zu
brauchen. Nennenswerte Gästechancen: Capitano Kun Ali mit Links- Rechtsschwäche,
der Tunnel-Versuch durch eine Mauer. Candy aus Halbdistanz von linker Seite an
rauschend auf den langen Pfosten gebrettert. Vater mit Langdistanz-Kracher ans
Gebälk. Dennoch – treffendste Aussage zum bisher gezeigten: „Keene Freude“. Ballsport
ohne Zuguckpotential. Das Wetter war zu Beginn dieses Gekrakels ein Thema. Vor allem
aber das Spiel über. Die Akteure kamen gar nicht damit klar und frohlockten mit
Verschnaufpausen. Die Sonne hatte sich übelst viel vorgenommen, kam raus, zog die
Energien der Spieler an sich, die als Solarzellen fungierten. Halbzeit. Was folgte war eine
ausgedehnte Kabinenandacht des Garrincha, der das Spiel zu lesen, zu erklären und zu
verändern im Stande ist.
Wiederanpfiff. Sonne. Heiß. Kun Ali weilt seines Amtes. 1:1. Nachdem der gewohnt
starke Rapha die Pille irgendwie zwischen Kasten und Kopp bringt, nickt der
Auserwählte ein. Wenig später dann die Stunde des Wuppertalers, der beim ersten
Versuch auf konventionelle Art scheitert um in direkter Folge den Hacken als letzte
Instanz zum Einsatz zu bringen. Kurios und famos – 1:2. Die Heimmannschaft zeigte
Anzeichen von Müdigkeit, doch immer wieder schöpfte einer irgendwas von seinen
Energiereserven ab, um durch die Abwehr zu brechen. Wenn es an einem oder sogar
mal an zweien vorbei ging, haperte es immer gegen einen dritten oder den Keeper. Das
machte Traktor doch ganz gut. Beide Mannschaften kämpften jetzt noch mal was der
Körper her gab. Das bessere Ende jedoch sicherte sich der Boxhagener Club. Das 1:3
durch den eingeflogenen Vater machte im Grunde alles klar. Man konnte es sich leisten
beste Gelegenheiten aus zu lassen. Wirklich aller beste. Kurz vor Abpfiff griff sich dann
der Weddinger (ElektroGhetto) den Ball an der Eckfahne und umkurvte dann im
Strafraum die Gegner a la Tomba La Bomba um das 1:4 zu besorgen. Abfiff. Sonne.
Nun, kein schönes Spiel. Weder groß, noch unterhaltsam. Ein schöner Sieg aber allemal.
Zudem hoch verdient, denn das Spiel dominierte (vor allem 2. Halbzeit) der Gast. Direkt
danach stand Söderling vs. Nadal auf dem Plan. Weniger spannend als erwartet. Im
Gegensatz zur parallel statt findenden Yatzy-Party! Da ging’s richtig ab. Lecker Gebäck
und angepisste Nachbarn!

 

19.05.2010 Traktor Boxhagen II vs. BFC Eichkamp 3:4 (0:1)

Der ungeschlagene Tabellenführer zu Gast im Hauffgrund. Ein Gastgeber mit
aufsteigender Formkurve. Eine Chefin die sich als Miststück erweist. Der Spielbericht
daher ein Mundpropaganda-Erzeugnis. Soweit die Fakten. Das Spiel war wesentlich
reicher.
Die Eichkämper begannen erwartungsgemäß druckvoll und nahmen das Spiel unter ihre
Fittiche („So, jetzt mach da ma!“), spielten sich von Anfang an nette Möglichkeiten
heraus, doch das Spiel wollte noch nicht so ganz, weshalb deren Chancen in der Regel
abgeblockt oder vom Keeper gehalten wurden. Nach und nach fand sich ein Spiel auch
für die Weinroten, die sich ihrer Stärken besannen und defensiv effizienter agierten. Gut
eingestellt die Jungs, nicht nur vom Garrincha, heute scheinbar auch von Haus aus.
Probierten es jedoch zunächst mit hohen Bällen, was sich als wenig Erfolg versprechend
heraus stellte. Offensiv wurde in der Folge daher anders agiert, wobei die ein oder
andere Möglichkeit heraus sprang. Doch offensiv weiterhin Eichkamp gefährlicher. Nicht
minder in diesem Sinne die Defensive von Traktor, die alle Bälle abfing wie Brondnbürg
Rejenwassa. Doch just bei der Praktizierung dieser Rollenverteilung ereignete sich der
Führungstreffer der Gäste. Die mit der Pille in der Vorwärtsbewegung, obligatorisch
sammelt der Heimtrupp diese auf, versucht sich seinerseits im Vorwärtsspiel, Eichkamp
rächt sich für vorher gehende Ballverluste, klassisch ausgespielt wird der Ball
eingeschoben. 0:1. Angesprochene Rollenverteilung – die machten das Spiel und waren
auch überlegen, während der Boxhagener Club dagegen zu halten suchte, dabei
läuferisch und defensiv auf gehobenem Niveau. Die Taktik ging also auf und machte
dem BFC das Leben schwer, wie Arthur Doug und Carrie.
In den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff ging’s ab! Was war passiert? Unfassbare
2:1 Führung! Wie ist das passiert? Tja, so recht weiß das niemand, aber die Kinder auf
den Straßen erzählten sich folgendes. Capitano J., seit jeher nicht nur Feingeist sondern
auch Feinfuß, nahm sich den Beckenbauer-Stil mit dem Außenteil vor (wahrscheinlich
schon morgens nach dem Aufstehen), suchte irgendwen und niemand anderes und fand
einzig den Ausgleich der durch zig Beine kullerte ins lange Eck. BFC-Keeper wohl mit
schlechter Sicht. Tor der Marke Weltklasse! Alles andere würde dem nicht gerecht. Also
1:1. Noch so ein Pferd im Traktor-Stall? Der Große! Galoppiert allein dem Torwächter
entgegen, der Schuss erfolgt, Torwächter noch n‘ bissel dran, Schuss zu stramm. 2:1
und ein ergreifendes Wiehern allerorts. Tragisch aber wahr. 2:2 – nur ganz knapp
danach. Auch in Halbzeit II zwei taktisch starke Mannschaften auf beiden Seiten des
Feldes. Die Überlegenheit der BFCler lässt sich dennoch nicht verschleiern. Der Ball ging
bei denen rum wie Spritzen auf den Straßen. Wir preschen im Spiel vor zu Minute 84.
Schildkröte eröffnet durch Pass über die Mitte dem Großen die Möglichkeit, der bei der
Überwindung des Spielstandes scheitert, doch dafür stand da ja noch der starke Sterni,
ehemaliger Vertragsspieler und Lieblingsmitschüler von der mit der Brille und den… na
ja, ihr wisst schon. Auf jeden Fall der an richtiger Stelle postiert, bringt die Pille aus über
spitzem Winkel links hinein. So ein Schlawina! 3:2. Der Hauffgrund flippt und der
Gemeinde geht einer ab wie bei Irina Palm. Der Held ging fünf Minuten zu früh vom Feld.
In Minute 86 findet sich derweil einer ungedeckt im Strafraum, steigt zum Kopfball hoch,
ermöglicht durch eine Flanke von außen. Das Ding sitzt. Es handelt sich dabei um einen
Spieler der Gäste. 3:3. Ärgerlich, weil vermeidbar. Sie sind wieder da und pushen jetzt
ohne Unterlass. Nicht unverdient, aber wie schon einst erwähnt, ärgerlich, fällt ein aller
letzter Treffer die Minute vor Schluss. 3:4. In der Mitte am Gegenspieler vorbei und dann
die ergebene Chance genutzt. Eichkamp spielt eine Saison a la Arsenal wie vor einigen
Jahren. Bis hierher. Traktor muss sich damit trösten den Primus der Liga an den Rand
einer Niederlage gebracht zu haben. Auch damit, dass scheinbar der spielerische
Charakter der Mannschaft an Form gewinnt. Wenn das auf lange Dauer auch mit der
Form des Charakters an sich klappt, sind die beiden in der Kombination ganz schwer zu
schlagen. Glückwünsche an einen verdienten Sieger. Die Spiele gegen Eichkamp
schrieben meist spektakuläre Geschichten. So auch heut.
Die weinroten Protagonisten: Capitano Janis / Det The Threat / KastenMicha / Rapha /
Schildkröte / Achim / Kun Ali. Besonderer Dank an: Großer / Sterni / Candy (Immer da für
die Zwoote der Mann! Spätestens am Ende der Saison wird da ’ne Pulle Rum und ’n Kilo
unverarbeitetes Hackfleisch fällig!)

14.05.2010 Traktor Boxhagen vs. CFB Hasenheide 2:1 (2:0)

„Ey, wat für’n geilet Spiel. 2:1 gegen die Hasen, Altah. Ey, ist dat geil.“ Zu
frühmorgendlicher Dämmerungszeit, zwei Bier und Rotwein killende Weinrote auf dem
Weg zurück in Ihr nördliches Ghetto, nach Tanzeinheit auf jeweils einem Knöchel in der
Schreiner („Die ist doch da beim Bersarin.“ „Du hast ja ma echt keine Ahnung!“
„…klingel mal bei Trosiner.“ „Ja, Mann. …Ich trau mich doch nicht.“), saßen diese beiden
Horste inna Schnellbahn. Der eine dicht. Der andere gut zu. Der erstere mit immer
wieder exerzierendem, „Ey, is dat geil…“ Der andere, mit nicht minderer Freude im
Gemüt, aber vom Eifer des Schrittbewohners malträtierter, schon mit der Faust geballt,
sich Folge richtige Fragen stellend. Wann? Wohin? Wie viele Zeugen sind zu tilgen?
Nach dem Ermessen künstlerischer Freiheit umgesetzte Einleitung um das unbändige
Wohlgefühl der aktuellsten Begegnung wieder zu geben. Der Nachhall des Duells wird
sicherlich alle beteiligten Traktoristen den restlichen Abend begleitet haben. Doch bis
hin zu diesem Wohlgefühl war es ein harter Kampf, dem werden alle beipflichten. Schon
die Begegnungen der Vorsaison beider Clubs waren in höchstem Maße umkämpft und
mit grinsendem Herzen anzuschauen. Vor Beginn der Partie, der der Garrincha nicht
beiwohnen konnte, hatte dieser feststellen müssen, heute ohne Wechsler. Die
Aufstellung ergab sich dadurch von selbst, wichtig nur noch die taktischen Vorgaben
seinerseits. Traktor musste sich personell bedingt darauf versteifen eine Mauer zu
errichten, um von der anderen Seite nicht überrollt zu werden, denn die hatten eine
Serie von fünf Spielen in Serie mitgebracht (darunter 8:3-Sieg vs. dem beliebtesten
Team der KF Bezirksliga 1! Hüstl…). Die Hasen hatten unter dessen das seitliche
Drahtkonstrukt in ihre Gewalt gebracht: „Die Hasenheide ist hier!“ Zugegeben – steiles
Plakat. Und so begann diese Partie. Die ersten Minuten war nicht viel los. Der Ball ging
rum wie Otto Pfister, vorsorglich in den hinteren Reihen. Die Hasen schauten erstmal,
wie auf Checkertour auf den Maientagen, was da geht und ließen den Heimtrupp
gewähren. Der Versuch die Abwehr mit kleinen Nadelstichen in Bedrängnis zu bringen
misslang zunächst, Traktor technisch gut. Defensive (Schildkröte, Captain, Achim) und
Offensive (Siebzehner, Matti 4cl, Kun Ali) plus Monsta Keepa (KastenM.), war viel
Disziplin am Start, standen recht tief und stramm. Zur Überraschung aller Anwesenden
ging Weinrot im ersten Sechstel der Partie mit 2:0 in Führung. Treffer: 4cl mit Sololauf
von Mitte bis Strafraum, dabei Gegenspieler abschüttelnd, aus Halbdistanz abgezogen
und der trudelt ins Eck. Und zudem ein Kuriosum durch die Schildkröte nach präziser
Kun Ali Flanke aufs Lange, der mit dem Kopftreffer-Versuch, rollt der Ball das kleine
Näschen hinunter, Nippel mitgenommen, ein vibrierendes -sssppprrrrr- und einen
Oberschenkel später folgte die Linienüberquerung. Der Gast jetzt restlos bedient,
verteilt Sprengstoff beladene Kötel auf dem Platz, dass diese bersten mögen. Erste
Wirkungstreffer zeigten sich in zwei Riesenchancen für die. Und auch sonst drückten die
jetzt und waren ambitioniert die Fäden des Spiels zu führen. Die weinrote Abwehr
zeichnete sich hierbei durch ihr Engagement aus, keinen Zweikampf her zu schenken.
Was der Captain, und seine beiden Außen Achim und Benitz-Hörnchen abknabberten
war aller Ehren wert. Spiel der Nager! Entlastung kam dank dem Entlaster for life. 4cl
war auf dem Platz überall zu finden. Vorne gesuchte er zu säen, dass die anderen die
Ernte einholen mögen. Hinten stand er seinen Mannen zur Seite, wenn es denn mal
nötig war. Und just in diesen Augenblicken zeichnete sich ein gleißender Schimmer um
seine Statur, die eine unheimliche Entwicklung offenbarte, obgleich man vor Monaten
dachte, diese sei abgeschlossen und er auf dem Höhepunkt, doch sein Körper gibt
Energien frei, die greifbar sind und die man sich nur allzu gern in eigene Taschen steckt.
4cl ist passe! Macht die Becher voll, der Durst ist groß, abgeschlossene Transformation
zu сто грамм. Nastrovje und Masseltov! Die folgenden Boxhagener Chancen sahen viel
versprechend aus, doch zählbares sprang dabei nicht heraus, obgleich Kun Ali (bei
Chelsea im Gespräch) allein drei Dinger hatte, u.a. Distanzschuss drüber und
Gebälkkracher. Meine Fresse, hat der eine Klebe! Der dritte im Bunde, der vorne
beeindruckte war der Siebzehner, der Fachpublikumsliebling, der das Fußball ABC bis
zum Z beherrscht, und auch Umlaute bereiten ihm keine Probleme. Auge,
Spielintelligenz, Laufwege, Phrasenschweinfloskeln – ein kompletter Spieler! Manko vor
der Pause, seine Mitspieler banden ihn zu selten ins Spielgeschehen mit ein. Weiteres
Manko, jetzt ganz viel Hasenheide auf dem Stenoblock, denen das Spiel nun gehörte.
Schon am Abnagen des Gebälks, beinahe die Sprengung jenes, nach dem eine
punktgenaue Flanke einen Grünen erreichte und der volley drauf hielt. Was für ein Teil!
Damit gemeint die Möglichkeit und der Boxenwächter! KastenMicha in unfassbarer
Form. Gedankt sei’s ihm, gebenedeit sei er unter den Spielern, denn die waren im
Gegensatz zum Geheiligten Hirn paralysiert und beschäftigten sich lieber damit verbaler
Entgleisungen nachzugehen. Das hätte böse aufs Halbzeitresultat abfärben können,
denn die Warriorz Of Grün waren brandgefährlich und hätten zwei Dinger machen
müssen. Glück und Keeper wegen nur gefühltes Remis.
Hitzige, vom Unkonstruktivismus geleitete violette Weinrot-Schädel bedürfen nun einer
Abkühlung und ehrlicher, akklimatisierender Gedankengänge und Eingeständnisse.
Rege Kabinenandacht. Weite, wache Augen erspähten sich und beschwörten einen
Geist, der die kommenden 45+1 Minuten zu etwas Großem machen sollte.
Doch zunächst… Hasensturmlauf. Hoch motivierte Klopfer auf dem Wege einen
verdienten Treffer zu vermelden. Die Grünen. Sie drückten und dominierten und legten
nochmals ordentlich zu. Entlastung durch Distanzschüsschen von Kun Ali und сто грамм.
Zudem Kopfablage von Schildkröte auf сто грамм. Nüx! In der Folge zwei dicke
Gastchancen, die die Eins hielt. Das war ne ganz knappe Kiste da. Kun Ali in Mailman-
Manier mit dem Paket-Versand, knapp an die falsche Adresse, nämlich zum starken
Gäste-Keeper, der im Grunde alles griff was greifbar war. Genauso wie Distanzschüsse
vom Captain und mitgereister Hinterer. Huch!? De ja Vu. Hasen-Volley again!
KastenMicha erlangt Heiligenstatus, Numero Uno IV. Legendär auch seine Hoden-Parade
(„Ich bin ein taubes Nüsschen, YEAH!“), selbst Johnny Knoxvilles Hoden hätten diesen
Schuss nicht abgewehrt und die sehen sich regelmäßig mit Gegenständen mit hoher
Geschwindigkeit konfrontiert (Billardkugel!!!). Dieses gelbe Leibchen mit der fetten 1
scheint etwas magisches an sich zu haben. An der Seitenlinie, neben Edel-Fan Maynard,
der die WM 2010 erst möglich macht, auch DIE Eins der Saison am Glotzen, der das
Ding beschworen und mitgebracht hatte. „Ick steh hier mit kaputtem Fingerchen und
der hält wie ein Teufel!“ Es schwangen einzig Freude und Begeisterung mit. Spiel: Der
smarte Siebzehner ging außen entlang, schüttelt den Verteidiger ab wie Putz von der
Decke und bedient сто грамм vor dem Tor so gut, dass es ihn schockt und der Ball
unplatziert platziert in der Mitte landet. Traktor Boxhagen jetzt mit imponierender
Leistung, denn sie kontrollierten jetzt das Geschehen für den Moment. Sieben Spieler,
fokussierter noch als Shaolin Mönche auf Schwert und Reis. Die Welt war ganz, ganz
klein in diesem Augenblick. Was lange nach Anschlusstreffer aussah fühlte sich nun
mehr nach Spielentscheidung an. Belege: Passspiel, eingeleitet vom heute glanzvollen
Achim, hinten links, Empfänger Kun Ali in der Mitte, der weiter in den Lauf auf den auf
der rechten Seite stürmenden Siebzehner, Außennetz erwischt. Schade. Aber was für
ein Spielzug, diagonal über das gesamte Feld, mit zwei Anspielstationen. Und das Ding
wurde drei Minuten abermals vollzogen. In diesem Fall war der Hasenbau-Wächter nicht
zu überwinden, genauso wie bei einer Kun Ali Möglichkeit. Dieser mit der Möhren-Finte,
Hase auf der Stelle, vernascht Möhre, Kun Ali vernascht Hase, der Kreislauf des Lebens.
Daraus resultierend die erwähnte Möglichkeit. Unfassbar, der muss rein! Derweil
bäumte sich der Gegner für eine letzte Sturmperiode auf. Doch der Captain drischte
alles auf den Pluto, zwar längst kein Planet mehr, dafür schön weit weg. Die Schildkröte
hielt ihren geschwollenen Knöchel dort hin, wo’s weh tut. Achim lieferte sich auf der
linken Seite ein Privatduell mit deren Top-Stürmer und beeindruckte, mit Kampfkraft auf
Son Goku-Level. Beste Zweikampfwerte auf dem Platz. Nach dem KastenMicha alles
hielt, musste er in Minute 89 dann doch hinter sich fassen. Big King XXL-Finte vom
Hasen (Kreislauf des Lebens REMIX!), dieser bricht durch und befindet sich im
Prärieraum der Torumgebung, nun frei as hell! 2:1. Mehr als verdient. Zwei Minuten
noch zu spielen und die gaben einfach nicht auf und versuchten es noch zwei Mal.
Schluss. Aus. Vorbei. Ein sensationelles Spiel geht zu Ende.
Der Auftritt beider Mannschaften war beeindruckend. Es wurde hart gekämpft, einiges
gefoult, aber es bewegte sich im Rahmen, Fairness allerorten. Die Zwoote von Traktor
kann stolz sein auf das Geleistete. Die Entdeckung der letzten Spiele, der Siebzehner.
Der Derwisch des Spiels und Rückhalt der Mannschaft, der Keeper. Der X-Faktor für den
Sieg, сто грамм. Matti Allmächtig! Die Gäste aus der Hasenheide mussten trotz großem
Spiels einen kleinen Rückschlag hinnehmen, zeigten sich dennoch von ihrer
bekanntermaßen sportlichen Seite. Ein Verein mit Vorbildfunktion in der Liga. Und im
Übrigen Aufstiegskandidat für die kommende Spielzeit! Der Schreiber predigte schon
vor zwei Jahren, „Die sind groß.“ So ist das. Das Rückspiel findet demnächst statt und
auch dort wird großer Sport geboten werden. Und auch das ist so.

