Ü 40 | Vergangene Saisons

Saison 2010/2011

07.03.11 Traktor – RW Spandau 2:5 (0:3)

Das Halbzeit-Resultat ist der „Running-Gag“ bei dieser Ansetzung; müssen sich doch Traktoristen erst ins Hintertreffen bewegen, um dann -fast schon tot- wieder auf zu erstehen in den zweiten 35 Minuten. Bis dahin kontrollierten die Gäste locker, leicht und flockig das Spiel, kopfballten den Führungstreffer nach Ecke und spielten 2x nett zu Ende.Erst nach der Pause echauffierten sich Traktoristen über diesen bisherigen Zustand und fingen an, Fußball zu spielen. Belohnten sich mit 2 Knipsereien der KrachBummEnte und vergaben tatsächlich -höchst aussichtsreich- mehrfach den Ausgleich bzw. gar Größeres. Die Rot-Weissen zappelten aber nur kurz, eine Viertelstunde etwa – dies war die starke Phase der Weinroten. Dann aber war klar, das die Heimmannschaft mit ihren Chancen nicht fruchtbar umzugehen in der Lage sein würde und Spandau (verloren ihren besten Mann, die Nummer 9 nach 2Kampf mit dem Fassmacher) konterte das Vierte heraus bzw. erzielte durch individuelle Unachtsamkeiten, wenn man das so nenen darf, der Boxhagener das Fünfte.Die Traktoristen stecken jedenfalls in einem Dauertief und treffen sich („tief“) am Wochenende bei den Schlossgeistern zum Kellerduell. Heute dabei waren Schaffi, Jensen, Eisen, Herr Leistikow (spielte arg verletzt durch), Dille, Wolf, Maynard, der Maler und Knaua noch. Helau! -Aus Gründen einer kurzfristig anberaumten Renovierung bleibt dieser Flügel der Traktor-Bibliothek übrigens bis auf weiteres geschlossen. Alles wird gut.

 

26.2.11. BSC Alte Zeiten – Traktor Boxhagen 7:2 (3:1)

Träge raunzten sich die Friedrichshainer in die Borsigbeete an diesem sonnigen Samstag… Umso schneller dynamisierten sich die Ereignisse, als über die Fernsprech-Apparate klar wurde, daß das Spiel statt 12 hätte schon um 10 Uhr stattfinden sollen. Irritation – nun aber husch!Die Gastgeber warteten einschmeichelnd und hatten also genug Zeit, sich ihre Taktik aus den dicken Brettern zu hobeln; und wandten die dann auch an: Ließen Traktor schön kommen und verlegten sich aufs Kontern. Traktor kam auch schön, konnte allerdings nicht knipsen, sieh an! Das übernahmen die Alten Zeiten, die ein ums andere Mal die verschreckte Hintermannschaft der Weinroten düpierten. Lediglich Herr Leistikow auf der Boxenwacht stellte sich den Ereignissen und verhinderte die Zweistelligkeit. Ansprechend auch die Plauener Spitze (konnte 2x abstauben) und Maik. Der brachte nicht nur zwei Schachteln „Karg“ aus Murnau mit, sondern bestach durchaus und mehrfach durch gute Übersicht bei der Spieleröffnung. Über die anderen Boxhagener (Schaffi, Dille, Norbert, Wolle, Seb, Eisen und Knaua) darf hier die durchsichtige Pelle des Schweigens gedeckt werden. Wird das wieder?Und träge raunzten sich die Friedrichshainer zurück in ihren Kiez, durchaus vergessend, daß der TrosinaStäff mit den Möbeln auf sie wartete…

 

17.1.11 Traktor – Capri 3:6 (2:4)

Capri kommt gerne in den Hauffgrund. Seit jeher. Fanden doch in letzter Zeit die Traktoristen keine Mittelchen gegen die kopfballstarken Südmänner um ihr Gehirn (heute mal mit der Nummer 14 unterwegs), dessen Verstandeskraft und Zehentechnik das Spiel bestimmte. Und sie hatten einen grandiosen Torwächter auf der gelben Linie, der wahlweise einen Kubikmeter oder aber auch eine Kanonenkugel darstellen konnte: Blitzschnell war der in den Ecken und hegte seinen Fümwa liebevoll.Der weinrote Kapitän hatte seine Traktoristen zwar noch beeindruckend in Führung gebracht (Kopfstoss nach Selbstvorlage an die Latte), Capri jedoch war nicht im mindesten beeindruckt und konnte in der Folge 4x einlochen. Leicht begünstigt durch allerlei schräge Abspiele seitens der Boxis. Pike erzielt mit links und dem Pausengong das 2:4 und Maynard draußen dachte: Geht ja noch!Allein alles Drücken der Gastgeber nach Wiederanpfiff, alles Rennen und Aufbäumen und Schießen (inklusive vergebenen Penalty vom Maler) nützte nichts, da ohne Ertrag geblieben. Im Gegenteil, Capri konterte auf das Würdigste und hob die hölzerne Scheunentür der Traktoristen aus den Angeln und zog weit davon – in den Nebel hinter den Pappeln. Lediglich der TrosinaStäff konnte kurz vor Ende wenigstens etwas Resultatstusche betreiben. Das schönste Tor aber gab der „Unparteiische“ leider nicht: Anstoß dann nochmal und direkt reingefeuert durch den Gästescharfschützen. Konzession?In den wenigen seltsamen Situationen der Partie waren es übrigens eher die Boxhagener (heute noch mit Hütte, Dille, Fassmacher, Jensen, Herrn Leistikow und Knaua unterwegs), die ihren Ehrgeiz leicht überzogen. Und verloren und krank sich dann aufmachten, wenigstens die dritte Halbzeit zu gewinnen. Capri seinerseits kommt bestimmt gerne wieder.

 

15.1.11 Knallrot Wilmersdorf – Traktor Boxhagen 0:6 (0:4)

Durch eine kleine, aber feine taktische Umstellung eichte der Boxhagener Ballsportleiter seine Truppe (im Eichkamp, immer gut!) auf Sieg. Don Norberto (1x), Jensen (1x) und Schaffi (1x) agierten beherzt und banden ihre Schaulis Hütte, die Plauener Spitze, Knaua, Pike und Maik-den-Kargholer schönstens mit ein. Allerschönstens der Auftritt der Traktor-Wuchtbrumme Fassmacher, welcher dreimal granatenhart einsemmelte. Beide Kiepa stark; mit leichten Vorteilen für den Knallroten. Hielt der doch ziemlich beeindruckend – hätte aber lieber eine Null hinten zum Schluss gehabt. Insofern geht die Kategorie dann an Herrn Leistikow im Kanarienkostüm. Fand auch Maynard als Fluppen verteilender Zugucker.Schnee weg, Punkte da. Übermorgen Capri im Hauffgrund.

 

22.11.10 Traktor – FC Oldie 79 1:5 (0:1)

Die Gäste just hatten einen samtenen Schafspelz übergeworfen und ihre Faustkämpfer daheim gelassen bzw. eingenordet. In Boxhagen ist Jammern eher unbekannt, aber nach den Vorfällen im Mai fanden sich am heutigen Montagabend dann doch einige Unterstützer der Traktoristen (inklusive Vertreter aus befreundeten Vereinen) auf den Rängen ein, um im Falle des Falles einzugreifen. Konnte unterbleiben, da Oldie „nur“ Fußball spielte und das sehr ansehnlich! Die gingen durch ein wunderhübsch herausgespieltes Trefferchen mit Minimalführung in die Pause und die Boxhagener ihrerseits wähnten sich noch irgendwie im Spiel. Das war allerdings verzerrte Selbstwahrnehmung, sprang doch bei denen lediglich ein Tor (Schaffi zum 1:2, Solo über rechts und aus spitzestem Winkel eingetütet) heraus. Bei aller Liebe – das ist zu wenig und es setzte sich also fort die Abschlussmisere von Boxis. Schlimmer: Spieleröffnung kompliziert, wenig Mumm im Hirne, Watte in den Ohren, Wechselschwachsinn, Fehlpässe… Das ist Mittelmaß. Höchstens.Oldie verantwortete Dinge für die Augen und machte wirklich schöne Netzereien (per Schädel, 25m-Flachschuss, 35m-Winkelböe) und so boten wenigstens die den Zuguckern etwas.Ihre Sportredaktion wünscht der heute komplett fehlenden Traktor-Innenverteidigung gute Besserung bzw. Freude im Tage und ruft andererseits der KrachBummEnte, Hütte, Herrn Leistikow, Eisen, dem Fassmacher, Dille, Don Norberto, Maynard, dem Maler und Knaua zu: Das könnt ihr besser! Echtmajetz.

 

15.11.10 Ü100-Team Berlin – Traktor Boxhagen 4:0 (1:0)

Freundlich vom Gasometer winkten der Lilatsch, Herr Nielsen, Fabi und Flori herunter. Die sind am Tempelhofer Weg groß geworden und leisteten heute von der Reeling weg den Alttraktoristen seelischen Beistand. Hatten jene auch bitter nötig, sahen sie doch keinen Stich gegen die akkuraten Gastgeber. Die Hunderter mit IngoThilo als Lunge machten das Nötigste und kleckerten ihre Chancen kontinuierlich ein, erst recht, als die Weinroten in der 2. Halben aufmachten und so schönste lichtdurchflutete Räume darboten. Boxhagen setzte seine einzige Großchance in der 50.min zuverlässig an den Querbalken und organisierte sich den ersten Nullinger. Das ist hart. Oder, was meinen Sie?Am Start trotzdem gut gelaunt, auch danach, waren folgende Buben: Capitano Schaffi, Jensen, Dille, Eisen (schön gekämpft hintenraus), Wolf (mit 53 Schrauben im Schultergürtel), Hütte (der muß noch den Quark aus seinem Fußgelenk eitern), Don Norberto, der TrosinaStäff und Knaua. Herr Leistikow im Kahn wirkte leicht paralysiert, war aber eher schuldlos an den Treffern. So.Fünf Unverdrossene danach sinnierten noch in der „Tagung“, um am Ende festzustellen, dass Mannschaften mit einer Blauen Hose als Anführer eben schlicht besser sind. Zur Zeit.Nächsten Montag besuchen die hochwohlgeborenen Vertretrer vom FC Oldie 79 den Hauffgrund. Fällt Ihnen dazu etwas ein

 

01.11.10 Traktor – Schlaff 1:1 (1:1)

Der Tabellenanführer zu Gast; im Angriff leicht unterbesetzt. Bei Traktor feierte Hütte seinen Einstand und die weinroten hatten ansonsten die Spandau-Klatsche gut verdaut. Kamen heute nie in Emotionsverlegenheiten und holten einen beinharten Stiefel raus (2x Yellow für Pike & Jensen). Knaua machte irgendwie die Boxhagener Führung – durchaus verdient, nach einigen Ballzaubereien der Vorwärtser Schaffi und Don Norberto. Boxhagener nahmen den Ausgleich noch vor der Halbzeit-Tröte, um sich dann schön hinten rein zu sortieren und die Blauen wie ein Sardinenschwarm zu umgarnen und deren Chancen übersichtlich zu lassen. Mitverantwortlich dafür waren noch Dille, der Fassmacher und Seb. Das war natürlich öde für Zugucker, den Traktoristen aber ist offensichtlich jedes Mittel recht, um in se holy Hauffground allerhöchstens einen Gegentreffer pro Spiel zuzulassen, zänkjuh! Herr Leistikow in der Boxenwacht verdiente sich Bestnoten – genau wie sein Pendant gegenüber. Ansonsten leitete der Schlaff-Schiri exakt und lediglich die Angereisten machten nach Abpfiff einen etwas verwirrten Eindruck. Jungs, ihr werdet Meister! In Boxhagen kann jeder mal ausrutschen.Nachtrag Anfang Februar `11: Das Spiel wird vom Verband mit 0:6 gewertet. Man munkelt etwas von nicht eingeschickten Spielberichtsbogen. Tja.