 

09.05.09 Reinickendorfer Fußball Amateure – Traktor II 15:1 (8:0)

 

02.05.2010 Cosmos United – Traktor Boxhagen II 2:7 (1:2)

Das all umfassende Geräusch des heutigen Tages fand sich in einem dumpf krachenden
* KLONG * am Aluminium der Gäste, dem Nachhall dieses Knalls folgt in der Regel ein
weitläufiges, für den Umkreis gleich zu vernehmendes „OOOAAHH!“. ‚Da is wat
passiert‘, die Info dessen und zudem eine Überbringung der Feststellung an zwei
Parteien. Für die eine bedeutet diese, Verzweiflung, die andere bedankt sich Richtung
Himmel glotzend für, Erleichterung. Das Tor. Diese Vorrichtung zur Orientierung für
Sportler, hinter dessen Linie das Gebiet der Begierde liegt, diese besondere Zone des
Spielfeldes, stellt ein wesentliches Merkmal unseres Sports dar und es zu erreichen ist
sein bedeutendes Ziel. Zum Kasten jedoch gehören nicht nur Netz und Ziel, darum
herum lebt das sogenannte Gebälk. Ob Feind oder Freund liegt allein an ihm. Es ist ein
launisches Wesen. Die Zwoote, zu Gast in Lichterfelde bei Cosmos United, spielte heute
mit einem mehr. Dem Tor. Oder besser: dem Gebälk. Ein Freund?
Lassen Sie uns einsteigen in dieses recht merkwürdige, Sinn zerreißende Spiel. Kurz
nach dem Anpfiff fing AliBanani einen Cosmos-Pass ab und stürmte gen Torraumszene,
dort vor dem Keeper angekommen wurde er den Schuss nicht so richtig los und dieser
landete in beschuhte Hände. Erste Minute. Ansonsten war die Anfangsphase eine
verlorene. Wirr, konfus und unnötig wie der Schuh des Manitu. Der weinrote Anhang
empfand das gezeigte als Anwesenheitsexerzierung und war mit Kopf schütteln und
Augenbrauen verdrehen beschäftigt. Es gab zwar eine Aufstellung, zum Glück auch
wieder mit Captain J., diese schien jedoch lange Zeit niemandem klar, inklusive einigen
Spielern. So lud man durch schlechtes Stellungsspiel den Gastgeber zum Chancen
sammeln ein. Und eine von denen machten die dann auch alsbald, was das 1:0
bedeutete. Mit Pässen bis vor den Kasten und dann eingeschoben. Auch danach
weiterhin gefährlich, Gebälk, oder auch Pfosten-links-Pfosten-rechts-Combo, Traktor-
Keeper, alles rettetet den niedrigen Rückstand. Es kam zu einer strittigen Situation im
Sechzehner, Cosmos wollte den Strafstoß, Traktor nicht, man einigte sich auf Abstoß,
lange Diskussionen blieben nicht, der Cosmos Clan fair. Da das ganze unwirsch blieb,
entschloss sich der Coach für einen Doppelwechsel. Es kamen Schildkröte für hinten und
Matti „4cl“ für vorn und diese beiden gaben dem Spiel Substanz (auch etwas
kulinarisches… lecker). Das ganze beruhigte sich kurzzeitig und Candy fand Zeit aufs
Tor zu dreschen, der Abpraller landetet beim angesprochenen 4cl und der nahm einen
kräftigen Schluck nach dem prosten, leider verschluckt. Dieser Möglichkeit schloss sich
eine vollendete an, der Ausgleich. 4cl mit dem klugen Pass in den Lauf der Schildkröte,
die sich auf der linken Außenbahn nach vorne tankte und präzise auf Luzis Papa, dem
Schenk, in die Mitte flankte und der mit leichtem Spiel. 1:1. Dann wieder
KatzenFratzeMatze, 4cl, diesmal in hökschter Bedrängnis mit dem Pass auf den
Siebzehner, der mit dem Schüsschen, Torwart hellwach. Jetzt mal eine Phase durch
Weinrot bedingt, 4cl zeigte sich wesentlich dafür verantwortlich, leitete gleich das
nächste Ding ein mit einem Pass auf Candy, der direkt auf Siebzehner und die nächste
Chance. Das 1:2 geschah nach einem abgewehrten Monsta-Schuss von 4cl, die
Schildkröte erwachte, rannte dem Ding entgegen und entsann sich erlangter
Souveränität. Der Cosmos Club schickte sich an eine kleine Drangperiode einzuleiten,
dies geschah mit einer beeindruckend hochprozentigen Möglichkeit, beeindruckender
jedoch die Fähigkeiten von Det The Threat, der seinerseits hochprozentig hielt. Auch
heute wieder ein Rückhalt der Mannschaft, zudem verbal in der Lage zu pushen.
Arschtritte haben hier einige nötig! Die letzten beiden Situationen dieser Hälfte waren
eine Riesenchance für Candy vor dem Keeper, da dann drüber, und zuvor ein
Lattenkracher (!) der Heimmannschaft, der das anschließende einleitete. Ein „Kurva“
folgte dem nächsten. Das Gebälk. Was für ein Miststück, wird sich drüben der ein oder
andere gedacht haben. Sie vermögen nicht zu erahnen wie sehr.
Der Halbzeitplausch war ausgedehnt und lebendig, der Garrincha hatte einiges zu
erörtern. Geschlossener Kreis. Hoffentlich hören da auch wirklich alle zu, mag man sich
gedacht haben.
Es war einiges gespielt, da zeigten sich AliBanani und Candy positiv im Zusammenspiel,
was dem 1:3 entsprach. Der Vorbereiter mit Übersicht auf den Schützen, der clever
gegen die Laufrichtung des Torwächters, Candy mit seinem ersten Treffer heute.
Danach kam AliBanani auf der linken Seite zum Schuss, doch er scheiterte knapp am
langen. In der Defensive ereignete sich hingegen ein Ballverlust der Marke „Mops“,
Cosmos Stürmer allein zu Haus, Keeper schon auf dem Boden, der versuchts da vorbei,
doch dem Einser gelingt das unfassbare, der Griff nach der Pille. Da war einer ganz
dankbar für. Schweißperlen der Sorten zweierlei rannen den Mannen von dannen.
Traktor in der Vorwärtsbewegung. Siebzehner in der Mitte mit Pirouette, Schuss,
daneben. Es geschah das 1:4 durch den Candy Man, dieses wunderschön durch einen
Distanzschuss mit der Pike! Was soll man machen, the candy man can. Die Antwort von
Cosmos ein starker Kopfball als Chance verbucht. Direkt danach das 2:4 ins lange Eck.
Ball von Tormann spät gesehen, weil dieser etliche Beine passierte. Nix zu packen.
Cosmos jetzt geil auf Dramatik, also das Teil mal an die Latte gehämmert. 20 Sekunden
später, weils so geil ist, nochmal an die Latte, diesmal der Boxenwächter noch mit dem
Ringfinger (der heute ganz besonders wichtig) dran und tschö. Und einmal Pfosten
wollten die jetzt auch nochmal, muss ja alles seine Ordnung haben. Und dieses Dröhnen
des Gebälks will nun nicht mehr weichen. Dieser aufschreckende Klang, unfassbar
welche Präsenz dieser heute hatte, ganz so, als schienen am gestrigen Tage nicht
genug Schädel dem Schlagstock erlegen. Ungespaltene Schädel? So geht das ja nu nich!
Zu Beginn war von Verzweiflung und Erleichterung die Rede. Den Erleichternden
konnten die Verzweifelten beinahe Leid tun. Ein Hauch des Gespürs für Verzweiflung
begleitete den Gast bei diesem Gedanken. Zu alledem folgte das 2:5. Ironie. Auch so ein
Miststück! KastenMicha trat hier als Vorbereiter in Erscheinung, wieder von Außen in die
Mitte, da sitzt 4cl, macht Yoga und weiß was zu tun ist. Dann noch eine Möglichkeit
durch den torgefährlichen, starken Siebzehner und der knapp AM Querbalken vorbei.
Dann blökte einer von draußen, „Ey, Matze, Altah, Du hast heute zwei Dinger
versprochen. Ey, guck doch, wir sind zu zweit hier!“ Na gut, denkt der sich, Versprechen
sind keine Gesetze und sollen nicht gebrochen werden, krallt sich das Ei, plagt sich
übers halbe Spielfeld, um dann mit seinem linken Mähdrescher Maulwürfe und das Grün
zu strecken. 2:6. Zwei Möglichkeiten gab es zu guter Letzt noch. KastenMicha auf den
Siebzehner, der verdaddelt das Teil vor dem Tor. Dann Candy auf die Schildkröte und
der FREI wie O. J. Simpson mal war (Der soll nen ziemlich guten Anwalt gehabt haben,
dat wär doch wat…), ganz leicht . 2:7. Endstand.
In der Summe ein mehr als schmeichelhafter Sieg für die Gäste. Wenn man bedenkt wie
oft das Gebälk deren Chancen fraß. Nicht mal Schweini hat so eine Alu-Quote und der
schreibt damit grad Geschichte! Pfosten United (Quelle: Großer.), keineswegs
disrespektierlich gemeint, mit so viel Pech, dass dem Schwefel das Gewissen kam. Der
Endstand verwässert das Geschehene. Der Gast mit relativ viel Glück. Nichtsdestotrotz
ein sehr schöner Sonntag. Genau das richtige um das Hähnchenhaus zu belagern.
Mmhhh, Haut…
Abschließend eine Danksagung. Diese gilt, wie vielleicht zu vermuten wäre, jedoch nicht
dem Gebälk, denn es ist ein sprunghaftes Vieh, ein Denunziant, wenn man so will. Auch
nicht 4 cl und seinen Kumpanen aus der Ersten, ohne die es momentan schwer ist. Und
in erster Linie auch nicht dem Torhüter, aber wiederum dann doch. Der heutige Dank
geht einzig an: Anne. Dank für die Freistellung der Numero Uno, denn ohne den wärs
heut nicht gegangen. Dank für die Opferung von Zeit für Familienidylle, um ein Kollektiv,
das immer wiederkehrende Schweißung benötigt, zu stützen. Wir verbeugen uns in aller
Ehrerbietung und grüßen recht herzlich. Winke, Winke.

 

25.04.10 Mariendorfer SV vs. Traktor Boxhagen II 3:1 (0:1)

Inmitten idyllischer Naturkulisse, Volkspark Mariendorf, befindet sich die Gras-Stätte des
Gastgebers. So beeindruckend schön ist es dort. Auf den Baumwipfeln tanzen
Eichhörnchen Lambada, in den Wolken singen die Vögel die „Böhmische Rhapsodie“ und
zu Wasser fideln Schwäne Bach, den See hinunter gleitend, auf aus ausgestopften
Erpeln bebauten Flößen. Einzig Schildkröten müssen missen dem Eifern des
Freiheitstriebes, der Staatsgewalt irgendwie trotzend („Macht euern scheiß Krieg doch
alleine!“) Da fehlt was
Die Mariendorfer Truppe zahlenmäßig großzügig ausgestattet, bei der gleißenden
Mittagssonne (Sie lesen richtig) auch bitter nötig. Hingegen die Zwoote vom SVTB, der
Gast, diesem Naturphänomen ungebührend gegenüber stehend, mit einem Wechsler
am Start (Drei von acht aus anderen Abteilungen! Meine Herren…) – Nichts soll
beschönigt werden! Auch Einstellung ist eine Waffe. Heute nur bedingt genutzt.
Bekanntermaßen dieses Wochenende keines von Weinrot.
Zu Berichten gibt es aller Hand nicht. Die ersten 45 Minuten endeten mit einem null
eins. Dieser Treffer, ein sehr schön heraus gespielter: Xavi-Pass vom guten Siebzehner
in die Lücke, direkt in den Lauf von Piwi Da Nooby Kid und der in Richtung Torwart
trollend, komplett korrekt agierend, diesen clever überwindend, erster Liga-Treffer. Na
also! Etwaige Folgechancen der Traktoristen blieben ungenutzt. Dem Keeper war es zu
verdanken, dass ein Gästetreffer zunächst ausblieb. Die Gastgeber drückten ein wenig,
Inkonsequenz blieb bisher aber deren Schwäche. Das Gastspiel zeichnete sich zeitweise
durch zu wenig Bewegung in der Offensive und zahlreiche Fehlpässe aus.
Alleingangversuche durch die Mitte wurden mit Ballverlust bestraft, Flügelwechsel
fanden kaum statt, und wenn, dann viele Turnover. Die Hinteren hatten ordentlich zu
tun. Candy in der Mitte, der wohl beste Feldspieler der Zwaiten, räumte alles ab wie
„Das weiße Band“ und tat auch noch viel nach vorne. Ihm zur Seite standen ein gewohnt
zweikampfstarker Rapha und der quirlige KastenMicha. Dieser Verweis eben soll jedoch
nicht davon ablenken, dass die GESAMTleistung nicht ausreichend war. Halbzeitpfiff.
WASSER! JETZT!
Schnell nochma rinn da, versuchen konstruktiv zu analysieren und die Marschroute
ausrichten. Beim freiheitlichen Wiedererscheinen wurden jedoch gleich zwei Dinge
vergessen. Sonnencreme und Konzentration! Der verdiente Ausgleichstreffer fiel, weil
ALLE pennten! Und von nun an wurde es gefährlicher, denn Siegeswillen machte sich
bei denen breit. Die feuerten oftmals von draußen, meist kein Problem für den Wächter
des Standes, spielten sich aber auch mal bis in Tornähe heran, was den Keeper als
besten Boxhagener zur Folge hatte. Det The Threat zeigte schier unglaubliche Reflexe,
ein Teufelskerl. Nun ging es in entgegen gesetzte Wege und dort stand auch einer
zwischen den Balken, der kein schlechter war. Momentum der Torwächter. Die Chancen
für die Gäste vor allem durch Distanz-Geschosse von Candy, knapp am Winkel und sonst
wo vorbei rauschend. Desöfteren auch AliBanani, teils sehr hochprozentig. Traumschuss
aus rechter Distanz am linken Kreuz vorbei, One on One Situation verdaddelt,
Pfostenbussi – alles dabei. Auch Verzweiflung. Da Nooby Kid und Siebzehner auch mal,
doch wollte so recht nichts gelingen. Zum Ende des Spiels viele Alleingänge, wenig
Bewegung und Passspiele, teils so lächerlich wie der Grimme für die heute-Show.
Mensch, die Außen, wieder nicht mit ins Boot geholt. Ein gewillter Rolando harrte auf
weiter Flur aus, Arm gen Himmel richtend, begleitet vom Zirpen der Grillen. Nun ja, die
Kräfte schwanden merklich und so blieb es dank zweier Gastpresente nicht beim Remis.
Hoch in den Strafraum, Abwehr mit Sekundenschlaf, zwei eins. Auftritt gleich dem Sibel
Kekillis bei Lola-Übergabe… irgendwie wirr („Gebt mir Arbeit!“). Möglichkeiten zum
Ausgleich vorhanden, verstrichen aber und gingen von dannen. Kurz vor Abpfiff, drei
eins. Asemie! Drei Abwehrspieler attackieren den Ballführenden, ein Gelber schlägt im
„Sechzehner“ sein Picknick auf, jetzt mit Ball am Fuß und Marmorkuchen in der Hand
macht der die Bude. Nix zu halten.
Bittere Niederlage die ärgerlich stimmt. Verdienter Erfolg für den Sportverein aus dem
schönen Süden, die sich doch die etwas besseren Chancen erspielten. Sonderlob geht
abermals an den Torhüter, bester Mann heute. Der Coach, wie immer mit Herz bei der
Sache, zu Recht enttäuscht. Jungs, da ist Wiedergutmachung angesagt!
Dem Tag schien heute dennoch bedeutenderes, so fuhr er lachend fort. Was bleibt ist
ein Besuch bei Eis-Henning und ein unbeteiligtes Verweilen, mit anschließendem
Glatzenbrand, in der Ecke des schönen Mariendorfer Grüns. Sechs. Setzen. Vorrangiges
Kleidungsstück, politträchtiges „FREE Thomas B.“ Shirt. Treffpunkt: Sonnenuntergang,
Westseite, vor dem schwedischen Vorhang, im Schlepptau Parolen und Molotow-Biere.
Die Worte dieses Sonntages: Flotter Otto – Nagelbettentzündung – Kettenzahnrad –
Quantenphysiker – Bauchspeicheldrüse – Koboldmakihintern. Ali vernichtet. Baumelt am
Galgen. Mission complete.
Ah so: Rege Trainingsbeteiligung am Mittwoch wird VORAUSGESETZT!

12.04.10 Traktor Boxhagen II vs. Malen nach Zahlen 11:0 (4:0)

Grad in den eigenen vier Wänden angekommen, den zwei natürlichsten Trieben des
Menschen folgend: Cornflakes und Fernsehen. [„Drugs and alcohol have ruined my
life!!!“] Is okee… So rum zappend bei EuroSport gelandet, im Champions Club, Petrics
Tor in der Endlosschleife gaffend und sabbernd verfolgt – Fehler in der Matrix – das Hirn
(den Rest davon) hochgefahren und in Erinnerungen schwelgend, dabei, ein vor kurzem
zu Ende gegangenes Kleinfeld-Fußball-Spiel zu erträumen. Es möchte so recht nicht
gelingen. Die Komplexität der Geschehnisse martern. Zwei Dinge sind nach diesem
Abend Glas klar: Traktorhauptrollzeit ist der Frühjahr und LeMonde ist keine
Fußballfachzeitschrift! (…Schläge werden auf beiden Wangen entgegengenommen.
Danke.)
Die Protagonisten des Montagabend-Spiels (des einzig Wahren!): Det The Threat
(Kasten!), „Zwiebelmett“ Candy (bonusprops), Schildkröte (Libero), KastenMicha, Matti
„4cl“ (bonus-props), AliBanani, Ahmlet der Rächer, Piwi Da NoobyKid, Yessi der Pali (der
Ex von Bullock?) und als Gast, ein Trupp der Aufrechten, der ZahlenMalerClan. Dem
Keeper von Traktor gebührt heute der aller größte Dank. Sich im Aufbautraining
befindend, zu diesem Zwecke anwesend, sprang er selbstlos in provisorische Torhüter-
Kleidung. Draußen fragten die Massen verwundert, „Mensch, brauchst du denn keine
Schienbeinschoner.“ Seine Antwort lappidarisch, „Nö, brauch ich nicht.“ Und sie fragten
weiter, „Mensch, hast du deine Kontaktlinsen nicht dabei?“ Und wieder, „Nö, brauch ich
nicht.“ Und die anderen abermals, „Mensch, du hast ja gar keine Hose an. So gar nicht!“
Und er schlussendlich, „Nö, brauch ich nicht.“ Der Fußball braucht nicht immer große
Worte, doch große Taten sind ihm ein Muss. Sonderapplaus. Den gab es auch für den
Garrincha, der Coach der Heimmannschaft überraschte, wie Sie sehen können, bei der
Zusammenstellung der Akteure. Für NixBlicker irgendwie HUÄÄH!? für den andern
* MONEY *
Angepfiffen zu Freizeitfußball-Zeit (19:53), waren ca. 17 Sekunden gespielt, als 4cl eine
erste Duftmarke setzte und los zog da in Gegners Richtung. Als Chance verbucht, mehr
als das, die Duftmarke war penetrant, in 90 Minuten sollte da niemand drüber ******
können. Der Mann war in jedem Fall hungrig, seine sechs Teile von gestern zu jagen und
vereinsinterne Geschichte zu schreiben. Teil dieser war ein 4cl typisches 1:0. Aus halb
linker Position aus der Distanz abgeschickt, ein Ball (Granate! Bombe! Torpedo!), der
sich triebhaft ins Netz hämmerte. Der Ball nahm dann aber dieses und rollte sich darin
ein, verliebter weise damit kuschelnd. Da waren noch nicht mal zehn Minuten gespielt.
Fünf Minuten später der nächste Wahnsinn den dieser hochprozentige den
Dagestandenen antat: 2:0. Rundum kollektive Trunkenheit. Nicht zuletzt dank DER
AKTION DES SPIELS zwischen diesen beiden Toren! Sie erinnern sich des Entsinnens des
Petric-Treffers aus der letzten Woche? DEJAVU³! Wohl einmalig, wird diese Szene den
Staunenden noch lange in Erinnerung bleiben. Ihre Verzückung kannte kein Halten und
ein lautes Schnalzen war noch ewig danach zu vernehmen, es wurden schon neue
Kosenamen für ihn gesucht, wie MattiMassage oder FaxenMatze. Nichts das auch nur
annähernd heran reicht („Den Helden-Scheiß musst Du Dir diese Woche gefallen lassen.
Nächste Woche treten wir Dir dann wieder in den Arsch! Versprochen“ 😉
Ein probates Mittel in der Offensive war die Entdeckung der Kombo-Sessions von denen
ab und an zwei bis vier Traktoristen gebraucht machten, d.h. die Form der Spielführung
durch Doppelpässe, 1Tatsch, Pass in die Tiefe oder quer vors Tor. So wie NoobyKid mit
KastenMicha, der dann auf 4cl und dadurch die Chance. Zwei weitere starke Offensiv-
Guys zeigten sich in Pali und Ahmlet, der für den auflegte, der mit Kopf und knapp da
weg. Dem Pali gelang dann auch das ersehnte 3:0. Wieder KastenMicha im
Zusammenspiel mit dem NoobyKid, KastenMicha auf den Knipser und der soft und
geschmeidig zum Torerfolg. Bravo! Auch sonst hatte der einige weitere Möglichkeiten
die sehr schön anzuschauen waren, doch bei dem Tor sollte es für ihn bleiben. 30
Minuten gespielt und AliBanani tritt auf den Plan. Sein starker Fuß aus der Distanz
verfehlte das Ziel. 180 Sekunden später versuchte er es dann mit Tänzchen zum Tor,
trat hier als A(li)guero auf, verpasste jedoch. Für das 4:0 durch den köstlichen 4cl zeigte
sich abermals eine Kombination verantwortlich. Teilnehmer: AliBanani, Ahmlet und der
zum Genannten (Minute 41). Kurz vor Abpfiff war NoobyKid knapp gescheitert und auch
AliB. mit dem Monster-Schuss. Chancen der Gäste gab es kaum bis wenig, vor allem,
weil die Defensive sich keine Blöße gab. Der Schildkröten-Boss delegierte ausgezeichnet
und die Außen bewegten sich dementsprechend. Im Verbund mit nicht nur offensiven
Offensiven war das beeindruckend.
In der Halbzeitpause ausgelassene Stimmung auf den Rängen. Der Ehrengast Rubbel,
Rolando, die Trosiner Brothers, so wie der Captain der Zwooten (gesundheitlich down
aber tapfer ausharrend) und Skillz (und später dann auch WM2010-Wennah), fanden
Zeit sich zwischen Spielanalysen der tollen ersten Halbzeit über die wirklich wichtigen
Dinge im Leben zu unterhalten. Messi und Muttermilch („I Love Breast Milk,
Mmmhhmm!“). Die Freunde des lockeren Handgelenks krakeelten dreckig, dreckiger,
Kachelmann. Aber wirklich wichtig war, so wie es sein soll, das Hier und Jetzt. Endlich
kamen die Spieler wieder aus dem Häuschen und es ging wieder los. Schulterklopfern zu
diesem Zeitpunkt entgegnete der Rumba-Man, der freshe 4cl, mit einem trockenen
„Wart‘ mal ab“.
Na dann… Die erste gefährliche Situation war ein Zuspiel vom Pali auf KastenM., der
hier noch daneben langte, zwei Minuten später jedoch rockte er ins Lange nach Vorlage
von Ahmlet. Diese ausgereifte Aktion bedeutete das 5:0. Ahmlet zeigte sich heute in
Spendierlaune und verteilte einige sehr bewundernswerte Pakete in den Gassen der
Rabauken aus dem Wartenberger Ländle. Sehr mannschaftdienlich, aber von draußen
wollten sie ihn schießen sehen, denn der hat schon ein Pfund. Er kam der Aufforderung
zwar nach, auch hoch dramatisch die Situation dann für den Gegenüber, doch beschlich
dem Prinzen Ahmlet auch weiterhin immer die Frage „Schießen oder nicht schießen?“.
Fragen schienen sich jetzt auch allen anderen zu stellen, denn ein sehr gutes Spiel
nahm jetzt eine ca. 15-Minuten-Auszeit. Der Ruhe wich eine Explosion. Nach dem der
engagierte Gästetrupp bisher nur vereinzelt zu Chancen kam, nutzten sie die kurzzeitige
Boxhagener Lethargie zu einer Attacke der Marke ‚in Deckung‘. Ein Distanzschuss mit
Monsta-Warp-Geschwindigkeit knackte über dem Kopf des Keepers, der mit dem
Schrecken davon kam, doch das Gebälk vibriert und wackelt noch immer, wie Otti
Fischer eine Stunde nach dem an klatschen. Hier in Minute 65, und jetzt war so wirklich
jedem klar, die waren noch lange nicht fertig. Unfassbar wie die da noch um jeden Ball
rannten. Das machen nur ganz wenige. Für die jetzt mehr Chance und die wollten auch
unbedingt. Boxhagens Finest, Det The Threat fing alles ab, wie der Zoll über Ebay in
Thailand gekaufte Hosen. Und, weil eigene Tore zum Zeitpunkt der Druckphase des
Gegners die eindrucksvollsten sind, nahm 4cl das Haus in die Hand und gab eine Runde
aus, wovon AliBanani profitierte, der mit seinem ersten Treffer in der Party für das 6:0
sorgte, und das mit links.
Jetzt waren ungefähr noch 15 Minuten zu spielen, Zeit für eine letzte Offensivperiode
und diese leitete ein unfassbarer Schuss von Piwi dem NoobyKid ein. Ein Typ der beim
Pokern einpennt, seine PIN dreimal falsch eingibt, nach PUK und neuer PIN abermals
überlegen muss, wie die denn noch war und der glaubt sein Handtuch oben vergessen
zu haben, um oben dann festzustellen, seins ist in der Tasche und dieses hier ist ein
sonstiges. Dieser Wahnsinns-Kerl zog aus linker Distanz-Position ab und pfefferte dem
Langaluminium so eins, dass ihm die Angst noch immer anzusehen ist – denn jetzt
zittert auch auf dieser Seite des Spielfelds das Gebälk. Noch immer. Von draußen
bemerkte einer scharfsinnig: „Den hat Messi gehört.“ Ganz sicher sogar. Und um den
Kreis zu schließen, das Tor ließ einen Eintritt ungewährt wie Otti Fischer in einem auf
maximal acht Personen beschränkten Aufzug. Direkt im Anschluss 4cl mit seinem 4Tr
und das auch noch mit seinem verkrüppelten rechten Stumpf… 7:0. Dem Experten war
sofort klar, dass damit die Tordifferenz in der Tabelle wieder eine ausgeglichene war.
Gleich darauf dann das 8:0, das der Torschütze selbst initiierte. An der rechten
Außenbahn dem KastenMicha in den Lauf gespielt, selbst dann nach innen vors Tor
gesprintet, dorthin kam die Flanke und die Schildkröte kröte seine Leistung mit einem
Kröt. Einem sehr schönen und hochkarätigen dazu. Kröt Kröt Hurray! Der Vorlagengeber
zeigte im Übrigen eine große Leistung und war direkt oder indirekt an fast der Hälfte
aller erzielten Tore beteiligt. Ganz stark! Zehn Minuten noch zu spielen und die Lust
hatte sie alle nochmal animiert. Zwei geniale Spielzüge folgten innerhalb kürzester Zeit
aufeinander. Beteiligt war hier unter anderem Candy, der auf der linken
Außenverteidiger-Position ein großes Spiel machte und die eine oder andere Torchance
mit seinem Einsatz verhinderte. Aber Vollblutstürmer wie er ist, zog es ihn immer weiter
in wärmere Gefilde. Seine Sololäufe from coast to coast und abschließendem Schuss auf
den Kasten waren ansehnlich und muchos unterhaltsam. So war er es der sich für ein
tragikomisches Schmankerl in dieser Halbzeit verantwortlich zeigte: Ein Schuss
(bestimmt gewollt!) aus ca. 85 m auf den Querbalken der Maler. Ausraster und
unfassbares Entsetzen im Publikum. „Den muss er doch machen.“ Da wird er wohl noch
eine Weile dran knabbern… Fünf Minuten vor Schluss kam AliBanani durch Pali zum vom
Knöchelkrüppel prognostizierten zweiten Treffer. Die letzten zwei Treffer vom
MatzeMatratzenKatzenCocktail mit 4cl. Das 10:0 durch einen Soloauftritt mit
Tanzeinlage und dann noch das abschließende 11:0. Zwölf Treffer in zwei Spielen (SO +
MO!)!
Es bleibt der äußerst couragierte Auftritt der ZahlenMaler zu erwähnen. Die richtige
Einstellung bei diesem Gegner ist bereits bekannt gewesen. Bis zur letzten Minute
wurde kein Zweikampf und kein Ball her geschenkt. Das Ergebnis gibt nicht den
Wettkampfcharakter der Partie wieder, denen beide Mannschaften sich verpflichtet
fühlten. Ein Dank geht an alle Protagonisten für ein sportliches und faires
Aufeinandertreffen.
Folgende Wortmeldungen wurden im www recherchiert die dieses Spiel mehr oder weniger
betreffen:
„…Notiz an mich: Die kroatische Wettmafia beauftragen, die Kleinfeldtore 10cm größer zu
machen. Treffpunkt morgen um 14 Uhr am Café King“
„Aufjedenfall matti danke für deine klasse Unterstützung und den beiden ersten grandiosen
Toren! Aba dat eigt kranke war mal der fallrück..:D“
„Geiles Spiel! Zauba Jungs da haben wa die Katze aus dem Sack geholt…“
„Meine Physiotherapeutin hat unglaubliche Hände – ich glaub ich bin verliebt.“

04.04.10 Malen nach Zahlen – Traktor Boxhagen 3:16 (3:8)

Ostersonntag,  um Neune an den Rainen der Wartenberger Rieselfelder. Der Platzwart wusste von nüscht und der Gastgeber flog mit einiger Verspätung noch seine Rumpfteile ein. Traktor seinerseits lief nach den herben Pleiten jüngst mit einer vollzähligen Kapelle auf und gewann schon mal in der Kategorie „Erwärmung“. Die stecken also nie den Sand in den Kopf und waren heuer gut eingestellt vom Garrincha. 4 Zugucker im Boxhagen-Schlepptau („Ja wo sind sie denn, eure Eier?“) sahen ein recht einseitiges Spiel, welches die Zahlenmaler -in der zweiten Hälfte dann nurmehr mit 5 Feldspielern- trotz aller Probleme sportlich großartig über die Runden brachten. Haben da mit ihrem Irokesen-Kevin einen starken Offensivspieler und ebenso einen immer anfeuernden und das Haltbare haltenden Kiepa in ihren Reihen. Der Rest hielt vorbildlich zusammen, maulte sich nie an und verhinderte standhaft die „2“ als vordere Ziffer in der Traktoristentorsumme.

Ali eröffnete den Reigen mit einem schönen Schuß aus der Drehung (4.`) und zeichnete hintenraus auch für die beiden restlichen Knipsereien verantwortlich (Höhepunkt war der Kopfball zum Endstand). Davor konnten sich der Bremer -Rache nehmend für die gestrige Pleite seiner Gladiatoren beim BVB- und Candy (je 4), Ahmet und Tommy (je 2) sowie der Capitano Janis in die Schützenliste eintragen lassen. Weiterhin wirkten beim Gast mit der Übungsleiter selbst und Pieweckowitsch. Erwähnenswert, daß die Weinroten offensichtlich beginnen, ihr Torwächter-Problem zu lösen und mit Kasten(!)Micha eine wertvolle Alternative haben finden können. Der seinerseits mit dem Klassiker „Direkt verwandelter Anstoß“ ( nach dem 2:7 – 27.min) durch die Zahlenmaler herzlich in der Liga willkommen geheißen wurde. Passiert jedem. Mal.

Beeindruckend auch das permanente Kaffeekannen-Umgeschubse in der weinroten Fankurve (O-Ton KrachBummEnte zum Autor: „Lass doch mal den Block draußen!“, 11.min) sowie der Laufwettbewerb mit Übersee-Beteiligung nebenan im Stadionrund. Freizeitgehabe überall, sehr schön. Ab ins Eierlikör-Bad!

Traktor Boxhagen II vs. Umbau Berlin 0:8 (0:3)

Heimspielatmosphäre dank Wurst und Fans im Holy Hauffgrund, die der starke Gast aus
dem Südosten zu trüben gewillt war. Im Schlepptau, Aufstiegsambitionen und starkes
Spielermaterial. Auf Traktor Seite daher Samir und Candy mit von der Partie, denen für
ihr Auftreten vorab Dank überbracht werden soll. Ihr seht gut aus, Jungs!
Die Aufstellung der Hausherren liest sich daher ein wenig ungewohnt: KastenMicha im
Kasten, hinten von links nach rechts Candy, Samir und die Schildkröte. Vorne der
Bremer, Coach und Ahmet aka Raul. Auffa Azadbank, der Neue, der Pali. Rinn ins Spiel –
Umbau lederte los wie Kader Loth ohne Hos! Igittigitt. Die Taktik der Gäste zu Beginn,
und auch sonst das ganze Spiel über, Feuer von außen. Die Granaten die dem Keeper
da um die Ohren flogen zum Glück ohne Splitterwirkung. Es dauerte bis zur 8. Minute bis
der Gastgeber Auslauf aus der eigenen Hälfte bekam, weil KastenMicha mit einem
Abschlag eine Offensivaktion forcierte die Raul mit dem Kopf an den Bremer weiter gab,
der auf den langen aus war und knapp vergab. Dann wieder nur Umbau. Ständig diese
Dinger von denen aus der Ferne und man ließ sie zu oft gewähren. Doch bisher sprang
nix bei raus. Ausflug der Schildkröte nach vorne, der bekommt dann auch den Ball vom
Bremer via Hacke, zielt aufs lange rechte und hierbei nicht voll erwischt, knapp raus.
Wir sind in der 21. Minute, das längst überfällige 0:1 fiel da nämlich – und, wer weiß
wie? Jupp, aus der Distanz. Aus Boxhagener Sicht eines der unglücklicheren Dinger.
Klong, an den Pfosten, dann, Bong, uffn Keeper Rüchen, Hopps, über die Linie, Kaboom,
drin (Ich war in den Siebzigern mal Batman-Autor – SLAP!!! – Okay, das war gelogen…).
Nur vier Minuten später der altbekannte, sehr starke Dreizehner von denen – Tänzchen
mit den Abwehrspielern: 0:2. „Cem got Game!“ Halbe Stunde gespielt, der Coach drückt
gefährlich aus der Distanz ab, leider daneben. Direkt darauf dann das 0:3. Auch sonst
waren die sehr gefährlich, z.B. durch Eckbälle mit anschließender Direktabnahme.
Dennoch verbessertes Auftreten von Weinrot im Gegensatz zur vorherigen Partie.
Trotzdem dasselbe Halbzeitresultat.
Die Einstellung in der 2. Halbzeit indes stimmte und so kam es gleich zu Möglichkeiten.
Der Pali, der heute sein Debüt gab, auf den Bremer und der mit Pech. Anschließende
Ecke auf den Kopf des Debütanten, verbucht als Torchance. Wieder der Neue da,
Mensch, in kongenialem Zusammenspiel mit dem Bremer, als letzte Instanz der Coach
auf der Liste – Seitfallzieher. Schade, kein Tor, aber dennoch sehr schön anzuschauen.
Das alles geschah in den ersten fünf Minuten dieses Parts. Und immer der Pali beteiligt.
Der wird noch bedeutsam für die Mannschaft. Schöner Einstand! Es kam wie es kommen
musste, der Umbau-Trupp jetzt wieder mit starkem Zug zum Tor, das bedeutete das 0:4
in der 55. Minute. Wieder mal aus der Distanz. Nur eine Minute später
Kopfballmöglichkeit der Gäste aufs lange Eck, Keeper mit kleiner Unsicherheit,
Nachschuss für den Gast, vorbei. Dann passierte erstmal nicht so viel. Immer wieder
Distanzschüssche von beiden Seiten. Der Mett-Mann Candy zeichnete sich hier auf
Traktor-Seite aus. Schon in der 1. Halbzeit öfters am Drücker, jetzt aber ständig. Wie
vom Finanzamt verfolgt, floh dieser Typ immer wieder nach vorne, gewillt heiße Ware
erfolgreich über die Grenze in die Schweiz zu bringen, doch er landete fälschlicherweise
stets in Österreich. Mit Mourinho Geste dann wieder hinter die eigenen Linien abgeführt.
Der Gastgeber verstand es leider noch zu selten über Mittelsmänner das Teil drüben zu
verstauen. Alleingänge einiger Akteure gingen in die Hose. Ab der 75. Minute dann war
Hammer Time angesagt. Die Umbau-Leute mit den Treffern fünf bis sieben. Und das in
ca. Drei, vier Minuten. Einmal ,wie schon gesehen, mit Tänzchen, danach ein Monsta-
Schuss mit Anlauf von Dienstag bis eben da hin und dann halt… noch ein Treffer.
Traktor versuchte es nochmal wenigstens den verdienten Ehrentreffer zu erzielen. Gute
Chance von Raul nach Pali-Vorlage, das in Minute 78. Fünf Minuten vor Schluss ein
starker Abstoß des Keepers auf Candy, dem Treffer heute versagt blieb. Knappet Ding.
Sekunden vor Schluss dann noch das 0:8.
Gratulation an die Umbauer, die sehr stark spielten und verdient, auch mit der Treffer-
Ausbeute, gwannen. Schade einzig, der ein oder andere fehlende Boxhagener Treffer.
An die Leistung dieses Spiels wird angeknüpft, um sich weiter zu steigern und dann
auch wieder Erfolgserlebnisse zu erleben.

Wasserstadt Spandau vs. Traktor Boxhagen II 7:0 (3:0)

Denkwürdiges Spiel der Zwooten bei den Wasserstädtern – denkwürdig, im negativen
Sinne, also kopfschmerzwürdig. Nach einer knappen Viertelstunde stand es bereits 2:0
für die Hausherren. Der Gast machte dabei keine gute Figur. Ein Aufbauspiel war auf
beiden Seiten nicht vorhanden, aber die Heimmannschaft donnerte zumindest mal auf
den Kasten. Aus der Distanz resultierte demnach auch der erste Treffer, der zweite
durch eine Bogenlampe über die Abwehr mit anschließendem Schuss aufs Tor. Der erste
Torschuss von Weinrot kam dann bezeichnenderweise vom Captain, der aus seiner
Libero-Rolle floh um vorne für Furore zu sorgen und den Rest zu erwecken. Schuss von
draußen, leider vorbei. Nach einer Bremer-Ecke traf KastenMicha den Ball nicht richtig
mit der Birne und das Ding kloppte uff den Boden. Anschließend viel noch das 3:0 nach
individuellem Abwehrfehler. Zu guter letzt hatte Ali noch eine Möglichkeit die verging
wie Steinmeiers politische Karriere. Halbzeit. Bester Mann bis dato der Roy, der
schlimmeres verhinderte. Bemerkenswert auch die Leistung des Wolf und des Tariners,
die beide das Feld pflügten. Ansonsten war da nicht viel.
Der zweite Teil begann verbessert, endlich nun ein beherzteres Auftreten. Größte
Chance des Spiels für KastenMicha, der aus kurzer Distanz den Keeper überwand, dann
aber am waagerechten Aluminium hängen blieb. Stephan auf halblinks ins rechte obere
Eck und nochma Ali nach Pass vom Captain ans linke Außennetz unerfolgreich. Auch auf
Spandauer Seite Chancen, doch Roy griff erstma alles weg. Ahmet aka Raul, Wolf und
der Bremer versuchten es mit Kombinationsspiel vors Tor, selten erfolgreich und wenn
doch, dann verkorkster Abschluss. Nachdem der Himmel vor Spielbeginn vortäuschte
der Sonne etwas Einsatzzeit zu geben, blieb ihm nichts weiter übrig als das Geschehen
mit Trauer zu quittieren – er weinte. Ca. 20 Minuten vor Schluss fiel das 4:0 nach
Abstimmungsproblemen. Und alles was an Willen noch da war, viel zusammen wie
David Hasselhoff. Erschreckend die Szenen die folgten, schlimmer als ausgewürgte
Burger. Traktor trat in etwa so auf: ungewaschen zum Date, dazu Zähne nicht geputzt,
unter fleckiger Hose löchrige Shorts am Körper – Mann, so kommt man echt nicht zum
Stich! Man ließ es an allem vermissen, nicht in der Lage das Spiel anständig und
würdevoll ausklingen zu lassen. Kein Kampfgeist, keine Courage – kein Team! Und
zudem noch drei Gegentreffer. Ausnahmslos jeder hatte sich hierbei hängen lassen,
kollektive Leistungsverweigerung! Endstand 7:0. Mit Abstand die schlechteste
Teampräsentation ever. Hochverdienter Sieg der Heimmannschaft.
Man kann davon ausgehen, dass eine solche Vorstellung ein einmaliges Fehlverhalten
war, das einem Publikum und sich selbst nicht mehr präsentiert werden wird. Das als
Ankündigung für die kommenden Spiele.
Ach so, noch was in Richtung des Vff – wo war der Schiri!?