 

23.10.10 RW Spandau – Traktor4ziger 9:3 (2:1)

Oha, neue Regeln: Das seit Epochen zelebrierte Rührei vor Kickereien im Hotel Libau fiel aus! Sonst trafen sich da immer die beiden Dauerbewohner und hauten sich verkehrterweise das Eiweiß in die Backen; musste aber heute des Samstags Morgen einfach mal unterlassen werden, weil sämtliche Balltreter Boxhagens gestern in Maynards Laden weilten, um zu dessen Jubiloleum ja nicht die Auftritte von John Lee Hooker (den nur ganz wenige wieder auferstehen lassen können), den Stones und Nick Cave zu verpassen.Die Nacht war lang, die Visagen der Weinroten nach dem Match noch länger. Hatten die doch der Kampfkraft und Laufwilligkeit der Spandauer wenig entgegen zu setzen. Lediglich Don Norberto gelangen 3 Netzereien (2 vom Äquator und einen Freistoss) und die Angereisten ansonsten bekamen nicht viel zusammen. Das war natürlich schade für Herrn Leistikow (rigoros von der Nachtschicht eingeschwebt) in der Traktor-Reuse, welcher als heutiger Neuling ordentliche Schwindelgefühle ob der vielen Schüsse präzisen bekam. Hielt dennoch einiges und verhinderte so die 2stelligkeit. Sein Pendant erigierte mit großem Erfolg öfters in seiner linken unteren Ecke und war ein absoluter Souverän. Bei den 3 Gegentoren völlig chancenlos. Ebenfalls schmissen die Rot-Weissen bei Bedarf die Herz-Lungen-Maschine durch ihren 10er an, der als Kopf der Truppe die 2(!) Zehner der Boxhagener klar ausstach. Amüsant. Es amüsierten die Spandauern (das grenzte schon stark an Einschmeichelei) noch diese Boxhagener: Schaffi, Fassmacher, Jensen, Maik,Knaua, Eisen und Maynard. Bei den zwei Letztgenannten implodierte noch jeweils ein Glasknochen und so schleppten sich die Gäste durch ein Spiel, welches zwar nicht ganz die Kategorie „Inferno“ erreichte, zweifelsohne aber als höchste Niederlage in die junge Geschichte der „Alten“ aus dem Boxhagener Land eingeht.  Kultureller Höhepunkt allerdings war der Schiri an sich, welcher in der Rubrik Backenbart und Unterhaltungswert klar vorne lag. Pfiff wichtigerweise sehr vernünftig (1x Yellow für den Capitano weinroten) und Traktor wünscht den lamoryanten Spandauern noch eine erfolgreiche Saison. Im Hauffgrund gibts dann beim Rückspiel auch große Pilsetten, grins.Nick Cave übrigens weilt auch heute noch in der Stadt, um dem Konzert der Einstürzenden Neubauten abends in der C-Halle beizuwohnen. Und argwöhnisch seinem Ur-Schauli Blixa Bargeld (angestellt in Caves Band „The Bad Seeds“) beim Klampfen und Röhren zuglotzen wird. Genau wie Ihr Autor und Traktor-Sponsor Munter.

 

18.10.10 4ziger – Schlossgeister 15:1 (10:1)

Nachholspiel. Gäste mit einem Wechsler (hatten klugerweise ihr gestriges Pokalspiel verlegt), Gastgeber mit Zwölferkapelle. Interessant der Arztkoffer von Schlossgeistern – der war noch einen Tick größer als der von Boxhagenern. Welche ihrerseits ihre Rekonvaleszenten (Plauener Spitze mit Nägeln über der Lunge, Kerscha mit verschnittenen, also „Blend“- Kreuzbändern sowie Husten-Knaua) vollzählig an der Glühwein-Theke parkten, immerhin.Es ist zu sagen: In der angereisten Truppe wohnt ein Geist, der offensichtlich weit mächtiger ist als ihr Gehabe auf dem Fussifeld. Die freuen sich über jeden Erfolg, beispielsweise über angekommene Pässe, aber auch und am meisten über Tore! Konnten heute jubeln über eines, schwerst herausgearbeitet – über ihre linke Seite. Dieser Ehrentreffer torpedierte die weinrote 10:0-Laune zur Pause. Ganz verdient. Ehrlich.In der zweiten Halben murmelte Traktor noch weitere 5mal die Kugel über die Linie des ausgezeichneten Torwächters derer aus dem Schlosse. Und deren Geist wuchs. Wuchs sich aus in eine kollegiale Verabschiedung am Ende. Und dazu soll es doch kommen, oder? Wer hat schon Lust, bei Horrido nach 30 Minuten zusammengefeuert und unehrenhaft entlassen zu werden? Und also: Die haben vielleicht nicht, die Schlusslichter, die ganz todbringende Taktik – aber was sie haben, ist Freude und Spaß. Vorbildlich; da können einige Traktoristen einige Kauleisten aus der Tischkante nehmen.Jene waren wie folgt am Start: Eisen in der Reuse, Dille, Fassmacher, Seb, Maik, Jensen, Don Norberto, Maler (2x), Maynard (1x – der NesTor wird Donnerstach fuchzich!), Pike (1x), Schaffi (4x) und die KrachBummEnte (6x). Plus Eigentor der Blauen.Soweit nett; netter noch waren die Gespräche nachgangs an der „1“ in der Tagung: da ging es um suizidale Schildkröten (gerne auch aus Guayana, mit Leder dran), Hermann Axen (den Zusammenhang kann Ihnen möglicherweise der Traktor-Capitano in einer stillen Minute erneut anvertrauen), CalamarisKalmare im Kampf mit Pottwalen – live miterlebt von Dille auf seinem Törn um Cap HoornBornholm auf der Brücke der „Greif“ (ehemals „Wilhelm Pieck“) eines nachts zwischen einsundzwei  sowie um den Unterschied zwischen Salz- und Süsswasser unter Aquarianern. Oder nennen die sich Aquaristiker, diese Aquanauten? Na Hauptsache, die waren mal Hauptdarsteller in Filmen und haben das wiederum nicht verwechselt mit dem eigentlichen Leben. Haben die ja nicht. Nicht Traktoristen. Die zelebrierten heute und Montagabend ein Gefühl wie Robert Mitchum in den späten 50ern, als der während Dreharbeiten seine legendäre Scheibe „Calypso – is like so…“ (www.bear-family.de) auf  schönen Inseln einsang. Und einsank.Traktoristen freuen sich auf die Rot-Weissen Polizisten am Samstag in Spandau. Hat es da Glühwein? Oder: wessen Weinen wird glühen? Glühck auf, der Steiger kommt…

 

04.10.10 Traktor Boxhagen – Borussia Billerbeck 4:1 (3:0)

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit gewöhnten sich die Traktoristen langsam ihren Schulterblick („Kommt denn nun noch Verstärkung?“) ab und sich den Zorn der Wölfe an. Um den Rest der Zeit mit einem launigen Altmännertrotz zusammen stehend (und laufend) zu verbringen. Die Gäste aus Tegel mit voller Brasserie da, lautstark und wissend die Sache von außen begleitend – hätten selber zur Pause dreinull führen müssen (0-Ton). Allein Traktoristen waren effektiv und unterkühlt – es war, als rauschte die Kirnitzsch durch ihre Adern und gab frei einen klaren Blick auf die Heimat. Anmutige Höhen, summende Wälder, tiefe Seen; an deren Ufern machten Jäger Feuer und hatten nur einen Plan: zu überleben, nicht ohne noch einen fetten Eber vor der Nacht verspeist zu haben.Die Borussia ackerte, immer ambitioniert; Spiel war fair. Weinrote heute: Eisen, Dille, Pike (ganz groß, aber auch gönnerhaft beim 1:4 – welch ein Sozialist!), Maler (1x), Don Norberto (2x), BulgaRusse (der Rastelli von Sosopols Stränden war kaum zu halten) und Capitano Schaffi (1x). Haben Sie durchgerechnet? Eben. Der Mensch also und gemeinhin wächst mit seinen Aufgaben. Mancher. De la Mancha. Don Quichote beispielweise. Aber auch Dille – zwinkazwinka.Der Husten übrigens aus der letzten Partie hat sich noch verschärft und so darf die Redaktion an dieser Stelle dem Boxhagener Mannschaftsbetreuer Jensen herzliche Grüße zukommen lassen. Der indes die Zeit nutzte, um endlich einmal sein Silber aus Potosi durchzupolieren…

 

29.09.10 FC Horrido 78 – Traktor Boxhagen 7:2 (2:2)

Unschön war`s, unschön: 2007 gastierte Traktor (noch unter „Friedrichshainer Sports“) in der damaligen Ü32-Liga bei Horrido (die sich anschickten, das Dauerabonnement auf den Meistertitel zu halten und jetzt bei den 4zigern gelandet sind) und wurde mit schlechten Sprüchen und Hohnrufen verabschiedet. Vergißt man nicht so schnell. Genauso fragwürdig ist der Name: „Horrido!“ war und ist der Schlachtruf der teutschen Gebirgsjäger und was die im Laufe von Jahrzehnten an einigen Ecken der Welt anstellten und -stellen, ist das Gegenteil von menschenfreundlich…Das alles im Vorderkopf, trafen die Weinroten heuer in der Bose auf eine Mannschaft, die sich menschlich und fußballerisch dann schönerweise als markant, fair und vorbildlich entpuppte. Aufgeatmet – Boxhagen zollt Respekt!Ging selber noch mit einem 2:2 in Päuschen (beide Tore durch die KrachBummEnte), um dort allerdings wie der Geist in die Flasche zurück zu hopsen und seelenlose Hüllen auf den Teppich zu schicken. Traktor fand nicht statt mehr. Dies lag nur hintergründig an einer eigenen sensationellen Fehlpassquote – vielmehr zog Horrido das Spiel komplett an sich und nagelte die Traktoristen an die imaginäre Wand, emblematisch. Was bspw. deren 5er fachlich bot, war schlicht überrrragend. Da wird die Liga noch viel Freude haben! Die Gäste ihrerseits konnten die gute erste halbe Stunde also nicht annähernd wiederholen und dürfen sich gleichzeitig beim Torwächter Eisen bedanken, dass es nicht zweistellig wurde. Weder den Brüdern noch Don Norberto gelang noch irgendetwas und auch die restlichen Friedelhainer durften zuviel Pudding im Oberschenkel bemerken. Schaffi, Jensen, Pike, Maynard, der Fassmacher und Knaua vervollständigten die Combo Fatale, welche einem um Längen besseren Gegner sehr herzlich zum Sieg gratuliert.Husten – Wir haben ein Problem!