13.03.2010 Traktor Boxhagen II vs. Mud Buckets 5:0 (2:0)

„Ich verschwende keine Zeit mit Intro und bla bla…“ Sich Afrobsche Verseinheiten zu
Herzen nehmend, möchten wir doch gleich mit der Berichterstattung des Geschehenen
beginnen. Doch, vielleicht noch ein kurzer Einwurf (Hö, hö, Fußballer-Sprache). Vor
Spielbeginn, die Schildkröte auf einen zu trabend, „Du, ich bin heut‘ richtig gut drauf“.
Das hört man gern. Und jetzt kommen wir zum Spiel. HOLY SHIT!!! Das sah man auch!
In der 2. Minute geschah was in der Vergangenheit längst schon hätte geschehen sollen.
Die Schildkröte auf halb rechter Position, 82,021 Fuß vor dem gegnerischen Kasten,
einen Schritt seitlich tuend, dabei das Bällchen Schussgerecht aufgetischt und dann mit
dem rechten Schlappen abgezogen, schön mit der Außenseite noch liebkosend („Who
the fuck is this guy Beckenbaua!?“) und dieses Teil ging auf wunderbare Reise,
irgendwelche Leute um kurvend, im langen Eck danieder. Der schiere Wahnsinn auf den
Rängen und an der Seitenlinie. Die Experten der Traktor-Gilde: „Den wollte er genau
so.“ Recht haben se! War ja keen Sonntag, Mensch. Und so freute man sich für diesen
jungen Teufel, so oft schon der Versuch unternommen, mit dem was ihm gegeben zu
brillieren, einzig blieb aus bisher die Vollendung und nun das! Groß.
Ihnen mag aufgefallen sein, dass dieser Szene zahlreiche Zeilen gewidmet wurden.
Einer Entschuldigung bedarf es hierfür nicht, nur so viel, teilen Sie Ihren Frauen doch
mit, dass sie nicht zu warten gedenken und fordern Sie sie höflichst auf, schon mal zu
Bett zu gehen. Das wird wohl ein langer Herrenabend heute.
Apropos Groß, diesem outstanding Player war der Folgetreffer vorbehalten, resultierend
aus einem schön abgeschlossenen Konter. Dieser junge Mann sammelt Treffer, wie alte
Ladies Rabattmarken. Diese 1. Halbzeit bestach in der Anfangsphase insgesamt durch
ein sehr ausgereiftes Boxhagener Spiel. Hinten war alles dicht gemacht und man ließ
den Ball geduldig im eigenen Lager wandern, auch daran denkend, dass man da diesen
Typen im Tor stehen hat, der mit spielen kann. J. H., der Captain, war für diese Form der
Spielführung maßgeblich verantwortlich und so nahmen sie diese Gelegenheit im
Spielverlauf klugerweise des öfteren wahr. Chancen wurden den Buckets zunächst nicht
all zu viele eingeräumt. Bis etwa zum Anbruch der 20. Minute, denn da begannen die
Bucketannier ihre Druckphase und zelebrierten eine Art Power Play, die sich in
hochkarätigen Gäste-Chancen ablesen lässt. Der mit Abstand wichtigste Mann der
Gastgeber zu diesem Zeitpunkt. Rob Roy. Le roi. Der König zwischen den Pfosten,
seinen Knechten ein kämpferisches Vorbild. Zweimal unfassbar pariert, nachdem der
starke Gast gefährlich abzog. Vor allem dieser eine Schuss von denen. Viel Stoff
dahinter, dann noch leicht abgefälscht, der Keeper mit schlechtem Sichtfeld und das
alles ging verdammt schnell. Das einzige was er zu vernehmen im Stande war, war die
Veränderung der molekularen Luftdichte. Und so riss er intuitiv Schulter, Arme, irgend
so was halt hoch und verhinderte einen verdienten Anschlusstreffer. Meine Fresse! Auch
in der Folge, wohl der stärkste Mann auf dem Platz, sollte er die Null bis zum Schluss
nicht mehr hergeben. Als dann noch ein Bucket-Schuss ans Gebelk krachte, war
Alarmstufe Rot angesagt. Der Coach reagierte und stellte die letzte Viertelstunde auf
Pressing um. Die Folge, Traktor hatte das Spiel wieder besser im Griff. Dann auch
wieder mal einige Chancen für den Heimklub, vornehmlich durch den heute sehr starken
Candy. In gewohnter Weise Pirouetten drehend, mit Ball und Gegner tanzend, sehr
starker Zug zum Tor, doch die Abschlüsse leider nicht mit Erfolg verzeichnet. Die
Offensive heute eh sehr agil, nur am schnellen Passspiel haperte es noch. Aber is‘ ja
noch ’n bisschen Zeit. Viel passiert in Teil eins. Vorab noch zu sagen, dass dieser Erfolg
heute leider nicht geschlossen begossen werden durfte. Ein ganz wichtiger Bestandteil
der Mannschaft zog dahin, sehr Schade. Aber Du weißt ja, mein brother, Du wirst
gebraucht. Auch wenn ich Dir die Triple 17 echt übel nehme…
Teil zwei war nicht minder spektakulär. Torraumszenen hüben wie drüben. Was von den
Mud Buckets ab und an überaus gefährlich drein kam, zerlegte der Keeper wie schon
beschrieben. Und erste Großchancen für die Heimmannschaft durch den läuferisch
starken Ahmet und Candy führten zunächst einmal nicht zu Regungen auf der
Anzeigetafel. In dem Moment einfach nicht konsequent genug oder der starke Bucket-
Keeper zeichnete sich aus. Kurze Schrecksekunde als die Schildkröte umknickte. Tapfer
jedoch, wie diese Panzerträger nun einmal sind, kam dieser wieder und machte bis zum
Ende weiter. Mit einer famosen Einzelleistung ging der Große in der 70′ auf
Rabattmarken-Suche. Im Schlepptau den Ball Gassi führend, der dann den Eimer der
Gäste füllte. Nebelschwaden zogen auf. Frisches Ding. 3:0. Direkt im Anschluss die
Gäste mit der Antwort auf dem Fuß, doch der Anschlusstreffer wollte nicht so recht
gelingen. Im Verbund wurde diese Möglichkeit vom Keeper und der Schildkröte vereitelt.
Letzt genannter behauptete im Zweikampf die Pille und leitete den Konter mit
Hauptdarsteller Bremer ein. Der Kerl hatte heute das ganze Spiel über gewildert und
sich Chance um Chance erarbeitet ohne letztendliche Krönung dieser. Und so sprach er
zu sich selbst, ‚Calm down boy, then I’m gonna do this to them.‘ Also Attacke auf das
gegnerische Gehäuse, Torwart ausgucken, rechtes Eck wählen, Bang! Sehr souveräner
Abschluss (71′). Gute Leistung wieder einmal. Diese zeigten heute im übrigen neben der
Schildkröte auch die anderen Außenverteidiger KastenMicha, Heß und Rapha. Vor allem
der letzte da hatte eine Mertesackersche Zweikampfbilanz und wohl darüber hinaus. Toll
wie die da hinten zusammen arbeiteten. Auch, wenn während des Spiels zweimal ein
Einzelkönner durch das Defensive Tal schritt um dieses zu annektieren, ansonsten –
Sternchen. Und als es mal offensiv nicht so lief, lief der Captain rot an, packte sich das
Leder und zog einfach mal nach vorne um zwei Dinger in kurzer Folgezeit abzufeuern,
den müden Haufen wieder zu erwecken. Wenn man ansonsten heute etwas beklagen
möchte, dann die Chancenauswertung. Das galt in zunehmendem Maße wohl für beide
Mannschaften. Denn auch die schicken Beinkleider der Gäste hätten wohl einen Treffer
mehr oder weniger verdient gehabt. Glück und Roy wegen, kam es ja nicht dazu. Und
auch das Passspiel war zuweilen im Offensivgehen nicht immer so effizient. Darüber
hinaus wurden manchmal die Mitspieler übersehen. Diese Anmerkungen sollen den
Erfolg keineswegs schmälern, aber sie sind bedeutsam, um weitere Fortschritte zu
erfahren. Also, zwei Minuten noch zu spielen und der Große machte aus dem ganzen
eine Runde Sache. Fünftes der Zwooten und Hattrick des Maestros. Man bestaune
diesen und jubliere um seiner Fähigkeiten. Hast dir den gechillten Abend heute redlich
verdient. Bis in zehn Minuten dann, wir warten im Auto… Der Dank der Zwooten an
dieser Stelle an den Großen und den Candyman, die sich bereit erklärten dem
beizuwohnen. Und wie sagte die Schildkröte doch noch Stunden später, bei Gesöff im
Morgenrot bezüglich des Süßigkeiten-Mannes. „Kein Tor wäre so wertvoll gewesen, wie
seine heute geleistete Arbeit.“ Wahre und große Worte, gesprochen aus Metall
behangenem Munde. Dem ist nichts hinzuzufügen.

07.03.2010 Living Legends Neukölln vs. Traktor Boxhagen 7:3 (5:1)

Nach wochenlang-sinnlosem Dasein ohne Betrieb heute endlich das erste Spiel bei
den LLN im bezaubernden Neukölln. In der ersten Halbzeit jedoch machte sich die in
den letzten Monaten eingeschlichene Lethargie in den Beinen breit und man war
zunächst einmal nicht in der Lage, sportlich mitzuhalten. Das zeigte sich vor allem in der
Entstehung der Gegentreffer: der Großteil dieser wurde vom starken Gegenüber von
Außen vorbereitet und scharf vor den Kasten gespielt. So zappelte es dann ein ums andere Mal
im Netze. Das wurde wie in einer Endlosschleife praktiziert. Ein zwischenzeitliches 1:1
konnte da leider auch nicht die Impulse geben, die notwendig gewesen wären, um das
Ganze positiver zu gestalten. Wenngleich „Derjenige welche“ einen sehr sehenswerten
Treffer fabrizierte, aus ca. 15 Metern unten ins linke. So etwas können jetzt scheinbar
auch andere bei uns, anstelle der ansonsten hier erwähnten. Schön. Chancen gab’s
noch nicht so viele, vielleicht aber doch die eine da, wo Ali einmal drauf hält und nur
den Gegner erwischt und der Bremer Ribery-like dann im Nachschuss nur den Pfosten zielt.
Und die beste Chance hatte dann noch der Captain. Schnappte sich das Ding und zog
from coast to coast bis in gegnerische Gefilde, um dann, nachdem zwei Traktoristen
klug die Mitte geöffnet hatten, abzudrücken. Leider ein bisschen zu viel Spin in dem
Schuss und diese Möglichkeit war passé. Man bemerkte die Stellungsfehler und
Abstimmungsprobleme zwischen Abwehr und Mittelfeld und sonst auch, und wie schon
erwähnt, nicht ganz so wache Beine. Undankbar für den Keeper, Le Roi, der bis dato zu
selten unterstützt wurde. Nun denn, 5:1 aus Sicht der Gastgeber. Aber man wäre ja
nicht Traktor, wenn es neben einer bescheidenen Halbzeit nicht auch noch eine
positivere zu vermelden gäbe. Dem war glücklicherweise auch so: Nach Ansprache des
Coaches, der sich in Günther-Netzer-Manier zu Anfang der 2. selber ein wechselte, um
die Geschicke im Mittelfeld in seine Gewalt zu bringen, ging es denn wieder raus. Der
Wind frischte auf und zog frostig über Neuköllner Grün und unterhalb der strahlenden
Sonne hinfort. Es war einem, als hätte er auch das Klotzige aus den Beinen der Gäste
mitgenommen. Beinahe jedenfalls. Dieser Abschnitt des Spiels begann hoffnungsvoller,
mit einer Chance für Ali, dem der Treffer dann doch verwehrt blieb. Und man muss
sagen, alle Beteiligten bewegten sich nun merklich engagierter. Doch genau in dieser
Phase viel dann das 6:1. Ja, wir wissen ja, wie das so ist. Das klein gedruckte. Und schon
bucht man wieder was zurück. Oki Doki, weiter im Programm. Einer ausgeglichenen 2.
Halbzeit gesellte sich noch der 7. Treffer der Hausherren und zwei sehr schöne Treffer
der Gäste hinzu. Nach einem Eckball (!) vom Lederjacken-Bremer, zog es MichaKasten
auf den langen Pfosten und der köpfte bzw. hämmerte den Ball in die Maschen. Wow,
ein Treffer mit Seltenheitswert. Und das, nachdem einige Traktoristen auf der
Reservebank noch darüber philosophierten, warum denn so ein Treffer höchst
wahrscheinlich im Bereich des nicht möglichen liegt. Slap! Schelle mit Anlauf! Danke
auch Micha. Vorstöße der Neuköllner wurden diesmal besser verteidigt. Monsieur Heß
zeichnete sich hier aus, der nach langer Zeit mal wieder auflaufen konnte. Auf der für
ihn ungewohnten linken Außenverteidiger-Position zeigte er Abgeklärtheit und eine sehr
gute Leistung. Bravo! Kommen wir dann noch richtiger Weise zum letzten Treffer der
Gäste. Bei einer ungeheuer tollen Kombination im linken Offensivbereich schickte das
McFit-Mitglied des Monats März 2011 („Ich glaub an dich, my man!“) den Rapha-Boy auf
seinen Weg die Baseline entlang und dieser erspähte dann den Bremer in
Torraumszenen-Nähe und es gelang, was dank harter Arbeit gelingen musste. Der
Erwählte nahm an und zog aus halb hoher Position erfolgreich mit links ab. Wirklich,
dafür steht man schon mal gerne um 08:46 Uhr auf. Wenn schon nicht unter der Woche,
dann aber doch am Tag des Herrn. in schā‘ Allāh. Eine deutliche Niederlage, in der eine

sehenswerte 2. Halbzeit für schöne Momente sorgte. Der Gastgeber als verdienter
Sieger und ein Boxhagener Club, der dem Mammut-Programm der Zukunft positiv

entgegen blicken kann. Schön auch, dass man in angemessener Zahl die Auswärtsspiele
bestreiten konnte. Das darf in Zukunft beibehalten werden. Ihr, den DFB-hassenden,
Béla Réthy („Wann schmeißt den endlich einer raus!?“).

20.12.09 SC Bison Team – Traktor Boxhagen II 13:3 (6:0)

„Du kriegst mich raus aus Neukölln, aber Neukölln nicht aus mir raus.“ Der
Tastenklopper weiß um die Bedeutung dieser Worte. Heute für ihn ein Heimspiel, leider
nur fröstelnder Weise an der Seitenlinie, doch die Sonne spendet ein wenig Wärme…
Ach scheiße, wem macht man diesen romantischen Quatsch vor, wir sind doch hier nicht
bei der Ex-Frau! Arsch kalt hier! Dieser voll auf Grundeis gehend! Alles ohne Vorhaut ist
amputationsgefährdet! Der Spieler an sich hat es ja da gar nicht so schlecht. Oft
bemühte Aussage nach dem Spiel: „Och, uffm Platz geht et ja.“ Ihr Affen! Deswegen
nach der Partie schnell noch bei Mama drüben in der Lichtenrader rein geschneit und
Nutella-Brot abgreifen. Kuss und Danke!
Was folgt ist so etwas wie eine Liebeserklärung an den azurblauen Kot des Südens.
Schöne Situationen aus dem Alltag der viel beschriebenen, sagenumwobenen und in der
ganzen Stadt gefürchteten, mit dem Gerichtsvollzieher per Du: „Ach sie sind’s. Kommen
se doch rinn. Wie wär’s mit ’nem Kaffee?“ „Ich hoffe für sie, dat is keen importierter.“
Ha, ha, ha. Herrlich. Hier ist die Welt tatsächlich noch in Ordnung. Man kennt sich und
begegnet sich mit Respekt – und auch ein wenig Angst. Nun ja. Nachbaschafshülfe wird
hier ganz groß und auch mal anders geschrieben. „Hallöchen. Du Nachbar, kannste
vielleicht mein LED-Plasma-Teil, mein Soni Wajo und den „erstandenen“ August Macke
’ne Weile beherbergen? Der Gerichtsvollzieher (ein echter Star dort in New Cologne) hat
sich für heute anjesacht.“ „Keen Problem Nachbar. Soll ick dir eventuell ’n bisschen Aldi-
Kaffee leihen, hab grad welchen da.“ „Uuh, dat wär fein. Hab nur noch den
importierten.“ Solche Geschichten gibt es da zu Hauf, ihr Ende jedenfalls zuweilen
tragisch, oftmals mit diesem komischen Charakter. „So Nachbar, der Schiri is‘ wieder
wech. Wollt ma‘ mein Zeugs mit Macke und so wieder abholen.“ „Wat für Zeugs?
Macke!? Hab ick nich‘.“ Na schönen Dank. Nichtsdestotrotz, ein großartiger Bezirk. Man
muss sich nur die Ratschläge des hiesigen Bürgermeisters (Buschi for Bundeskanzla!) zu
Herzen nehmen, vor allem als Student (Gruß an GayPat) um Gottes Willen niemandem
in die Augen zu schauen, dann wird alles gut. Ach so, vielleicht noch ’n anderer
bedeutsamer Ratschlag mit uffm Weg: Nach Einbruch der Dunkelheit Friedhöfe und leer
stehende Psychiatrien meiden. Das jetzt aber wirklich!
Ach Mensch, gespielt wurde ja auch noch. War’n knappet Ding. 13:3. Ich mach’s ma so
kurz wie möglich. Also – das – war – so: Die schmucken weinroten Füchse hatten sich
aus ihrem Boxhagener Bau geschlichen, um am Columbiadamm Büffel zu ärgern. Fuchs
klein, Büffel groß. Lag viel Schnee da und man dachte, na, vielleicht können wir sie ja
überraschen. Schiri war keiner da, doch die Fuchsis wollten spielen. Warum auch nicht?
„Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss, Luxus und Ruhm und raufen! bis zum
Schluss!“ 1. Halbzeit mit bekannter und erprobter Taktik defensiv gut gestanden, doch
das hielt diesmal leider nicht so lange wie sonst. Ca. 8 Min. 43 Sek. gespielt: 0:1
Rückstand. Ganz schön stark diese Hornträger. Die Traktor-Leute versuchten ihrerseits
alles mögliche. Doch so was wie (Annäherungs-) Chancen vom wildernden Großen, Ali
und Mett waren erstmal noch nicht ummünzbar. Dann kam noch Atze Matratze, schielte
wie ’ne Katze und zeigte auf dem Platze ’ne fette Fratze (Ja, den hab ich Dir geklaut, na
und!?). Jedenfalls haute er einen raus, nicht schlecht, doch Schmerzen im Fuß
verhinderten heute ein paar weinrote Flecken auf der schneeweißen Wiese. Es kamen
wieder die Wiederkäuer, Gras nicht in Sicht (obgleich die H’Heide in Sichtweise),
bedeckt vom vielen Schnee, fraßen sie dem Coach die Haare unter der Mütze weg. Fünf
Dinger von denen noch und das halbe Dutzend zur Halben war klar gemacht.
Erfreulicherweise zeigte sich ein Comebacker der sehr stark war und von dem in der 2.
Halbzeit noch die Rede sein wird. Los rein jetzt, Kabinenpredigt. Und die war von der
leidenschaftlichen Sorte. Der Coach appellierte an den Hauffen wie man das so macht
und stellte jetzt gänzlich auf Pressing um. Und siehe da! Es ging ein wenig mehr. Auf
beiden Seiten. Kämpferisch unermüdlich wurde jetzt geManndeckt, doch gleich nach
Wiederanpfiff klingelte es im eigenen Kasten (das ist jetzt kein Diss oder so…). Ja, so ’ne
Halbe kann doch ganz schön lang sein, brrr. Um das zu beschleunigen, es fielen in der
Folge weitere sechs Gegentreffer, da muss man aber sagen, trotz dieser: Rolando war
wieder ganz stark. No Scherz! Außen stehende vernahmen und bekundeten, „Du, der
wird von Spiel zu Spiel echt immer besser.“ Kein Wunder, der hat ja auch schon 82
Spiele in dieser Saison absolviert. Mittlerweile hat er sich von Rolando zu R-Zwo-Lan-Do
entwickelt, um dann wieder eine Stufe hoch zu tun, zu Rolando³! Scheiß ma‘ auf Hartz
IV, Saw VI oder Windows7, auch wenn ich’s erfunden hab. Einfach beängstigend der
Typ. Ein personifizierter Traktor for Life! Die anderen Traktörchen wollten es ihm gleich
tun und attackierten das Törchen der Hörnchen. Wölkchen? F*** dich doch selber! Auf
jeden Fall waren da mal ein paar hochkarätige. Ein Großer mit Bananarama-Ali im
Doppelpass, Schuss, knapp gescheitert. Wieder Ali, der promovierte Dr. Hummer wurde
rot vor Zorn, legte sich den Ball vor, jetzt aber, verdammt, Huf im Weg. Dann die
Schildkröte (schon mal eine auf’m Rücken liegend im Schnee gesehen? Zum piepen!)
auch noch zweimal mit gewohnter Distanzschussfreudigkeit, einmal richtig knapp.
KastenMicha und der Captain versuchten es ebenfalls mal, sowie wieder der osmanische
Özi und der Russian-Über-dem-Standard, doch die Treffer der Gäste waren einem
anderen vorher bestimmt. Es war der Comebacker. Der Hero mit dem Lederjacken-
Umhang und dem fetten T darauf arrives in the nick of time. Timmäy, schön in Szene
gesetzt vom Großen, schloss erfolgreich ab. Etwas Später, aber nicht viel, nochmals der
selbe verrückte Kerl, stochert und ludert da vor dem Kasten der Heimmannschaft
herum, seine Superkräfte beschwörend, von Leder zu Leder sprechend und das Ding
gehorcht wie befohlen. Nuts! Ein gelungener Auftritt, eine gelungene Partie, meine
Damen, greifen sie zu. Letzter „Anschlusstreffer“ war dem Großen vorbehalten, nach
perfekter Flanke des Schildträgers krötete der Ball auf die Birne des ein nickenden.
Ansehnlich. Nun, jetzt war eine Zeit lang von Weinrot und der Geilheit derer die Rede.
Das Spiel war aber ganz klar in Gegners Hand, der zu zerstören wusste. Wie wir diesen
kennen, clever, stark kombinierend und technisch hochwertig ihr Ding runter spielend,
heute nicht die geringste Chance. Was war da los? Der Traktor-Clan schlitterte so über
den weißen Teppich, ganz ohne Kufe ist dat scheiße, nur lustig, wenn man sich beim
Zuschauen noch ’ne fröhliche Blasinstrumenten-Nummer im Kopf einfallen und die
mitlaufen lässt, dap dap dada dada dap dap da dap… Malocht wurde wieder wie in den
Säuremienen, die Zweikampfbilanz dann leider doch nicht so gut, eher halt nicht und
der Bison-Trupp war ganz klar im Reinen mit den Witterungsbedingungen und wusste
mit diesen umzugehen, so wie Burger King mit Marlon Brando. Auf dem Weg in den
Kabinentrakt so etwas wie tröstende Worte vom Gegner: „Letztes Jahr wart ihr stärker“.
Diese Saison ja auch schon deutlich. Ansonsten viel einem nicht viel dazu ein, war halt
Mist heute. Chanukka und die Dreidel-Session sind ja leider schon vorbei. In Israel
diesem Drehspaß die bedeutsamen Worte „Nes Gadol Haja Po“ inne wohnen, was
bedeutet „Ein großes Wunder geschah hier.“ Leider nicht in diesem Jahr. Dann aber im
nächsten. Glückwünsch an den wirklich sehr starken Gastgeber. Das zuvor oft
skandierte „Paris, Paris, wir fahren nach Paris!“, ist erstmal histoire. Pokal ade. Ne soyez
pas triste madame. Nächste Spielzeit chéri, versprochen.
Zu guter Letzt obligatorische Festtagswünsche, die als mehr als das verstanden werden
dürfen. Ein besinnliches, euch und euren Lieben. Vergesst nicht: Am 4. Januar geht’s zu
Hause weiter, die Ü40 rockt da nämlich. Bleibt geschmeidig und gesund! Übrigens, es
wird gemunkelt: Laktat- und Mathe-Test nach der Winterpause. Is‘ so… 13 : 3 = ?