 

20.9.10 Traktor – FFC Lichtenrade Ost 1:1 (1:0)

Nach einem Monat Pumpe (die Jungs von Schalossjeista und Spandau konnten jeweils nicht, bekamen von Traktor Ausweichtermine) endlich wieder Fußi! Leider ohne Pike, der bronchial-jammernd die Matrazengruft hüten musste. Hüter des Tores bei den Weinroten heute Eisen, sich nie zu schade, die Horizontale in 1.63m Höhe einzunehmen: boxte bis auf eine unsichtbare Granate (56.min) alles auf Martins Grill (einmal musste es ja passieren!) und zeigte seinerseits, was die ständige Rochade auf dieser Position für eine feine präsidiale Note bringen kann. Traktor verwaltete die erste Halbe recht konstant und Lohn war ein Törchen. Durch Jensen (nach energischem zweiten Wurf, 20.`) und nach toller Vorarbeit des BulgaRussen (über links, Eckfahne mitnehmend, Vortrag für morgen kurz reflektierend, Gegner foppend, sich freuend, zu den Nichtrauchern zu gehören, eigentlich schon verstolpernd den Ball, dann seinen herangaloppierenden Kolobri sehend). Der Maler über rechts ebenfalls mit schnellen Vorstößen – nur fanden seine „Stürmer“ die Hereingaben nicht vor lauter Selbstbewußtsein. Knaua schickte einen Blitz ans Gebälk, Don Norberto fand keine Lücke für seine Beinraketen. Aber Geduld war vorhanden, Ordnung stand ganz nett. Die Gäste -stets diskret unterwegs, mit ehrlichem Lachen und sportlich/fair mit Anspruch- erkämpften sich den Ausgleich, weil Boxhagen (mit Schaffi, Dille, Seb, Fassmacher und Maynard auch) mehr und mehr schwamm jetzt denn Ordnung hielt. So wurde das Spiel nun offener und jeder wollte noch gewinnen, klar. Jedoch der Fußballgott wohlweislich hatte etwas dagegen und organisierte noch ein schönes Abschlussbierchen an Martins Luke, mit wirklich allen Beteiligten. Na fein. Kerscha kommt bald bei „Knochen-Meier“ unter die Säge, wohlan und gutes Gelingen!

 

23.8.10: SG Waidmannlust – Traktor Boxhagen 2:2 (0:0)

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Saison 2009/2010

21.6.10: Traktor – SC Capri 3:4 (2:4)

Es trafen sich heute gar viele Traktoristen, um im letzten Saisonspiel eine Geschlossenheit zu demonstrieren und im Anschluss noch den einen oder anderen Plausch zu führen. Die Gäste von der lieblichen Insel erschienen ebenfalls in großer Zahl und es wurde ein herrlicher Fußballabend! Der Gastgeber startete leicht übermotiviert und wurde lässig ausgespielt, 2x. Schaffi dann semmelte von rechts ein und konnte für seine Weinroten verkürzen. Der Fassmacher war längst an den 8er gestellt worden und die Zugucker sahen ein recht offenes Spiel. Capri machte nach dem Dritten noch ein gigantisches Vorpausentrefferchen durch den 8er, ehe die KrachBummEnte für die Boxhagener einlochte. –

Hälfte Zwoo hatten jene dann gut im Griff, fingen sich keinen Treffer mehr – ja, konnten sogar noch aufholen durch den Poseidon des Weißen Sees. Ein souveräner Schiri legte schließlich noch drei Minütchen drauf (das ist gar nicht mal ungerecht, weil die Capri-Pfeifen gelegentlich auch schon mal 5 Minuten zu früh abträllern), allein der Ausgleich fiel nicht mehr. So verabschiedet sich also die 4ziger des Traktoren-Vereines in den Sommer, nicht ohne noch Maulschlüssel zu holen baldigst, um ein paar Stellschrauben später nachziehen zu können. Mitwirkende heute waren neben den Erwähnten: Capitano Dille, Seb im Kahn (allerbesten Dank!!), Pike, Jensen, Eisen, Wolf, Maynard (für real 2 Minuten – bohnerte für einen Abstoß kurz die Steinplatten vor Martins Luke und ging dann die Quante kühlen), Herr Kühl-Poirot und Knaua (Kerscha als Marskottchen selbstverständlich an der Linie). Und den anderen, weil wegen z.B. Autsch im Körper, heuer nicht anwesenden Traktoristen sei hier eine „Gute Besserung!“ bzw. „Seid bereit!“ zugerufen (Wolle, Don Norberto, TrosinaStäff, BulgaRusse, Maik der Karg-Hohler). Glück auf!

 

07.06.10 Traktor – Knallrot Wilmersdorf/Kellerkicker 1:4 (0:2)

Wenn man nicht gewinnen kann, muss man das Ausmaß der Niederlage in Grenzen halten.

Dies ungefähr war der Plan der Gastgeber, welche erneut ihre spielerischen Defizite zur Schau stellten, dass es eine reine Freude war. Wiederholt wurde ein Fehlen mehrerer Exponenten (jene verzauberten die Fachwelt in der Hinrunde noch) allzu deutlich und die Boxhagener krauchen momentan auf dem Zahnfleisch. Nach der vorgestrigen Capri-Absage bekamen die heute Abend im Schönen Hauffgrund gerademannso eine Kapelle zusammen und sahen sich spielstarken Gästen aus Wilmersdorf gegenüber. Welche die Unorganisiertheit der Weinroten erfahren ausnutzten und in schöner Regelmäßigkeit ihre Tore machten – aus allen möglichen Spielsituationen heraus. Die Traktoristen konnten durch Pike nach Freistoß ihren 100. Treffer verbuchen und damit ist das Saisonziel im Grunde erreicht. Oder? War da noch was? Stichwort „Mannschaft“?

30.05.10 Schlossgeister – Traktor Boxhagen 1:14 (0:8)

Während ein Schneewittchen aus Niedersachsen in die Fjorde hineinsummte, bereitete sich Ihr Autor gestern Abend auf ein Glotzenspektakel der besonderen Art vor und stellte Stäbchen zwischen die Lider: kurz vor Mitternacht nämlich wurde öffentlich-rechtlich ein Weltschinken gegeben, in dem bspw. ein Mann nicht mehr aufs Pferd kommt, ein anderer beim Schießen eine Brille benötigt hätte oder auch als „Duck of Death“ von jemandem (in diesem Falle von Gähne Hackmann) zusammengetreten wird, der in anderen Rollen „Pferd“ genannt wurde. Die beiden Haudegen Klaus Ostwald (nicht der gleichnamige VierSchanzenRunterspringer aus Zella-Mehlis) und Übermorgen Freimann räumen ordentlich auf – „Erbarmungslos“.
So also mit Schlafdefizit und kaputtem Effenberg donnerten die 2 Boxhagener Hotelbewohner (zusammen mit Seb) Richtung Grunewald, nicht ohne vorher ihr traditionelles Rührei zelebriert zu haben. Im Autoradio nuschelte ein ganz anderer Hotelbewohner etwas von „Am dreißigsten Mai ist alles vorbei“ und am Fuße des Lindenberges, an einem kühlem Wege, wurde gestoppt. Vereinigung mit der Restmeute, konstatierend eine Vollzähligkeit gerade so.
Das Balltreten selbst war dann ganz nett: Den Gastgebern gelang ein wunderschönes Ehrentor, welches selbst Maik als heutiger Boxenwächter nicht zu halten in der Lage war. Ansonsten magnetisierte er den übersichtlichen Rest der Chancen von BlauWeissen. Alle Boxhagener ihrerseits konnten knipsen: Jensen, Pike und der BulgaRusse (dem an dieser Stelle ein besonders herzlicher Dank für seine spontane Zusage ausgesprochen werden darf!) je einmal, die Vorwärtser Schaffi, Seb und Knaua je dreimal. Dazu gesellten sich zwei Eigentore. Die Weinroten mussten alle durchrennen – praktizierten die hinsichtlich der etwas außergewöhnlichen Umstände im Vorfeld doch ganz ordentlich, si! Wolf war Zugucker, die Schlossgeister zeigten sich stets entspannt, allet schick. –
Apropos „Erbarmungslos“: Pünktlich zum Abpfiff setzte ein fetter Regen ein und dies nun lieben ja die Männer von Traktor Boxhagen – weil: nasser Mai gibt gut die Scheune voll… Und hoffen übrigens ebenso, dass Klaus Ostwald auch weit über seinen heutigen Achtzigsten hinaus einer der wichtigsten Autorenfilmer bleibt. Boxen und Rugby hat der ja schon thematisiert. Wie wäre es mal mit Fußball? Mensch, Lena!

03.05.10 Traktor – SG Waidmannslust 1:2 (1:2)

Leider sind die Zeilen zu diesem Spiel versehentlich gelöscht worden und wir schreiben Anfang Juno. Hier also eine minimalistische Rekapitulation des Geschehens: Traktor ging nach etwa 20.min durch einen Fernschuss von Jensen in Führung. Die Gäste drehten noch vor der Pause durch einen Schrägschuss aus 10m und einen schönen Kopfballtreffer die Partie zu ihren Gunsten.

Boxhagener drückten dann stark und bis auf wenige Konter verlegten sich die Waidmannsluster auf das Verteidigen der kostbaren Führung – die Gastgeber scheiterten sehr oft an ihrer traditionellen Abschlußschwäche. So fiel in Halbzeit 2 kein Tor mehr und das Ergebnis geht gut in Ordnung.

20.04.10 SCHLAFF II – Traktor 2:2 (0:0)

Ganz kurzfristig bekam Traktor eine Truppe zusammen und konnte reisen in die Treseburg. Da empfingen die SCHLAFFIS -als bestes Rückrundenteam- eine Boxhagener Mannschaft, welche mit einer exzellenten taktischen Leistung die Partie zu bestreiten in der Lage war: der Fassmacher (die Entdeckung der jüngsten Zeit, hat seinen Platz im Team gefunden) stellte den Vierer-Hendrick kalt und stieß dazu noch einige Male mit nach vorne, Pike spielte souverän und britannisch wie jeh und vorne joggten Schaffi und Wolf ordentlich einen ab. Jensen fungierte als Taktgeber, die KrachBummEnte (2 Dinger) als asketische Wunderwaffe.

Draußen Dille als Kapitän besah sich mit eitrigem Hals die erste Halbe (dann direkt ins Spital) und Maynard und der Franke waren hingebungsvolle Ersatzspieler. So waren mehrere Chancen des Gastgebers zu verzeichnen, nur hatten die nicht den letzten Feinschliff oder aber der Kanarienvogel als Boxenwächter hielt seine Reuse sauber. Schlaff spielte feldüberlegen und ambitioniert, Traktor wartete ab und mimte die gewieften Taktiker. Zur Pause dann gab es ein torloses Resultat und die Weinroten waren völlig von sich überzeugt. Machten folgend zwei Treffer und hinten dicht. Nur in den letzten 5 Minuten verloren sie ein wenig die Orientierung: einen eher haltbaren Ball ließ Knaua durch sein Trommelfell gleiten und dann griff der Schiri zu seiner Triola und schenkte dem Gastgeber einen Neuner.

Insgesamt war das Remis gerecht und für einige verbale Aussetzer von Traktoristen nach Abpfiff möchte sich der Autor an dieser Stelle entschuldigen. Komm lieber Mai und mache…

 

14.04.10 Traktor Boxhagen – Ü100 Team Berlin 6:2 (2:1)

Es ist ja immer das gleiche – hört das denn nie auf? Mittwochabend im Hauffgrund, die Sparta-Piepel trainieren, um schlussendlich den Platz für die Traktoristen aus Boxhagen und deren Gäste freizumachen. Auf dem einen Kleinfeld findet weinrotes Training statt, auf dem anderen das Punktspiel. Und wenn sich im Winter (ist noch gar nicht so lange her) einige unsicher waren, ob die ganze Nachholeaktion auch logistisch zu stemmen ist, zeigt die Realität doch vor allem dieses: rege Beteiligung, alle drei Traktorequipes sind vollständig anzutreten in der Lage und natürlich einen nie zu bremsenden Spaßfaktor! Übrigens: von einer interessanten Zuschauerfraktion darf durchaus auch einmal die Rede sein, sind allermeistens welche da.

Ü100 wiederum wird immer gerne empfangen (in welcher Liga auch immer), speziell die Oldies allerdings verbindet doch schon eine längere herzliche Bekanntschaft miteinander (die trafen sich nämlich 06/07 erstmalig in der Ü32). Leider war der Gast heute personell leicht dezimiert und so musste die Blaue Hose (dieses Beinkleid verzaubert tatsächlich seit 1985 den Freizeit-Balltreten-Fanmob in Berlin) quasi als omnipräsenter Libero auflaufen. Die fränkische Dampfplaudertaschenspitze fehlte, das fiel sofort auf. Nicht nur verbal. Trotzdem zeigten sich die Tempelhofer kampfbereit und von Anfang an entwickelte sich ein ansehnliches Spielchen. Traktor wollte die Hinspielpleite egalisieren und schickte neben dem Don erneut die KrachBummEnte (hatte seine Beinhaubitze wieder dabei – 3x klackte es in der Gästereuse) ins Rennen. Hinten links bekam der Fassmacher eine völlig neue Aufgabe (stark!), Jensen spielte auf seinem Thron trotz Magen-Darm-Virus und vorne schlidderten Schaffi (dieser stille Sandokan macht nie Aufhebens um Irgendwas; macht zuverlässig Tore – heuer eines), Seb und Wolf in die Pässe. Dille mit Binde legte eine tadellose Entwicklung hin (von „labil“ nach „stabil“, inklusive schönem Volley-Treffer) und Kerscha braungebrannt tänzelte aus den Lehrerferien ein (u.a. mit schöner Einlage in den 8. Rang). Höhepunkt des Spieles war der Tor-Erfolg von Jensen (59.min) nach schicker Traktor-Kombination. Da tauchte der Libero wie „Ralf aus dem Hummerbecken“ im anderen Strafraum auf und bekam wirklich das Spielgerät zum finalen Drückerchen, findig, findig! Insgesamt allerdings ist nach wie vor die Chancen-Auswertung ein echtes Manko bei den Weinroten – das nur am Rande. Der Gast konnte kurz vor Ende mit einem abgezockten Hinterkopfball den Kanarienvogel überwinden; vorher war der in Halbe 1 gegen die Blaue Hose einmal machtlos. Ü100 immer fair (klarer Punktsieger in dieser Kategorie), immer spiellaunig, immer nobel. Heute allein waren die Boxhagener bärenstark und erwischten einen ihrer besseren Tage. –

Nach der Schlacht war die grüne Wiese rot – also gab man sich dem gebrauten Frieden hin und brachte dieserart erst Martins Vorräte zur Strecke, um sich dann Richtung „Tisch 1“ zu fadisieren.

Einige Traktoristen sind nächste Woche nicht in der Stadt – hoffentlich zeigt sich Schlaff II verlegungsbereit…

 

07.04.10 Traktor – Alte Zeiten 9:3 (6:1)

Der Chef im Osterurlaub! Zitternd bestimmt saß er in seinem Exil, schmachtend und den Mittwochabend herbeisehnend. Am Telefone Jensen hing eifrig dann und während alle in Martins Kabuff das schnieke Tor von Robben in Menscheßta (da freute man sich sogar auf Schalke…) glotzten, wurde dem der nette Bescheid durchgegeben: Heimsieg, höchste Torausbeute der Saison!

Nach einigen Umständlichkeiten bei den Boxhagenern in letzten Partien hieß die Parole heute: F&F! Und siehe – schon war mehr Selbstvertrauen und Spielkultur vorhanden. Don Norberto, wiedergenesen und mit nur 5kg Übergewicht ausgestattet, besetzte schön die Mitte (1x geknipst) und sicherte nach hinten ab. Die KrachBummEnte (welch ein Beinzauberer!) wird in bälde ihre „Welcome-Back-Tour“ beendet haben und nach den Leibesübungen bei den 4zigern vermehrt die Erste bereichern; heute nochmal vier Treffer. Aufgrund von Personalmangel bei den Außenabwehrern sprangen hier Wolle (ebenfalls ein Tor) und Seb auf den Hänger; Pike regierte auf der zentralen Defensivstation. Weiterhin Dille war kollegial und organisierte den ersten Gästeerfolg mittels Eigentor- nach Eckstoß. Zuletzt vorne waren sowohl der Fassmacher als auch Schaffi läuferisch spitze präsent, wobei der Mann aus dem Hotel Libau die interne Kanone mit 2:1 für sich beanspruchen durfte.-

Die Gäste verkörperten klasse Milljöh: 5 Minuten vor eigentlichem Anpfiff schlenderten die in den Schönen Hauffgrund ein, mit Pilsener-Schachtel auf der Schulter und Frühling um die Nasenhaare. Schnell erkannten die dann, dass die Weinroten heute einen Tick zu schnell für sie waren und nahmen das Ganze zwar ernst, aber nicht tragisch. Allerdings waren die Alten Zeiten nach vorne immer gefährlich und Pike musste Schwerstarbeit verrichten (zur Not half dem sein Kiepa). Der Gastgeber seinerseits zerlegte sich übrigens völlig unnötig in der zweiten Hälfte dezent selber und scheiterte, wie schon öfters zu beobachten gewesen, an seiner phobischen Überheblichkeit. In schöner Regelmäßigkeit konterkarieren die Boxhagener den alten Bofinger-Spruch: „Was ist unsere Spezialdisziplin? Disziplin!“.

Jensen darf trotzdem von Fortschritten lesen und kann sich als Mediator auch erproben. Nächste Woche kommen die alten Freunde von Ü100 und so manch Traktorist sieht gerne die Blaue Hose wieder…

 

30.03.10: SC Schlaff I – SV Traktor Boxhagen 5:2 (3:0)

Hoppala, dasindwaja! Mit 48 Stunden Verspätung (unerhört!) reichte Ihr Autor seine Betrachtungen bei der Sportredaktion ein und bekam dafür einen gewaltigen Rüffel. Weiß die doch in ihrem Stübchen immer darum, dass da draußen die Spielberichts-Junkies kein Auge zumachen können. Aktualität ist des Redakteurs Kunst – Brot für den Autor gibt es nicht. Höchstens einen Applaus, manchmal sogar nach einem Freizeitkick vom Gegner. So geschehen am Dienstagabend an den Ufern der Treseburg. Danke gleichfalls!

Also Boxhagen zu Gast bei den Ersten Schlaffis, welche durchaus gewillt waren, die Hinspiel-Niederlage im Schönen Hauffgrund wettzumachen. Nebenan auf dem zweiten Kleinfeld bolzten die 32er der KölleNeuer und da nun geht ja jedem Traktoristen das Herze auf: Ist es doch ab und an gar nicht so sehr einfach, einem Verein beim Führen mehrere Mannschaften zusehen zu dürfen. Machen die gut, alle beide.

Der Gastgeber klappte unbemerkt von Traktoristen seine Machete auf und prompt liefen die Angereisten hinein; mussten blutüberströmt mit NullerDreie in die Pause dackeln. Hatten nicht den Ansatz einer Spielkultur und der Ball wurde so betrachtet, als ob da Reste von Exkrementen dran wären. Deswegen wollte erst recht kein Boxhagener damit länger zu tun haben und tat öfter so, als ob der Gegenspieler umkurvt werden sollte und schickte den, selber lässig  schmunzelnd den Halblauf abbrechend, dem Spielgerät hinterher. Es war eine Pracht, mit welch feiner Ironie den Schlaffitchen die Murmel überlassen wurde und wie stolz und kühn die Traktoristen in ihrer Opiumhöhle agierten. Da fielen dann drei Törchen wie in Zeitlupe, niemand griff ein (nicht ohne aber vorher zu vertändeln – selbstverständlich!) und der Gastgeber ging konsequent in die Führung. „Schlaff“: Fußball!