SV Traktor Boxhagen II vs. SV Mariendorf 4:3

„How does it call when five fingas hit ya in tha face?“ Nach dem Spiel der Boxhagener gegen Mariendorf kamen sich die Hauff-Kicker ein wenig vor wie Charlie Murphy nach seinem legendären Disput mit Rick James. Die anfänglich gestellte Frage richtete damals Rick an seinen Buddy Charlie, die Antwort: „SLAP!“ Eine Schelle wie von einem anderen Stern. Die Folge: zwischen den beiden entbrannte ein Konflikt, der überdauerte und bis heute weiß eigentlich niemand, wer als Sieger hervor gegangen ist. Was die Partie zwischen SVTB II und MSV angeht, gibt es einen eindeutigen Sieger. Trotz einer unbefriedigenden 2. Halbzeit setzten sich die Traktoristen knapp, aber überaus verdient, mit 4:3 durch.

Die Geschichte dieses Spiels beginnt mit einer fulminanten 1. Halbzeit, die die Heimmannschaft dominierte. Die altbekannte Stärke der defensiven Spielführung paktierte mit aufblitzendem Offensiv-Potential. Nur wenige Minuten nach Spielbeginn bediente Simon-San-Gute-Mann, den bei den Ladies als Matratzen-Matze bekannten, 4cl, der nüchtern einnetzte. Die nächste nennenswerte Szene erfolgte sogleich und verantwortete den Gegentreffer der Gäste. Unklug agierte der zuvor als Vorbereiter in Erscheinung getretene und ließ sich die Pille abjagen. Gegenstoß, Tor. Scheiße, verfluchte!!! „Cocain is one hell of a drug!“ Wiedergutmachung war angesagt. Abermalige Offensivbemühungen wusste der Captain zu nutzen, die Pille gewillt sich von ihm vernaschen zu lassen und so zog Hannibal, der Boss, aus dem Lauf straight ab. Drin! „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“, das war seine Message an sein Traktor-Gefolge, das hingerissen und bereit war, ihm überall hin zu folgen, sogar bis zum Döner am Ostkreuz. Nach ca. zehn Minuten Spielzeit wurde der Einhodige Bandit gelegt, alte Wunden brachen auf, die Folge: Mehr Zeit um das King-of-Queens-Studium zu vertiefen, denn „eine Holländerin hatte ich noch nie.“ Im Notfall tröstet man sich mit einem australischen Lächeln, bei dem die Sonne auf geht. „Soße, bitte?“ „Knoblauch.“ Gott, bin ick ein Horst!
The show must go on! – wer weiß das besser als der paffende Big Fella. Mal eben aus der Distanz abziehen, hastig Y und M pushen und schon ist das Ding im Zwei-Kurven-Verlauf eingelocht, der Captain mit seinem zweiten Treffer. Und von dort an ging es richtig ab, offensiv einer der besten Auftritte. Im Folgenden die Erwähnung einiger Chancen, jedoch was Chronik, Vollständigkeit und Korrektheit angeht, an dieser Stelle keine Gewährleistung, denn das Gehirn ist nur begrenzt beanspruchbar. Es ist ja so viel passiert.
Der Große trat gewohnt sexy auf und bot bewährte spielerische Leichtigkeit dar, im Verbund mit seinem Buddy Maddi gesuchte er zu kredenzen, legte auf, schloss selber ab, leider ohne den verdienten Erfolg. Ihnen schlossen sich die Offensivknaben Ali G und Wayne Brady an, zuletzt Genannter kam, sah, machte sein bestes Spiel und drückte in Richtung tiefes rechtes Eck ab, doch der starke Gästekeeper hielt und Mr. Brady sah sich gezwungen, eine Bitch zu würgen. Ali G indes ging viele Wege und war permanent anspielbar, hoffte, seine Anspiele würden zu einem Erfolg beitragen, doch seine Mühen wurden leider nicht belohnt. Einmal, da stürmte er Richtung gegnerisches Tor, schoss aus der Distanz, das Teil abgefälscht, küsste den linken Pfosten und man verlor seinen Glauben schneller, als Madonna diesen wechselt…und Pfosten küsst. Doch Ali G blieb geil und sprach seinem Spiel Mut zu: ‚Tupac, mach weiter!‘ Andere Situation: Der sehr starke Schildkrötenpanzer-Träger und Schüler des Muten Roshi schob sich ein ums andere Mal nach vorne, nahm Maß und eines seiner Dinge flog zwar mit dem Luftschiff durch die Nacht, aber die anderen, und besonders dieses eine da, war so gefährlich, dass die internationale Weltgemeinschaft ein Embargo verhängen wollte, doch sie scheiterte und nur der Keeper des MSV verhinderte ein von Traktor-Seite gewolltes, nukleares Finish. Damn! Was für’n langer Satz…ääh…ich meine, was für ´ne geile Aktion!
Was die Chancen auf Gästeseite anging, diese waren zunächst spärlich präsent, was nicht zuletzt an einer defensiv immens starken Heimtruppe lag. Was dem Gegner blieb, waren Schüsse aus Flakentfernung, die Rob Roy, Kilt-Legende aus dem Morloch, einhändig entschärfte. Kam es zu Zweikämpfen, wusste man um einen positiven Ausgang dieser, die Verteidiger waren hier Mertesacker-like nicht zu überwinden, wie beispielsweise Raffa, gewohnt sicher und der tighteste der Ninja Turtles, oder sein compagnon Micha, Energizer und der coolste Pizza-Fresser in the world. Leo, der Cap, und Dona, ganz Prima und mit dem langen Stock, komplettierten ein legendäres Defensivquartett. Zur Freude aller gesellte sich @ mad hinzu, Online-PES-Zocker der Güteklasse A und 20 Spiele in Folge ungeschlagen. Maximum Respect! Wir verlassen nun für einen Moment das Balla-Balla-Universum und gratulieren dem stolzen Papa und seiner besseren Hälfte zur Geburt ihrer Tochter! Das Traktor-Imperium im Wachstum inbegriffen, wissen wir: Mädchen sind die besseren Jungs 😉
Kommen wir zum Ende dieser Halbzeit, zu der sich ein vierter Treffer hinzu gesellte, den der agile und leckere 4cl für sich verbuchte. Die Anhänger skandierten, den Datenschutz missachtend, „Trak-Tooor!!!“ …der dauert… Die Entstehung: Nach Hick-Hack im gegnerischen Strafraum, erzwang sein machine-gun-shit ein Ende dessen und zerwühlte die Erde hinter der Torlinie. G – G-G-G- G – ologe! Die wichtigste Info für unsere lieben Tierfreunde: Maulwürfe kamen dabei nicht zu schaden…hüstl. 4:1 bis hier hin. 2:2 im battle of the 2nd sexiest WG in town (Schreibt euch den Titel ab, Bitches!). Eine ereignisreiche 1. Halbzeit endete und auch, wenn das zuweilen ein tolles Spiel war, der Coach und das Team haderten mit der Chancenauswertung und wussten, dass das hier noch nicht gegessen war.

Nach versuchter Berichterstattung von Part I in epileptischer Breite, gibt es über Part II kaum etwas zu sagen. Dies hat vor allem zwei Gründe: Zum einen fiel das Spielniveau im Vergleich zum bisherigen tiefer als Möllemann. Zum anderen bot das Spiel die letzten 45 Minuten fast nur dasselbe krisselige Bild, nix mit HD ready oder so, mehr in Richtung 60 Hertz, Röhre, so was halt. Der Vollständigkeit halber müssen noch die zwei Treffer der Mariendorfer Erwähnung finden, die nun hungrig waren und bis zum Schluss kämpften, weil an sich glaubend. Tor 2 der Gäste fiel mit Unterstützung von weinroter Trunkenheit. Der Anschlusstreffer, Tor 3, dann etwa fünf Minuten vor Schluss durch einen Kracher von rechts ins lange Eck, wo nix mehr zu halten war. Bleiben Fragen nach den Gründen für die fallende Formkurve der gastgebenden Wurstvernichter und Bier verpflichteten. Falsche Ernährung? Mitnichten. Zu schlechte Bezahlung. Aufweichende Ordnung und Konzentration? Ohne jeden Vorbehalt.
Nun, wir wollen diese hoch verdienten 3 Punkte nicht schlecht machen, denn diese hatten von Anfang an Priorität. Allen ist klar, das war zum Ende hin nicht mehr so gut, obgleich Chancen vorhanden (Matti, Ali, Ahmed…). Die Erkenntnis was spielerisch möglich ist, eine wertvolle und schöne, gut fürs Selbstvertrauen und Diener wachsenden Zusammenhaltes.

Ein kurzes Résumé der Halbzeiten würde respektiv folgendermaßen aussehen:
I: Rotierender Penis mit elektronischer Hintergrundmusik in Nahaufnahme.
II: Länger aber Hänger.
Oder: Leider nicht durchgehend sexylike Scarlett Johansson im D&G-Spot, eher Jeanette Biedermann aktuell: Kann. Muss aber nicht.

An dieser Stelle die Glückwünsche der 2. an die Ü40, die parallel in direkter Nachbarschaft erfolgreich war und unbestrittener Tabellenführer der Jopi-Heesters-Gedächtnis-Liga ist. 6-Punkte-Woche bisher. Viel Erfolg der 1. am Sonntag, auf das es eine 9-Punkte-Woche wird. Auf Traktor, auf!

11.11.09 BSG Umbau Berlin – SV Traktor Boxhagen II 1:1 (1:0)

Erneut gab es diese Paarung, zum 5. Mal in diesem Jahr, ein Klassiker mittlerweile (Turniere mit eingerechnet)! Immer waren die Jungs aus Baume die Gewinner, wenn auch meist knapp. Und so blieb dem Garrincha nichts weiter übrig, als all sein Vertrauen in die Mannschaft zu legen und vorrangige Boxhagener Stärken einzufordern.

In der Tat: die Traktor-Abwehr ist mittlerweile ein Begriff in der Liga, aber was sie heute bot, war denn doch beeindruckend stark! Gegen einen etwas statisch agierenden Gegner kassierten die Weinroten bis zur Halben lediglich einen Treffer (36.) und konnten ansonsten den Laden hinten dicht halten. Dass nach vorn eher wenig geht, ist genauso bekannt – doch Ali, der Zonk und Ahmet rannten sich die Lunge aus dem Leib, was die roten Blutkörperchen hergaben. Irgendwann klinkte sich als Auswechsler auch Raffa ins Geschehen mit ein und mechanisch spulte die Verteidigung um Libero und Kapitän Janis ihr Pensum herunter. Ruhig, überlegt und vorbildlich. Rechts stellte die Schildkröte den gefährlichsten Umbauer zwar nicht kalt, bot jedoch ansprechend Paroli. Jede Pille oberhalb des Knies flugkopfballte dieser Derwisch ins Seitenaus bzw. grätschte den Rest unten weg. Links ließ der KastenMicha kein Duell aus und hatte jederzeit die Birne oben. Janis schaltete sich immer mal wieder in die Angriffsbemühungen ein, da der Gastgeber in seiner zentralen Formation ein schmuckes Loch als permanente Einladung offen ließ.

Pfostenschüsse gab es auf beiden Seiten und natürlich dominierten die Umbauer das Geschehen – allein ein zweiter Treffer wollte nicht fallen. Irgendwie klappte da einiges nicht (die vielen Tore jüngst machten vielleicht etwas satt) und Mirko am Rande des Feldes kochte zusehends, wechselte sich als Humpelmann sogar ein. –  Der Garrincha seinerseits in seinem unbegreiflich ruhigen Handeln gab in der 80.min die Parole „Pressen!“ raus und der eisenharte linke Abwehrer Raffa, sonst ein Ausbund an Disziplin, schlich sich einmal nach vorne und wurde prompt mit dem Pässchen von Ahmet belohnt. Lupferli, drin dit Ding!

Diesen unverhofften Punkt nun verteidigten die Traktoristen wie die Löwen und konnten schlussendlich das schöne Gefilde bei „Sängers“ mit Matrosenschritten verlassen.

Die wichtigste Information dieses Spieles gaben sich die Gäste aus Boxhagen selber: große Herzen brauchen schnelle Beine, scharfe Augen und ein geschlossenes Mundwerk. Dann geht immer was!

04.11.09 Traktor II – Wasserstadt Spandau 3:4 (0:2)

Nach einer seriösen ersten Halbzeit (in der guten Traktorabwehr kam es zweimal zu ernsten Störfällen) schlichen sich camouflierte Krieger in weinrot  auf den Schönen Hauffgrund (mittags lag dort kurz mal das erste Hobby-Pulver) zurück. Der Gastgeber mit den Leibchen zerlegte durch 3 gekonnt herausgespielte Trefferchen (2x Ali, Großer) die Spandauer Verteidigung und ging in Führung. Einen unberechtigten Neuner dann vermochte der Gasttormann zu verwandeln, einen berechtigten (nach Eingreifen des Boxenwächters) versemmelte der Wasserstadt-Schütze. Kurz vor der Sirene erstritt sich Traktor ebenfalls einen Neuner – auch hier hatte der Treter vorher zu viele Computerspiele absolviert und gabelte die Murmel in des Kiepas Flossen. Im direkten Gegenzug dann erfolgte der tödliche Stoß.

Dies zu den Fakten.

War an dieser Stelle nur äußerst selten von Streitereien unter Hähnen auf dem Fußballplatz die Rede, soll das auch künftig so bleiben. Nur soviel: Traktoristen müssen lernen, Provokationen (wirklich unschön, was einige Gäste da verbal abgezogen haben!) zu negieren und selbst als Herren mit gewölbter Brust und vorgestrecktem Unterkiefer (im Dauerkontakt mit dem Oberkiefer!) aufzutreten. Dann fällt einiger Schwachsinn aus und es dürfen gerne auch 90 volle Minuten gekickt werden. Nächstes Mal Wasserstadt? Schiri!

23.10.2009 Traktor II – FC Berlin 05 (Pokal) 5:4 (4:1)

Wie jede andere Sportart auch, lebt Fußball vom harten Wettbewerb. Und, dass die Burschen vom
Boxhagener Kultclub dem Pokal-Wettbewerb weiterhin beiwohnen dürfen, verdanken sie vor allem
einer kämpferisch großen Leistung und einer 1. Halbzeit, die sie bestimmt haben. Das Endresultat
von 5:4 ist eines Pokalspiels würdig und hört sich nicht nur spannend an, in diesem Fall stimmt die
eigene Interpretation beim Lesen des Ergebnisses auch mit dem Geschehenen überein.
Wir gehen in die 1. Halbzeit: Traditionell sind Pokalbegegnungen für den Traktor-Verein welche
ganz besonderer Natur. Es bedarf also keiner großen Motivationsstrategie um die Jungs heiß zu
machen. Auch gegen den FC Berlin 05 II war man heiß und gewillt zu gewinnen. Anfänglich tat
man sich jedoch mit der eigenen Ordnung etwas schwer, was nicht zuletzt auch an, in der
Offensive, unorthodox agierende, 05er lag. Diese Abstimmungsschwierigkeiten wurden im Verlauf
der 1. Halbzeit zusehends abgestellt und die Spiel bestimmende Mannschaft war die der
Hausherren. Vier Dinger brachte man im Kasten des Gegenübers unter. Zwei davon erzielte der
sehr stark aufspielende Matt Damon, nicht nur ehemaliger Sexiest Man Alive, sondern auch Agent
mit der Mission dem Spiel die nötige Cleverness und Reife zu geben, an denen es in der 2.
Mannschaft manchmal hapert. Ein anderer ganz wichtiger Mann am heutigen Abend war der krosse
Große, dem ebenfalls zwei Treffer gelangen und dessen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor nicht genug
gewürdigt werden kann. Insgesamt kam es auf beiden Seiten zu Torchancen, die die Protagonisten
nicht zu nutzen wussten, vor allem den Traktoristen sollten die ausgebliebenen Dinger noch
schmerzlich weh tun. Wir wollen an dieser Stelle den Treffer der Gäste nicht unter den Teppich
kehren, den der starke 8er der 05er für sich verbuchte und zum bisherigen Ergebnis von 4:1 beitrug.
Leider mussten die Traktoristen in dieser Halbzeit einen Ausfall verkraften, der mehr als schwer
wiegt, denn der Verein weiß um seinen Anführer, der ein Vorbild nicht nur auf dem Platz ist (Und
jeder der seine Karre kennt, weiß, wovon ich rede!). Woher stammt denn wohl sonst der allseits
bekannte Ausspruch mirSAnMIR (!!!), der Ausdruck eines, auf jeden Fall in seinem Falle,
gesunden Selbstvertrauens und einer Siegesgewissheit ist, der ihn von anderen Spielern abhebt. An
dieser Stelle, so viel Zeit muss sein, möchten wir ihm die besten Genesungswünsche übermitteln.
Wir sind in Halbzeit 2 angelangt. Nach anständiger Kabinenansprache und kommunikativem
Austausch bezüglich des bisher Geschehenen, ging es wieder back to green. Was sich dort zeigte,
war zunächst mal recht verwirrend und ganz leicht beängstigend. Die Boxhagener Bounce Bodies
zeigten sich von ihrer schlechteren Seite – leistungsmäßig. Was dort abgeliefert wurde erinnerte an
Körper-Clowns die im Club mit Sonnenbrille herum stehen und vor denen die Ladies, wenn sie sich
doch auf die Tanzfläche wagen, panisch weg rennen (…keine Kommentare…). Das sah so
merkwürdig aus, als wolle man auf Tango Polka tanzen oder „My heart will go on“ auf einen Dr.
Dre-Beat singen! Das geht einfach nicht! Und so kam was kommen musste, man kassierte zwei
Gegentreffer. Es war schon frustrierend: Jeder zweite Pass ging flöten. Das Aufbauspiel war im
Grunde eine halbe Stunde nicht vorhanden. Erschwerend kam nun hinzu, dass der Gegner Blut
geleckt hatte, da der Moment auf seiner Seite. Der 8er indes trat noch stärker auf als bisher, war
nicht zu fällen und holte jetzt auch seine Leute mit ins Boot. Trotzdem galt weiterhin: „Wir führen,
das ist unser Spiel, das ist unser Haus, also los, Marsch, Marsch!“ Nachdem man also mit dem
Zwei-Viertel/ Vier-Achtel-Scheiß klar kam, schnürte man den Tanzschuh nach und führte was zu
führen galt, nämlich Ball und Spiel. Man kam nun endlich wieder zu Chancen und ca. 10 bis 15
Min. vor Schluss schlug es im Kopf der Schildkröte ein, man könnte sagen wie ein Blitz, treffender
wäre aber wie der Stock auf eine Bongotrommel – BAM-BADABAM-BAM – Kurz davor einen ab
zu drücken (wie man es von ihm kennt), entschied er sich dafür auf den besser postierten Großen
durch zu stecken, der cool und sexy ein schob. Der Große mal wieder! auf einen Hattrick von ihm
ist Verlass. Wahrscheinlich der einzige Typ auf diesem Planeten, der es sich erlauben kann, im Club
eine Sonnenbrille zu tragen. Jetzt war man wieder etwas selbstbewusster, was sich auch im Spiel
nach vorne zeigte. Kaum noch was auf der Uhr kam dann aber wieder der Gegner zu einem Treffer.
Ganz in der Tradition dieser zweiten Halbzeit blieb es also doch bis zum Schlusspfiff spannend.
Nun ist aber auch mal gut und so lassen wir diesen mal ertönen.
Wichtiger und insgesamt verdienter Sieg für den SV Traktor Boxhagen II gegen den sich stark
präsentierenden FC Berlin 05 II. Es war alles in allem eine hart geführte aber sehr faire Partie
zwischen zwei Gentleteams, die unheimlich spannend war und aller Hand Szenen bot.
Abschließend soll dem Traktor-Captain das Wort überlassen werden, der nach dem Spiel folgendes
formulierte: „Auch in der 2. Halbzeit und nach dem 3:4-Anschlusstreffer, habe ich nicht eine
Sekunde daran gedacht, dieses Spiel hier zu verlieren.“ Heroisch und richtig zu gleich. Gott zum
Gruße.

19.10.2009 Mud Buckets vs. SV Traktor Boxhagen 2:3

„Yippie Yippie Yeah, Yippie Yeah, Krawall und Remmi Demmi!“. Der hier angeführte, wohl
bekannte Ausdruck unbeschwerter Feierei, der in der Regel Verwendung findet bei
Unterhaltungsveranstaltungen meist sonderbarer Art und dem Einheizen von
Weichhirnlern gedacht ist, bekam beim heutigen Spiel gegen die Mud Buckets eine
zweite (nicht höher wertigere) Bedeutung, denn auch hier waren zum Teil Weichhirne am
Start –  Beleg: 2. Halbzeit. Dazu später mehr.
Am heutigen Spiele-Abend sammelten sich gewillte Traktoristen im Hauffbecken mit der
Mission, die ersten selbst verdienten drei Punkte einzufahren. Weiterer Inhalt der Mission
besagte, den Selbstfindungsprozess voran zu treiben und Erkenntnisse vom Baum der
Weisheit zu pflücken, der an diesem Abend nicht all zu hoch war, an dem faules Obst hing
und der im Grunde nur ein Strauch war, nach dem es sich zu bücken galt, denn da lag die
Antwort. Wie dem auch sei. Der Coach nicht zugegen, aus bekanntem und höchst gutem
Grunde (O-Ton Rolando: „Pflegt eure Ahnen.“ Wie wahr, wie wahr.), hatte sich aber
selbstverständlich bereits im Vorfeld der Begegnung Gedanken gemacht und zu verstehen
gegeben, dass er diese auch umgesetzt sehen will. Rolando vertrat ihn bei der Ansprache,
impfte den weinroten Obstfreunden die taktischen Vorstellungen ein und zu Beginn des
Spiels schien das Serum zu wirken. Man stand also defensiv sehr gut und ließ den Ball
geduldig in den eigenen Reihen zirkulieren, um dann, wenn es sich anbot, offensiv etwas
darzubringen. Dies geschah vorzugsweise durch Schüsse aus entlegeneren Gegenden,
denn witterungsbedingt war dies, wie man heute zu sehen bekam, der Schlüssel zum
Erfolg. Nach erstem Warmschießen fiel dann endlich der erste Treffer. Ein Pass fand Ali,
der sich über links kommend den Ball nochmal rechts vorlegte, bis der richtige Zeitpunkt
zum Abdrücken gekommen und der dieses dann auch tat – aus fast unfassbaren 19 Metern
in der 19. Minute. Mathematisch ganz genau berechnet, rannte der Ball in Usain Bolt-
Manier ins rechte tiefe Eck, um dort dick zu posen. Put your fingers to the sky!“ Also ab,
zurück in Formation.

Es ging weiter wie bisher, taktisch gut eingestellt und diszipliniert, ließ man die Buckets offensiv kaum gewähren. Doch auf einmal, aus dem Nichts, kam ein Ding aus deren Sphären und zappelte im Boxhagener Gehäuse (32.Minute). Ungläubiges Staunen auf der einen, ungläubige Freude auf der anderen Seite. Ein Schuss aus der Sahara. Das 1:1 zu diesem Zeitpunkt. ‚N bissel was is‘ noch uff de‘
Uhr. Die Offensivbemühungen auf Traktor-Seite weiterhin auf gutem Niveau – sprangen
auch gleich einige Dinger bei heraus. Immer wieder Schüsse aus der Distanz, an denen
sich fast jeder mal beteiligte, fanden zunächst einmal leider nicht ihr Ziel, bis ein Mann auf
den Plan trat, der den Plan hatte. L.T. L.T. Smash griff sich zugleich ein Herz und ein Ei
und feuerte das Ding aus der Steinzeit in Richtung Zivilisation. Das Teil flog in der 38.
Minute in hohem Bogen, begleitet von fragenden Blicken, offenen Mündern und
spekulierenden Gedanken und landete punktgenau im rechten Winkel. J. H., Captain for
life, hatte sich in die Analen gepresst. Mit einer 2:1 Halbzeitführung ging es in die Kabine.
Dort wurde allen Beteiligten in einer langen Ansprache nochmals verklickert: „Dat hier is‘
noch lang nicht vorbei!“.
Als es wieder hinaus ging ins Freie, zog eine Kälte durchs Stadion, die greifbar war und
die sich den Akteuren ins Herz pflanzte um dort zu gedeihen, was in solchen Fällen sehr
schnell vonstatten geht. Die kommende 2. Halbzeit sollte daher eine andere werden. Das
Spiel ging so vor sich her und mit fortschreitender Dauer, war der weinrote Riegel nicht
mehr im Stande, seine Stellung zu halten. Die Ordnung verzeichnete herbe Verluste und
an seine Stelle trat t(r)aktisches Geplänkel. Dennoch gab es auf beiden Seiten ab und an
die Chance, den Kasten zu befeuern und vor allem ein Spieler aus dem Traktor-Stall hatte
es dabei auf das gegnerische Tor abgesehen. Matti „12-Pack“ schoss und schoss, was sein linker Drahtfuß so her gab, bis dato leider ohne Erfolg und so erzürnte er sich des
ausbleibenden Erfolges geschuldet. Doch seine Stunde sollte noch kommen. Die Stunde,
die aber vorerst anbrach, war die Happy Hour of Nightmare. Bis hierhin war es eine faire
Partie, nur „Gentleman“ (G’s!) weit und breit. Doch die bereits erwähnte, das Herz
einnehmende Kälte hatte sein Optimum erlangt und ergriff Besitz von den Spielern. Jede
sich darbietende Gelegenheit wurde nun aufgebauscht, begleitet von viel Tramm Tramm
und Elefanten, die alles nieder walzten, obwohl sie vorher Mücken gewesen. Jeder dachte,
er sei Godzilla und wünschte sich nichts sehnlicher, als diesen Ort zu seinem Tokio zu
machen. Ein „blabla“ folgte dem nächsten. Nun denn, gespielt wurde auch noch und in
einem Moment aus Verwirrung und orientierungsloser Defensive, schnappte sich der Ball
einen Mud Bucket und ließ ihn gewähren. Das alles auch noch durch die Mitte und
geschehen in Minute 75, so nagelte er das Runde ins Eckige. Der Ausgleich war wohl
Zeichen genug, dass hier etwas nicht stimmte. Jetzt also auch mal wieder Chancen für die
Traktoren. Einmal kam es zum Eckball und der Spezialist für die Vollendung dieser
Angelegenheiten, die Schildkröte, erwischte das überaus glitschige Spielmaterial nicht
vollends, welches lediglich seinen Kopf tätschelte, da auch die Sicht nicht von der besten
Sorte, um sich dann wieder zu verabschieden. Ein anderes Mal legte sich der Ball vor
Stephie Joe zu Füßen, dieser wollte ihn überlegt und mit viel Gefühl hineinschieben, doch
der Ball hat zuweilen seinen eigenen verdammten Dickschädel und tut nicht das, was man
von ihm will und so flog diese Chance leider hinüber. Dann, etwa neun Minuten vor
Schluss, ergriff Mad-T Besitz vom Ball, schüchterte diesen ein, denn der Ergreifende hatte
nicht das Gefühl gehabt, von seinem Freunde heute anständig behandelt worden zu sein
und zimmerte diesen in das Haus des Pendanten, wo er sich sichtbar wohl fühlte, die Kälte
für einen Moment zu durchbrechen. Ausufernder Jubel! Auch, weil der Boxhagener Fan-
Block, in Gestalt vom Barca-Coach (und Kasten-Legende), Ken-D (Pendant zur Kasten-
Legende) und dem Wolf (Lederjacken-Legende und ehemaliger Hochleistungsschwimmer)
endlich etwas freudiges zu sehen bekam, denn diese 2. Halbzeit war bislang für die Augen
Zucker nur im sprichwörtlichen Sinne. Dieser, wenn er auf der Zunge zergehend dahin
fließt, herzallerliebst, doch in die Augen gestreut, brennt as hell! In den letzten Minuten war
man so frei und dachte sich sogar dem 4:2 nahe, doch die Offensivaktionen wurden
nicht mehr mit Konsequenz zu Ende geführt.
So blieb es also bei einem verdienten Sieg für die Traktor-Bubis, vor allem auf Grund der
1. Hälfte. Eine bleibende Erkenntniss ist folgende: „Zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal saßen einst zwei Hasen, fraßen ab das grüne, grüne Gras.“ Hätten sie das Gras der heutigen Spielstätte gefressen, wäre ihnen das Kotzen gekommen. Nicht allein, weil das hiesige Gras nicht dem natürlichen entspricht und ein reines Plagiat ist, nein, was sich dort zum Teil anbot, war nichts für Genießer. Wer lutscht schon gerne an ungewaschenen Zehen.

16.09.09 Traktor II – Cosmos United I 1:1 (0:0)

Saisondebüt der Zwooten (Punktspielbetrieb)! Ganz kurz: Während nebenan völlig unvollzählig die Mannen der Ersten trainierten, schickte der Garrincha seine Truppe in die Premiere, zu beobachten die Weinroten in ihrem Findungsprozeß. Alle mühten sich und rackerten – hat man aber schon besser gesehen. Wenn die individuelle Klasse zu Selbstvertrauen geworden dann ist, wird alles gut! Boxhagener können sich bei ihrer Innenverteidigung für den Punktgewinn bedanken und müssen gleichzeitig bedenken (wenn der Spaß anhalten soll), ihre eigenen Leute vor Verzagtheit zu schützen. Kein Spiel für Zuschauer- die Gäste trugen ebenso wenig zu einem Mindestmaß an Attraktivität bei wie die Weinroten. Wie sagt man so schön: „Not gegen Elend!“  – Der Boxhagener Treffer ging auf das Konto eines ganz unverzichtbaren Raubvogels.

Folgende Metapher sei hier bemüht, um dem geneigten Leser das Dilemma zu umschreiben: Vor die Wahl gestellt, entweder einen Pudding an die Wand nageln zu sollen oder aber am Strand mit dem Ball das offene Meer treffen zu müssen, würden einige Traktoristen sicher sagen: „Okay, ich mach`das mit dem Pudding!“

Kleiner Kulturhinweis am Rande: Nächsten Montag (21.09.) spielen die Herren von „DINOSAUR JR.“ um J. Mascis (das ist dieser Typ aus dem Mittelalter, der so artig die Laute zu spielen in der Lage ist) im Astra (RAW), sozusagen in der Aorta des Boxhagener Nachtlebens. Es wird die Hölle!

 

09.09.09 Pokal-Qualifikation / SV Traktor Boxhagen II vs. Ü100 III 11:3

Vor ca. 113 Mio. Jahren, die Ü40-Akteure unseres erlesenen Haufens werden sich
daran erinnern können, gastierte auf unserem gerupften Planeten ein Geschöpf mit
der wunderlichen Bezeichnung Deinonychus. Diese Deinonychier gingen gemeinsam
auf Jagd, also im Rudel. Auf sich allein gestellt, waren sie auf Grund ihres tödlichen
Waffenarsenals in der Lage, damit gut klar zu kommen und sich das ein oder
andere, sich windende und in der Folge zum Happen werdende Getier zu
organisieren. Aber erst gemeinsam war das gesamte Potential ihrer Angriffskraft
überhaupt schöpfbar. Und so machten sie sich das Prinzip Teamwork zu nutze, um
für wesentlich größere Schlachten gewappnet zu sein, aus denen sie gewillt waren
siegreich und satt hervor zu gehen.
Dieses erwähnte und bereits unendlichfach bewährte Prinzip überdauerte die
Millionen Jahre und ist noch heute in einigen Kleinfeldmannschaften anzutreffen.
Das sind oftmals die, die nach dem Schlusspfiff jubeln dürfen. Am heutigen Tage
waren das die Traktoristen der 2. Mannschaft, deren erstes offizielles Saisonspiel die
Pokalbegegnung gegen die 3. von Ü100 war und in dem Teamwork ganz entscheidend zu
diesem schönen Erfolg beigetragen hat.
Das Spiel begann flott und dem gerecht werdend, rappelte es in den ersten fünf
Minuten dreimal im Karton: 3. Min. 1:0/ 4. Min. 1:1/ 5. Min. 2:1. Für Zuschauer und
Reptilienliebhaber ein toller Auftakt. Der Gegner agierte zweikampfstark, aber die
Traktor-Boys waren den Ticken stärker und erarbeiteten sich viele Ballgewinne, die
im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit in Torchancen umgemünzt wurden. Mit weiterem
Fortgang des Spiels schaltete die weinrote Bande beinahe instinktiv auf eine
verstärkte Offensive um und attackierte auf starke Art und Weise den Kasten des
Gegenübers, ganz im Stile einer Deinonychus-Angriffsjagd. Belohnt wurde dieser
Spiel- und Jagdtrieb durch fünf weitere Treffer innerhalb der 19. und 30. Minute. 7:1
Wahnsinn! Einige dieser Törchen so schön heraus gespielt, dass dem fachkundigen
Publikum die Tränen kamen, solche der freudigen Sorte. Zudem meinten einige
Beobachter während dieser Angriffe die besonderen Eigenschaften der Deinonychier
in den Aktionen der Exorbitantus Futboleros wieder erkannt zu haben. Zum einen das
primär seitlich schauende Auge, auf dem Spielfeld zum Einsatz gekommen ganz nach
dem Motto: ‚Oh, ein Mitspieler!‘ Zack, Pass, Pass, Tor. ‚Schöööön!!!‘ Oder auch die
Schreckenskralle. Beim Deinonychus zum Erlegen von potentiellem Abendessen
erdacht und geformt, beim Fußballspieler als scharfer Spann zum Einsatz kommend,
in der Lage, präzise und tödliche Granaten abzufeuern, die Maschen des Gegners zu
beschädigen. BÄMM!!! Aber auch ein kräftiger Kiefer ist gewiss nicht nur beim
Zerfetzen von Feinden nützlich, sondern auch beim harten Zweikampf. Denn allzu
oft verirrte sich eine gegnerische Schulter ins Gesicht von sexy Traktoristen, die
trotz des Martyriums hübsch blieben. Das Zusammenspiel war zu diesem Zeitpunkt
wirklich schön anzuschauen. Der Torwart cool und souverän, die Liberos delegierten
vorzüglich und im Verbund mit den Außenverteidigern gab es hinten beinahe kein
Durchkommen. Das Mittelfeld unterstützte die Defensivarbeit, dadurch entstanden
immer wieder Situationen, in denen sich der eine oder andere Verteidiger in die
Offensive mit einschalten konnte, was zu zahlreichen Torchance führte. Der Appetit
auf Tore noch nicht vollends gestillt,  Traktor führte in der 45. Minute 8:1. Der Stürmer durfte sein erstes offizielles Tor bejubeln. Welcome to the jungle! Damit also ab in die Kabine, kurze Besprechung, ganz kurz stolz sein, aber es geht weiter. Los, los, Bock auf spielen!
Angriff. 46. Tor! 9:1. Jetzt hatten ausnahmslos alle Offensivguys geknipst. Ganz
starkes Ding! In der Folge zwei weitere Treffer der Marke ‚Wow‘. Tutti! Doch leider
wurde das Spiel dann etwas fahrig und ruppig. Die Ordnung verschwand des öfteren,
abnehmender Konzentration geschuldet, und der Gegner seinerseits entwickelte noch
einmal Torhunger. Die fast schon logische Folge: leider zwei Gegentreffer. Die
Zuschauer kamen in dieser 2. Hälfte nicht so sehr auf ihre Kosten, auch, weil die
Torhüter beider Mannschaften nun ihre großen Auftritte hatten und keine
Kavaliersgeschenke zu verteilen gewillt waren. Das Spiel endete nach viel Kultur und
tollem Kampf verdient 11:3 aus Sicht der Boxhagener Helden, die sich durch ihre
Spielfreude, Zweikampfstärke und vor allem durch ihren Zusammenhalt
auszeichneten. Bezeichnenderweise trugen sich insgesamt acht (!) verschiedene
Schützen in die Torjägerliste ein. Massive Satisfaction! Schönen Dank. Die Saison
kann kommen. Aber jetze erstma Abendbrot.
Um abschließend auf unseren Freund den Deinonychus zu kommen: Wir durften
erfahren, weshalb er so ein feiner Kerl war. Doch warum starb er aus? Waren die
Buletten irgendwann alle und er verweigerte sich der Hingabe zum Grünzeug?
Verständlich wärs. Aber da gibt es sicherlich noch ganz andere Theorien. In jedem
Fall aber nur eine Wahrheit. Und diese Geschichte erzählt sich wie folgt:
Auf halber Höhe des Felsberges tummelte sich die Deinonychier-Gang um ihren
Anführer Johnny, auf der Suche nach leckeren Tenontosauriern oder sexy
Deinonychus-Weibchen. Appetit hatten sie auf beides. Und die Reihenfolge war
ihnen gleich. „Was zuerst kommt, wird zuerst gemahlen. Hab ich nicht recht,
Jungs!?“, skandierte Johnny. „Harrh, harrh, harrh!!!“ Prolliges Gelächter
allerorten. Begleitet vom Knurren ihrer Mägen flanierten sie in Richtung luftiger
Höhen, sich dessen bewusst, ihre Beute spätestens am Gipfel des Berges in die Enge
zu treiben. Und plötzlich fand sich etwas. Ob ess- oder ****bar, war nicht
auszumachen. Johnny trat einen Schritt hervor, glaubte zu erfassen, um
was es sich handelte und entschied für seinen Magen. Eine Unwissenheit seinerseits,
die sich in der Folge als großer Fehler heraus stellen sollte! „Hey Du“, blökte er
seinen, mit dem Rücken zu ihm gewandten Gegenüber an. „Meine Freunde hier und
ich sind hungrig. Und wie der Zufall so will, bist du derjenige der uns satt machen
wird. Ist es nicht so, Jungs!?“ Zustimmendes, dreckiges Gejohle. Vom sogenannten
Opfer keine Reaktion. „HEY FREMDER!“, wurde Johnny gröber. „Dreh dich
gefälligst um, wenn ich mit dir rede“. Die wandelnde Gesichtsbehaarung und
zukünftige mehrfache Weltmeisterin im Bereich des Kampfsports drehte sich zu ihnen
um und nahm den rohen, Kampf erprobten Haufen in Augenschein. Sein forscher
Blick griff nach Johnny, dem der Atem stockte, fühlte er sich doch wie an den Eiern
gepackt. Seinem Gefolge erging es nicht anders. Es war Chuck Norris, der ihn da an
den Eiern hatte und allen Anwesenden war klar, dass dieser nicht gewillt war, diese
auch wieder herzugeben. „Ihr habt also Hunger?“, sprach Chuck Norris scheinbar
teilnahmslos, um dann in kompromissloserem Ton fortzufahren. „Dabei wird es
bleiben!“. Die Deinonychier waren gar nicht mehr in der Lage gewesen, ihr Leben
vor ihrem geistigen Auge abzuspielen, da war es auch schon geschehen. Chuck
Norris hatte begonnen, eine Spezies auszurotten. Im übrigen nicht zum ersten Mal. Als
er damit fertig war, erschien ihm Gott. „Verdammte Scheiße nochmal! Chuck!“,
fluchte Gott. Ja, Gott fluchte. „Was soll der Mist? Wir hatten eine Vereinbarung.
Wann wer, wie, wo, weshalb ausstirbt entscheide einzig und allein ich. Gott. G-O-TT!
Nochmal zum Mitschreiben. Du weißt schon, der Allmächtige! Und ich meine
nicht Jim Carrey! – Hey Chuck, alter Kumpel! Du weißt doch, Du bist mein Homie.
Nix für ungut. Nur ein kleines Späßchen unter guten Freunden. Ähm… ich muss jetzt
auch los, Du weißt schon, erschaffen und zerstören, ’n bisschen Hoffnung und Angst
hier und da,die alte Chose halt. Wir sehen uns dann, spätestens, wenn ich in einigen
Millionen Jahren die Sache mit meinem Sohn und den Römern den Juden in die
Schuhe schieben werde. Ich ruf dich an…“. Chuck blieb zurück, wohl wissend um
seine Rolle innerhalb der Geschichte, deren Verfasser er ist.