Jetzo nüchterten die Boxis spontan aus und gelobten ihrer sportlichen Leitung Besserung, nach dem Päuseken. Doch ach, schnell fiel das Vierte und draußen Maynard und dessen ukrainischem Bruder schwante eine Packung. Wunderbarerweise aber konzentrierte sich der Gast und vermochte über eine hübsche Stafette mit Pike und Schaffi durch die KrachBummEnte einzulochen. Die Organisation allgemein allerdings war ungenügend bei den Weinroten (Dille hatte zu viel Schlaf, auch nicht gut!) und ganz öfter mussten sie den aufgeweckten Stürmern der Heimmannschaft hinterher blinzeln.

Auf beiden Seiten fiel noch je ein Trefferchen (Andre als energischer Traktorist) und der Schiri durfte pünktlich (nicht ohne noch vorher eine Gelbe für Pike zur Schau gestellt zu haben) abträllern.

Traktor übrigens nutzte diesmal seine Chancen sogar recht ordentlich – akkurat die Hälfte! Da war der Gastgeber über eine Quote von rund einem Drittel sicherlich weit unzufriedener…

Es gibt bei den Balltretern eine Regel: Die Mannschaft, welche den Torschützenkönig in ihren Reihen hat, wird Meister (so geschieht das gerade bei den Legionären aus Gelsenkirchen mit ihrem Hungaro-Brasilianer). Insofern darf ihr Autor Sie gerne unterrichten vom Vorhandensein eines Top-Scorers bei Schlaff – hallo Henrick! Du wirst Meister in diesem Jahr, mit welcher Mannschaft auch immer! –

Morgen fängt das so genannte „Ostern“ an. Rechnen Sie doch (anlässlich katholischer Bräuche) einmal konsequent mit dem größten Konzern der Welt ab und treten sie aus aus dem Laden. Gründe stehen selbst im Boulevard. Glück auf!

 

27.03.10: BW Hansa 51 – Traktor Boxhagen 1:7 (0:5)

Lobeckstraße, 11 Uhr. Da gewann im Schnee-Jänner eine weinrote Truppe das Hallenturnier bei Hansa 07. Heute also wieder Hansa. Blau-Weiss aus Kölleneu. Traktor-Wetter.

Die erste Reihe knipste schön periodisch nacheinander (Wolle, Wolf und Schaffi). Es schloss sich an der Moment des Spieles: Capitano Dille (gerade aus der Nachtschicht angereist) am Fuße den Ball führte und stockte an der Mittellinie. Hob das Haupt, fixierte den bravourösen gegnerischen Torwächter. Verwickelte sich mit sich selbst in einen heftigen inneren Disput, in dessen Zentrum die Frage stand: „Darf ich von hier eigentlich schießen?“ Gebar die positive Antwort und zog ab. Die Pille segelt und kegelt und senkt sich in die Hansa-Reuse, klack! – Dieser Typ macht also die schicken Tore, ganz im Gegensatz zu seinen Mitstreitern, die mannigfaltige Möglichkeiten nicht zu verwandeln in der Lage waren. Nur Maik kurz vor dem Pausegong noch durfte sich für sein Premieretörchen feiern lassen.

Der Gastgeber nach Kollektivkippe zeigte sich entschlossen und begann ein heftiges Pressing. Lohn war der 1:5-Treffer. In dieser Phase nun übernahmen die Traktor-Abwehrer Verantwortung und zeichneten durch Jensen und Kerscha für die beiden letzten TrakTore verantwortlich. Erwähnenswert hier das reichlich geniale Zuspiel von Pike beim Siebten. Beschwerte der sich zu Recht über zu viel Einäugigkeit bei den Gästen, so demonstrierte er mit diesem Pass eine kleine Lehrvorführung in Hinsicht „Wie setze ich meinen Nebenmann am effektivsten in Szene“. Darf gerne abgekupfert werden!

Traktor war heute mit dem neuen, seit 5 Halbzeiten angewandten Spielsystem, ein drolliger Sieger. Ist aber ausbaufähig. Schönstens, dass die verletzten Boxhagener wie der TrosinaStäff, Maynard, aber auch Seb als Unterstützerfraktion sich zur Geltung brachten.

Zurück zur „Sieben“.

 

15.03.10: Taktor Boxhagen – FFC Lichtenrade-Ost 2:2 (1:1)

Sie werden es nicht glauben: Ein allerletztes Mal kam kurz vor dem Match Gefrorenes vom Himmel und die Schneepartisanen in weinrot sagten sich „Genau unser Wetter!“. Montagabend, Hauffgrund, Schiri überflüssig.

Die regionale Öffentlichkeit unterdessen diskutierte am Rande des sonntäglichen Trödelmarktes auf dem Boxhagener Platz gestern noch ausgiebig die Partie bei den Spandauern tags zuvor, wo Traktoristen ganz fahrlässig mit ihren Chancen umgingen – Motto: „Kein Wunder, dass du soviel trinkst, wenn du 50% verschüttest!“. Gemeint ist hier ein völlig unproportionales Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag; teilweise grenzt das schon an glatten Missbrauch, Mönchens Kinder! Zudem fallen beide Mittelfeldstrategen für lange Zeit aus, sind schwer verletzt. Welchen Plan kann man daraus schnitzen?

Aber ach: der Gastgeber knüpfte nahtlos an die letzte Halbzeit an! Also löblich dies, weil lauf- und kampfbetont. Was bspw. Jensen oder Schaffi unter die Hufe nahmen, war phänomenal. Dazu gesellte sich heute die KrachBummEnte, die durch des Gegners Reihen ging wie einst Amanda Lear durch die Bühnendekoration. Ebenso Pike, Eisen und der Fassmacher rannten sich die Lunge aus dem Leib und jeder Traktorist war Teil seiner Mannschaft (Herr Kühl-Poirot darf noch etwas üben).

Nach 5 min. veranstaltete Schaffi einen Rückfallzieher und brachte derart seine Mannen in Führung. Weinrot presste bis zur Atemnot und ein nächster Treffer schien nur eine Frage der Zeit. Nada. Lichtenrader zog nach 25 min einfach mal ab und das abgefälschte Rundstück schlug im Boxhagener Schuppen ein. Draußen indes zelebrierte der interessante Betreuer der Traktoristen ein ums andere Mal den „Doppelten Broschengriff“ ob der ungenutzten Chancen. Später sollte der fast noch versteinern, denn nach Wiederanpfiff prügelte der blaue Rechtsaußen per Nachschuss dem Kanarienvogel die Pille durch die Hosenträger – Gäste in Führung (40.`).

Es folgte eine unglaublich ineffektive Druckperiode der Heimmannschaft und eine bleierne Unsicherheit wollte sich schon über den Schönen Hauffgrund legen. Doch Traktoristen glaubten an sich und als Kerscha ein Flänkchen auf den langen Lichtenrader Pfosten schnibbelte, war der Capitano zur Stelle! Dille erhörte die Fanfare des Kleinen Trompeters – hielt die Rübe (60.`) stilvoll dran und drückte per Aufsetzer ein. Welch eine Befreiung, welch ein Lohn auch dieser harten Arbeit!

Ein Sieg dann war nicht mehr drin, verteidigten doch die Gäste zu gut. Das Remis ist fast zweitrangig, denn dafür war es ein zu schönes Fußballspiel, um sich über irgendwelche Punktverluste zu ärgern! Lichtenrader waren Ritter, stets fair und bescheiden, so wie Boxhagener auch. Deren Leistung grandiose und das Auftreten lassen sich vielleicht wie folgt zusammen fassen:

Nicht „Ich bin.“, sondern „Wir sind!“ – wir sind keine Individuen, sondern das Produkt des Kollektives unserer Eltern. Atmen die selbe Luft, sind also gleich verantwortlich!

 

13.3.10 RW Spandau – Traktor Boxhagen 3:2 (3:0)

Zu Zeiten der Regentschaft Elsbetts von Engelland hatte Oliver Cromwell als personifizierter Staat im Staate mit mehreren Problemen zu kämpfen: Eines davon war die Bewegung der „Levellers“, aus deren Gedanken- und Handlungsursprung letztlich die „New Model Army“ entstand. Gekennzeichnet durch eine doch radikal neue innere Organisiertheit nebst modischem Gehabe auf dem Schlachtfeld (die Iren können zwei oder mehr Lieder davon singen!) war ihr hervorstechendstes Merkmal: die Mitbestimmung!

In diesem Sinne stand neulich jenseits der „Frau-Holle-Periode“ die Kapitänswahl bei Boxhagener Traktoristen (älteren) an. Und Ihnen als geneigter Leser sei nur soviel geflüstert: Eng wars, eng. Resultat sieht ab sofort Dille mit der Binde. Von dem war wiederum hier schon die Rede vormals und Ihre Redaktion kann nur sagen: „Das mit den Erfrischungsgetränken klappt ganz ausgezeichnet; aber nicht nur das.“

Heuer gastierten die Weinroten bei den GlimmerSpandauern mit einer doch recht vernunftbegabten Kapelle. Allein die Vernunft gewinnt keine Fußballspiele und so lagen die Traktoristen mit NullerDreie zur Pause hinten. Ursachen dafür waren vorrangig eine seltsame Inkosequenz im Abschlussverhalten der Gäste wiewohl körperlich-psychische Defizite innerhalb ihres Verteidigungsgürtels. Zudem waren die Heimstürmer (wie schon im Hinspiel sichtbar – damals natürlich auswärts) mit einer beeindruckenden Finaldynamik ausgestattet! Dreimal tauchte der Boxenwächter, dreimal verschluckte der sich. Unterdessen wurde die Plauener Spitze mehrmals grob gelegt und fürderhin war der weinrote Wolf Adrenalin-gebrieft! Um es dann gleich viel besser zu tun in der zweiten Halben: Nach einer ganz notwendigen Umstellung fing Traktor an zu kämpfen und dominierte jetzt den Askanierring (der TrosinaStäff meinte zu wissen: die Askanier waren die Ursache des Hohenzollerngeschlechtes – scheiß Blaublüter!). Wolf pelzte (mit einer ordentlichen mitgebrachten Murmel – die Spandauer ließen sich legendär Zeit mit dem Holen ihrer Hohlkugel) zum schnellen Tor nach Wiederanpfiff ein. Kurz darauf schlenzte er akkurat mittels Nougat-Fuß ins rechte untere Eck – Anschluss.