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Saison 2008/2009

24.06.09 Traktor Boxhagen II – FF Friedenau 06 6:4 (2:3)
„Zitterbacke im Pflaumenbaum!“ – „Bei mir fehlen auch schon Stachelbeeren!“
Letztes Spiel der zwooten Traktormannschaft; nach all den elendigen Resultaten in den letzten Monaten war die Raum ausfüllende Frage: Konnte ein Erfolgserlebnis ausklangs der Saison organisiert werden?
Offensichtlich war die Vereinsführung zu handeln in der Lage, indem die sportliche Leitung ausgetauscht wurde und die KrachBummEnte die Sache in die Hand nahm. Ein schönes Ende sollte die Sache doch nehmen, right?
Natürlich gehörten anfänglich ein katastrophaler Abwehrbock zwischen Boxhagener Libero und Keeper (10.) ebenso dazu wie eine zwingende Kombination der FreitagsFuttisten in Minute 20 – Gästeführung, 0:2. Das beschrieb ziemlich genau das offizielle Dilemma der Traktoristen, gibt’s nichts zu deuteln, sind teilweise Buratinos. Das zahlreiche Publikum durfte dann eine Drangphase der Weinroten miterleben, welche in Minute 22 das erste Gastgebertor gebar (nach des Falken Hammer brachte Dirk seine Senkel dazwischen). Und genauso natürlich wurde die Wichtigkeit dieses Anschlusstreffers durch eine ganz seltsame Spieleröffnung der Heimmannschaft konterkariert – 1:3. Friedenauer spielten gefällig, nutzten die Desorganisation der Boxhagener konsequent aus. Einer aber ließ sich dies nicht gefallen und so murmelte der Falke als heutiger Gastspieler der I. dem KastenMicha die Pille hin, der ins Loch – 2:3 in der Vierzigsten. Unscheinbar, aber wichtig vor der Halbzeit, nichnich?! Halbzeit GROSS geschrieben: die Ansprache packte die Traktoristen bei den Eiern und gänzlich verwandelte Weinrote kehrten in die Arena zurück: Locker den Konter der Gäste wegsteckend (62. zum 2:4), entwickelten die Gastgeber endlich die berühmtgefürchtete Kampfkraft plus Selbstvertrauen, die noch jeden Gegner in die Knöchel zwang! Falle markierte 60 Sekunden darauf den Anschluss (reingejodelt wie die Sennerin vom Königssee), um paar Minuten später seinem Libero, der wie ein Schleicher listiger den Gasttorwächter bedrängte, den Ausgleich aufzulegen. Jetzt wusste Jensen Bescheid! Und die Parole lautete: Wackeln im Sturm! Unermüdlich fing er jeden Angriff ab (nur einmal musste Dille noch auf der Linie retten, eisenhart!), sagenhaft das Stellungsspiel dieses Principals…Und wie das so ist innerhalb heiß umkämpfter Matches – einer kommt groß raus, wem die Stunde dann schlägt, der steigt in die Bütt: das heutige Boxhagener It-Girl auf Haihiels und mit Friesennerz dran war Ahmet! Nach geradezu phantastischer Vorarbeit von Werner „John Maynard“ (Insidern auch als Käptn Ahab geläufig) klinkte der Erwähnte einen feinen Strich in den Triangel. Doch damit nicht genug – Falle brachte einen Freistoß aus Richtung Finsterwalde (dort ist der Ofen mittlerweile aus) auf den Schädel vierschrötigen von Ahmet und der hatte doch nichts Besseres vor, als elegant zu verlängernvollenden. Da endlich und nun hatte der Hauffgrund seine Atmosphäre wieder, da endlich wussten Traktoristen, wie ein Sieg schmeckt, fuck!
Buratinos übrigens sehen hübsch aus mit ihrer langen Nase und sind gekennzeichnet von einem leichten Hang zur Selbstüberschätzung. Dies war nun passSeele und die Arbeiter entpuppten sich, nach der Raupenphase den Schmetterling negierend, um Rasenmonster zu werden.
Friedenau war platt, bot aber viel Paroli. Dieweil: Hier haben wir eine äußerst sympathische Truppe gesehen, vollgetankt mit Moral und Freude. Vorbildlich. Die empfinden Niederlagen nicht als Krisis, eher als Katharsis, immer wieder. Werden die Boxhagener daran ein Beispiel in schweren Stunden sich zu nehmen in der Lage sein?
The festival is over – Dank für die vielen schönen Epochen und Sekunden an diese Mannschaft, weiter geht’s!
Ach ja, Zitterbackes größte Leistung war die Erfindung des Schuhputzcremedosentelefons. Sprecht laut und deutlich, der Traktor ist die Membran. Seid ehrlich und demütig, denkt klug und handelt bescheidenerweise ruhig, schafft Grundlagen in euren Herzen und Gewissen. Aus.

21.06.09 Living Legends Neukölln – Traktor Zwo 4:1 (2:0)
Vollzählig zwar, aber ohne das EinMalEins des Fußballs in Kopf und Bein, traten Traktoristen heute in der Mittagsglut an. Der neue Libero machte seine Sache ab der 5.min ganz ordentlich, nur stand es da schon 2:0 für den Gastgeber. Folgend muss berichtet werden von einem Fehlpassfestival, von gravierenden Mängeln in der Ballführung und einer Abschlussschwäche, die ihresgleichen sucht. Die Weißen ihrerseits standen kompakt, hatten immer einen freien Mann parat und gewannen die Zweikämpfe. Nichts Neues im Westen! -Schön dann zu sehen, wie die Weinroten in der Halbzeitpause zusammentraten (bis auf einen), um sich gegenseitig Besserung zu geloben; klappte auch eine Zeitlang ganz nett. – Der Schiri musste sich hinsichtlich Traktoristen um zu wenig Schienbeinschoner oder aber zuviel Klimbim an Horchern und Hals kümmern, irgendwie bezeichnend. Laufstege aber sind woanders, runter mit dem Zeug in Zukunft! Apropos Zukunft: Gänzlich ratlos verließ der Boxhagen-Betreuer den Spielort, eventuell doch nicht in der Lage, dieser Truppe Leben einhauchen zu können.
Kölleneu machte noch 2 Dinger (75./80.) und lediglich die Verstärkung aus der I. vermochte abschließend den bekannten Linken Huf zeigen.
Zurück auf „Los“, mehr Training, mehr Mannschaftsfindung bitte!

28.05.09 Bison Team – SV Traktor Boxhagen II 8:6 (4:3)
Montags noch waren ca. eine Mille Traktoren in der Stadt. Obwohl – die Teile sind ja mittlerweile autobahntauglich und werden vorher am Reißbrett von besten Köpfe entworfen; sind nicht mehr werkstattfähig. Jedenfalls demonstrierten die Kuhsaftproduzenten rund ums Kundesbanzleramt und die Vereinsführung von Traktor Boxhagen solidarisierte sich spontan. Ganz im Sinne von Tim Mälzer (das ist dieser lispelnde, ständig vom Börnaut-Syndrom gehetzte und mit Kochlöffeln drohende Typ), der sich nicht zu schade war, bei einem Beckmann folgenden Korken rauszuhauen: „Milchquote? Ich weiß nicht, was das ist, aber ich bin dafür!“ Ja? Lässig, oder?
Ein Traktor, vollbeladen der Hänger mit juvenilen Boxhagen-Kickern, fuhr heute abend in Kölleneu vor, zu organisieren das Nachholspiel beim Tabellenführer der Bezirksliga. Das Bison-Team (beeindruckende Bilanz!) konnte heute mit einem Sieg den Aufstieg sicher stellen, die weinroten Gäste hingegen waren streng gewillt, ihre angereisten Ultras mit der klassischen Tugend eines dynamischen Gebarens zu erfreuen. Und – es wurde ein schönes Spiel! Daran Anteil hatten beide Mannschaften, charakterlich so gefestigt, dass ein Pfeifenmann als überflüssig erachtet wurde. Überhaupt: der eigentliche Wert des Freizeitballtretens liegt doch im Selbsterkenntnisprozeß der Akteure, fröhlich und fair spielen zu wollen. Oder sehen Sie es anders, verehrter Leser?
Nun, die Weinroten verloren die erste Halbe zwar (nach eigener Führung – 2x Matthias, Alex Gross), begannen jedoch nach der Kurzpause wie die Feuerwehr und überrollten den Gastgeber förmlich (2x KastenMicha, Matthias) zum 6:4. Da war Zug drin, das machte Spaß – Arkonauten bei der Arbeit, die der Utopie der leistungsbezogenen Sachkultur anhängen und deren Credo wie folgt lautet: Gesinnung kann man heucheln, Können muss man beweisen! Aber wie schon öfter in letzter Zeit vermochten Traktoristen mit der Führung nichts anzufangen und schadeten sich mit ungenügendem Zweikampfverhalten selbst. Die Büffel mit den Brandeisenmarkierungen 6 und 15 galoppierten wiederholt durch den Boxhagen-16er und legten mit ihrer weiß gewandeten Truppe eine famose Aufholjagd hin (O-Ton Bisonmanager: „Wir wollen so spielen wie der FC Barcelona!“ – ja, Ziele musst du haben!), welche erfolgreich endete und einen verdienten Sieger hervorbrachte.
Die Gäste ihrerseits hatten in der zentralen Innenverteidigung und im Flügellauf ihre stärksten Mannschaftsteile, durften aber den Pfingstochsen nicht spießen. Wenig ins Bild bei den Boxhagenern passte allerdings, dass einige Akteure vor laufender Kamera und öffentlich die Auswechslung eines eigenen Mitspielers forderten. Verfassungsrechtlich bedenklich. –
Zu erwarten dann war das geschlossene Entern der „Tagung“ nächtens, welche auf der Traktor-Ranch quasi als Saloon fungiert. Nur in Rindvieh machen sie dort nicht, eher in Kirschen.
Das Synchronspiel in Chosebuz endete 0:3, die Angestellten des Teppichhändlers clububberten sich in Liga Eins zurück und das Sorbenland füllte seine Tagebaue mit Tränen; Engel über dem Revier, Rückspiel unerheblich. –
Zwei Schmankerln noch aus dem Boxhagener Alltag: „Hier entstehen drei Passivhäuser“ (Bauschildankündigung in der Thaerstraße) bzw. der Hinweis auf der Verpackung einer wichtigen Alltagsverbrauchskomponente, hergestellt von den Gebrüdern Albrecht, erstanden in der Revaler: „Federweiche Lagen, mit aktuellem Design“.
Hm. Du sitzt also in deinem Passivhaus, legst ganz aktiv ein friedliches Ei und hast das verdammte Schweineglück, ein Klopapier „mit aktuellem Design“ zur Hand zu haben! Das könnte der Sinn des Lebens sein.

09.05.09 Reinickendorfer Fußball Amateure – Traktor II 15:1 (8:0)

Neues aus Boxhagen und damit Guten Morgen, verehrter Leser: vorgestern war PJ da! Nur etwas für Intelligente, und so kamen sie in Massen, die Interessierten: von den Faröern, aus Stockholm und Stuttgart. Aber eben auch aus dem Kiez, zu sehen jenseits des Trottoirs der Revaler Straße (im Astra-Kulturhaus des RAW-Tempels – schmucker Laden!) Polly Jean Harvey – mit Band. Welch ein Ereignis! Dafür war sich selbst Howe Gelb nicht zu schade, im Vorprogramm ein wenig herumzuklimpern, ganz ohne dem Hauptakt „Gigantischen Sand“ ins Getriebe streuen zu wollen. Der Traktor-Sponsor Herr Munter seinerseits (Glückwunsch zur achillesken Genesung!) organisierte noch eilends einen 5-stündigen Generalstreik im Hotel „Libau“ und so kamen sowohl die Putzkolonne als auch der Autor aus der Raucher-Lounge in den Genuss eines einzigartigen Konzertes. Die Frontdame gab die grazile Blume, göttinnengleich bis an in die Wurzeln bewaffnet. Somnambul und mit Dynamit im Gebiss, bot sie ihr neuestes Album dar, zu verzücken ein Publikum – gierig nach Wahrheit und Identität – mit Punkavancen und einem allerbestem Klang. Aber was von konkret, so was von authentisch! Herrje, daß es das noch gibt; nebst anderen der Plattendealer vom „Freak Out“ (Prenzlauer Allee) und ein Keimzeitsänger waren Teil dessen. Und als es allerschönstens war, war Ende. Kunst ist eben „weglassen“ und weniger ist mehr. –
„Weniger ist mehr“ sagten sich heute früh im Wittenauer Teil des Spree-Athens auch die Boxhagener Gäste, waren sie doch ganz erpicht darauf zu schauen, wie man ohne Auswechselspieler innerhalb eines Bezirksligapunktspieles gegen die Freizeitfußballer aus Reinickendorf zu bestehen in der Lage sein könnte. Die Fachleute unter Ihnen erinnern sich: Hinspiel 10:10. Letzten Mittwoch hat es Barca an der Stanfordbrücke nachgemacht – Ausgleich in der 15. Min der Nachspielzeit, schnick!
Und tatsächlich: drei gute Nachrichten haben wir für Sie! Traktoristen hatten heute einen sensationell haltenden Hüter im Gehäuse, der unter größtem Einsatz das Allerschlimmste verhinderte (ernsthaft!), Neuzugang Ahmet war nach Eigentor so stinkesauer, daß er sich entschloss, den Ehrentreffer zu erzielen und schlussendlich verletzte sich niemand. Der Gastgeber zerlegte in unterschiedlich starken Intervallen permanent die wenig frischen, aber immer um Zusammenhalt bemühten Boxhagener, spielte ansehnlichen Kombinationsfußball und gab auch sonstens eine erwartet gute Figur ab. Die Verabschiedung dann war hochachtungsvoll und man möchte niemandem mehr als den RFAn den Aufstieg wünschen!
Der 9. Mai ist der Tag des Sieges, zumindest offiziell in einem nicht ganz fernen Land. Aber auch in den Gefilden um die Königshorster Straße – für die Eingesessenen.
Bleibt eine Frage, häufiger werdend: Großer, wo warst Du?

29.04.09 SV Traktor Boxhagen II – BSG Umbau Berlin 1:2
Grundsätzlich ging es heute für den Gastgeber (so konnte man es mitbekommen) darum, gegnerische Tore zu verhindern oder aber ihre Anzahl zu minimieren. Sie lesen also einen Erfolg – mussten sich doch Traktoristen in jüngerer Zeit allzu viele Sachen gefallen lassen, was negative Resultate anging. Ambitioniert starteten die Boxhagener, changierten gar fleißig und konnten in Minute 13 ein Trefferchen verzeichnen, welches Ali kühl organisierte. Die vordere Achse mit Andre, Ahmet und erwähntem Schützen fungierte geflissentlich und so ergab sich eine Halbzeitführung, die nicht ganz unverdient war. –
Allein der fehlenden Routine und dem leicht nachlassenden Konditionsvermögen war das Endresultat zuzuschreiben: Dieweil die Umbauer mit einem beeindruckendem technischen Potenzial ganz öfter die Traktorabwehr schwindlig zu spielen in der Lage waren, gelangen ihnen lediglich zwei Torerfolge. Sicher, Aluschmeicheleien hörten alle der zahlreichen Zuschauer und niveauvolle Angriffe der Gäste entzückten selbst die Lindentropfen und 53 Mückchen, versammelt zu sehen ein Frühlingsgewitter der Baumschüler. Also gab es nach Solo und Ecke den verdienten Erfolg für die Angereisten. Welche sich einerseits in einem sportlichen Lauf befinden, ebenso aber als Sportsmänner klar erkennbar und freundlichen Gesprächen nach Abpfiff nicht abgeneigt waren. Es lebe der Grundgedanke des Freizeitballtretens!
Boxhagener ihrerseits sollen sich bei ihrem Torwächter bedanken, welcher mit einer ziemlichen Stadtklasseleistung seine Mannschaft am Leben erhielt. Auch trugen dazu bei: Simon mit bissigem Zweikampfverhalten sowie Dille, abgeklärt bis in die Nägelränder. Die restlichen Kämpfer in weinrot (Carsten, Micha, Janis, Tommy) trugen ebenfalls zur Mannschaftsfindung bei und so machte sich ausgangs im Hauffgrund die Hoffnung breit, fürderhin den Verein noch besser repräsentieren zu können. Über den Libero Jens darf an dieser Stelle wohlwollend geschwiegen werden – ein Vorbild an Einsatz und Moral!
Aber: abstellen müssen die Traktoristen ihr Gemosere (wollen sie sich entwickeln), anstellen ihre Konzentration (wollen sie sich organisieren)! Blumentöpfe gibt’s mit 13 auf dem Rummel…am Schießstand oder an der Losbude. Das sind durchweg Individualdisziplinen, aufm Platz allerdings ist doch die Truppe! –
Die Redaktion unterdessen darf sich an dieser Stelle bedanken für die Aufrechterhaltung des Berichtswesens; große Themen gehören auf breite Schultern!
Und derweil der cubanische Tabak hintenraus die Lungen in Ekstase versetzte, wusch vorher schon ein Martin die Klamotten der Ersten und Obama müsste mal das Scheitern der Blockade verkünden. –
Heraus zum 1. Mai, caracho!