Nunmehr drückten die Traktoristen eklatant. Selbst gefährliche Konter und eigene schwere Verletzungen überstehend, gelang ihnen allerdings kein Ausgleich. Aber sie kämpften, aber sie wollten! Spandau verteidigte klug und geschickt, allein nun war es zu spät für Boxhagener Angriffsbemühungen, denen vorrangig die Präzision fehlte. Maik und der Steiger, Don Norberto und Schaffi, die Außenabwehrer Dille, Eisen und Kerscha, Wolf, der TrosinaStäff und Jensen, ja sogar der Torwächter der Weinroten – sie alle wollten diesen verdammten einen Punkt mitnehmen ins schöne Boxhagen! Nüschte! – Mit nassen Augen besah sich dies der Gäste-Fan-Mob, bestehend aus Falle und Jonas.

So gesehen geht der Sieg für die Rot-Weissen also durchaus in Ordnung und andererseits Gäste müssen sich bezüglich ihres Erfolgsrezeptes hinterfragen lassen; waren heute keine „Roaring Fourties“.

Insgesamt war es ein sehr fideles Spielchen und Kammersänger Rainer Süß hätte anno rückwärts dazu gebänkelsängelt: „Da liegt Musike drin!“ – Apropos Musik: Neulich erhielt die rumänische Wanderwarze für sein Lebenwürg einen „Echo“ (hallo Echo?) und gestern wurde einem Nora-Tschirner-Verschnitt eine Kaffee-Fahrt nach Oslo hinterhergeschmissen. Das sind Nachrichten, auf die die Welt gewartet hat, oder? –

„Levellers“ und „New Model Army“ übrigens sind bis heute existent: als hervorglänzende FolkPunkPopRockBands. Mit einem Anspruch in der Öffentlichkeit, ähnlich dem von Traktor Boxhagen: Mitbestimmung! In welcher Hinsicht nun, finden bitte Sie, lieber Leser, sehr gerne selbst heraus. Das kann mit einem Vorbei-Schauen im „Schönen Hauffgrund“ durchaus anfangen. Und enden niemals.

 

16.12.09 Traktor Boxhagen – SC Schlaff II 8:2 (4:1)

Das Schöne an dem Alter „Ü40“ ist doch unter anderem, seinem Kneiper beim Eintreten in die Trinkhalle die Hand zu schütteln und dessen heimliche Freude darüber zu bemerken. Früher war das ja meist umgekehrt: hat der dich als Wiederkehrer identifiziert, warst du froh über einen Willkommensgruß und ein schnelles Erfrischungsgetränk bedeutete eine enorme Aufmerksamkeit! Naja, und so saßen also die letzten der Entrechteten („Waidmannslustgate“) vorgestern zusammen, um in die Wiedergutmachungs-Phase hinein zu gleiten – schließlich fand heute das letzte Spiel im Schönen Hauffgrund in 09 statt. Da wollte doch der Traktor-Verein würdig vertreten sein! Der Gegner war beim eigentlichen Termin gesundheitlich dezimiert und Traktor kam ihm mit der Verlegung auf heute entgegen (Hallo Lichtenrade: Das geht, tatsächlich!).

Der Teppich war weiß, die Murmel schnell und Weinrot beweglich. Die Trak-Tore: TrosinaStäff, Wolf, ET nach Schuß Norbert, Maler (der hatte sich etwas vorgenommen und dessen Mund ist nie zu voll), erneut der Stäff, dann Dille, wieder der Maler (volley) und schlußendlich der wohl stärkste Boxi-Stürmer der Zukunft: Herr Kühl-Poirot. Keiner verletzte sich, alles gut (außer John Maynard, der war noch von Montag blessiert).

Nun zur wichtigen Nachricht und bitte passen Sie, verehrter Leser, sehr gut auf, denn es handelt sich hier um eine Situation, welche menschliche Größe, edelsten Sportgeist sowie unendlichen Vorbild-Charakter in sich vereint: Schlaff trat mit lediglich 5 Feldspielern an (!) und spulte ein ansehnliches Spielchen ab, stets ein Lächeln im Gesicht, ganz still und freundlich – aber aufopferungsvoll. Das ist mal eine Mannschaft, Respekt (sollten Sie möglicherweise der Sportredaktion manchmal Ironie unterstellen, so ist an dieser Stelle großer Ernst am walten), Respekt, Respekt! Die Gäste schafften es, den Boxenwächter zweimal rund ums Pausenglöckchen zu überwinden und machten genau das, was man mit fünf Rennern machen muß: einer vorne und viere versuchen hinten die Pille für den zu erobern. Insofern ist Traktor Boxhagen dem Gast dankbar für ein Stelldichein unter Bedingungen, die man keiner Truppe wünscht und zollt große Anerkennung!

Ihr Autor nun wünscht Ihnen ein Frohes Fest (den Rest des BlaBla dichten Sie bitte gewohnt engagiert selbst hinzu) und darf bemerken, daß sich abends in der Tagung die Hand des Schankwirtes ehrfurchtsvoll den Traktoristen verbliebenen entgegenstreckte…knorke.

Hier noch ein Aufruf: alle Boxhagener sind herzlich eingeladen, am Sonntag die Zwoote in ihrem Pokalspiel eifrig zu unterstützen. Büffeljagd! So das Spiel denn stattfindet – Ice Age.

 

14.12.09: Waidmannslust – Traktor Boxhagen 5:1 (2:0)

Da isse, die Klatsche! Hatten bisher die Traktoristen relative Ambitionen und dachten, als Neuling fluffig in der Liga mithalten zu können, so war die heutige Abendpartie in der Tegeler Luftschiffhafen-Einflugschneise der definitive Offenbarungseid. Am besten noch war bei den Gästen deren Erwärmung sowie ihre mitgebrachten neuen Pillen – im Spiel selbst fanden die Weinroten nur zu klitzekleinen Teilen statt:

Der erste gelungene Angriff der Gastgeber wurde mit einem Torschuß beendet, dessen Abpraller präzise eingeschoben wurde. Weitere Kombinationen der Weißen ließen den Traktor-16er lichterloh brennen und die Folge war das Zwoote. Die Geier-Walli rutschte auf ihrem Gletscher herab, kraulte sich den Bart und holte zum sich nun anschließenden Fiasko der zweiten Halbzeit ihre singende Säge heraus, zu begleiten die implodierenden Ansätze im Traktor-Spiel. Pike hatte mit dem lässigen 13er der Waidmänner einige verbale Scharmützel auszufechten („Den nächsten hau ich rein, du bist doch eh zu langsam) und wehrte sich nach Kräften. Das ging dann bis zu Drohungen durch Körperverletzungen („Gleich checke ich dir meinen Ellenbogen zwischen die Nüstern!“) und darauf hatte der Libero in weinrot wenig Lust. Bekam allerdings fürs Foulspielen einen gelben Fleppen und zog es vor, den Rest der Unsäglichkeit an der Seite zu verbringen. Bis dahin gab Jensen den Ankurbler, allein gab es nicht einen vernünftigen Schuss aufs Waidmannluster Tor zu konstatieren. Kerscha spielte mit Zerrung, das Auswechseln klappte eher nicht und das Ballannahmevermögen, vulgo das Selbstverstauen, war reichlich gestört  Der hübsche Fanmob hinter dem Tor des Boxenwächters malträtierte diesen unterdessen mit Analysen wie: „Mit der Truppe spielen die höchstens E-Jugend!“ oder „Mann, ist das ein Thekenteam!“. Recht hatten sie. Obwohl: „E-Jugend“ hat doch schon wieder was…

War es doch den Boxhagenern leichter möglich, heute in der Inneren Mongolei Pferdeäpfel zu finden als Knipsereien im Berliner Nordosten zu veranstalten. Sicher, sie warfen alles nach vorne und ihre Ehre wurde ihnen nicht ganz genommen, allein Dille vermochte einige Akzente zu setzen (von einem bezeichnenden „Freistoß“ soll hier nicht die Rede sein), Seb und Wolf verbrannten sich vorne – wurden nicht mit Pässen gefüttert. Die Abwehrer tanzten eher Eisballett und kamen jetzt oft einfach zu spät, so daß der Kanarienvogel im Gästetor noch einige Male gezwungen war, Schlimmstes zu verhindern, nach dem Fünften. Zack, MauMau.

Halt, einer wollte noch etwas und so knallte der Maler einen Freien Stoß auf den ausgezeichneten Waidmannluster Letzten und Wolf konnte abstauben. –

Ganz offensichtlich ist diese Mannschaft noch zu sehr abhängig von ihren heute komplett fehlenden Mittelfeldstrategen. Heuer war der Gastgeber taktisch, physisch, technisch und mit Schnauze schlicht überlegen. Das schöne an der Sache ist, dass die Lustigen Waidmänner eine dufte Weihnachtsfeier veranstalten können und Boxhagen wirklich lukrative Geschenke mitbrachte dazu. Helau!

Ein paar Kindl-Gedemütigte versammelten sich dann noch im Likörstübchen in der Wühlisch zum alkoholen. Bonjour Tristesse!

 

30.11.09 Ü100 Team Berlin – Traktor Boxhagen 6:4 (4:0)

Dankenswerterweise hatte der Gastgeber einer Verlegung der Partie auf Montagabend zugestimmt und so reisten heuer (bis auf Eisen und einige Rekonvaleszenten) bestgelaunte Traktoristen in den altbekannten Tempelhof. Da praktizieren die Mitwettbewerber des omnipräsenten Ü100-Klubs und es war heute so wie immer: deren fränkische Sturmspitze textete die Boxhagener mit dem ewig gleichen hübschen Spruch zu („Der Ball ist aber auch schnell heute! Gott, ist das Ding schnell!“) und die Blaue Hose verzwirbelte jeden Traktor-Abwehrer zu unzähligen Bonsai-Bäumchen. Der Tormann hatte bei den ersten beiden Dingern noch oder schon seinen Pyjama an und bei der dritten Ferngranate gerade seine dritte Pupille (hat der wirklich!) geputzt. Ein Viertes nahmen die Weinroten auch noch vor dem Halbe-Gong und befanden sich nunmehr im Sinkflug mit Turbulenzen und Kotztüte am Hals. Einfach zu grün ließen die ihre Gegenspieler laufen, einfach zu lange eierten die Gäste mit Pille an der Quante über den Teppich, um dann sicher einen Fehlpass zu spielen. Das institutionalisierte sich ebenso wie eine fehlende geistige Frische…

0:4? Kein Problem! Wieder raus in den Herbst (morgen ist ja Lohntüten-Ball!) und die Traktoristen packten ihre wahren Tugenden aus – nicht wie früher West-Pakete, eher wie das REWATEX-Bündel, wenn es schnell neue Laken brauchte. Also Don Norberto stellte weitgehend das Lamento ein (war heute der einzige Gelb-Fleppenbekommer auf den Platz) und zirkelte 2mal die Murmel in das Gehäuse der Blauen. Deren Antwort war das 5:2 und wer jetzt dachte, einen Fangschuß gesehen zu haben, täuschte sich schwer: Boxhagener kamen bis auf ein Törchen heran (3:5 Jensen nach Assist von Wolf, Anschluss durch die Plauener Spitze persönlich). Allein die Zeiger auf den Analog-Chronometern ratterten und in den letzten Sekunden fiel kein Ausgleich, sondern die Ü100er setzten einen klasse Konter in die Gästereuse.

Ergebnis ist vor allem deshalb gerecht, weil einerseits Boxhagener zu überheblich bzw. unkonzentriert waren und andererseits der Gastgeber einfach die bessere Mannschaft stellte. Werden das reichlich vorhandene Fan-Volk und der Oldie-Spion ähnlich sehen, gelle?

Nach Abpiff dann fand der eigentliche Höhepunkt des Abends statt: Die Traktortruppe führte als Kollektiv bildende Maßnahme einen Umzug von Essen nach Berlin durch. So mal so nebenbei. Da gab es dann Hackepeter-Schrippen, lustige Sprüche und abgeschabte Fingerknöchel, ganz wie sich das gehört. Nur das Pilsener wollte auf den langen Autobahnfahrten nicht so recht fließen. Hoppala, die werden doch nicht geknickt sein? Wegen Freizeitfußball?

 

18.11.09 Traktor Boxhagen – BW Hansa 51 5:1 (2:0)

Das Croissant kostet 95 Cent in der Reichenberger, bitte stellen Sie sich dies einmal vor! War letztens in dieser Rubrik von Gentrifizierung die Rede, so ist die dortige aufgehübschte französisch-russische Backstube ja wohl der Beweis – neben Häusern, in denen man seine Kutsche via Lift auf dem Balkon parken kann kein Wunder. Mitten in Kreuzberg. Zu hoffen ist, dass es den heutigen Gästen der Fußballmannschaft von Traktor Boxhagen nicht irgendwann genauso geht: die Jungs von Hansa hocken in Neukölln und ahnen noch nicht, wie schmierige Vermieter und seltsame Investoren daran arbeiten, sie aus ihrem Kiez zu verdrängen.

Hellwach allerdings reisen die zu ihren Auswärtsspielen an und brachten innerhalb des Punktspieles die Weinroten gar oft in Verlegenheit. Mit großer Präzision und Kaltschnäuzigkeit hebelten sie die Boxhagener Abwehr wiederholt aus, erarbeiteten Frei- und Eckstöße und waren ziemlich cool als Mannschaft erkennbar. Der Liga-Neuling seinerseits tat sich schwer, konnte allerdings durch Don Norberto und die Plauener Spitze mit zweierNulle in die Pause kriechen. Dort gab es eine bergkristallene Ansage von Jensen und nunmehr spielten Traktoristen ambitionierter: Dille bereitete seinen Treffer schon an der Mittellinie vor und grätschte die Kugel dann konsequent ins Netz, der Maler steuerte mit all seiner Bescheidenheit ebenfalls einen Treffer bei und der Don am Ende machte das Fünfte. Von einigen anderen Chancen der Gastgeber soll an dieser Stelle ausdrücklich nicht die Rede sein – da hörten die Protagonisten Schumanns „Träumerei“…

Durch einen interessanten Eckstoß kassierte Traktor den Ehrentreffer der Blauen, aus denen ihr Nosferatu mit der 7 verbal herausragte: „Was seid ihr denn für eine Truppe?“ Tja, niemand aus den Reihen der Weinroten vermochte auf diese messerscharfe Frage so recht zu antworten, wissen die vielleicht selbst nicht. Vielleicht waren die Traktoristen auch zu sehr damit beschäftigt, ihre eigenen Genossen zu beobachten und denen sofort und solidarisch zu helfen, sollten Anflüge von Verzagtheit erkennbar werden: Die nämlich zelebrieren keinen Betroffenheitskult und warten nicht ab, bis sich jemand vor die Lok wirft. –

Apropos „Lok“: Pike war als Zugucker auch da, zusammen mit dem Trosinastäff und Hurricane. Nebenan spielte parallel die Zwoote (erfolgreich) und ein enormer Wind blähte jeglich einsam blinkendes Segel. Der Hauffgrund bebte, Martin machte ordentlich Kasse und später noch sollte ein Krankenwagen unter Blaulicht mit ausdrücklicher Genehmigung des Platzwartes auf dem Teppich wenden dürfen. Das sind so Sachen.

Heute übrigens debütierte in weinroten Reihen ein Herr namens „Wolle“ und machte das gar nicht mal schlecht. Auch hier ein „Herzlich Willkommen!“ Insgesamt allerdings sollten die Traktoristen sich zukünftig etwas besser sortieren – schließlich möchte Ihr Autor beim Rumtopf-Süffeln um Neujahr einen lasziven Blick auf die Tabelle werfen dürfen und da erscheint Platz 3 nicht ganz unrealistisch.

Ach, und möglicherweise kommt Ihnen auf diesem Wege in bälde das Back-Rezept für Croissants zu, kümmern Sie sich darum!

 

15.11.09 FFC Lichtenrade Ost vs. Traktor Boxhagen 1:3 (1:2)

Jessis, schon wieder 3 Punktepupunkte! Unverhofft, aber real.

Weil: Don Norberto zweimal trocken die Murmel per Distanzschuß einnetzte (6., 15.min). Diesen seinen beim Gastgeber angerichteten Schaden machte er noch vor der Halben wieder gut, indem er einen astreinen Handneuner verschuldete. Lichtenrade verwandelte konsequent und war auch sonstens passabel im Spiel, allein gegen Kampfspieler wie Dille und Maynard konnten die Blauen nur zum zweiten Stich kommen. Jensen hielt die Zentrale konkret zusammen und vermochte sich öfters in die Angriffsbemühungen von Traktoristen einzuschalten. Lediglich die Offensive war leicht unterbelichtet – dies jedoch sollte sich in der zweiten Halbzeit grundlegend ändern! Nunmehr umkurvte Wolf des öfteren den letzten Feldspieler der Lichtenrader (2x Alu), nach reichlich Ecken entstanden mehrere Chancen (Kerscha, Plauener Spitze), Herr Kühl-Poirot konnte es erneut nicht unterlassen, seinen linken Außenrist einzusetzen (schoß dadurch das Gebüsch berühmt) und Eisen schließlich engagierte sich zusehends als spielverständiger Mann nach vorne. Don Norberto führte filigran Regie und Lohn dieser wirklich hübschen Druckphase war das Tor des weinroten Dreiers, der neben Maik den heutigen zweiten Neuzugang darstellte (56.). Willkommen!

Das können die Boxhagener mittlerweile vorbildlich: ihre dazu gestoßenen Kräfte zu integrieren und dadurch diese Mannschaft sowohl in Breite als auch Tiefe zu verstärken, Respekt!

Allen weiteren Aktionen der Gastgeber (die stellten den Schiri) wurden Option plus Zahn gezogen und die Traktor-Abwehr brachte diesen kostbaren Auswärtssieg sicher über die Runden.

In drei Wochen wird es diese Partie am selben Ort erneut geben, dann jedoch innerhalb des Pokalgeschehens. Traktoristen vermutlich tuckern gerne wieder auf die Halker Zeile – Eifabibbsch…

An dieser Stelle sei noch dem weinroten Zehner Schaffi (der war heute unter den Zuguckern) alles Gute für seine anstehende Operation am Knie nächste Woche gewünscht!

 

02.11.09 Traktor – RW Spandau/TC Glimmer 7:4 (1:0)

Traktor-Wetter! Extra für Sie, lieber Leser, sei an dieser Stelle der fragliche Aspekt mit den Regentropfen bemüht. Aus Boxhagener Sicht wird darum ja schon seit Jahren ein recht merkwürdiger Kult gemacht – aber das hat unter anderem auch die GoombayDanceBand mit ihrem Ekel-Hit „Rain, Rain, Rain – Sierra Nevada“ (`80, Spätherbst) praktiziert. Und so gab es heute einen schönen Kessel Buntes für die Zugucker, unter denen sich in illustrer Runde solch wichtige Leute wie Rubbel, Schaffi, der Numismatiker oder auch die Schildkröte -danke für Co-Autorenschaft!- befanden.

Die erste Halbe ging unter dem Gesichtspunkt der Spielanteile klar an den Gast. Traktor fand nicht ins Match (schön dieses hier: „Der Ball wird bei dem Wetter total schnell!“ – ach was) bzw. nutzte seine durchaus vorhandenen Qualitäten im Sturm zu wenig. Einmal nur (33.) konnte der Fassmacher nach Kombi mit dem Trosinastäff und Don Norberto knipsen, für den natürlich eine magische Befreiung! Die Abwehr hielt die Null und alle schlenderten zum Glühwein.

Nach Wiederanpiff allerdings kamen die Beteiligten endlich emotional etwas aus sich heraus und Boxhagen sagte den Kampf an. Prompt knallte es im Gästekasten und Don Norberto (nach Assist vom Wolf) sowie der Trosinastäff zeichneten verantwortlich. Und jetzt wurde es lustig: durch zwei komplette gedankliche Aussetzer von weinroten Verteidigern glimmerten die Spandauer den Anschluss heran, nur noch 3:2! Der Gast witterte Punkte und hatte mit seiner wirklich guten Angriffsreihe auch allen Grund der Hoffnung dazu. Doch Pusteblume! Jetzt kam der Moment, wegen dem jedes Jahr wieder die Leute in die Arenen pilgern, verachtet von der Familie und im ständigen Selbstzweifel verharrend: In der 50. min ging Dille auf rechts durch und konnte so etwas wie eine Flanke auf die Rübe von Peter zimmern. Der nickte innerhalb seiner Rückwärtsbewegung das Ei in die Brutstätte – technisch gekonnt, die Massen waren entzückt. Nur Dille nicht. Hatte Größeres vor und setzte nach Norbertens Eckstoß die Kugel lehrbuchhaft (also gedrückt zum Aufsetzer) aus dem 3. Rang in die rechte Ecke (52.). Sind die Aktionen des rechten Abwehrers zuweilen noch etwas „dille“ttantisch in Sachen Coolness, so war diese Aktion alleine schon die Reise in den Schönen Hauffgrund wert. Konnte Hartmut Pelka einst auch nicht besser – herrlich. Der Schütze widmete diesen Treffer konkret dem Boxhagener Kiez, in dem er selbst lebt und arbeitet, gedemütigt von reichen schwäbischen Studenten manchmal, belastet von der Gentrifizierung auch.