28.03.09 CFB Hasenheide – Traktor II 3:3
„Ick bün all hier!“ So empfing ein unschuldig dreinblickender Igel den abgehetzten Hasen. Der seinerseits lange Zeit dachte, durch seine anatomischen Vorteile den Wettkampf gewinnen zu können. Nur, der Igel nahm die Abkürzung, gebrauchte vor allem seinen Kopf und war dann jederzeit Herr der Lage. Soweit die Fabel. –
Wer in der heutigen Bezirksliga-.Begegnung der beiden Neulinge der Hase war, stand natürlich fest. Also war es an den Boxhagenern, sich einzuigeln in Erwartung der Rachegelüste der Heiden (Hinspiel 8:4 für Traktor, schönet Ding!).
Und tatsächlich erspielten sich in Halbzeit 1 die Gastgeber Chance um Chance, scheiterten allerdings mehrfach am gut aufgelegten Traktor-Keeper und dessen Vorderleuten (Insider kennen die Qualitäten der „4 Non Blondes“ natürlich seit längerem). Ein Ei musste allerdings doch aus dem Korb geholt werden und so ging es mit Hasenführung Richtung Pausenbuffet, an welchem sich labend die Weinroten versicherten: Der Drops ist noch nicht gelutscht!
Und unter Einsatz der bekannten Traktorenkampfkraft stiegen der Große und der Zonk auf das Schild und führten ihre Mannschaft zu einer 3:1-Führung (Tore: Janis und 2x Simon). Ganz klar – die leben von ihrer Moral! Allein: sich aufbäumende Hasen kamen zurück und torpedierten den aufgekommenen Siegestaumel mit 2 Trefferchen direkt.
Das Remis geht schlussendlich in Ordnung, sympathische Grüne gaben eine gute Figur ab und Weinrote ergaunerten mit einer fast völlig neuen und in dieser Konstellation erstmalig zusammen aufspielenden Truppe ein heißes Pünktchen. Ein „Willkommen!“ an Stephan im Punktspielbetrieb und ebenfalls ein „SchönEuchWiederZuSehen!“ an einige WelcomeBackBoys (Werner, Andre, Jensen).
Und so hat also der Hase gegenüber dem Igel seine Vorteile doch noch etwas zur Geltung bringen können und beide kamen gemeinsam ins Ziel. –

Jemand merkte einmal an, er hätte keine Zeit mehr, rauchende Motoren mit seinem Blut zu kühlen. Ganz in diesem Sinne verabschiedet sich der Ihnen wohl gesonnene Autor zur Fortbildung an die Playas del Este, nicht ohne Ihnen elanvoll zuzurufen: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“
Ach: Keine Sorge, lieber Leser, in der Zwischenzeit werden Sie selbstverständlich qualitätsgerecht und fachlich fundiert über alle weiteren Entwicklungen im Traktor-Universum unterrichtet!

27.02.09 Traktor Zwoo – SF Berlin 79 1:2

Holland oder Orange? Arztkoffer oder Chinaapfel? Sonnenunter- oder -aufgang?
Man weiß es nicht. Aber stellen Sie sich doch bitte einmal vor die Situation, in der gegen 01.39 Uhr die versammelte Boxhagener Trainergilde am Kickertisch ihrer Hauskornditorei von einem dahergelaufenen Kiffermob mit 0:9 abgezogen wird – das ist doch mal eine Kater-Strophe! Die beiden wichtigsten anwesenden Ultrarandgruppen sahen es emotionslos, sind sie sich doch seit jeher darüber einig, die wechselnden Konterfeie von freizeitballtretenden Traktoristen zu kennen. Ab und an ließen sie eine Öre rollen, auf dass sich frustrierte Bezirksligisten laben konnten an Possibilitäten bezüglich Ausschweifungen, Verlustierungen und Wirrungen ihrer Zusatzzeit. Übrigens: Herzlich willkommen, Fratzschi!
Vorher, abends im Schönen Hauffgrund (Märchen-Wilhelm), konnte die Gästetruppe artig, also kunstvoll, aufspielen. Die versammelte Weltöffentlichkeit sah ein Match, welches mit allen speziellen Merkmalen eines Klassespiels ausgestattet war: Tiktak, Emoßion, Torschusspanik oder auch Lebenssaftgrätsche. Nur waren die weinroten Gastgeber nicht ganz in der Lage, ihre Chancen unterkühlt zu nutzen – bei größeren Spielanteilen für MoaTiergärtnerBiter kämpften sie zwar vorbildlich, konnten jedoch den verdienten Auswärtssieg ihres Widerparts nicht verhindern. Obschon der teilweise echt als blasiertes, sträucherklauendes Knicklicht daherkam, jämmerlich! Fußballerisch haut das schon eher hin, Aufstiegsambitionen wären nicht unrealistisch.
Also: Durch je einen individuellen und kollektiven Aussetzer fingen sich die Boxhagener ihre Gegentore; der Überbegriff „Standard“ sollte bei denen mal manifester werden, verdammte Intrige! Schön aber auch zu sehen, wie sich beispielsweise Dille und der Zonk in den Dienst ihrer Mannschaft stellten. Der Wilde Stier wiederum konnte exakt nach einer Stunde den Anschlusstreffer erzielen, unterstützt von einer tätigkeitsorientierten Traktor-Meute. Und wenn der Falke (einen Tropfen Schweiß vor der Angst) in der 85.min seine Staksen unter Kontrolle behalten hätte, könnten Sie genau JETZT den Ausgleich lesen. Aber Pusteblume! – Freude indes war allerorten vorhanden, die Weinroten heulten und gnatzten nicht, sondern kippten Wolfens Geburtstagspilsette und sahen sich fest in die Augen. So fest, dass man ein klein wenig Angst bekommen konnte: Was in diesem Verein abgeht, ist eher selten – die müssen nicht mit jedem fusionieren!
Dazu passt auch die Schlussanekdote: „Die Fahne ist niemals gefallen, so oft auch ihr Träger fiel.“ Und küssend den geretteten Stoff, versanken Traktoristen aus Boxhagen in den Nebel der Visionen, wohl wissend, dass ihre Zeit kommt.

12.12.08 SV Traktor Boxhagen II – RFA 10:10
Sie lesen richtig, 10:10! Der Fachmann würde murmeln: „Entweder waren da zwei absolute Anfängertruppen am Werk oder aber es muss etwas Besonderes passiert sein.“ Nachfolgend wird Ihnen geschildert Letzteres:
Blonde schnelle Jungs aus dem Fuchsbau (lokal gemeint) im Anmarsch! Eine sensationelle Bugwelle der Euphorie vor sich herschiebend, geruhte heute der juvenile verlustpunktfreie Bezirksliga-Dominator aus Reinickendorf mit dem bedrohlichen Namen „Fußball-Amateure“ seine Schienbeinschoner nach Boxhagen auszuführen (um sie jedoch kühl in der Kabine zu lassen, war ja kein Pfeifenmann anwesend). Damit trat zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden (nach Sporting Mutante als Gegner der I.) eine Topmannschaft in die Hauff-Arena; wieder unter Flutlicht, wieder 19.30 Uhr. –
Würde die II. Traktormannschaft heute ihre interessante Entwicklung fortzusetzen in der Lage sein? Quantitativ jedenfalls war man vollzählig: Kräfte wie Rouwen, Wolf, Janis (nach Gipsphase) oder auch Dille streiften sich gut gelaunt die Töppen über. Restliche Kerntruppe komplett, verstärkt durch den Falken und die KrachBummEnte. Nur Simon fönt noch seinen Knöchel, fand sich aber selbstredend im Publikum ein.
Irgendetwas jedoch muss falsch gelaufen sein vor Spielbeginn! Boxhagener kamen nicht klar mit dem schnellen und hübsch anzuschauenden Spiel der Gäste. Die dominierten die ersten 45 Minuten fast nach Belieben und knallten das Ei des Anstoßes ein ums andere Mal in den Kasten der Weinroten. Welche selbst verbal wie eine „C-Jugend“ auftraten und den Gegner ohne Not dadurch stärkten. Einzig der Wilde Stier (Andreas) steuerte zwei Tore bei zum 2:6-Halbzeitstand bei. Sollten diese noch wertvoll werden?
Beim Päuschen dann wurde, soweit man es von draußen mitbekam, ein neues Curriculum aufgestellt; komplett und in allen Belangen. An jeden wurde noch der 3. Lungenflügel verteilt und das Adrenalin Richtung Schädeldecke beordert. Und siehe: Traktoristen zeigten die nettere Seite ihres chimärenhaften Wesens. Fortan wurde gerackert, gerannt, kein Ball verloren gegeben. Jeder hing sich voll rein, das Herz der Mannschaft begann laut zu pochen. Die Anwohner traten auf ihre Balkone, Glubscher reibend zu schauen, was sich dort unten in der Hitze der Nacht ereignete auf dem grünen Teppich. Und ängstlich äugten sie auf ihre Tapeten, erwartend die Vorläufer des Erdbebens…
In der 47.min hob der Falke stilvoll die Pille über den letzten Mann der Reinickendorfer; sechzig Sekunden später legte Andi, das Fanal bemerkend, entschlossen nach. Sollte da noch etwas gehen? Nicht doch, Gäste erzielten ihren siebten Treffer (wirklich tolle Offensive, die sie da haben!) und gedachten, das Spiel nach Hause zu schaukeln. Doch wieder einmal kristallisierte sich die Einzigartigkeit und das Spezielle des Kleinfeldfußballspieles heraus. Traktor glich nach Torerfolgen von Ali (54., den Gewaltschuss von Samir touchierend), Falle und Matti zum 7:7 aus. Die Ultras am Feldesrain schlugen Purzelbäume, die Spieler hatten ihr Kampf-Gen implantiert, die Presse bekam die untere Kinnlade nicht mehr hoch (übrigens freut sich die Redaktion auf die samstägliche Bundesliga-Radio-Konferenz: Manni Breuckmann hört mit 57 Jahren auf, wird dem Volke leider nimmer mehr das Ruhrpottballtreten kommentieren). Kaum jedoch war der Traktor richtig in Fahrt, entschlossen sich die Gäste, dieser langsam unheimlichen Situation definitiv ein Ende zu bereiten. So knipsten sie innerhalb von 5 Minuten (65.-69.) dreimal. Kurz und trocken.
„Ach, wie dicht waren die Boxhagener dran am Erfolg, wie schön wäre hier ein Punktgewinn gewesen!“ Dies bedachten die emotionslosen Spaziergänger, mit ihren Kötern sprechend. Nicht aber Traktoristen – die wechselten munter und arbeiteten entschlossen weiter!
Die Plauener Spitze piekte in der 78.min ein. Erster Saisontreffer des vorbildlichen Sportsmannes und Webmasters Frank Wolf! Die Spielzüge der Boxhagener waren nun auch mit Kontur ausgestattet, öfter wurde jetzt die Gästeabwehr überrannt. Robert de Niro (Sie wissen schon: Wilder Stier und so…) setzte in Minute 84 zum linken Leberhaken an – Anschlusstreffer! Die Sache mit dem Leberhaken ist die: die Wirkung tritt erst mit leichter Verzögerung ein. Das war der Fall 2 min. vor dem Glöckchen. Hier strich die Ecke des Falken mit 101 km/h flach und tückisch Richtung Matti. Der wartete noch, bis sich alle angeschnallt und das Rauchen eingestellt hatten, um die Kugel dann eruptiv und volley ins Eckige zu schmettern. Eine Bewegung, ansatzlos. Heiliger Bimbam! –
Da war er also doch noch, der Punktgewinn für den Sportverein „Traktor Boxhagen“. Kwott era demonstrandum, wie man auf dem Kiez zu sagen pflegt: Die alte Leier vom „Über den Kampf ins Spiel finden“! Grandios, beispielhaft, exorbitant Freude bringend!
Der heutige Gegner wiederum wird mit großer Wahrscheinlichkeit Richtung Verbandsliga segeln, die mickrige Insel Landesliga en passant in Besitz nehmend. Überhaupt hinterließen die Gäste einen exzellenten Eindruck und ihr Name wird an Klang gewinnen. –
Jib ma Fäua, bitte!

10.10.08 SV Traktor Boxhagen II – Mud Buckets 10:0

Schauen Sie, man kann ja jene oder diese Vereinsarbeit „machen“. Sogar ist es möglich, bisher ganz unbekannte Wesen und Menschen kennen zu lernen (gemeint ist auch der inklusive Enthusiasmus plus Bockwurstgeburtstagsfeier im Anschluß).
Nur: ganz wunderschön wird es, wenn vor einem Fußballspielchen in der Freizeitliga vor ca. einem Dutzend Ultras (Dank an Candy für Schnüffeleien!) ein tatsächlicher TRAKTOR auf die Wiese gerollt kommt, als Inspiration und Verpflichtung zu großer Leistung zugleich. Kann ja nur anspornen und hat der Hauffplatz noch nicht gesehen, wenna Augen hätte, wa!; wird er fürderhin immer – danke an die Verantwortlichen der Pärformänz!
Apropos Geburtstag: Der Boxhagener (heutige!) Jubilierer Micha Kasten verordnete sich sein Hawaii-Hemd in der 21. Minute nach Vorarbeit von Falk (3 Trefferchen), um weiterhin nonchalant seiner Mannschaft zur Verfügung zu stehen. Vorbildlich. Keine vier mal 60 Sekunden davor konnte der heutige dauerläuferisch omnipräsente Dauerläufer (Wiederholung wirkt wie Wasser) Alex die Megarakete Matze (am Ende 5 Knipsereien) derart in Szene setzen, dass es nicht nur klingelte, sondern einfach PENG machte (diesen linke Huf hat einst schon Michelangelo an Fiorentiner Fresken geschmissen). Erwähnter Alex hat ganz unscheinbar noch das schönste Eigentor des Tages organisiert (nach Eckstoß, 20.min).
Weinrote ignorierten nach der Halbzeit (9:0) den Mob an der Außenlinie und spielten sich für Größeres ein. Konziliant konzentriert. Ein letztes Törchen (74.) durch diesen eigenartigen weinroten Wirbelwind mit der Nummer XY schickte auch den letzten der Gäste auf die Solariumsbank.
Nach Spielende wurde dem verletzten Traktorrudel eifrig der Rücken massiert, die kommen ja auch noch! Müssen nur aufpassen, nicht überheblich zu werden.
RumstiBumsti oder das Sirupfaß!

19.09.08 Traktor Boxhagen II – SC Bison Team 2:4

„Meine Augen sehen gelbe Büffel,
und ich rieche Staub, den rote Nüstern
blasen auf vom Sandpfad unserer Steppe.
Guter Bogen, spanne deine Sehne!
Guter Pfeil, versage nicht im Schusse!“
(Lied der Schwarzfußindianer aus den nördlichen Prärien)

Anfang des Punktspielbetriebes für weinrote Bezirksligisten! Nach dem erfolgreichen Einzug in den Pokalwettbewerb wollten diese eine erste Duftnote als Liganeulinge setzen (VFF, Kleinfeld). Angereist war die Truppe vom Bison Team, verkörpernd langjährige Berliner Freizeitfußballtradition. –
„Der Büffel war ein ängstliches Tier, das Wölfe und Jäger floh, aber wenn es gereizt war, wurde seine Angriffslust sehr gefährlich.“ Dieser Satz findet sich neben vielen anderen zum Thema „Büffeljagd“ im 5. Band des Epos „Die Söhne der Großen Bärin“; Pflichtlektüre vor der Adoleszens! Die Warnung beherzigend, zeigte sich der Gastgeber wohl sortiert und spielte anfänglich soliden Ballsport. Allerdings war der Gegner ebenso mit Mut und Übersicht ausgestattet und vermochte, diverse Lattentreffer der Weinroten ignorierend, zwei blitzsaubere Angriffe in Tore umzuwandeln. Es entwickelte sich ein wirklich interessantes Spielchen, gekennzeichnet nunmehr sowohl durch willenstarke Traktor-Angriffe als auch prägnante Bison-Konter. Von den Rängen durfte alles gesehen werden, was eine Klassepartie ausmacht: schnelles Passspiel, geschwinde Laufarbeit, Torschüsse und beinharte Zweikämpfe – auf beiden Seiten. Boxhagener kämpften und rackerten, nur liefen sie zeitens einem Rückstand hinterher. Erfolgreich waren Matze und Stephan (so konnte die zwoote Hälfte ausgeglichen gestaltet werden), allein ein Punkt war heute nicht drin für Traktoristen. Ein Fest für alle Beteiligten auf dem schönen Hauffplatz war es allemal! –
In der Schwarzfußindianer-Reservation droben in Montana an der Grenze zu Kanada gibt es die Tradition, dass auserwählte Jäger vor dem großen Pow-Wow (alljährlich treffen sich die Vertreter verschiedener Stämme, um ihre Tänze, Gesänge und Rituale zu praktizieren, auf dass keine Generation ihre Herkunft vergisst und Identität verschleudert) einen Bison erlegen und dessen Fleisch an die Stammesältesten verteilen. Als Respektbezeugung. Respekt bezeugte auch eine unterlegene Boxhagen-Truppe ihrem Widerpart nach Abpfiff, um sich ausklangs in trauter Runde gegenseitig realistischer Pläne und Möglichkeiten zu versichern. Der abgesandte Reporter war beeindruckt: hier wächst etwas zusammen! Und die erwähnte Duftnote wird werden ein Singsang aus Moral, Freude, Schmerz und Intelligenz; daraus entsteht Können. Denn von „Können“ kommt Kunst, nicht von „Wollen“. Sonst würde es ja Wurst heißen.

14.09.08 Pokalquali VFF: Ü100 II versus Traktor Boxhagen II 1:6

„Haste schon jehört? Troppa hat sich uffjehang`!“ Derlei Nachrichten kursierten ausgangs des Sparta-Stadionfestes Ende August (wir berichteten). Wem kann man trauen, was entspricht der Wahrheit? Und was kann aus Fußballern werden, die nicht mehr ballern mit dem Ball, womöglich auf die schiefe Bahn geraten (erinnert sei an Mäcki Lauck)? – Doch ach, das ist ja erst übermorgen, auf geht`s für Traktoristen jetzo! Ran an den Mann, mit Juchee übern See und dann : Jawoll uffm Atoll!
Am heutigen Sonntag-Mittag brutzelten einige Tempelhofschöneberger ihren Pflüger-Braten. Den rochen hungrige Boxhagener und traten an zum ersten Saisonpflichtspiel 08/09. Qualifikation für den Pokalwettbewerb – so lautete das Thema. Gastgeber waren die Vertreter des verdienstvollen Berliner „Ü100″-Vereins.
So grau und lethargisch sich dieser Tag zeigte – Weinrote starteten ausgeschlafen und überlegt: Exakt durchlief der Ball alle Stationen, deren Exponenten souverän auf dem Posten waren. Merklich hier die gute Vorbereitung und Trainingsarbeit. Tore waren eine Frage der Zeit, Fakten hierzu schufen Matze (linker Winkelhuf aus 22,63 Metern) und der Große
mittels Kopfball nach Vorarbeit von Simon. Nach dem Päuschen schlug die Viertelstunde der „Alten“ Candy und Alex. Trocken wie Salz klinkten sie ihre Fernschüsse ein, pure Erfahrung, pures Auge! – Die Blauen nutzen nun eine kurze Phase der Boxhagener Orientierungslosigkeit, um einmal konsequent ihre spielerischen Qualitäten bis vor den weinroten Kasten zu demonstrieren und das 1:4 zu erzielen. Einmal deshalb, weil die traditionell aufopferungsvolle Boxhagener Abwehrarbeit auch von der II. Traktor-Mannschaft als Schlüssel zum Erfolg erkannt wurde und keine weitere ernsthafte Gefahr mehr bestand.
Kurios der 5. Treffer: Micha wähnte sich nach zwingendem Torschuß schon in der Statistik, da brauste Janis heran und nickte die Pille schelmisch grinsend mit dem linken Augenlid ein. Matze war es vorbehalten, nach schöner Kombination das halbe Dutzend voll zu machen. Dies alles war recht hübsch anzuschauen; schlummerndes Potenzial blinkte gülden hervor. –
Das Herz von Rainer Troppa übrigens (hervorglänzender Berliner Abwehrspieler in den 80ern, Nationalvorstopper für den DFV) schlägt; dessen Genick wäre auch zu stabil für den Strick (also Rubrik „Flüsterente“ im Spartanebel). Und wie man eindrucksvoll erleben durfte, begann auch das Herz der jungen und neugegründeten Traktor-Mannschaft heute in der Öffentlichkeit deutlich zu schlagen. Metronomgleich.
Die Boxhagener Kirschen sind vollständig geerntet, von nun an weht ein eisiger Wind aus dem Friedrichshain durch die Bezirksliga…und den Pokal?

 

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