Don Norberto und der Stäff machte noch je ihr Zweites und die Gäste nutzten ihrerseits (zweimal erfolgreich) jede Lücke in der Traktor-Abwehr, welche heute leichte Orientierungsschwächen zeigte. Der Boxenwächter war etwas sauer („4 Dinger haick ja noch nie jekricht, manno!“) – allein die weinrote Zentralgestalt Jensen beruhigte den und meinte: „Wir sind so viele Leute, da kommt es immer mal vor, dass durch Auswechselungen oder so hinten Unruhe reinkommt. Wichtig ist, dass alle spielen und keiner sich verletzt.“ Recht hatta!

Und so waren die Traktoristen zum vierten Mal am Faden gewitzt wie das Schneiderlein tapferes und machten erneut „Sieben auf einen Streich“. Abends am Tresen der Tagung dann wurden die alltäglichen Verhältnisse zwischen Dille und der Restmeute wieder hergestellt: einer bedient, alle verwandeln (sich).

24.10.09 Knallrot Wilmersdorf/Kellerkicker vs.Traktor Boxhagen 2:7 (1:2) – POKAL

Boxhagener in ihren edlen weinroten Paletots unterwegs, um die Wilmersdorfer Witwen zu trösten! Nach der erfolgreichen gestrigen Pokalschlacht der Zwooten stiegen Samstags um Hai Nuun die Rentner auf den Traktor, um dem unbekannten Gegner mit dem lustigen Namen (s.o.) ordentlich die Harke zu zeigen. Und mit welcher Kapelle, schauen Sie mal: nach Jahren der Abstinenz fanden sich beispielsweise Herr Kühl-Poirot oder auch die Pike wieder ein, um mit Elefantenzeh und Hippoknie auszuhelfen. Die Plauener Spitze gar spielte mit Fuskelmaserriss (wie verrückt kann man sein!?) und der eigentliche Edelsturm mit dem Fassmacher und Schaffi fehlte gänzlich – Dille war uffm Fabrikplaneten, „Eisen“ am Baltischen Teich zum Urlauben. Je nun, rechtzeitig allerdings war Jensen als sportlicher Übungsleiter eine schniecke Truppe aufzustellen in der Lage und das Orakel des Trosinastäff („Morgen mach ick drei Dinger, wa!“) erfüllte sich tatsächlich. Der spielt ja im Grunde nur mit einem Bein, dafür kann er blitzartig jeweils den rechten oder linken Fuß dranschrauben, ganz nach Bedarf. Hättrigg also nach der Halbzeit (40., 48., 51.).

Vorher übten so nach 10 Minütchen Wolf und Jensen ein Staffettlein, welches sie dann beim zweiten Versuch zum Erfolg brachten (merke: wenn der Libero mit nach vorne kommt, muss er die Murmel auch abschließend bekommen!). Kurz darauf säuselte der Stäff eine lange Flanke auf den linken Pfosten, wo der ewiglich raffiniert spielende Don Norberto mit links und volley einklebte – volle Lotte!

Diese saubere 2:0-Führung wurde leicht angeschwärzt kurz vor dem Halbe-Gong, verursacht durch eine kleine Unaufmerksamkeit in der weinroten Hintermannschaft. Übrigens: der Pfeifenmann enttarnte sich zwischendrin ohne Not als Späher des „FC-Oldie“-Vereines und die Glühwein süffelnden Zuschauer waren ebenfalls von dieser Truppe. Haben sich möglicherweise die Augen gerieben ob dieser spielerischen Überlegenheit von Boxhagenern und sehen konkret ihr Meister-Abo in Gefahr…

Die Kellerkicker ihrerseits spielten ohne Wechsler und dies nun ist in der Rentnerliga eher schlecht. Zwar vermochten sie  aufgrund eines Boxenwächterfehlers noch einmal auf 2:3 heranzukommen, scheiterten in der Schlussphase jedoch an ihrem lauffreudigen Gast, der zwar mit seinen Chancen reichlich bizarr umging („Wo ist die Torwächterbrust, wie bekomme ich die Pille am eindrucksvollsten am Pfosten vorbei?“), andererseits seine Außenverteidiger immer wieder geschickt einsetzte und also Kerscha und Maynard oszillierend einschieben konnten (61., 64.).

Insgesamt betrachtet arbeiteten die Boxhagener bravourös und eine mannschaftliche Geschlossenheit, wie sie hier praktiziert wird, sollte auch andere Truppen im Bermuda-Dreieck zwischen Stralau, Rummelsburg und Frankfurter Tor interessieren!

Die erzielte Viertelfinalteilnahme im Pokal war Pflicht – wenn allerdings ständig Meilensteine in den Boden gerammt werden wie heute, kann auf der Traktoren-Baustelle doch ein ganz hübsches Häuschen entstehen…

Klaus Bittermann sagte einmal: „Raucher sind die besseren Fußballer.“ Der Spruch nun ist ja ganz nett, nur sind auch die Nichtquarzer bei den Boxi`s nicht die Schlechtesten welche. Die Mischung macht`s, die Mischung macht`s doch noch immer. Wie beim Tabak.

 

 05.10.09 Traktor – Schlaff I 7:3 (4:1)

Heimspielpremiere der Ü40 – ältere Herrern, weinrot gewandet, auf Boulettenjagd!

Vor einem fachkundigen Publikum (Pike, Detlef, Hurricane, Rubbel) waren die Traktoristen ihren Auftaktsieg zu wiederholen in der Lage. Erneut hieß es am Ende 7:3 für Boxhagener, erneut spielten die solide, sortiert und harmonisch. Libero Jensen als zentrale Abwehrgestalt war jederzeit Chef in der Manege und die beiden Debütanten Don Norberto und der Trosinastäff (gestern noch die I. gecoacht) bereicherten mit ihren jeweils 2 Treffern das Spiel nachhaltig.

Schlaff ging früh in Führung und Schaffi war der erste Traktorist, der demütig den Weckruf erkannte und aus 20m  korrekt am linken Innenpfosten einsemmelte (war in Hälfte 2 noch einmal schön am langen Pfosten postiert und staubte die exzellente Vorarbeit von Norbert ab). Oder Kerscha: der fachsimpelte in der Pause noch mit seinem Torwächter über Schusshaltungen („Ich muß immer den Außenrist nehmen, sonst tut es im Rücken weh!“, „Versuch es doch trotzdem mal mit innen, kriegste dann gar nicht mit!“), war aber dann höchstbeteiligt am letzten Treffer: Vorstoß über links, den Zyklop mit den Handschuhen ausgeguckt, rin damit! Die anderen Außenabwehrer Dille und Maynard sind eh` „Typen“ und jeder Gegenspieler ist dankbar, von denen niedergedrückt zu werden, um bloß nicht noch mehr Körperkontakt erleiden zu müssen. Wolf war heute verhindert, aber die Plauener Spitze wird baldigst und in alter Frische dazu stoßen. Überhaupt träumen einige juvenile Traktoristen vom „Schneller-Alt-werden“, ist doch diese Ü40 der Boxhagener ganz offensichtlich ungemein attraktiv.

Dass die einige größere Chancen nicht verwerten wollten, soll hier natürlich nicht erwähnt werden – gehört ja zu einer guten psychologischen Aufbauarbeit… Gegen starke Truppen wie bspw. den FC Oldie wird sich jedenfalls derlei Unentschlossenheit bitter rächen – das ist so klar wie Klosbrühe!

Den Treffer des Tages allerdings verantworteten die Gäste mit einem fulminanten Flugkopfball zum 3:6 (61.min). War die Flanke schon ein 80km/h-Strich, so stellte sich der Moment des „Birne-dran-haltens“ als echte Supernova dar. Das gibt es also auch bei den Oldies.

Martin dann hatte seine Bouletten zuverlässig parat und abends waren sich alle Traktoristen einig (viere mit Anschlussprogramm in der „Tagung“): Das Leben ist hart, aber gerecht!

14.09.09 Alte Zeiten – SV Traktor Boxhagen 3:7 (1:3)

Hier is wat los! Jetzt denken sogar schon die Grauhaarigen, die Vereinshistorie von Traktor Boxhagen bereichern zu wollenkönnen! Tuckerte doch des gestrigen Montags eine Oldie-Fraktion in die Borsig-Beete, zu präsentieren den Initiationritus der Ü40 und gleichzeitig das eine oder andere Raddatz-Trauma aktiv zu verarbeiten! Also: Mit neun geschulten Männern gingen Traktoristen in den ersten Ligakampf (hier: 2×35 min) und zeigten ihrem kritischen Fanblock (Mannschaftsrat der I. plus Oli) eine beste Seite. Die Abwehr um Libero Jensen stand souverän: beide langhaarigen Außenverteidiger Dille und Maynard hörten zu und sahen hin (nicht ohne viel Wert darauf zu legen, ihre Häute in der Öffentlichkeit zu zerscheuern), Kerscha war erwartet der disziplinierte einer und John F. bildete das Bindeglied zum Sturm. Der seinerseits recht aktiv war und dem lauschigen Frühherbstabend einen schmeidigen Glanz verlieh. So trafen Schaffi und die Plauener Spitze je dreimal und der Fassmacher zerrannte die gegnerische Abwehr effektiv (Eigentor beim Gastgeber, inszeniert von Jensen). Die drei Gegentore waren dem Boxhagener Torwächter lästig und im abschließenden Gespräch in der „Tagung“ versicherten dem seine Verteidiger ihr Steigerungspotenzial.

Die „Alten Zeiten“ freuten sich -unabhängig vom Ergebnis- ganz offensichtlich über diese Ligabereicherung und schmeichelten den Traktoristen einiges ins offene Ohr: Schöne Sendung!

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Ü40

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-von links hinten nach links vorne: Jensen, Dille, Maynard, Pike, Don Norberto, Maler, Schaffi, Wolf, Kerscha, Eisen, Knaua, Fassmacher und Trosinastäff

-nicht im Bild: Herr Kühl-Poirot (holt gerade „Hetzelsdorfer“ aus der Heimat), BulgaRusse (sieht sich seine alte Rastelli-VHS an und versucht, seine Zweifel zu überwinden), Maik (entdeckt gerade Wasser auf dem Mond), Wolle (der fegt dauernd die Simon-Dach-Straße) und schließlich Seb (zog es vor, bei diesem Wetter lieber den Tresen der „Tagung“ zu bevölkern)